Pseudowissenschaft an deutschen Universitäten – Ein Doktor in Elfenkunde!?


Neben der Homöo-Akademie in Traunstein, die ein Hochschulstudium für Homöopathie einführen will, gibt es ja bereits einigen Wildwuchs, der sich etablieren konnte. 3sat hat Anfang 2012 kritisch darüber berichtet, ich hatte damals den Beitrag hier auch angekündigt, nur irgendwie scheint das alles niemanden groß zu interessieren. Wissenschaftler hätten längst geballt aufschreien müssen!

Ein Doktor in Elfenkunde

Pseudowissenschaft an deutschen Universitäten

„Esoterik sickert in unsere Hochschulwelt und wir müssen vehement laut Einhalt gebieten“, sagt Prof. Josef Pfeilschifter, Dekan der Uni Frankfurt am Main.

„Wir müssen auch bereit sein, Humbug als Humbug zu bezeichnen.“ Kreationisten, Anthroposophen, Homöopathen und andere „Komplementärmediziner“ lehrten bereits als Gastredner, manche haben sogar Lehrstühle inne. In Kassel gab es eine Stiftungsprofessur für biodynamische Landwirtschaft. Der Lehrstuhlinhaber hatte über die Existenz von Elfen und Klabautermännern spekuliert, die den Bauern beim Pendeln antworten sollen.

Harald Walach
CAM Media.Quatsch: Professor Walachs Märchenstunde
Quantenmystik
Anthroposophie
Biologisch-dynamische Landwirtschaft
Hochschulen mit pseudowissenschaftlichen Lehr- und Forschungsinhalten
Warum wir Wissenschaft brauchen: “Ich habs mit eigenen Augen gesehen” Ist Nicht Genug

2 Gedanken zu “Pseudowissenschaft an deutschen Universitäten – Ein Doktor in Elfenkunde!?

  1. Sind wir denn hierzulande nur noch von total bekloppten Vollidioten umgeben ? Weshalb wird die Politik nicht endlich aktiv und stoppt diesen pseudowissenschaftlichen Nonsens !? Wenn es sich nur um den Schwachsinn von einigen verirrten Geistern drehen würde, könnte man noch lächelnd darüber hinweg gehen. Aber nein, die Vertreter dieser esoterischen, anthroposophischen und homöopathischen Fantastereien greifen auch ungeniert in das Geschehen an unseren Universitäten ein und versuchen auf diese Weise ihrem hirnrissigen Hokuspokus einen wissenschaftlichen Touch zu verleihen. Schlimm genug, dass einige Universitäten und Krankenhäuser diesem unseligen Treiben nicht nur keinen Einhalt gebieten, sondern die Einflußnahme dieser Gehirnakrobaten sogar dulden und im schlimmsten Falle auch noch fördern. So z.B. die renommierte Berliner Charité, bei der die Karl und Veronica Carstens-Stiftung eine Professur für Homöopathie und alternative Medizin etabliert hat. Dass dieser Karl Carstens sogar mal unser Bundespräsident war, spricht nicht gerade für die Qualität und das Renommée unserer Politiker-Kaste. Dass solche Spinner es bis in höchste Ämter schaffen, ist eine Schande für das Ansehen Deutschlands.

    Ansätze für ein Gesetz, welches diesen Markt (den Psychomarkt) regelt, hat es im Jahre 2003 schon mal gegeben. In der damaligen rot-grünen Bundesregierung war es letztlich aber die Partei Bündnis90/Die Grünen, die ein solches Gesetz verhinderte. Es ist kein Geheimnis, dass sich in dieser Partei die meisten Homöopathie- und Anthroposophie-Freaks tummeln. Auch die Gilde der Heilpraktiker ist in dieser Partei stark vertreten. (Und ich idiot habe die Grünen vor Jahren – in Unkenntnis dieser Fakten – sogar noch gewählt !)

    Falls sich jemand bemüßigt fühlt, an meiner harschen Kritik Anstoß zu nehmen, halte ich ihm entgegen, dass es längst an der Zeit gewesen wäre, diesem unseligen von feinstofflichem Spirit durchdrungenem Wahnsinn von gesetzeswegen die Grenzen aufzuzeigen und Einhalt zu gebieten. Und nachdem alle Vernunftargumente wirkungslos blieben, muß man mit diesen esoterischen Volksverdummern leider eine klare Sprache sprechen, die sie hoffentlich auch verstehen.

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  2. Hartmut Traub, Alanus Hochschule und Rudolf Steiner:

    „Jeder Mensch ein Wissenschaftler!

    Die anthroposophische „Alanus Hochschule für Kunst und Gesellschaft“ kämpft um eine Anerkennung der „Waldorfpädagogik“ als Erziehungs-„Wissenschaft“. Dazu muß zunächst für Rudolf Steiner, Begründer der „Anthroposophie“ und Waldorfschulen, ein neues, positives und neutrales Image erschaffen werden: weg vom „verstörenden“ Esoteriker Steiner, hin zum bedeutenden Philosophen Steiner. Hartmut Traub, Lehrbeauftragter der Alanus Hochschule, hielt dazu im Mai 2016 einen Vortrag, in dem er Steiner wie gewünscht „wissenschaftlich-philosophisches Denken“ bescheinigt.

    (…)

    Wenn Steiner sich selber vehement von der „materialistischen“ Wissenschaft abgrenzt, die Anthroposophie offensichtlich gegen elementare Prinzipien der wissenschaftlichen Methode verstößt – wie stellt man „Intersubjektivität“ bei einem Hellseher her? –, ist es von Hartmut Traub und der Alanus Hochschule doch sehr gewagt, Rudolf Steiner „Wissenschaftlichkeit“ zu bescheinigen. Aber wenn es nur um Image und Reputation geht, könnte man sich doch auch hier auf den Groß-Künstler Joseph Beuys beziehen, der sagte ja bekanntlich: „Jeder Mensch ein Künstler“. Mein Vorschlag, als neues Motto für die Alanus Hochschule:

    „Jeder Mensch ein Wissenschaftler!“. Dann auch Rudolf Steiner.“

    zum vollständigen Artikel bei „hpd“, „Humanistischer Pressedienst“: http://hpd.de/artikel/jeder-mensch-wissenschaftler-13429

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