Das Image-Problem des Esoterikers Rudolf Steiner


Hartmut Traub, Alanus Hochschule und Rudolf Steiner

Jeder Mensch ein Wissenschaftler!

 

Von Andreas Lichte, veröffentlicht im hpd

Die anthroposophische „Alanus Hochschule für Kunst und Gesellschaft“ kämpft um eine Anerkennung der „Waldorfpädagogik“ als Erziehungs-„Wissenschaft“1. Dazu muß zunächst für Rudolf Steiner, Begründer der „Anthroposophie“ und Waldorfschulen, ein neues, positives und neutrales Image erschaffen werden: weg vom „verstörenden“ Esoteriker Steiner, hin zum bedeutenden Philosophen Steiner 2. Hartmut Traub, Lehrbeauftragter der Alanus Hochschule, hielt dazu im Mai 2016 einen Vortrag, in dem er Steiner wie gewünscht „wissenschaftlich-philosophisches Denken“ bescheinigt.

In seinem Vortrag „Wissenschaft, Mythos und andere unproduktive Etikettierungen …“ zitiert Hartmut Traub auf 15 Seiten nicht ein einziges Mal Rudolf Steiner, und das, obwohl er Steiners „Anthroposophie“ die einzigartige Eigenschaft zuspricht, Mythos und Wissenschaft in sich zu vereinen, Zitat Traub, Seite 7:

Der vermeintlich mythologische Charakter der Anthroposophie ist danach die veranschaulichende, didaktisch methodologisch explorierte Weiterentwicklung des philosophischen Denkens, das selbst in der ‘Hochphase’ der Anthroposophie sein mythologiekritisches Potential nicht verliert (Traub 2014, S. 149ff.).

Das Mythologische wird bei Steiner somit weder reflexiv verwissenschaftlicht, noch verhüllt es das wissenschaftliche Denken, sondern dem Mythologischen ist das wissenschaftlich-philosophische Denken explizit immanent. Und das heißt, die Anthroposophie ist ihrem Wesen und Anspruch nach kein mythologisches Denken, und schon gar keine Rückkehr zum Mythos, sondern die weiterentwickelte, veranschaulichte und methodologisch didaktisierte Philosophie Rudolf Steiners.

Unterstützer der Anthroposophie wie Hartmut Traub vermeiden, Rudolf Steiner selber sprechen zu lassen, es sei denn, in kurzen, sinnentstellenden Zitaten.

Wo ist in Steiners Aussagen das „wissenschaftlich-philosophische Denken“, die „weiterentwickelte, veranschaulichte und methodologisch didaktisierte Philosophie Rudolf Steiners“?

Um zu konkretisieren, wie weit sich Hartmut Traubs Interpretation von Rudolf Steiner entfernt, hören wir, was Steiner wirklich selber sagt, ein für ihn typisches Zitat:

(…) Und so kann man sagen: Die Weißen können überallhin, können heute sogar nach Amerika hinüber. Alles dasjenige, was an weißer Bevölkerung in Amerika ist, das ist ja von Europa gekommen. Da kommt also das Weiße hinein in die amerikanischen Gegenden. Aber es geschieht ja etwas mit dem Menschen, wenn er von Europa, wo er dazu natürlich gebildet ist, daß er alles im Innern entwickelt, nach Amerika hinüberkommt. Da ist es so, daß gewissermaßen schon etwas sein Hinterhirn in Anspruch genommen werden muß. In Europa, sehen Sie, hat er als Europäer hauptsächlich das Vorderhirn in Anspruch genommen. Nun, in Amerika, da gedeihen diejenigen, die eigentlich zugrunde gehende Neger einmal waren, das heißt sie gedeihen nicht, sie gehen zugrunde, die Indianer. Wenn man dahin kommt, da ist eigentlich immer ein Kampf zwischen Vorderhirn und Hinterhirn im Kopf. Es ist das Eigentümliche, daß wenn eine Familie nach Amerika zieht, sich niederläßt, dann bekommen die Leute, die aus dieser Familie hervorgehen, immer etwas längere Arme. Die Arme werden länger. Die Beine wachsen auch etwas mehr, wenn der Europäer in Amerika sich ansiedelt, nicht bei ihm selber natürlich, aber bei seinen Nachkommen. Das kommt davon, weil die Geschichte mehr durch das Mittelhirn hindurch nach dem Hinterhirn sich hinzieht, wenn man als Europäer nach Amerika kommt. (…) 3

„Typisch“ an der oben vorgestellten Textpassage ist, dass Rudolf Steiner seine Zuhörer bzw. Leser mit „unerhörten“ geistigen Tatsachen überrascht. Das kann Steiner, da er Einblick in die „Akasha-Chronik“, ein geistiges Weltengedächtnis in der „Ätherwelt“ („akasha“, Sanskrit: Äther) hat. In dieser „Chronik“ seien alle Ereignisse der Geschichte, alle Taten, Worte und Gedanken der Menschheit enthalten, die dem „Geistesforscher“ – also ihm selber – zur Verfügung stünden. Steiner sagt über seine Rolle als „Seher“: „Meinen Schauungen in der geistigen Welt hat man immer wieder entgegengehalten, sie seien veränderte Wiedergaben dessen, was im Laufe älterer Zeit an Vorstellungen der Menschen über die Geist-Welt hervorgetreten ist (…) Meine Erkenntnisse des Geistigen, dessen bin ich mir voll bewusst, sind Ergebnisse eigenen Schauens“. 4 Und: „Das müssen wir uns immer wiederum vor die Seele stellen, dass wir nicht aus Urkunden schöpfen, sondern dass wir schöpfen aus der geistigen Forschung selbst und dass wir dasjenige, was aus der Geistesforschung geschöpft wird, in den Urkunden wieder aufsuchen (…) Was heute erforscht werden kann ohne eine historische Urkunde, das ist die Quelle für das anthroposophische Erkennen“. 5

Das „anthroposophische Erkennen“ bezeichnet Steiner selber als „Okkultismus“:

Nun glaubt die Wissenschaft, daß das Herz eine Art von Pumpe ist. Das ist eine groteske phantastische Vorstellung. Niemals hat der Okkultismus eine solch phantastische Behauptung aufgestellt wie der heutige Materialismus. Das, was die bewegende Kraft des Blutes ist, sind die Gefühle der Seele. Die Seele treibt das Blut, und das Herz bewegt sich, weil es vom Blute getrieben wird. Also genau das Umgekehrte ist wahr von dem, was die materialistische Wissenschaft sagt. 6

Das Prinzip, jede bekannte – auch wissenschaftlich anerkannte –Tatsachen als „falsch“ hinzustellen, um das genaue Gegenteil als „wahr“ zu erklären, zieht sich wie ein roter Faden durch Rudolf Steiners Werk. Falls es Steiners Ziel war, sein Publikum durch seine „Originalität“ zu verblüffen, so ist ihm das zweifellos gelungen … WEITER

22 Gedanken zu “Das Image-Problem des Esoterikers Rudolf Steiner

  1. Anthroposophen versuchen mit aller Macht, aus dem Esoteriker Rudolf Steiner einen Philosophen zu machen, besonders hervorzuheben dabei auch:

    Christian Clements ‘kritische Ausgabe der Schriften Rudolf Steiners‘ (SKA)

    Des Steiners neue Kleider

    BERLIN. (hpd) Die Anthroposophie versucht seit Jahren, Rudolf Steiner ein neues, positives und neutrales Image zu geben: weg vom „verstörenden“ Esoteriker Steiner, hin zum bedeutenden Philosophen Steiner. Dass sich ein nach aussen hin renommierter Verlag, der „Frommann-Holzboog Verlag“, an dem anthroposophischen Betrug beteiligt, überrascht.

    (…)“

    weiter bei hpd, „Humanistischer Pressedienst“: http://hpd.de/artikel/11618

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  2. Steiner ist nicht nur ein durchgedrehter Esoteriker, Judenhasser und Rassist, sondern auch ein pseudowissenschaftlicher Wirrkopf. Erstaunlich, dass er immer noch soviel Ansehen genießt.

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  3. Mehr Raum für Anthroposophie-Propaganda:

    „Erweiterungspläne in Alfter

    Alanus Hochschule wird weiter wachsen

    07.09.2016 ALFTER. Auf dem Campus II an der Villestraße sollen neue Atelierbauten entstehen. Grund sind die stark gestiegenen Studierendenzahlen. Der Baubeginn ist für 2017 geplant.

    (…)

    Gekauft wurde das fünf Hektar große Gelände nach Angaben der Hochschule für einen „zweistelligen Millionenbetrag“ von der [anthroposophischen] Darmstädter Software-AG-Stiftung, dem Hauptförderer der Alanus Hochschule.

    (…)

    Ebenso beteiligt sei die [anthroposophische] Triodos Bank.

    (…)“

    Quelle: http://www.general-anzeiger-bonn.de/region/vorgebirge-voreifel/alfter/Alanus-Hochschule-wird-weiter-wachsen-article3351265.html

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    • … eine eigene Hochschule für die Anthroposophie Propaganda … und in blogs schreiben Anthroposophen massenhaft fake-Kommentare, um von Kritik an der Waldorfschule abzulenken – bei diesem Artikel:

      „‘Ich würde mein Kind nie an einer Waldorfschule anmelden’

      Heidrun G. war ein Jahr lang Lehrerin an einer Waldorfschule im Ruhrgebiet. Heute unterrichtet sie an einer staatliche Schule und blickt kritisch auf ihre Zeit als Waldorfschullehrerin zurück.

      (…)

      „Die Waldorfpädagogik legt keinen Wert darauf, an den wissenschaftlichen Diskursen der Pädagogik teilzunehmen. Man hat ja Steiners Lehre.“ Waldorfschulen, das würden viele Eltern unterschätzen, seien vor allem die Schulen der anthroposophischen Bewegung.

      (…)

      In den unteren Klassen haben die Kinder Epochenunterricht über Zwerge und Gnome gehabt. Atlantis und Sagen waren Stoff im Fach Geschichte.

      (…)“

      zum vollständigen Artikel: http://www.ruhrbarone.de/ich-wurde-mein-kind-nie-an-einer-waldorfschule-anmelden“/1952

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  4. Christian Clement, Herausgeber der „Rudolf Steiner kritische Ausgabe“, besitzt die Unverfrorenheit, nach zahlreichen „Sockenpuppen“-Kommentaren, die er auf diesem Blog schrieb, weiter Werbung für seine Steiner-Propaganda zu machen, siehe Clements Kommentar:

    https://ratgebernewsblog2.wordpress.com/2015/04/14/christian-clements-kritische-ausgabe-der-schriften-rudolf-steiners-ska-des-steiners-neue-kleider/#comment-7855

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  5. … die Waldorfschule ist Rudolf Steiner ist Anthroposophie …:

    „100 Jahre Waldorfschule 2019:

    100 Jahre Pädagogik aus dem Esoterik-Baukasten

    Im Jahr 2019 wird die Waldorfschule hundert Jahre alt. Gibt es eine andere Schulform, die so starr an den Vorgaben ihres Begründers festhält, wie die Waldorfpädagogik an der Anthroposophie Rudolf Steiners?

    (…)“

    weiter bei „Humanistischer Pressedienst“, hpd: https://hpd.de/artikel/100-jahre-paedagogik-dem-esoterik-baukasten-15645

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    • … Fortsetzung von „100 Jahre Pädagogik aus dem Esoterik-Baukasten“ (siehe oben):

      „100 Jahre Waldorfschule 2019:

      Staatlich anerkannte Reinkarnation

      Mit einem skurril anmutenden Dialog beginnt ein Artikel, in dem der Autor klarstellt, wie abwegig die Glaubenslehren sind, nach denen in Waldorfschulen gelehrt wird. Umso unverständlicher, dass diese Schulen staatlich unterstützt werden.

      (…)“

      weiter bei „Humanistischer Pressedienst“, „hpd“: https://hpd.de/artikel/staatlich-anerkannte-reinkarnation-15846

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      • … dritter Artikel der hpd-Reihe „100 Jahre Waldorfschule 2019“ (siehe Kommentare oben) – ein Artikel von Prof. Klaus Prange:

        „100 Jahre Waldorfschule 2019:

        Die Waldorfschule als Bekenntnisschule

        Wenn Anthroposophen bei Artikeln von Andreas Lichte zur Waldorfpädagogik kommentieren, ist sicher, dass sie irgendwann schreiben: „Anthroposophie wird an Waldorfschulen nicht unterrichtet!“ Der Erziehungswissenschaftlers Professor Klaus Prange widerspricht dieser Auffassung (…)“

        weiter bei „Humanistischer Pressedienst“, „hpd“: https://hpd.de/artikel/waldorfschule-bekenntnisschule-15939

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      • … ein „Image-Problem“ löst man durch …:

        „100 Jahre Waldorfschule 2019

        Alan Poseners Waldorf-Propaganda im Deutschlandfunk Kultur

        hpd, 15. Januar 2019

        Der ‘Deutschandfunk Kultur’ lädt den Journalisten Alan Posener (‘Die Welt’, Axel Springer SE) zum Gespräch ein, um den 100. Geburtstag der Waldorfschule zu feiern. Was dieser dabei sagte, entsetzte hpd-Autor Andreas Lichte.

        (…)“

        weiter bei „Humanistischer Pressedienst“, „hpd“: https://hpd.de/artikel/alan-poseners-waldorf-propaganda-im-deutschlandfunk-kultur-16386

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      • „100 Jahre Waldorfschule 2019

        SWR, das „SuperWaldorfRadio“?

        Der „Deutschlandfunk Kultur“ ist nicht der einzige öffentlich-rechtliche Sender, der für die Waldorfschule wirbt, beeindruckend auch der SWR mit dem Beitrag: „100 Jahre Waldorfschule: Steiners Erben im Aufbruch“, in dem der „Waldorf-Werber“ Jost Schieren einen großen Auftritt hat (…)“

        weiter bei „Humanistischer Pressedienst“, „hpd“: https://hpd.de/artikel/swr-superwaldorfradio-16662

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      • „100 Jahre Waldorfschule:

        Rudolf Steiners ‘survival of the whitest’

        „Die weiße Rasse ist die zukünftige, ist die am Geiste schaffende Rasse“ ist ein Ausspruch Rudolf Steiners, der die vom Begründer der Waldorfschulen behauptete Überlegenheit der „Weißen“ zusammenfaßt. Der Erziehungswissenschaftler Prof. Heiner Ullrich behauptet dagegen in der Wochenzeitung „Die Zeit“: „Rassentheorien spielen meiner Einschätzung nach aber in der heutigen Waldorf-Pädagogik keine Rolle.“ Passt das zusammen?

        (…)“

        weiter bei „Humanistischer Pressedienst“: https://hpd.de/artikel/100-jahre-waldorfschule-rudolf-steiners-survival-of-the-whitest-16893

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      • „100 Jahre Kunst in der Waldorfschule

        Die Golems – und wie sie in die Welt kommen

        Humanistischer Pressedienst, 12.8.2019

        Waldorfschulen erzählen den Mythos einer „Erziehung zur Freiheit“. Aber „auch in den musischen und künstlerischen Bereichen besteht nicht wirklich kreative Freiheit, wie ständig propagiert wird“, schreibt Volker Kirsch in seinem offenen Brief an Ministerpräsident Winfried Kretschmann. Eine Begegnung mit der „Kunst“ der Waldorfschule von Andreas Lichte.

        Mein Fahrrad ist auf Autopilot unterwegs, fährt mich – Überraschung! – zur Rudolf Steiner Schule Berlin-Dahlem, Schauplatz meiner ersten Hospitation in der Waldorfschule und des „Fachdidaktischen Seminars Werken“. Wo ich schon mal da bin, werfe ich doch mal einen Blick …

        „Was ist das?!?“, das mich aus dem Neubau-Pavillon anstarrt … einem „Ausstellungsraum“ mit großer Glasfront, hinter der „Köpfe“ in Lebensgröße auf Podesten stehen: „Warum machen die das?!? Warum zeigen die SOWAS?!? Ist das ein öffentlicher Pranger?“

        Natürlich kenne ich die Antwort, aber ich hatte sie jahrelang erfolgreich verdrängt: In jeder Waldorfschule werden Köpfe aus Ton „plastiziert“, so der anthroposophische Fachbegriff. Habe ich auch selber gemacht, während meiner Ausbildung zum Waldorflehrer im „Seminar für Waldorfpädagogik Berlin“.

        Schock! Plötzlich starren mich Golems an …

        Aber nun bin ich geschockt. Was fasst den Schrecken zusammen? Mir fällt das Wort „Golem“ ein … passt das? Wikipedia sagt:

        „Golem ist das hebräische Wort für ‚formlose Masse; ungeschlachter Mensch‘, (…) im modernen ‚Iwrit‘ bedeutet das Wort ‚golem‘ ‚dumm‘ oder ‚hilflos‘.“

        Besser hätte ich es nicht sagen können … aber im Unterschied zur jüdischen Legende gibt es für die Waldorf-Golems kein Ritual, das sie zum Leben erwecken könnte, sie sind und bleiben sowas von „tot“ …

        Die Aufgabe „Kopf plastizieren“ geht – wie alles in der Waldorfschule – auf Rudolf Steiner zurück. Eine Aufgabe, die eine hoffnungslose Überforderung der Schüler*innen ist: Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit, dass dabei etwas entsteht, das nicht „peinlich“ ist? Eins zu einer Million?

        (…)“

        weiter bei „Humanistischer Pressedienst“, „hpd“: https://hpd.de/artikel/golems-und-sie-welt-kommen-17096

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      • … wie tief verankert die Anthroposophie in der deutschen Gesellschaft ist, zeigt die deutsche Nachrichtensendung Nummer eins mit dem „Beitrag“ zu 100 Jahre Waldorfschule …:

        „Werbeunterbrechung für Waldorfschulen in den Tagesthemen

        Öffentlich-rechtliche Berichterstattung sollte ausgewogen sein und bei strittigen Themen stets alle Seiten zeigen. Doch genau dies geschah in einem völlig kritikfreien Beitrag über Waldorfschulen, der gestern von den ARD-Tagesthemen ausgestrahlt wurde, nicht. Ob es daran liegen könnte, dass die Journalistin, die den Beitrag erstellt hat, selbst eng mit der Waldorfschul-Welt verbunden ist?

        „Wir unterbrechen die Tagesthemen für eine Werbesendung der Waldorfschulen“, wäre meine Anmoderation für den Beitrag „100 Jahre Waldorfschule“ in den Tagesthemen vom 3. September 2019 gewesen – Caren Miosga sagt aber (ab 0:23:40):

        (…)“

        weiter bei „Humanistischen Pressedienst“, „hpd“: https://hpd.de/artikel/werbeunterbrechung-fuer-waldorfschulen-den-tagesthemen-17166

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  6. „Hartmut Traub“

    hat eine „Honorarprofessur für Philosophie und Didaktik“ an der anthroposophischen „Alanus Hochschule für Kunst und Gesellschaft“ bekommen, laut Pressemitteilung vom 13.05.2019: https://idw-online.de/de/news715587

    Das sei hier vermerkt, weil bei Wikipedia über „Hartmut Traub“ gestritten wird, bzw. über „Andreas Lichte“ als Quelle für Traubs anthroposophischen Arbeitgeber:

    https://de.wikipedia.org/wiki/Diskussion:Philosophie_der_Freiheit#Hartmut_Traub_„Anthroposophie_und_Philosophie“:_Geeignete_Quelle

    „Hartmut Traub „Anthroposophie und Philosophie“: Geeignete Quelle [Quelltext bearbeiten]

    Nach ‘Lectoriums’ Bearbeitung vom 20.12.16 [3] soll Hartmut Traub in der Alanus Hochschule arbeiten. Dies ist zwar in der derzeitigen von ‘Lectorium’ zu verantwortenden Version des Artikels zur Philosophie der Freiheit unbelegt, wenn man dann aber nach „Belegen“ sucht, findet man diese nicht auf der Webseite der Alanus-Hochschule sondern z.B. in einem Blog von Andreas Lichte im humanistischen Pressedienst [4] (…)“

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    • Hartmut Traub macht das, was von ihm für die Professur an der anthroposophischen Alanis Hochschule erwartet wird …

      Propaganda vom PROFESSOR Hartmut Traub:

      „Wie Aufklärung ohne Kant

      „Waldorfpädagogik ohne Steiner.“ Dafür plädiert Matthias Drobinski in seinem Leitartikel „Erfolg in Pastell“ zu 100 Jahren Waldorf-Pädagogik. Der Grund für dieses bemerkenswerte Statement, zur Emanzipation der Waldorfpädagogik von ihrem Begründer, sind dessen „skurrile“ bis anstößige Theorien. In diesem Fall insbesondere seine „rassistische Lehre“ von den Wurzelrassen.

      Waldorfpädagogik ohne Steiner? Ich gebe die Frage einmal weiter: Protestantismus ohne Luther – wegen dessen heute kaum noch zitierfähigen antisemitischen Formulierungen gegen das Judentum? Aufklärung ohne Kant. Wegen dessen ebenso wenig salonfähigen Urteilen über Schwarzafrikaner, die er natürlich nicht so, sondern politisch unkorrekt Neger nennt? Würde jemandem heute so etwas einfallen? Ich glaube kaum.

      Bei Steiner, der Anthroposophie und den aus ihr begründeten Anwendungsfeldern, der Medizin, Landwirtschaft, Pädagogik usw., soll das gut gehen und empfehlenswert sein? Es geht so wenig gut wie bei Luther und Kant und den von ihnen her begründeten oder beeinflussten geistes- und kulturgeschichtlichen Einflüssen.

      Dass die seriöse Steiner-Forschung unkritisch mit kritischen Themen der Weltanschauung Rudolf Steiners umgehen würde, lässt sich heute meiner Ansicht nach nicht mehr behaupten. Es sei hier auf die Arbeiten von A. Martins oder H. Zander oder auf die kritische Werkeausgabe im angesehenen Wissenschaftsverlag Frommann-Holzboog verwiesen.

      Noch bedeutsamer als die Schulpädagogik ist insbesondere gegenwärtig (Thunberg-Effekt) Steiners naturphilosophische, ökologische Lebensräume berücksichtigende Sicht der Dinge. Wie meilenweit wir davon entfernt sind und wie dringend wir die Steiner’sche Sicht der Dinge in dieser Sache nötig hätten, zeigt die Ignoranz der Landwirtschaftspolitik der Bundesregierung, etwa bei der Verlängerung der Anwendung von Glyphosat. Artensterben – egal, krebserzeugend – egal. Bis 2023 wird das Glyphosatprogramm durchgezogen – im Übrigen wider besseres Wissen, nämlich im Hinblick auf die proökologischen Auswirkungen der biodynamischen Land- und Viehwirtschaft nach den anthroposophischen Demeter-Standards.

      Dieser Diskurs ließe sich auch auf andere Anwendungsfelder der Anthroposophie ausdehnen (Komplementärmedizin usw.). Selbstverständlich ist es einfacher, sich der gängigen Klischees über Steiner und die Anthroposophie weiter zu bedienen und sein ja nicht immer falsches von anthroposophischen Fundamentalisten geprägtes Bild weiter zu pflegen. Auf der Höhe der Zeit und Diskussion um das Werk Rudolf Steiners ist man damit nicht mehr.

      Prof. Dr. Hartmut Traub, Mülheim/Ruhr“

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  7. … Prof. Hartmut Traub von der anthroposophischen Alanus Hochschule arbeitet für eine „Sekte“, wenn man den Artikel der „Süddeutschen Zeitung“ vom 7.9.2019 ernst nimmt:

    „100 Jahre Waldorfschule

    „Waldorf hat den Charakter einer Sekte“

    (…)

    Nicholas Williams, Jahrgang 1981, kennt die Binnensicht gut. Er war Waldorflehrer in Baden-Württemberg – und hat der Schule inzwischen den Rücken gekehrt. Ein Protokoll.

    (…)

    Was ich da zuletzt erlebt habe, hat mich verstört: Es geht in den Waldorfschulen viel esoterischer zu, als ich mir das früher je gedacht hätte. Waldorf hat den Charakter einer Sekte, und mittlerweile bin ich überzeugt: Waldorf richtet Tag für Tag Schaden an.

    (…)“

    zum vollständigen Artikel der Süddeutschen Zeitung: https://www.sueddeutsche.de/bildung/100-jahre-waldorfschule-erfahrung-kritik-1.4588339

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  8. Hartmut Traub, Professor an der anthroposophischen Alanus Hochschule, erfindet einen neuen Steiner:

    „Die Alanus-Hochschule erfindet einen neuen Steiner

    hpd, 22. September 2020

    „Esoteriker“, „Rassist“, „Scharlatan“ sind heute übliche Bezeichnungen für Rudolf Steiner. Das möchte die anthroposophische Alanus Hochschule ändern: „Philosoph“ oder „Wissenschaftler“ hört sich einfach besser an und verkauft sich auch viel leichter. Ein Dialog über den neuen Steiner.

    „Kannst Du ’sachadäquat multiperspektivieren‘?“

    (…)“

    weiter bei „Humanistischer Pressedienst“: https://hpd.de/artikel/alanus-hochschule-erfindet-einen-neuen-steiner-18488

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