Wenn Heilpraktiker ihr Unwesen treiben – Ein Horror-Erlebnisbericht einer Krebspatientin


Über den Größenwahn von Heilpraktikern und dass vor ihnen, selbst schwerste Krankheiten wie Krebs nicht sicher sind, wissen wir längst Bescheid. Hier nun aber ein konkreter Fall einer Krebspatientin, die es einem Heilpraktiker zu verdanken hat, hier sogar ihrem eigenen Mann, bald sterben zu müssen.

Der Bericht ist nichts für schwache Nerven. Einfach unvorstellbar furchtbar, welches vermeidbare Leid dieser Frau widerfahren ist, die nun im Endstadium nicht nur rechtliche Konsequenzen und Gerechtigkeit fordert, sondern jeden vor den Allmachtsphantasien des Heilpraktikers und Überzeugungstäter Siegfried H. Reichardt und seinesgleichen warnen möchte.

Die große Ausnahme dieses speziellen Falles ist sicherlich die zusätzliche persönliche Beziehungsebene, was jedoch nicht davon ablenken sollte, dass Einstellung und Therapieansätze des Heilpraktikers heute überall zu finden sind und eigentlich die Regel darstellen.

Soll mir also niemand damit kommen, dass es sich um einen außergewöhnlichen Einzelfall handelt, auch wenn natürlich nicht jeder Heilpraktiker seine Grenzen so sehr überschreitet oder sich jeder Patient so hörig verhält. Von den nicht wenigen Opfern, meist eingeschüchtert und verschämt, hört die Öffentlichkeit nur eben nichts.

Einen herzlichen Dank an Frau Reichardt für ihre Courage und Offenheit!

Gesucht wird noch ein kompetenter Anwalt im Raum Stuttgart, dessen Fachgebiete sowohl Medizin- als auch Scheidungsrecht sind. Ansonsten ist Frau Reichardt, die sich in der Klinik befindet, dankbar für jeden Tipp, was ihr weiteres Vorgehen betrifft und wünscht sich eine weite Verbreitung ihrer Geschichte in jeglichen Medien.

Der Kontakt kann über mich hergestellt werden.

Also liebe Leser, bitte teilen, rebloggen und Journalisten darauf aufmerksam machen!

Es ist so unendlich traurig und macht unheimlich wütend …

Mit diesem „Trauma“, werde ich noch die restliche Zeit meines Lebens zu tun haben, umso wichtiger erscheint mir, darüber zu schreiben.

Mein Name ist Susanne Reichardt, ich bin 55 Jahre alt und in zweiter Ehe, seit 2008, mit Siegfried Heinz Albert Reichardt, Heilpraktiker, verheiratet. Aus meiner ersten Ehe, die 27 Jahre hielt, habe ich fünf Kinder.

Als ich diesen Mann kennengelernt habe, hatte ich anscheinend eine „dunkelrosa“ Brille auf. Für Fremde und Patienten ist er ein Mann mit unheimlich viel Fachwissen, da er stundenlang und überzeugend reden kann, in Wahrheit ist er aber ein notorischer Besserwisser, der keine andere Meinung neben sich duldet. Im privaten Umfeld ein regelrechter Tyrann, wenn es nicht nach seinem Kopf geht.

2010 habe ich in meiner linken Brust eine Veränderung in Form eines kirschkerngroßen Knotens festgestellt.

Mein Mann, der „Heilpraktiker“ ist und nach eigenen Angaben über 20 Jahre Erfahrung mit Krebspatienten hat, hat mir versichert, daß es sich dabei nur um eine harmlose Zyste handelt. Meine Bitten, es bei einem Gynäkologen abklären zu lassen, wurden ignoriert („die Ehefrau eines Heilpraktikers braucht keinen Arzt“, sagte er). Ich bekam von Ihm eine homöopathische Creme zur Behandlung (Antimas selz von Asconex) und habe fleißig eingecremt und dem auch vertraut.

Egal, wie ich argumentiert habe, ob es eventuell doch Krebs sein könnte, wurde ich darauf hingewiesen, daß ich doch überhaupt keine Ahnung von Medizin habe.

Bis zum August 2013 durfte ich zu keinem Arzt oder Gynäkologen, da das, laut seiner Meinung, alles nur Scharlatane sind und alle Ärzte ja mit der Pharmaindustrie zusammen arbeiten.

Die vermeintliche „Zyste“ wurde aber immer größer, härter, war nicht mehr verschiebbar und ich hatte sehr viele Schmerzen. Zu der Zeit habe ich sehr viele Schmerztabletten genommen, die ich mir aber heimlich besorgen mußte, da dies von meinem Mann nicht erlaubt worden wäre.

Nach langen Auseinandersetzungen mit meinem Mann durfte ich dann zu einer praktischen Ärztin (Fr. Dr. F. in Kirchberg) um mir eine Überweisung für eine Frauenärztin zu besorgen. Die empfohlene Ärztin (Fr. Dr. D.) war in Bingen am Rhein.

Schon beim ersten Blick auf meine Brust sagte die Ärztin: das ist bösartiger Brustkrebs.

Nun wurden meine schlimmsten Befürchtungen bestätigt und ich hatte endlich eine „Diagnose“. Trotzdem man im ersten Moment komplett geschockt ist, dachte ich damals, endlich hilft dir jemand, endlich nimmt jemand deine Ängste ernst und redet dir nicht nur ein, daß du dir das alles nur einbildest.

Die erste Reaktion meines Mannes war natürlich: Ärzte können sich auch täuschen…, es ist ja noch lange nichts bewiesen…, es passieren so viele Ärztefehler… usw.
Auf die Aussage hin: Du hast bei mir eine Falschdiagnose gestellt und somit verhindert, daß ich frühstmöglich behandelt werden konnte, kam die Antwort: ich habe in meiner Praxis keine bildgebenden Verfahren, also Ultraschall. Es waren für ihn immer die anderen schuld, er konnte sich immer sehr gut aus allem rausreden.

Für mich begann dann damals der Untersuchungsmarathon in der Radiologie in Bingen und in der Horst Schmidt Klinik in Wiesbaden, die auch ein Brustzentrum haben. Es wurde eine Mammographie gemacht, ein Ct Thorax, Ct Abdomen, ein Knochenzynthigramm und in der Brustsprechstunde von Fr. Dr. L. eine Stanzbiopsie.

So hatte ich im September 2013 schon alle Ergebnisse, mit dem Befund, daß der Tumor, der inzwischen exulcerierend (offen) war, bereits 6,4 x 5,1 x 7,2 cm groß war mit Infiltration des Sternum (Befall des Brustbeines). Die Lymphknoten und die rechte Brust waren unauffällig.

Als mögliche Therapie wurde mir eine Chemotherapie mit Taxol weekly, mit Avastin und mit dem Bisphoshponat Zometa vorgeschlagen. Dadurch hätte man erreicht, daß der Tumor kleiner wird und der Rest operativ entfernt werden konnte.
Mein Mann aber hat mir diese Therapie verboten, mit der Begründung: die wollen Dich nur umbringen…, es gibt Studien, daß kein Arzt an sich selber oder an einem Familienmitglied eine Chemotherapie machen würde…, außerdem bringt das alles garnichts für dich, sondern nur der Pharmaindustrie…

Für mich brach eine Welt zusammen. Ich hatte mir so sehr gewünscht, richtige ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen zu dürfen. Ich hatte soviel Hoffnung, aber es wurde mir nicht erlaubt.

Nochmehr wurde dieser egoistische Mensch in seiner Meinung bestätigt, als er erfahren hat, daß ich mir wegen meinem nicht mehr so guten Zahnstatus alle Zähne im Oberkiefer (entfernen lassen muß, um während der Zometabehandlung keine unerwünschten Nekrosen und Entzündungen zu bekommen, die dieses Mittel erzeugen kann.
Ab diesem Zeitpunkt war er voller Eifer dabei, mir immer wieder die negativen Seiten einer Chemotherapie zu erklären. Ich wurde jeden Tag mit meiner Krankheit konfrontiert, es gab kein „normales“ Leben mehr, der Psychoterror artete in Psychofolter aus.

Im Oktober war ich für 9 Tage in der Biomed Klinik in Bad Bergzabern. Beim Vorgespräch mit Dr. M. wurde mein Therapieplan festgelegt, der aus einer metronomischen Therapie bestehen sollte, das heißt, naturheilkundliche Mittel in Kombination mit Xeloda, außerdem sollte ich noch Tiefen- und Oberflächenhyperthermie bekommen. Was ich zu dem Zeitpunkt noch nicht wußte, war, daß man diese Art von Behandlung alle 12 Wochen wiederholen soll, damit es etwas bringt. Das heißt viermal im Jahr nach Bad Bergzabern, aber auch das hat er mir verwehrt. Auf einmal war für diese lange Strecke unser Auto zu alt und ein Risiko so viele Kilometer zu fahren. Der Vorschlag von mir, den Zug zu nehmen, wurde verworfen.

Somit stand, nach meiner Entlassung aus dieser Klinik, für meinen Mann fest, daß er nun meine Behandlung übernimmt. Er wollte die Wundversorgung machen, alle „Medikamente“ besorgen und mir eine Liste erstellen, was und wie ich etwas einnehmen soll.

Es waren in der Regel 35 bis 38 Tabletten täglich, Kapseln, Globuli oder Nahrungsergänzungsmittel, dazu noch zu einem Drink angerührtes Reishipilzpulver, Vitamine, Mineraltabletten, Schüssler Salze, Enzyme, Kolloide, Aprikosenkerne (bis zu 60 Stück am Tag), Kurkuma, Grüntee usw… auch das jetzt so umstrittene Mittel MMS, das den Magen verätzen kann mußte ich nehmen. Er hat auch über eine Bekannte, die Zahnärztin ist, die „Schwarze Salbe“ besorgen lassen mit der ich den Tumor einschmieren sollte, damit der dann aus meinem Körper „fällt“. Jeden Tag sollte ich mit einem Teststreifen die Übersäuerung meines Körpers testen, war der Grenzbereich überschritten, gab es zusätzlich Alkala N. Immer wieder gab er mir auch was anderes, ich kam mir vor wie ein Versuchskaninchen. Meinen offenen Tumor habe ich immer selber reinigen und verbinden müssen.

Diese Form der „Therapie“ habe ich ein Jahr lang durchgehalten mit dem Ergebnis, daß überhaupt kein einziges „Mittel“ irgendeine Veränderung bewirkt hat. Im Gegenteil mir ging es immer noch schlechter, der Krebs nahm immer mehr Raum ein und die Schmerzen waren unerträglich. Ich hatte ein schweres Lymphödem (lt. Therapeutenliste der GfbK [Gesellschaft für Biologische Krebsabwehr e.V.], auf der mein Mann steht, bietet er Lymphdrainage an) und konnte den linken Arm kaum noch bewegen, außerdem Kurzatmigkeit und Herzrasen. Sobald ich eine Treppe laufen wollte, hatte ich auch im linken Bein schlimme Schmerzen, die er mit einem Retterspitzumschlag heilen wollte. Ich konnte mich dann nur noch im Schlafzimmer im Bett aufhalten, da ich überhaupt nichts mehr tun konnte.

Für meinen Mann stand fest, daß alles nur an mir liegen würde, da ich immer noch nicht „gesund“ bin. Er hat sogar vermutet, daß ich seine „Medikamente“ garnicht nehmen oder wegschmeißen würde, das war aber nicht so. Außerdem hat er mir empfohlen zu meditieren, Reiki zu machen oder den Heilstrom von Bruno Gröning in Anspruch zu nehmen. In der ganzen Zeit war er sehr herrschsüchtig und bestimmend. Durch den ausbleibenden „Heilerfolg“ mußte er sich auch immer wieder andere erfundene Rechtfertigungen und Lügen ausdenken, aber er hätte niemals zugegeben, daß er seine Kompetenzen als Heilpraktiker überschritten hat. Er war immer der Meinung entweder eine naturheilkundliche Behandlung oder eine schulmedizinische. Ein Miteinander hätte es für Ihn nicht gegeben.

Im September 2014 war ich psychisch so fertig, daß ich keinen anderen Ausweg mehr sah, als dem Ganzen ein vorzeitiges Ende zu setzen. Für mich gab es nur noch diesen Ausweg, um endlich von den Schmerzen, seiner körperlichen Gewalt und dem täglichen Psychoterror befreit zu sein.

Ich besorgte mir eine Flasche Rotwein, Schlaftabletten hatte ich schon und einen Zettel, um einen Abschiedsbrief zu schreiben. Das merkte auch mein Mann und hat daraufhin kurzentschlossen den Notarzt angerufen und mich in die Psychiatrie einweisen lassen. Das war für ihn das Beste, was ich tun konnte, denn so konnte er überall erzählen wie geisteskrank ich doch nun auch schon bin.

Im Krankenhaus hat sich schon beim Vorgespräch mit einem Psychiater herausgestellt, daß ich im Kopf klar und gesund bin, aber sehr verzweifelt. Nachdem ich ihm auch noch geschildert habe, welche Umstände mich zu dieser Kurzschlusshandlung veranlasst haben, sagte er wortwörtlich: ich glaube, ihr Mann gehört hierher und nicht sie.
Er hat dann umgehend veranlasst, daß ich auf die gynäkologische Station aufgenommen wurde, da mein allgemeiner Gesundheitszustand sehr schlecht war.

Während meinem fast vierwöchigen Krankenhausaufenthalt in der Hunsrück-Klinik in Simmern, habe ich dann erfahren, daß der Krebs bereits so fortgeschritten war, daß ich nur noch 6 Wochen zu leben hätte. Auch wurde mir gesagt, daß ich nicht mehr laufen darf, da der linke Oberschenkelknochen schon so porös ist, daß er bei Belastung bricht. Das hieß: Rollstuhl.

Ich konnte und mußte von heute auf morgen mit einer Chemotherapie beginnen, da der Krebs sich im kompletten Oberkörper ausgebreitet hatte, durchs Brustbein hindurch und auch schon das Herz angegriffen hatte. Meine Herzleistung war deshalb sehr vermindert und es war bereits eine Wasseransammlung in einem Herzbeutel.

Nach dem Krankenhausaufenthalt wurde ich zur Kurzzeitpflege in das Seniorenheim Vitalis in Simmern untergebracht. Mein Mann hat mir versprochen, daß er mir während dieser Zeit im Erdgeschoss des Hauses ein Zimmer behindertengerecht ausbauen wird, in dem ich mit dem Rollstuhl zurechtkomme.

Am 03.11.2014 holte er mich dort ab und brachte mich nach Hause. Zu meinem Entsetzen war jedoch nichts fertig, alles war noch eine Baustelle. Ich konnte mich in diesem Zimmer überhaupt nicht aufhalten es herrschte dort ein Chaos von Schmutz, Werkzeug, alte Möbel, keine eingebaute Türen…usw. Diese ganzen Versprechungen entpuppten sich als die größten Lügen.
Im Seniorenheim hat er dem medizinischen Dienst noch versichert, daß er meine Pflege und Versorgung übernehmen wird, das habe ich schriftlich.

Mir blieb also nichts anderes übrig, als auf meinem Hinterteil die Treppe in den ersten Stock hochzurutschen, mich robbend ins Schlafzimmer zu begeben und dort meine Tage zu verbringen.

Ich bekam keine ärztliche Hilfe, der ambulante Pflegedienst, der meine Wundversorgung übernehmen sollte wurde von ihm abbestellt, die tägliche Trombosespritze hat er mir nicht gegeben, das habe ich dann selber gemacht, er hat mir bei der Pflege (waschen und anziehen) kein einziges Mal geholfen und nach zwei Tagen bekam ich dann auch kein Essen und Trinken mehr, das war dann am Donnerstag, dem 06.11.2014.

Mir ging es bis zum Abend diesen Tages so schlecht, da ich auch keine Schmerzmittel nehmen konnte, daß mir nichts anderes übrig blieb als die Polizei anzurufen und um Hilfe zu bitten. Als die kamen und meinen sehr kritischen Gesundheitszustand sahen alarmierten sie sofort den Notarzt. Mein Mann, den die Polizei gebeten hat, mir eine Tasse Tee zu bringen und er dazu außerstande war, mußte einen Alkoholtest durchführen lassen, durch den sich bestätigen ließ, daß er an diesem Tag (und nicht nur an diesem) 3,3 Promille Alkohol hatte.

Durch die „Rettung“ der Polizei und des Notarztes überlebte ich die Nacht, die ich in der Notaufnahme des Krankenhauses verbracht habe, daheim wäre ich gestorben, er wollte mich buchstäblich „verrecken“ lassen.

Die Polizei und die Ärzte im Krankenhaus haben mir nahegelegt, auf keinen Fall zu meinem Mann zurückzukehren. Somit haben meine Kinder und ich beschlossen, daß ich in ihrer Nähe, eventuell in einem Pflegeheim, unterkommen soll. Sie haben mich dann am Sonntag, den 09.11. aus dem Krankenhaus abgeholt und nach Stuttgart mitgenommen, zuvor in Metzenhausen, bei meinem Mann, noch den Rollstuhl, den Toilettenstuhl, ein bißchen frische Wäsche und zwei dicke Jacken geholt. Ich konnte in Stuttgart bis Anfang Mai bei meinem Schwiegersohn wohnen.

Das Fazit von allem ist, daß ich als Ehefrau und seine Patientin keine Chance hatte, meine eigenen Entscheidungen zu treffen, da er mit seiner dominanten Art auch keine Widerworte geduldet hätte, ich war eine Gefangene in seinem „System“. Mir wurde alles genommen, was das Leben lebenswert macht, so auch der Kontakt zu meinen Kindern und Freundinnen, den er strikt unterbunden hat. Er hat mit meiner „Gesundheit“ ein ganz ganz böses Spiel betrieben und ist sich auch jetzt immer noch keiner Schuld bewußt. Er hat nie eingesehen, daß sein „Fachwissen“ nicht ausreicht um mir helfen zu können. Er hätte mir freiwillig nie erlaubt mich schulmedizinisch behandeln zu lassen, obwohl ein Heilpraktiker schwer kranke Patienten zum Arzt schicken muß (VGH Bad-Wü vom 02.10.2008 Aktenzeichen 9S 1782/08). Für neue Therapieformen aus der Schulmedizin war er nie offen.

Ich habe ihn, seit ich in Stuttgart bin wegen unterlassener Hilfeleistung und Körperverletzung angezeigt. Mein letzter Wunsch ist (ich bin im Endstadium), daß dieser Mensch nie mehr einen Hilfesuchenden „behandeln“ darf.

Gedanken zum Heilpraktikerwesen
Patientensicherheit: Fatale Beratung bei Brustkrebs
Unkonventionelle Krebstherapien
Gesellschaft für Biologische Krebsabwehr e.V.
Esoterisches Ärzte-Bashing, Mythen und die Erwiderungen
Krebs als Geschäftsidee – Teil I: Nahrungsergänzungsmittel
MMS
Schwarze Salbe

80 Gedanken zu “Wenn Heilpraktiker ihr Unwesen treiben – Ein Horror-Erlebnisbericht einer Krebspatientin

  1. Hat dies auf Chiemgau Gemseneier rebloggt und kommentierte:
    Elke hat gerade die Geschichte einer Frau niedergeschrieben, die von ihrem Mann, einem Heilpraktiker, durch eine Vielzahl pseudomedizinischer Behandlungen in den mittlerweile sicheren Tod geschickt wird. Da ist nichts ausgelassen: Von Globuli, Enzyme, Nahrungsergänzungsmittel, MMS, die üblichen Verschwörungstheorien von der Pharmamedizin, Bruno Gröning Kult…
    Einen Wunsch hat sie noch, das dieser Mann niewieder Leute „behandelt“.

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  2. Pingback: Gefährliche Esoterik des Tages | sinusfunktion

  3. Der Punkt ist, dass ich viele Fälle gibt, bei der in so einer Situation nichts mehr heraus kommt, wenn beispielsweise der Mann einer Heilpraktikerin in der Umgebung an Krebs verstirbt – oder ebenso ein Bioladenbetreiber aus dem Landkreis Berchtesgaben, der vorher der gesamten regionalen Pseudoheilerbranche das Forum stellte… In den seltendsten Fällen kommt da noch was raus. Leider. Und ich weiß wie solche Leute denken. Gut wenn in dieser Situation noch jemand die Kraft hat, das Schweigen zu brechen. Meinen Dank, auch wenn es der Frau nun nicht mehr hilft. Vielen Anderen kann vielleicht noch geholfen werden.

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    • ich konnte den Erfahrungsbericht nicht zu Ende lesen – zu hart.

      Eine Frage, die bei mir aber schon sehr früh auftaucht:

      wie weit geht die Abhängigkeit?

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      • naja, in dem Millieu hat man´s immer irgendwie mit so etwas wie Gurus zu tun: Leute die in Aussicht stellen, jemand die Last und die Komplexität der Welt abzunehmen, wenn du nur seinem Weg folgst. Und dann gibt´s Persönlichkeiten, die das dankbar annehmen. Und als so einer wird er praktisch unfehlbar – das ist im Prinzip auch die Übereinkunft zwischen Führer und Gefolgsmann. War auch so ein bisschen Thema meines Artikels vorher: https://chiemgaugemseneier.wordpress.com/2015/06/25/the-secret-und-das-geheimnis-spiritueller-fuhrung/

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      • … das muss wohl was mit dem „Milieu“ zu tun haben:

        das für mich „normale“ Vorgehen ist: hole IMMER eine zweite Meinung ein, wenn es um irgendetwas medizinisch Wichtiges geht.

        Mir hat mal ein „Schulmediziner“ eine OP empfohlen, die Zweitmeinung war: nicht nötig, im Zweifel sogar riskant

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      • psychische abhängigkeit kann einen grad erreichen , der einer selbstopferung gleicht .
        der schutz kann nur eine gesunde selbstwahrnehmung sein –
        und eine abwehr gegen manipulatorische eingriffe , wie dem
        „positiven denken“ .
        ein eingeredetes eigenes schuldbewusstsein hat sehr schwere
        konsequenzen .
        selbsterhaltung ist kein egoismus !

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  4. Pingback: Wenn Heilpraktiker ihr Unwesen treiben – Ein Horror-Erlebnisbericht einer Krebspatientin | VIDS - Informationen zum Esoterik- und Psychomarkt

  5. Frau Reichardt hat mein tiefes Mitgefühl, leider wird ihr es nicht helfen.

    Und doch ist der Bericht wertvoll für mich. Eine Freundin leidet an Brustkrebs, zu meiner großen Erleichterung lässt sie sich in der Klinik mit wissenschaftlicher Medizin behandeln. Aber sollten aus dem Umfeld irgendwann alternativemedizinische Therapien gefordert werden, dann habe ich hier einen wertvollen Text. Keine trockenen Statistiken. Nein, das Leid eines realen Menschen. Ich glaube, das reicht weiter, als es Fakten können. Danke an Frau Reichardt!

    Dass das Leid auch Folge eines tyrannischen Ehemannes ist ändert nichts an der Tatsache, dass seine Methoden versagt haben.

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  6. Im Bericht von Frau Reichhardt wird auch der Geistheiler Bruno Gröning erwähnt. Gröning starb ja bereits 1959, aber ein sog. Freundeskreis verbreitet nach wie vor seine „Lehre“. Kürzlich bemerkte ich am Eingang der Gaststätte zum Scheibenwirt, am Ostendplatz in Stuttgart, ein Werbe-Plakat des Bruno Gröning-Freundeskreises. Darin wird für Vorträge im Umkreis von Stuttgart geworben. Die nächsten Veranstaltungen finden z.B. am Sonntag, 5.7. und am Freitag 17.7.2015 im Bürgerzentrum Waiblingen, An der Taulaue 4, 71334 Waiblingen, statt. (Beginn am Sonntag 10:30 Uhr, am Freitag 17.7.2015 um 16:30 Uhr. Der Eintritt ist frei. Es wird eine freiwillige Spende erbeten.)

    Ich wollte den Wirt der zuvor erwähnten Kneipe auf die Problematik dieses Geistheilers aufmerksam machen, wurde aber gleich massiv beschimpft und aufgefordert das Lokal unverzüglich zu verlassen. Das tat ich dann auch, entfernte jedoch das Plakat beim Hinausgehen.

    Die Veranstaltungen finden wie erwähnt im Bürgerzentrum Waiblingen statt. Es ist dies eine Einrichtung der Stadt Waiblingen. Ich werde deshalb die Stadt Waiblingen auf die Problematik der Figur Bruno Gröning hinweisen. Hier die E-Mail-Anschrift: bueze@waiblingen.de falls sich jemand meinem Protest anschließen möchte. Ich überlege noch, ob ich evtl. eine der Veranstaltungen besuche. Ob es allerdings möglich ist, eine Diskussion zu inszenieren, kann ich nicht abschätzen. Mit entsprechend heftiger Gegenreaktion muss ich allerdings rechnen.

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  7. Die nachfolgende E-Mail habe ich heute an das Bürgerzentrum in Waiblingen übermittelt. Ich hoffe, dass ich nicht mehr gezwungen sein werde, die Veranstaltung des Bruno Gröning-Freundeskreises zu besuchen und die Stadt Waiblingen meiner Forderung, die Veranstaltungen abzusagen, entspricht.

    Sehr geehrte Damen und Herren,

    mir fiel vor kurzem am Eingang einer Gaststätte in Stuttgart ein Werbe-Plakat des Bruno Gröning-Freundeskreises auf, bei dem für zwei Veranstaltungen am 5. und 17. Juli 2015 in Bürgerzentrum Waiblingen geworben wurde. Es ist offensichtlich, dass man in Waiblingen die Aktivitäten dieses Freundeskreises nicht richtig einzuschätzen weiß. Der nachstehende Hinweis dürfte Ihnen deutlich aufzeigen, dass die Polizei in anderen Orten die Problematik dieses Freundeskreises erkannt hat.

    (Auszug aus dem Internet)

    Polizei warnt vor Bruno-Gröning-Freundeskreis – HNA – http://www.hna.de
    Lokales › Wolfhagen › Zierenberg
    10.04.2015 – Liegt derzeit in vielen Briefkästen: Eine Einladung des Bruno-Gröning-Freundeskreises. Die Polizei rät, den Flyer wegzuwerfen. (Zitatende)

    Im Internet finden Sie unter http://www.ratgebernewsblog2.wordpress.com den erschütternden Bericht einer an Brustkrebs erkrankten Frau, deren Ehemann, ein „Heilpraktiker“, ihr empfohlen hatte, sich nach der Heilmethode Bruno Grönings behandeln zu lassen. Frau Reichardt, so ihr Name, hat sich in einem Brief an die Betreiberin des Ratgebernewsblogs2 gewandt, um damit eindringlich vor sog. Geistheilern zu warnen.

    Ich empfehle Ihnen dringend, die Veranstaltungen des Bruno Gröning-Freundeskreises abzusagen. Geben Sie diesen kriminellen Heilsbringern nicht die Möglichkeit, allzu gutgläubige Menschen in Gefahr zu bringen.

    Mit freundlichem Gruß

    PS: Unterstützen Sie dieses Anliegen, indem Sie eine E-Mail an das Bürgerzentrum Waiblingen senden! Hier die Anschrift: bueze@waiblingen.de

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  8. Der „gute treusorgende Ehemann“ findet sich auf der „Therapeutenliste Rheinland-Pfalz“ der Akademie im Leben Greiz -> http://www.akademie-imleben.de/index.php/therapeutennetzwerk/therapeutenliste-rheinland-pfalz/

    In deren Fachverlag gab es 2013 einen Bezug zu Hamer, Buchkopie -> https://www.psiram.com/ge/index.php/Arbeitskreis_im_Leben#Fachverlag_im_Leben

    „kanzlerzwo“ legte hierzu schon einmal die Lupe an -> http://transgallaxys.com/~kanzlerzwo/index.php?topic=6725.msg15148#msg15148

    und im Webarchive läßt sich ein Teil dessen, was Reichardt seiner Frau angedeien ließ, wiederfinden -> https://web.archive.org/web/20040819075734/http://www.proleben.de/naturheil.htm.
    Im Archivabbild vom 19.August 2004 noch der Hinweis zu Hamer als sogenanntes „Naturheilverfahren“, später ist es wohl zu heiß geworden und Hamer wurde von der Webseite der Herren Dr.Ralf Oettmeier und Dr. Uwe Reuter entfernt.
    Wie Webarchive zu entnehmen ist ruht am 1.März 2012 der Sumpf sogenannter alternativer Heilverfahren – zumindest unter diesem Link -> https://web.archive.org/web/20120302213832/http://www.proleben.de/naturheil.htm

    Netzwerke, Strukturen um zweifelhafte Angebote bietet Greiz allemal und wenn die „Alten“ sich bedeckter halten machen andere ohne Schamesröte weiter -> http://www.medizin-imleben.de/index.php/therapien-heilverfahren/biologische-krebstherapie/, der Arbeitskreis im Leben -> http://www.imleben.de/arbeitskreis-im-leben/

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    • Alles einfacher gesagt, wenn man selbst nicht drinsteckt! Dass Frau Reichardt ihrem Mann erstmal vertraut hat, ist mehr als verständlich und ab einem bestimmten Stadium muss man auch die Angst und Ohnmacht, die die Symptome mit sich bringen, in Betracht ziehen. Da ist man dann ja ganz besonders auf einen liebevollen und fürsorglichen Partner angewiesen, an Kampf und Trennung denkt da sicher niemand bzw. fehlt dazu dann eben auch jegliche Kraft. Die Hoffnung stirbt gerade in so einer Situation sicher zuletzt. Also bitte keine vorschnelle Verurteilung!

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  9. In welchem Jahrhundert lebt diese Frau denn? „Es wurde mir nicht erlaubt…“ – hallo? Sorry, aber das ist aus meiner Sicht arg kaputt. Wir regen uns über die angebliche Unterdrückung von Frauen im Islam auf – und hier verstehen Kommentatoren die Abhängigkeit dieser, sicherlich armen, Frau von ihrem Mann. Die Frau hat 5 Kinder – keines sagt etwas?

    Das ist natürlich in keinem Fall eine Entschuldigung für den Verbrecher der sich ihr Mann schimpft.

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  10. Ich gebe Frau Reichardt hier keinerlei Mitschuld oder Mitverantwortung. Sie hat mein allertiefstes Mitgefühl und ich wünsche ihr, dass sie die ihr verbleibende Zeit noch in Würde verbringen kann.
    Meine Frau ist nach zweijähriger Krankheit an metastasierendem Krebs, der weder durch OP, noch durch Bestrahlung oder Chemotherapie in den Griff zu bekommen war, verstorben. Unser Vertrauen in die behandelnden Ärzte war stets uneingeschränkt. Meine Frau hatte stets die Kraft, alle Angebote „alternativer“ Art, die an sie herangetragen wurden, mit deutlichsten Worten zurückzuweisen. Dies hat ihr auch die Lebensqualität gesichert, die dank der ärztlichen Bemühungen bis zuletzt auf dem machbaren Level gehalten wurde.
    Nach meiner Ansicht ist der Ehemann des Mordes schuldig. Ich weiss, die Mordmerkmale nach unserem geltenden Recht sind nicht erfüllt. Aber entspricht es dem Rechtsempfinden, hier eine „Körperverletzung“ zu bestrafen? Im Grunde hat er seine arme Frau totgefoltert.

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  11. Pingback: Gesunheit, Krebs und was uns alle erwartet « Unser täglich Spam

  12. Ich kenne diese Frau und weiss‘ dass sie ihren Mann fertig machen will.Ist nicht das erste Ding, womit sie seinen Ruf schädigt. Leider kann hier jeder schreiben,was er will und dramatische Storys sind gefragt.Hat einer mal nach seiner Version der Geschichte gefragt?

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  13. Ich habe die Anschuldigen einem Fachanwalt übergeben.Es werden über mich Lügen über Lügen erzählt
    Zum Glück hat sie nicht alles zerstören können,sodaß ich viele schriftliche Argumente gegen sie „leider“
    anführen kann.
    Ich bin kein schlechter Mensch und ich ich lass mir diese Anschuldigungen nicht mehr gefallen.
    Diese Frau ist psychich krank,dafür kann ich nichts.

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    • @Siegfried Reichardt

      Ich schätze mal, dass auf dieser Plattform nur Interesse darin besteht, was an der „Therapie“ von Frau Reichardt Ihrer Meinung nach nicht stimmen soll. Was haben Sie als „Therapeut“ anders gemacht, als es Frau Reichardt erzählt hat, oder wo hat Frau Reichardt echte medizinische Hilfe in Anspruch genommen, die sie hier unterschlagen hat, oder gab es Ihre „Therapie“ in Wahrheit immer nur komplementär? Fragen über Fragen, die Sie doch jederzeit klarstellen können, ohne unter die Gürtellinie zu gehen.

      Ich bin sehr gespannt …

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      • Das sehe ich genau so. Es geht um die Therapien, nicht um die zwischenmenschlichen Probleme. Ich bin ebenfalls gespannt, was Herr Reichardt an dieser Stelle dazu erzählt.

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  14. Ich lasse mich noch ein letztes mal auf diese Lügengeschichte ein.Der Leiter der Biomed-Kliniken sagte aus
    „Ihr Mann macht alles richtig, aus Kostengründen können wir all das in unsere Klinik nicht machen.“
    Nur als Bespiel:Eine meine damaligen Patienten wurde schulmedizinisch erklärt, sie habe noch ein viertel
    Jahr zu leben.Nach 9 Jahren lebt sie immer noch.Ich praktiziere schon lange nicht mehr,sondern ich lebe mein Leben. Ich spiele Orgel ,unterhalte mich mit Menschen und finde wieder Freunde,das hat mir meine Noch-Frau untersagt.Es gibt eine Anklage wegen Rufmord,Beleidigung,usw..
    Ich bin ein friedvoller Mensch.Ich habe diese Frau aus Liebe geheiratet,leider war ich etwas blind.
    Ich wünsche allen die sich hiermit befassen,alles Gute und lassen Sie sich nicht durch einseitige negative
    Außerungen blenden.
    Sie können sich nach Anruf bei mir melden,mich kennenlernen und sich ihre eigene Meinung über mich bilden.
    Siegfried Reichardt

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  15. @ Hr. Reichardt: Einerseits behaupten Sie in ihrem Kommentar, besser Krebs behandeln zu können, als es die moderne Medizin kann. Andererseits bietet die moderne Medizin gerade bei einem Mammakarzinom inzwischen extrem gute Heilungschancen. Das müsste doch dann ein Klacks für Sie sein, so einen Brustkrebs zu heilen. Warum ist dann ihre Frau jetzt im unheilbaren Endstadium? Es scheint einen eklatanten Widerspruch zw. Anspruch und Wirklichkeit zu geben.

    Sie stellen weiter oben auch eine psychiatrische Diagnose. Abgesehen davon, dass es ungewöhnlich ist, dies in der Öffentlichkeit zu machen: Was befähigt sie dazu? Haben Sie eine entsprechende Ausbildung? Oder sind Sie auch in dem Gebiet der modernen Medizin per Naturtalent weit voraus?

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  16. Herr Reichardt, bisher haben Sie sich allgemein über Ihre Frau beschwert. Aber die offenen Fragen zur Therapie haben sie noch nicht beantwortet, das untergräbt Ihre Glaubwürdigkeit. Was hat Ihre Frau hinsichtlich der Therapien falsch geschildert? Solange Sie darauf nicht eingehen, gehe zumindest ich davon aus, die Angaben Ihrer Frau entsprechen den Tatsachen.

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  17. Erst seitdem Frau R. mitbekommen hat, das ihr Noch-Mann mich als neue Lebensgefährtin hat, beginnt sie nach vorheriger Ankündigung durch I-Mails, ihn fertig zu machen. In den Mai`s beschimpft sie mich aufs Schlimmste unterhalb der Gürtellinie, obwohl sie mich noch nie gesprochen bzw. gesehen hat. Es ist doch eigenartig, das dieses Alles erst jetzt geschieht. Herr R. hat heute noch viele Patienten, die ihn noch, obwohl er die Praxis schon lange zu hat, kostenlos um Rat fragen.
    Ich bin selbst Mutter von 3 Kindern, aber mich könnte kein Mann von meinen Kindern trennen, eher ging er. Das Gleiche gilt für meine Freunschaften. Es ist für mich unverständlich
    Ich werde auch weiter zu ihm halten.
    Ich stehe auch nicht ganz zur Naturheilkunde und werde voll akzeptiert. Es muss meiner Meinung eine Verbindung zwischen beiden Heilmethoden sein. So, wie es auch bei Frau R. angewendet wurde.

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    • Es tut mir leid, aber die Beziehungsprobleme interessieren mich an dieser Stelle gar nicht. Die Krankengeschichte ist mir wichtig und ob die „alternative“ Behandlung die Gesundheit dieser Frau ruiniert hat.

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  18. @Siegfried Reichardt:
    Ich bin sicher, sie lesen hier mit, auch wenn Sie sich einer Diskussion verweigern. Allerdings haben Sie schon sehr viel gesagt, indem Sie diesen Satz formulierten:

    „Eine meine damaligen Patienten wurde schulmedizinisch erklärt, sie habe noch ein viertel
    Jahr zu leben.Nach 9 Jahren lebt sie immer noch.“

    Die Schlussfolgerungen aus diesem Satz sind:

    1.
    Sie therapieren als Heilpraktiker auch Krebs.

    2.
    Sie therapieren auch Krebs im Endstadium („.. noch ein viertel Jahr zu leben…“)

    3.
    Sie halten Ihre Therapie für wirksamer als die der Medizin, denn sie stellen es als IHREN Erfolg dar, dass die Patientin nach 9 Jahren immer noch lebt.

    Von daher halte ich die Angaben Ihrer Frau zum Krankheitsverlauf für durchaus glaubwürdig.

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  19. Hier wird permanent jemand angegriffen, ohne sich beide Seiten anzuhören. B E V O R man diesen Blog der Dame zulässt hätte man sich informieren sollen.
    Ich kann hier nur feststellen, das eine Hetzkampagne gegen Herr R. geführt wird und ganz offensichtlich ,bis auf wenige Ausnahmen, keiner objektiv nachdenkt.
    Bei meiner Mutter wurde Krebs diagnostiziert und mit Chemotherapie behandelt. Als meine Mutter kurz danach verstarb sagte der behandelte Arzt der Krebs sei durch die Chemo besiegt worden – – ihre Mutter wurde allerdings auch durch die Chemo besiegt. Es wäre besser gewesen die Krebserkrankung alternativ zu behandeln! So die Worte eines sogenannten Schulmediziners.
    Ich weiß für mich das ich nicht bereit bin das Versuchskaninchen für die Pharmaindustrie zu spielen und ich immer den Weg zum Homöopathen, Heilpraktiker suchen werde, denn mir ist meine Gesundheit wichtiger.
    Ich wünsche Herrn R. an dieser Stelle alles Gute und vor allem Gerechtigkeit.
    Frau R. wünsche ich das sie noch Zeit findet in sich zugehen!

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  20. Ich bin von vielen Seiten aufgefordert worden, mich dieser sinnlosen Diskusion nicht zu stellen.Am Samstag
    war eine Beerdigung von einer Bekannten.Brustkrebs,rein schulmedizinisch behandelt…tot.Ein anderer ganz
    lieber Patient ,wirklich ganz lieb,Koblenz“tut uns leid ,wir haben einen Fehler gemacht,Ihr Mann ist leider verstorben“.
    Ich habe aufgehört zu praktizieren,weil ich trotz meines Wissens,nicht mehr in diesem Gebiet agieren möchte.
    Meine Noch-Frau hat ihre Medikamente (auch schulmedizinische Medikamente)nicht regelmäßiig eingenommen,sodaß die Krankheit ihren heutigen Status erreicht hat.
    Es ist traurig das ich so angegriffen werde.Über 200 der neuesten Bücher kann ich ich jedem nachweisen.
    Ich bin ,was Onkologie anbetrifft auf dem neuesten Stand.Ich habe mich heute ca. eine 1/2 Sunde mit dem Leiter der DHU unterhalten.Stiftung Warentest mußte ein Buch von dem Markt nehmen,da der Nachweis
    von der DHU absolut überwog.
    Ich habe meiner Noch-Frau nach besten Wissen geholfen,daß sie es nicht angenommen hat, ist nicht meine Schuld.Also verurteilen Sie mich bitte nicht.Sie hat jeden Tag Alkohol getrunken und randaliert.Ich habe das alles meinem Rechtsanwalt schriftlich übergeben
    Das ist jetzt meine letzte Äußerung zu diesem Fall.
    Ich bin weder ein böser Mensch,ganz im Gegenteil ich versuche auf Grund meines Wissens Menschen zu helfen.
    .

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    • @Reichardt

      Ich bin von vielen Seiten aufgefordert worden, mich dieser sinnlosen Diskusion nicht zu stellen.

      Nachdem man gelesen hat, was Sie dazu beigetragen haben, war das ein sehr kluger Rat, den sie befolgen hätten sollen!

      Am Samstag
      war eine Beerdigung von einer Bekannten.Brustkrebs,rein schulmedizinisch behandelt…tot.Ein anderer ganz
      lieber Patient ,wirklich ganz lieb,Koblenz”tut uns leid ,wir haben einen Fehler gemacht,Ihr Mann ist leider verstorben”.

      Menschen werden immer sterben und Ärzte Fehler machen, aus Quacksalberei und Irrglauben wird dadurch aber keine wirksame Medizin.

      Meine Noch-Frau hat ihre Medikamente (auch schulmedizinische Medikamente)nicht regelmäßiig eingenommen,sodaß die Krankheit ihren heutigen Status erreicht hat.

      Allein mit Medikamenten kann man keinen Krebs therapieren und wenn sie Ihre verordneten Pillchen wirklich nicht geschluckt hat, ist zumindest kein weiterer Schaden entstanden.

      Ich habe aufgehört zu praktizieren,weil ich trotz meines Wissens,nicht mehr in diesem Gebiet agieren möchte.
      Es ist traurig das ich so angegriffen werde.Über 200 der neuesten Bücher kann ich ich jedem nachweisen.
      Ich bin ,was Onkologie anbetrifft auf dem neuesten Stand.

      Hier spricht der Größenwahn, der jeden zum Erschaudern bringen müsste. Guter Mann, Sie sind ein medizinischer Laie, der nichts als Quacksalberei und Pharma- und Medizinbashing betreibt und maßen sich an von Onkologiewissen zu sprechen!? Verschwörungstheorien rund um die Onkologie, über die Sie sicher sehr gut Bescheid wissen, haben mit dem aktuellen Wissen und Erkenntnisstand der Onkologie rein gar nichts zu tun. Ferner sind heute Krebszentren die besten Anlaufstellen, da hier alle nötigen Fachdisziplinen zusammen arbeiten, weil jede einzelne mit dem gesamten Wissen der komplexen Krebsentstehung überfordert ist. Der jeweils aktuelle Wissensstand wird in Fachjournalen in englischer Sprache publiziert und ich tue mir ganz schwer damit, zu glauben, dass Sie allein dem Fachchinesisch lückenlos folgen können, einen Bedarf dafür gibt es für Sie sowieso nicht, das sieht man ja an ihren Behandlungsmethoden. Von Ihrer Ahnungslosigkeit in der onkologischen Praxis braucht man gar nicht sprechen.

      Ich habe mich heute ca. eine 1/2 Sunde mit dem Leiter der DHU unterhalten.Stiftung Warentest mußte ein Buch von dem Markt nehmen,da der Nachweis
      von der DHU absolut überwog.

      Welches Buch? Welcher Nachweis? Wo kann man den Schwachsinn der Homöopathie-Union auseinandernehmen und aufzeigen, dass es sich wie immer nur um heiße Luft handelt, weil es für Homöopathie nie einen Wirksamkeitsnachweis außerhalb des Placebo-Effektes geben wird?

      Ich habe meiner Noch-Frau nach besten Wissen geholfen,daß sie es nicht angenommen hat, ist nicht meineSchuld.Also verurteilen Sie mich bitte nicht.
      Ich bin weder ein böser Mensch,ganz im Gegenteil ich versuche auf Grund meines Wissens Menschen zu helfen.

      Ich meine, niemand hier zweifelt daran, dass Sie an Ihr „Wissen“ glauben. Sie werden es jedoch nie kapieren, dass Sie mit Ihrem bestenfalls gefährlichen Halbwissen eine Gefahr für die „Volksgesundheit“ darstellen und genau das darf ein Heilpraktiker nie sein. Zum Glück praktizieren Sie nicht mehr, was nichts daran ändert, dass Sie nur einer unter vielen sind, die es nicht geben dürfte. Politischer Handlungsbedarf ist längst überfällig, Kontrollen gibt es sowieso nicht, hier liegt die Grundschuld, dass es soweit kommen konnte. Sie können einem eigentlich nur leid tun, denn der anstehende Tod Ihrer Frau kann selbst an Ihrem Gewissen nicht spurlos vorbei gehen.

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  21. So, es reicht! Eine Verteidigungsschlacht für Herrn Reichardt auf persönlicher Ebene und Trash-Niveau, hat hier nichts zu suchen. Unglaublich, wie wenig Empathie Mensch einem wirklichen Opfer gegenüber empfinden kann, wenn Täter-Freund und/oder Ideologie angegriffen werden.

    Es gibt keinen Zweifel an der Authentizität der Darstellungen von Frau Reichardt. Es gibt auch noch andere Medien, die sich damit befassen, natürlich unter Beteiligung von Herrn Reichardt,

    Wenn sachliche Argumente fehlen, siehe Herr Reichardt und Anhänger, wird es unterirdisch. Das ist jedoch nichts Neues, sondern ganz typisch für das Verhalten der „Alternativ-Szene“, wenn sie sich angegriffen fühlt. Irrationale Glaubenskonstrukte werden immer mit allen Mitteln und bis aufs Messer verteidigt

    Herr Reichardt,

    dass Sie ein Überzeugungstäter sind, wissen wir nun zur Genüge! Da gibt es nur eines: der Heilpraktiker gehört endlich abgeschafft!!!

    Ich werde weitere Kommentare hier erst freischalten.

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  22. @ h.beitz:

    „…Ich weiß für mich das ich nicht bereit bin das Versuchskaninchen für die Pharmaindustrie zu spielen und ich immer den Weg zum Homöopathen, Heilpraktiker suchen werde, denn mir ist meine Gesundheit wichtiger….“

    Ich habe eine Freundin, an der agressivsten Form des Brutkrebses erkrankt. Metastasen in Leber und Knochen. Die Diagnose war vor mittlerweilen über zwei Jahren. Sie wurde/wird medizinisch behandelt, mit Chemotherapie und mehr. Das Ergebnis: Die Metastasen haben sich zurückgebildet, die Lebensqualität ist wieder da. Und ja, man sagte Ihr, sie sei unheilbar erkrankt, Heilung ist nicht möglich, nur Verlängerung des Lebens.

    DAS ist Medizin. Wirksam. Und sie hat ihre Grenzen. Natürlich können Sie auch statt dessen zum Heilpraktiker gehen. Wenn der mit Ihnen fertig ist, kann Ihnen auch die Medizin nicht mehr helfen.

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  23. @ Siegfried Reichardt
    „….Am Samstag war eine Beerdigung von einer Bekannten.Brustkrebs,rein schulmedizinisch behandelt…tot.

    Zwischen den Zeilen lese ich, Ihre Behandlung hätte dieses tödliche Ende vermieden. Da ist sie wieder, die grenzenlose Selbstüberschätzung der Heilpraktiker.

    Was ich zur Zeit in der Klinik bei einer an Brustkrebs erkrankten Freundin erlebe ist: Das Personal dort ist fähig, professionell, warmherzig, kennt die Grenzen der Medizin und teilt die aufrichtig mit.

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  24. Ich staune wie sehr hier pauschal auf Alternativmedizin gedroschen wird, ohne zu differenzieren. Den Glauben an die Schulmedizin kann ich dennoch gut nachvollziehen, da ich vor einigen Jahren auch dachte, dass Alternativmedizin nur Geldmacherei sei und Schulmedizin die einzig wahre und wissenschaftlich fundierte Möglichkeit sei gesund zu werden (und wenn es die Kasse nicht zahlt, dann wird es wohl nicht wirksam sein… Das waren meine alten Denkmuster.)

    Meine Mutter hatte Brustkrebs. Sie hat sich operieren lassen, die Chemo/Bestrahlung jedoch verweigert und statt dessen einen (aus heutiger Sicht sehr ganzheitlichen) Heilungsansatz gewählt. Ich habe sie angefleht, auf sie eingeredet, den ganze Freundeskreis und mehrere befreundete Ärzte mobilisiert um sie zur „lebensrettenden Chemo“ zu überzeugen. Es war sinnlos. Für mich war es damals ihr Todesurteil. Ich war fix und fertig.
    Das war vor rund 10 Jahren. Sie ist heute quitschfidel und Gesund (sie lässt sich regelmäßig durchchecken).

    Vom „Stammtisch der Überlebenden“ (meine Mutter ist sehr kommunikativ und hat ihn ins Leben gerufen – mit weiteren 6 Frauen die damls wegen Brust-Op im Spital waren). Von den 7 leben heute nur mehr 3. Neben meiner Mutter eine 2te die Chemo verweigert hat und die 3 die parallel zur Chemo viel alternativmedizinisches gemacht hat. Von 2 weiteren (die heute icht mehr leben) weiß ich, dass sie alles Alternativmedizinische abgelehnt haben. (Von der restl. 2 weiß ich nicht welchen Weg sie eingeschlagen haben).

    Das Schlimmste was ich an schulmedizinisch konformem, schnellem Tod durch Chemo erlebt habe war ein lieber Bekannter, der am Sonntag joggen war, sich fit und gut gefühlt hat. Am Montag hat erster Chemo Zyklus begonnen. Am Donnerstag war er tot (superinfektion, multiples Organ ersagen, bei seiner Krankengeschichte war klar, dass Chemo sein IS zusammenbrechen lassen würde). Naja, zum Glück war er bei keinem Quacksalber sondern hat den offiziellen Weg genommen und sich durch Spezialisten „behandeln“ lassen *Ironie off*

    Mein Sinneswandel pro Alternativmedizin kam dennoch recht spät und aus anderen Gründen. Durch sehr spät diagnostizierte und danach falsch behandelte Borreliose wäre ich fast ein Pflegefall geblieben.
    Schulmdezin sah außer Schmerzmittel und Antidepressiva keine Behandlungsmöglichkeiten. Dank Alternativmedizin (im Speziellen war es bei mir die orthomolekulare Medizin, die gut erforscht ist, eigentlich die Basis der Schulmedizin sein sollte aber leider kaum bekannt ist).
    Auf meinem Weg zur Gesundung habe ich etliche hardcore Schulmediziner „verbraten“, 2 Alternatimediziner waren ebenfalls „Flaschen“ (einem habe ich einen Kurzaufenthalt im Rollstuhl zu verdanken) bis ich dann schlussendlich eine gute Alternativmedizinerin (so wie alle anderen ausgebildeten Mediziner, bei uns sind – leider – keine HP’s zugelassen) + eine spitzenmäßige Nichtmedizinerin mit jahrelangen Auabildungen im alternativmedizinischen Bereich, die auch eine HP Ausbildung in D hatte jedoch aus rechtlichen Gründen unter dem Deckmäntelchen der Energetik praktizieren muss, gefunden und war innerhalb weniger Wochen dann wieder fit.
    „Nebenergebis“ meiner „alternativmedizinischen Reise“ ist ein quietschfideler, gesunder Sohn (laut Schulmedizin bin ich unfruchtbar… haben mir 8 Gyns bestätigt)

    Mein Konklusio ist – es gibt in beiden Bereichen gute/weniger gute Ärzte/Therapeuten. Es gibt m.E. keine Krankheit die zwangsläufig mit Schulmedizin besser behandelt werden kann (invasive Behandlungen, daher Chirurgie ist bei der Aussage selbstverständlich ausgeschlossen).

    Zurück zu besagtem HP: von dem wenigen in der Anklageschrift der Ehefrau kann man m.E. kaum auf die Qualität der Behandlung schließen – da fehlen einfach genaue Angaben. Ist er ein herzloser, manipulativer Mensch? Keine Ahnung.
    Ist er ein schlechte HP? Keine Ahnung.
    Einziger Fakt ist, dass ihn seine Noch-Ehefrau aktuell so wahrnimmt und ihm die Schuld an ihrer ausweglos scheinenden Krankheit zuschiebt.
    Anstatt sich mit der Diagnose „Endstadium“ zu verkriechen: es gibt immer noch Hoffnung: vit C infus, Dr. Coy, Budwig Kost usw… Der wichtigste Schritt ist Eigenverantwortung zu übernehmen (Lösung zu suchen) statt Schuldige zu suchen.

    Liebe Grüße an alle die das Lesen – und wenn es hart auf hart geht und Schulmedizin nichts mehr bringt dann bitte im eigenen Interesse: Prinzipien über Bord werfen und das eigene Leben/die eigene Gesundheit in die Hand nehmen!

    Lg eva

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      • Dr. Rath kannte ich noch nicht. Ich habe mir die vit C kapseln von ihm grad angeschaut – mE niedrig dosiert und zu teuer.
        Wer sich wirklich für das Thema Vit C Hochdosis interessiert wird im deutschsprachigem Raum kaum was finden.
        Infos (Forschungsergebnisse der letzten 60 Jahre): http://www.vitamincfoundation.org
        (Forscher: Klenner, Cathcart ….)
        Bzw. Suchbegriffe: Boweltolerance, Liposomal vitamin c, vitamin c intravenous, vit c chemotherapy.
        Therapeutischer Bereich 100g++ (im Vgl. Rath Kapseln Tagesdosis nicht mal 3g – für gesunden ok, für Therapie ungeeignet).

        Lg eva

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      • Liebe Leser,

        Evas Werbebotschaft ist natürlich Bullshit, denn:

        Linus Pauling’s claim that high-dose vitamin C prolonged the life of cancer patients was based on improper statistical analysis of data from a case series. Subsequent clinical trials found no benefit from what he recommended. Case reports indicate that high-dose vitamin C can produce kidney damage [Nierenschaden]. And laboratory studies have shown that vitamin C might even accelerate cancer growth. Thus, even if supplementary vitamin C is eventually be found to have some use in fighting cancer, that role is not likely to be extensive. Despite these hard facts, many people still claim that high doses of vitamin C are useful as a cancer treatment. Responsible health professionals should clarify this issue so that patients neither forfeit scientific care nor put themselves at risk by using a product that has no demonstrated merit.

        Alles zu den Studien lesen Sie hier: http://www.quackwatch.org/01QuackeryRelatedTopics/Cancer/c.html

        Zur orthomolekularen Medizin:

        Die Überdosierung der eingesetzten Vitalstoffe kann zu Gesundheitsschäden führen. Etliche Studien belegen, dass eine längerfristige hochdosierte Gabe von Vitaminen, wie sie in der orthomolekularen Medizin praktiziert wird, zu ernsthaften Gesundheitsschäden führen und die durchschnittliche Lebenserwartung verkürzen kann.[11][12]
        Fettlösliche Vitamine wie Vitamin A, Vitamin D und Vitamin K können sich im Körper anreichern und sind daher potenziell schädlich. Vom Körper nicht benötigte wasserlösliche Vitamine werden zwar über die Nieren wieder ausgeschieden, dennoch können auch sie überdosiert werden. Vitamin E reichert sich zwar nicht im Fettgewebe an, in drei Metaanalysen wurde jedoch für Dosierungen von mehr als 400 IE eine erhöhte Sterblichkeit festgestellt,[11][13][14] auch wenn andere Wissenschaftler den Ergebnissen widersprachen.[15][16] Bei hoher Dosierung von Vitamin C ab einem Gramm täglich kommt es zu Durchfall und teilweise zu Koliken. Vitamin C verändert eine Reihe von Hormonspiegeln im Blut, unter anderem die von Östrogen, Schilddrüsenhormonen oder Insulin. Es zerstört Vitamin B12 (…). Es erhöht die Aufnahme von Aluminium, das Knochen und Gehirn schädigen kann, es fördert die Bildung von Nierensteinen, Osteoporose. Außerdem kann Vitamin C den Mineralstoff Eisen in einen Radikalbildner verwandeln und dadurch Cardiomyopathien begünstigen.[17]
        Vitamin B6 kann in hohen Dosen zu sensorischen Neuropathien bis hin zu Lähmungserscheinungen in Händen und Füßen führen. Überdosiertes Niacin kann allergieähnliche Reaktionen verursachen, mit Rötung der Haut, Juckreiz und Quaddelbildung. Bei längerfristiger Überdosierung können Gelbsucht und Leberschäden die Folge sein.[18] Überdosen von Vitamin B1 können zu Kopfschmerzen und Schlaflosigkeit führen, im Extremfall auch zu Lungenödemen, Bradykardie und Magen-Darm-Blutungen.[19]
        Zusätzliches Vitamin A erhöht bei Personen mit vorbestehenden Risiken wie Rauchen oder Exposition mit Asbestfasern sogar das Risiko, an Krebs zu erkranken. Bei der CARET-Studie, in der man 18.000 Rauchern, früheren Rauchern und Arbeitern aus Asbest-Betrieben täglich 30 mg ß-Carotin und 25.000 IE Retinol verabreichte und die Resultate mit Placebo verglich, stieg die Gesamtsterblichkeit in der Vitamingruppe um 17%. Die Analyse für Bronchialkarzinome ergab sogar eine um 46% erhöhte Sterblichkeit im Vergleich zu Placebo.[20]
        Ein bestimmter Teil der Bevölkerung (ca. 10%) reagiert bei hoher Vitamin-C-Zufuhr mit der Bildung von Oxalatnierensteinen. Das Risiko für diese Erkrankung ist durch eine genetische Variante bestimmt, die ansonsten keinerlei negative Bedeutung für den Betroffenen hat. Sie wird nur dann relevant, wenn hohe Vitamin-C-Dosen eingenommen werden.

        https://www.psiram.com/ge/index.php/Orthomolekulare_Medizin

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    • … „eine spitzenmäßige Nichtmedizinerin mit jahrelangen Auabildungen im alternativmedizinischen Bereich, die auch eine HP Ausbildung in D hatte jedoch aus rechtlichen Gründen unter dem Deckmäntelchen der Energetik praktizieren muss“ …

      Yeah! Groovy!

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    • Danke!
      Ausführlich und glaubwürdig geschrieben.
      Auch ich habe früher die Allgemeinmedizin abgelehnt und bin inzwischen eines besseren belehrt. Dankbarerweise.

      Leider ist meine Mutter an Chemo gestorben.

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  25. Hi Pustekuchen,
    ich verstehe Deine Antwort nicht wirklich.
    Mag aber schon mal daran liegen, dass wir Vokabular höchst unterschiedlich verwenden/wahrnehmen (Werbung vs. Information. Qualitative Infos vs. populistisch, journalistischen Müll usw.)

    Ich habe Pauling bewusst nicht erwähnt. Auch wenn er der Vater der Vit C Forschung ist und 2x Nobelpreis ergattert hat – er ist seit 20 Jahren tot und die orthomolekulare Forschung (inkl. Vit C Forschung) liefert laufend neue Erkenntnisse. „Mein Link“ verweist auf die aktuelle, moderne Vit C Forschung und damit allen voran Klenner, Cathcart und Levy. Ergo jede/r der/die Interesse am Thema hat, wird dort fündig und kann sich fundiert informieren. 2te gute Quelle: pubmed.

    Zu Deinem Pauling Verriss: der erste Artikelauszug den Du gepostet hast (Quackwatch (sic!) bezieht sich auf Studien aus den 1970ern! Meine Güte das sind ja fast 50 Jahre alte Ergebnisse aus den Anfängen der C Forschung. Aber gut, folgen wir den Spuren: Pauling + Cameron haben austherapieren Krebspatienten 10g Vit C verabreicht.
    Und allein nach dem Satz brauchen wir uns das nicht mehr näher anschauen. Heute ist bekannt, dass eine wirksame Therapiedosis bei 100-200g (iV)/Tag liegt.

    Ad. Nierenschaden – da geht es um Einzelfälle (Case Studies), daher KEINE signifikanten Ergebnisse. Patienten waren alle austherapiert, wenige Monate Lebenserwartung und hatten tlw. starke Chemos erhalten (wiederum – das ist ca. 50 Jahre her, seitdem hat sich Chemotherapie stark gewandelt, ging jedoch damals wie heute stark auf Entgiftungsorgane, daher Niere/Leber).
    In der Studie wird erwähnt, dass die Patienten unterschiedliche Medikamente/Schmerzmittel genommen haben. Also ist der Schluss, dass Vit C Nierenversagen verursacht hat aus den publizierten Daten nicht möglich (später hat sich meines Wissens auch keiner mehr zu dieser Aussage hinreissen lassen).

    Nieren-/Leberentlastung ist mE unter den Umständen (unabhängig von der Medikation) ohnehin ein muss, allein um die Schmerzen zu reduzieren/Lebensqualität zu verbessern.

    Danke für den Psiram Artikel, der ist dermaßen mies recherchiert und populistisch zurechtgebogen, dass ich herzlich lachen musste (an der Stelle nur ein kurzer Hinweis an dich, da es an dir spurlos vorbeigegangen zu sein scheint: als Eso-Watch hatte die Seite zumindest tlw. gut recherchierte Artikel (das ist Jahre her). Mittlerweile ist Psiram auf Bild-Niveau abgerutscht (wird sogar in Skeptiker Kreisen kaum mehr verlinkt).

    Besonders lustig fand ich dem Hinweis, dass in Vitro Vit C Krebswachstum begünstigt. No na. Der zugehörige Wissenschaftler gehört wegen Zeitverschwendung gefeuert. Für diese Erkenntnis benötige ich keinen Versuch sondern nur Hausverstand.

    Da sieht man wieder das enge Glaubensgebäude der Schulmedizin. Wenn Vitamine im Reagenzglas keine Zellen abtöten, dann sind sie wertlos, oder wie?

    Die Schulmedizin sucht nach dem einen Mittel/Medikament, das gezielt Krebszellen vernichtet und möglichst wenig Kollateralschaden anrichtet (aktuell ist sie leider noch immer weit davon entfernt).

    Dabei wird dieses „Wundermittel“ serienmäßig mitgeliefert – es nennt sich das Immunsystem. Das entsorgt im Laufe unseres Lebens Millionen und Abermillionen entarteter Zellen. Ganz gezielt. Ohne gesunde Zellen anzugreifen. Nur wenn es entgleist, daher mehr Zellmüll anfällt als entsorgt werden kann, entsteht Krebs. Und ein wieder hergestelltes, optimal funktionierendes Immunsystem kann da sehr gut selbst aufräumen (und das bewerkstelligt nicht Vitamin C allein, sondern eine Kombi an Maßnahmen: genetisch korrekte Kost, Defizite auffüllen (Vitamine, Mineralstoffe, /Spurenelemente, Aminosäuren), körperliche Bewegung, Meditation.
    Somit: ja, ich bin absolut davon überzeugt, dass nur ganzheitliche Behandlungen langfristig gute Ergebnisse erzielen können.

    Und gut ausgebildete HP’s können diese bieten. Und ja, nicht jeder HP ist gut ausgebildet bzw. in seinem Beruf fähig. Aber das gilt ja genau so für Ärzte: Legitimation ist nicht gleichbedeutend mit Kompetenz.

    Das zieht sich mE wie ein roter Faden durch diesen Blog – es wird auf mangelnde Legitimation hingedroschen (egal ob Berufsstand oder Behandlungsmethode) anstatt sich auf die Kompetenz (bzw. Wirkung) zu konzentrieren. Schade. Unterm Strich nur leere Luft.

    Vom Rest des psiram Geschreibsels erspar ich mir jetzt die punktuelle „Zerlegung“ – nur so viel: keine einzige Aussage stimmt in der Form. Ergebnisse wurden aus Schrottstudien entnommen bzw. teilweise einfach so stark gekürzt, dass (bewusste?) Falschaussagen gemacht werden bzw. richtige Aussagen einfach im Kontext einen sehr negativen touch hinterlassen (zB: ja, fettlösliche Vitamine können überdosiert werden – aber die Dosen müssen extrem hoch sein, daher packungweises Futtern von Kapseln über längerem Zeitraum; Niacin Flush – absolut wertvolle Akuttherapie; Vit C Dünnpfiff: googelt „boweltolerance“ usw.)
    Genaue „Aufbröselung“ und wissenschaftlich fundierte Aufarbeitung der Schrottstudien die Vitamingegner immer wieder aus der Lade ziehen, finden interessierte in diesem Buch: http://www.amazon.de/gp/aw/d/345320039X/ref=mp_s_a_1_3?qid=1438458059&sr=8-3&pi=SL75_QL70&keywords=strunz+topfit+mit+vitaminen

    Lg eva (die hier nicht mehr kommentieren wird -schade um meine Zeit, siehe Legitimation vs. Kompetenz)

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  26. Tja, Eva scheint ihrem Chefverkäufer nachzueifern:
    https://www.psiram.com/ge/index.php/Matthias_Rath

    Skrupellos das Blaue vom Himmel versprechen, das Versagen der Versprechen wird mit millionenschweren Werbekampagnen ausgebügelt.

    Rumschimpfen, Nichtwissen unterstellen, auf dicke Backe machen, und sich gleich im Vorfeld verabschieden, weil sie genau wissen, dass sie in einer ernsthaften fachlichen Auseinandersetzung keine Chance haben. So sind sie, die menschenfreundlichen Schlangenöldealer. Nur ihr aufgeblähtes Ego verhindert wohl, tatsächlich zu sehen, was sie eigentlich für eine Verantwortung tragen. Aber wenn es in die Hose geht, sind immer die Anderen schuld. So sind sie, diese ehrenwerten Mitmenschen.

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  27. Wie ruiniert manfrau am einfachsten die eigene Glaubwürdigkeit? Na, ganz einfach:

    im ersten Beitrag von „Orthomolekularer Medizin“ daherreden, die „gut erforscht“ sei, im zweiten Beitrag dann erstaunt tun: Doktor Rath? – Kenne ich nicht.

    Netter Versuch. Nur bißchen plump.

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  28. Einfach, weil es so treffend zusammengefasst ist:
    „Nehmen Sie den Bereich der Immun- Onkologie. Bisher werden Krebszellen noch mit Gift attackiert in der Hoffnung, dass nicht die anderen, gesunden Zellen dabei zerstört werden. In Zukunft wollen wir die eigenen Fähigkeiten des Körpers nutzen, mit feindlichen Zellen umzugehen. Es ist viel eleganter, den Körper die Arbeit machen zu lassen.“

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    • Sinnfrei zitiert (woher eigentlich?) . Immunonkologie ist ein spannendes Fach, hat aber mit Ihrer Vitamin-Story genau nichts zu tun.

      Was glaubt frau eigentlich, womit ein Immunsystem gegen „feindliche Zellen“ vorgeht? Klitzekleiner Tipp: es sind hauptsächlich sogenannte „Radikale“. Shoot first, ask questions later, so macht das auch das Immunsystem, und das mit Recht. Irgendwie muss man Zellen totmachen bei der Krebsbekämpfung. Und zwar körpereigene Zellen. Dein Krebs, das bist Du selber. Nicht ein Feind von draußen. Wer das Immunsystem gegen Krebs in Stellung bringt, lässt es gegen den eigenen Körper antreten. Das ist nicht ohne und verlangt aber ganz andere Interventionsstrategien als Jahresdosen an Vitamin C täglich einzuwerfen. In so einer Quackerei wird die Immunonkologie sicher nicht enden.

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  29. Uj, da hab ich doch tatsächlich die Quelle „vergessen“😉
    Das Zitat vom 4. Aug. stammt von Marijn Dekkers (Vorstandsvorsitzender Bayer):
    http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-135105155.html

    Er schreibt ja weiter: „Wir können Krebszellen gentechnisch so verändern, dass sie vom Körper als feindlich erkannt werden.“
    Schau, schau – da wird das Rad neu erfunden. Bislang haben ja die NK Zellen ihr Ziel auch ohne Hilfe von „außen“ gefunden.
    Naja, nennt sich halt funktionierendes Immunsystem und lässt sich nicht patentieren…

    Aber, dass sogar der Bayer Vorstand generell erkennt, dass ‚alles plattmachen in der Hoffnung auch die „bösen“ zu erwischen (inkl. der bekannten Kollateralschäden)‘ nicht der Weisheit letzter Schluss sein kann, find ich sehr bemerkenswert!

    [Quote=“Typee“]: „Was glaubt frau eigentlich, womit ein Immunsystem gegen “feindliche Zellen” vorgeht? Klitzekleiner Tipp: es sind hauptsächlich sogenannte “Radikale”. „Shoot first, ask questions later, so macht das auch das Immunsystem…“[/quote]
    Gut, schauen wir uns gerne an: beim shooting entsteht Dehydroascorbat (Oxidation) das wiederum Zellen schädigt. Das IS drischt nur so lang auf „unerwünschtes“, solang noch Redox Kapazitäten vorhanden sind. Um den entstanden Schrott aufzuräumen (und weiter kämpfen zu können) benötigt also das IS (weiße Blutkörperchen, Phagozyten) Ascorbat (um das schädliche Dehydroascorbat zu neutralisieren), also Antioxidantien.
    Quelle: http://www.amazon.de/Ascorbate-The-Science-Vitamin-C/dp/1411607244

    Und Ascorbat ist… ??? Tadaaaa: Ascorbinsäure (=reines Vitamin C) – und so schließt sich der Kreis.

    (Vit C ist an 100ten Stoffwechselprozessen beteiligt –
    obiges ist also 1 von vielen Beispielen).

    Soweit mal die Mickey Mouse Version in der Hoffnung man(n) möge sie auch verstehen.

    Und nein – ich seh die Variante „Vit C draufschütten und alles ist gut“ absolut nicht als stand-alone, aber einfach als eine sehr wichtige Komponente.

    @all – ich fand es einfach spannend, dass bei „alternativen Postern“ innerhalb kürzester Zeit etliche „dislikes“ angeklickt wurden (einfach in einer Zeitspanne in der ein Kommentar nicht mal ansatzweise gelesen werden konnte) – also werden alternative Meinungen einfach von Haus aus „abgeschossen“.

    Also kein kritischer, sondern einfach ein engstirniger blog, schade.

    Daher auch mein „quellenloses“ Zitat vom Bayer Oberindianer. – in „no time“ 11 dislikes, grandios, *lach*

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  30. Pingback: “Wenn Heilpraktiker ihr Unwesen treiben – Ein Horror-Erlebnisbericht einer Krebspatientin” bei SPIEGEL TV Magazin | Ratgeber-News-Blog

  31. „Das Fazit von allen ist, das ich als Ehefrau und seine Patientin keine Chance hatte, meine eigenen Entscheidungen zu treffen …“
    Frau Reichardt erzählt ihre Leidensgeschichte durchgängig vom Opferstandpunkt. Zu keiner Zeit scheint sie die Verantwortung für eines ihrer Ergebnisse zu haben. Durchgängig schreibt sie, dass sie „nicht wollend gewollt hat“.
    Offensichtlich erhält sie sehr viel Zustimmung von vielen Lesern, für die eine solche Geschichte eine Bestätigung für das ist, was sie vorher schon wussten: Heilpraktiker und alternativmedizinische Therapieangebote sind bei bösartigen Erkrankungen gefährlich und daher abzulehnen.
    Dabei gibt es genügend labordokumentierte Kasuistiken von erfolgreich behandelten Patienten mit metastasierten Krebserkrankungen durch Heilpraktiker mit Langzeit-Dokumentation, die die Nachhaltigkeit des Erfolges der Behandlung belegen. Damit derart erkrankte Menschen erfolgreich mit alternativmedizinischen Konzepten behandelt werden können, müssen die Bedingungen für ein funktionierendes Ergebnis erfüllt sein.
    Herr Reichardt scheint diese Bedingungen nicht zu kennen, sonst hätte er die Behandlung seiner Frau abgelehnt. Hinterher zu behaupten, er habe nur helfen wollen, ist ebenfalls eine schöne Opfergeschichte, die den Mangel an Professionalität nicht überdecken kann.
    Hier haben sich zwei Menschen gefunden, denen es gelungen ist, den lebendigen Beweis anzutreten, dass man mit Frau/Mann im Leben nur verlieren kann. Die eine schickt sich an mit ihrem Leben zu bezahlen, der andere mit seinem Beruf und Existenzgrundlage. Was für ein hoher Preis nur um Recht zu haben!

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  32. Geehrter Ted B,
    bei Brustkrebs und rechtzeitiger Behandlung liegt die Chance auf dauerhafte Heilung heutzutage bei ca. 95%. Bitte nennen Sie detailliert die Studien, die alternativ bessere Chancen zeigen. Studien, nicht „Kasuistiken“. Und sparen Sie sich bitte das restliche küchenpsychologische pseudodurchblicker-Gequatsche. Danke.

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    • @ Groucho: Sie schreiben verachtend und entwertend. Ich unterhalte mich nicht mit Menschen, die so mit mir kommunizieren. Wenn Sie Ihren Standpunkt ändern würden, wäre ich bereit auf Ihren Beitrag einzugehen.

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      • @Andreas: Was soll ich denn anderes machen? ^^ Das was Groucho über mich denkt, beginnt wahrscheinlich mit einem Adjektiv und endet mit einem Hauptwort, wobei das Hauptwort wahrscheinlich aus der Tierwelt oder Körpersprache kommt und sich eher nicht nett anhört. Bei Groucho hatte ich also bereits verloren, als er/sie meinen Post gelesen hat. Alles was ich ab jetzt noch schreiben würde, würde Groucho lediglich daraufhin prüfen, ob er Recht hat. Damit hätte ich eine hohe Wahrscheinlichkeit noch mal zu verlieren. Rechthaberei oder den Anspruch auf die Deutungshoheit über die Wirklichkeit zu haben ist das Ende jeder sinnstiftenden Kommunikation. Wenn es darum geht zu beweisen, wer oder was besser ist, wer oder was worüber im Recht oder Unrecht ist, entsteht das, was Herr und Frau Reichardt erreicht haben: alle verlieren.

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  33. Wie zu erwarten, kommt nur heiße Luft. Ich wiederhole mich: „Bitte nennen Sie detailliert die Studien, die alternativ bessere Chancen zeigen.“ Alles andere ist erstmal irrelevant, will man nicht Menscheleben gefährden.

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  34. @Ted B.
    Sie mögen Grouchos Stil nicht mögen. Aber seine Frage ist berechtigt. Nennen Sie bitte die Studien, die alternativ bessere Chancen zeigen.

    Wenn Sie das nicht tun, dann zeigen Sie nur einmal mehr, dass die Befürworter der alternativen Behandlungen nicht in der Lage sind, ihre Behauptungen zu belegen. Regelmäßig werden nämlich nur Anekdoten geliefert, als Wirksamkeitsnachweis sind diese komplett ungeeignet.

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  35. Es tut mir so unendlich leid für die Frau. Ich habe eben die Spiegelreportage über sie gesehen. Ich wüsste nicht, wohin mit meiner Wut – sie aber wirkt in dem Film einfach nur traurig und tapfer. Es ist toll, dass sie die Unterstützung ihrer Söhne hat. Ich wünsche ihr von Herzen, dass sie irgendwie Kraft findet für ihre Chemotherapie und dass sich ein Hoffnungsschimmer für sie auftut. Einfach unendlich traurig.

    Der Mann darf noch immer praktizieren- unglaublich. Wir brauchen Gesetze, die solche gefährlichen Menschen davon abhalten, sich als „Heilpraktiker“ bezeichnen zu dürfen. Was dieser Mann in dem Film vom Stapel lässt, ist einfach nur beschämend. Ich verstehe nicht, woher jemand so viel Selbstbewusstsein nimmt, der ganz offensichtlich null Ahnung von der Materie hat. Entsetzlich. Es ist SO dringend nötig, das gesetzlich zu regeln – und zwar bevor es noch mehr Menschen gibt, die an solchen Verbrechern Schaden nehmen. Denn das sind sie.

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  36. @Elisa: Es ist dieses Selbstbewusstsein dieser Heiler, das verwirrt. Sie haben immer recht, stirbt wer, ist der Patient schuld. Weil sie ja nicht irren können. Man kann das psychopathologisch ganz gut erklären, nützt aber nichts und ist hier im Kommentarbereich umfassend nicht möglich.

    Herr Reichhards irreste und entlarvendste Aussage war, er hätte 200 Bücher. Er meint tatsächlich, dass ihn das zu einem Krebsheiler befähigen würde. Er zeigt damit, dass er nicht den blassesten Schimmer der Methodik hat, wie Wissenschaft oder Erkenntnis im Allgemeinen funktioniert, er ist offenbar dem erlegen, was man netzumgangssprachlich als Dunning-Kruger bezeichnet, die Grenzen seiner Möglichkeiten mangels intellektueller Fähigkeiten überhaupt wahrzunehmen.

    Und dann kommt ein „Ted B“ daher. Wenn er es nicht selber ist. Schwafelt von „Kasuistiken“, um einen fachmännischen Eindruck schinden zu wollen. Bei einer Erkrankung, die im Schnitt jede 10te Frau trifft, eine ganz schlechte Idee. Wüsste er, wenn er eine Ahnung hätte. Kaum etwas ist besser und intensiver in der Äthiologie und Therapie besser untersucht, als das Mamakarzinom, mit tausenden Studien verschiedenster Behandlungen, die jetzt, momentan zu einem Zustand geführt haben, dass das inzwischen eine gut behandelbare Erkrankung mit sehr hoher Genesungsrate geworden ist.

    Es geht bei dem Ganzen nicht um die Genesung der erkrankten, sondern darum, dass diese Gurus morbide Machtgelüste ausleben, bei denen es niemals um die Btroffenen geht, sondern nur um sich selber.

    Der Verantwortung für ihre Toten erteilen sie sich selbst die Absolution, indem ihre „Therapie“ halt nicht exakt befolgt wurde.

    Man kann dem sicher keinen generellen Riegel vorschieben, es gibt auch ausgebildete Ärzte, die völlig unfähig sind. Aber die sind eher selten, weil sie doch eine härtere Schule durchlaufen haben.

    Bei Heilpralktikern ist es umgekehrt, man kann nicht ausschließen, dass mal ein fähiger dabei ist.
    Es dürfte wohl schwieriger sein, eine behördliche Gaststättenlizenz zu bekommen als Heilpraktiker zu werden.

    https://www.psiram.com/ge/index.php/Heilpraktiker

    Ich kenne zwei Heilpraktikerinnen, die sich ihrer Grenzen sehr bewusst sind, alleine, die Mehrheit ist es nicht. Meist nicht aus Böswilligkeit, sondern Unfähigkeit, überhaupt zu erkennen, was Biologie, Biochemie, Pharmakologie etc. überhaupt für Erkenntnisse bereit hält, verhaftet einem magischen Denken, das immer dem sparsamsten Weg, aber nicht der Realität folgt.

    Man muss da keine gesetzlichen Regelungen schaffen, nur das Gesetz abschaffen. so, wie es in den restlichen zivilisierten Ländern größtenteils üblich ist.

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  37. Medizin ist keine Wissenschaft, weil sie nicht die Bedingungen erfüllt und Wissenschaft zu sein.
    Medizin versteht sich dennoch als eine Wissenschaft, die auf den naturheilkundlichen Basis-Wissenschaften aufbaut (Biologie, Physik, Chemie, Biochemie, Physiologie) genauso wie die Vorklinik des Medizin-Studiums. Wenn Medizin also die Spitze einer Pyramide ist, deren Basis von den anderen Naturwissenschaften gebildet würde, müssten die täglich neu gewonnenen Erkenntnisse der Basis nach „oben“ durchgereicht werden. Das ist aber nicht der Fall! Neues Denken und neue Therapie kann sich in der Medizin ist dann durchsetzen, wenn alte Meinungsführer der Ärzte gestorben sind. Deshalb nennt man das auch im Eminenz-basiertes Wissen und nicht Evidenz-basiertes Wissen.
    Nach Studien zu verlangen ist ein häufig bequemer Standpunkt, ein Killer-Argument. Studien werden in der westlichen Welt fast ausschließlich von der Industrie in Auftrag gegeben. Nicht von der Regierung! Studien sind manipulierbar auf unterschiedlichste Art und Weise, deshalb wird von Wissenschaftsseite immer häufiger nach Kasuistiken verlangt. Interessant ist auch, dass die gestellte Bedingung von doppelt-verblendeten Studien in Bezug auf die Therapie mit Chemotherapeutika bei Krebs selbst nicht erfüllt wurde: noch nie hat es eine Studie gegeben, die beweist, dass Menschen, die an Krebs erkrankt sind durch Chemotherapie gesünder werden als ohne Chemotherapie. Auch beim Thema Impfung existiert eine solche Studie nicht, die belegt, dass geimpfte Kinder gesünder sind als ungeimpfte!
    Mir persönlich erscheint es ziemlich unvernünftig, so starke Gifte zu verabreichen, die genau dieselben Effekte verursachen wie die, gegen die sie verabreicht werden: nämlich Krebs. Lediglich bei den Blutkrebsen des Kinder- und Jugendalters ist ein Lebensrettungseffekt dokumentiert. Dass diese Kinder dann später als Erwachsene gehäuft an Hirn-Tumoren erkranken und sterben ist eine Folge der Verabreichung von Zellgiften, die nachhaltig den Entzündungspegel im Körper erhöhen, weil die Zellleistung bleibend geschwächt wurde. Deswegen gibt es auch keine Heilung von Krebs durch Chemotherapie! Krebs ist eine systemisch-entzündliche Erkrankung. Wir sterben auch nicht am Karzinom, sondern immer an den Metastasen und Metastasen entstehen nur dort, wo das umgebende Gewebe durch einen Entzündungsstoffwechsel dominiert ist. Deswegen haben auch Diabetiker gute Chancen schneller und häufiger zu sterben, wenn sie ein Karzinom haben.
    Man sollte nicht alles glauben, was im Internet steht. Insbesondere die hier zitierte psiram-Seite ist unglaubwürdig, weil einseitig.

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  38. @Ted B.
    Wenn Du Studien so sehr ablehnst, dann nenne doch bitte – sagen wir mal 10 – der von Dir behaupteten „genügend labordokumentierte Kasuistiken von erfolgreich behandelten Patienten mit metastasierten Krebserkrankungen durch Heilpraktiker mit Langzeit-Dokumentation“.

    Und die vergleichen wir dann mit der Definition: „Die klinische Medizin benutzt den Begriff bei der […] Fallbeschreibungen bei Krankheitsverläufen. Dabei werden die Analyse von Einzelfällen und ihre Beurteilung als alleinige Erkenntnisquelle angesehen. Werden allgemeine Prinzipien erkennbar, so gewinnen sie ihre Plausibilität erst aus Einzelfällen.“ Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Kasuistik#Medizin

    Nicht labern, sondern Kasuistiken verlinken.

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  39. 3er Versuch. Aufforderung an TedB
    “Bitte nennen Sie detailliert die Studien, die alternativ bessere Chancen zeigen.”

    Es geht um Brustkrebs. Hypothetische Überlegungen alternativer Feuerlöschverfahren sind unangebracht, wenn die Hütte brennt.

    Wenn Sie bessere Erkenntnisse als die heutige Medizin in dieser Sache haben, benennen und belegen Sie sie. Von Spekulationen ist noch keiner geheilt worden. Was Ihnen persönlich wichtig oder unwichtig, plausibel oder nicht erscheint, interessiert niemanden, solange sie das nicht belegen können.

    Wenn sie das nicht begreifen, gehen Sie lieber zur örtlichen Feuerwehr und diskutieren über angenehme Duftstoffe, die man dem Löschwasser ev. zusetzen könnte. Da richten Sie weniger Schaden an.

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  40. Toll. Links auf einen Heilpraktikershop, wo schon wieder einer schlauer als der Rest der Welt ist. Eine einzige Fallbeschreibung mit Mamakarzinom und Mastekomie. Grandios. Da kann die Forschung weltweit einpacken.

    Die Größenwahnsinningen dieser Welt, wehe, man gerät in ihre Fänge …

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  41. @Groucho
    Dabei sind die beiden empfohlenen Bücher für je knapp 15 Öcken ganz sicher ihr Geld wert.

    Denn, Zitat (Tischkantenwarnung): „Mit seinen […] Postulaten und Schlussfolgerungen hat Dr. Kremer ein evolutionsbiologisch, quantenphysikalisch, immunologisches und geologisch begründetes wie logisches Grundlagenkonzept einer nicht toxischen wie humanen Medizin erarbeitet. Dabei stehen die Integrität und Funktionalität der Mitochondrien im Vordergrund als ‚Lichtquanten modulierte Zellorganellen‘, welche in der Steuerung und Aufrechterhaltung unserer Gesundheit eine zentrale Rolle spielen.“

    Was für ein sinnloses Geschwurbel.

    @Ted B.
    Plonk

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  42. Ein paar Links zu dem, was Ted B. hier vertritt.

    Die Cellsymbiosistherapie: http://www.akademie-cst.de/cellsymbiosis-therapie.html

    Zitat:
    „..Die in diesem Artikel getroffenen Aussagen sind Teilaspekte der Cellsymbiosistherapie® nach Dr. med. Heinrich Kremer. Alle hier vorgestellten Diagnose- und Behandlungsmethoden sind Verfahren der naturheilkundlichen Erfahrungsmedizin, die nicht zu den allgemein anerkannten Methoden im Sinne einer Anerkennung durch die Schulmedizin gehören. Alle getroffenen Aussagen über Eigenschaften und Wirkungen sowie Indikationen der vorgestellten Verfahren beruhen auf den Erkenntnissen und Erfahrungswerten in der jeweiligen Therapierichtung selbst, die von der herrschenden Schulmedizin nicht geteilt werden.“
    Zitat Ende

    Hintergrund ist wohl ein Dr. med. Heinrich Kremer, der z.B. folgendes schreibt ( http://cellsymbiosis-netzwerk.de/shop/product_info.php?products_id=11 )

    „…Ursache der so genannten AIDS-Erkrankung ist und dass Krebs und AIDS Folgen einer energetischen Erschöpfung der (Immun-)Zelle sind….“

    Wieder mal eine einzelne Person, die das Wissen -zigtausender Wissenschaftler und Ärzte auf den Kopf stellt. Mag jeder selbst entscheiden, was man für glaubwürdiger hält.

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  43. An Ihren Reaktionen kann man erkennen, dass Ihre Frage nach den Kasuistiken nicht auf die Ergebnisse abzielte. Ergebnisse scheinen Sie nicht zu interessieren. Sie interessiert offensichtlich nur, wer die Ergebnisse erzeugt hat und wie sie erzeugt worden. Wenn Ihnen nicht gefällt, wer sie erzeugt hat und wie die Ergebnisse erzeugt wurden, schreiben Sie wieder entwertend und verachtend. Im Grunde genommen verhalten sie sich so wie Herr Reichardt: Sie stellen sich über die kranken Menschen und ihr Leid und befinden darüber, welche Therapie Ihrer Meinung nach die beste ist und nur die sollte zur Anwendung kommen. Das ist anmaßend und verachtend, auch wenn Herr Reichardt vorgibt, dass er nur helfen wollte und Sie vorgeben, die Menschheit vor gefährlichen Heilpraktikern und ihren Therapieverfahren schützen zu wollen. Sie alle sind Heuchler, die nicht den kranken Menschen dienen wollen sondern dem eigenen Ego. Deswegen wird auch kein Mitgefühl mit Frau Reichardt in Ihrem Schreiben deutlich. Sie sind nur Trittbrettfahrer eines bedauernswerten Partnerschaftkonflikts, der über eine Krankheit ausgetragen wird, den Sie dazu benutzen zu gebetsmühlenartig, polemisch und verachtend Ihre Standpunkte zu kommunizieren. Ob auch andere Therapieverfahren zu funktionierenden Ergebnissen kommen, interessiert Sie nicht. Für Sie scheint das eine Art Glaubenskrieg zu sein. Sobald Sie ein passendes Opfer wie Frau Reichardt gefunden haben, meinen Sie die ultimative Berechtigung zu haben zurückschlagen zu dürfen. Womöglich noch im Namen des Opfers. Ob das den Menschen dient oder nicht, egal. Lieber Recht haben als Frieden. Frau Reichardt ist nicht nur Opfer. Sie hat sich nicht wollend von ihrem Mann behandeln lassen, damit ist sie auch Täterin. Aber es hört sich moralisch besser an, wie sie schreibt, zumal sie ja sicher sein kann aus Ihrem Lager zwar aus anderer Motivation aber immerhin jede Menge Zustimmung zu bekommen. Und so haben Sie mit Frau Reichardt zusammen Recht, aber immer noch keine Gesundheit und keinen Frieden. Das wäre auch gefährlich, denn dann könnte das Ego sterben.

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  44. Nun ja, „Cellsymbiosistherapie® nach Dr. med. Heinrich Kremer“ klingt eher nach einem Geschäftsmodell, als nach Medizin. Schließlich gibt es ja auch keine Blinddarmoperation nach Dr. Wasweißichwiederheißt….

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  45. @Ich: Den Namen finde ich auch bekloppt. Beruht wohl darauf, dass unsere Zellen vor 2 Milliarden Jahren aus dem Zusammengehen (Symbiose) mehrerer Bakterienarten zusammengegangen sind. Ist mir auch egal, weil die Ergebnisse sehr ermutigend sind. Wenn das Geld da wäre wie in der Industrie, könnte man ebenso große Studien machen. Das ganze ist für die Industrie aber nicht interessant.

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    • Nun ja, für die Industrie ist fast alles interessant, mit dem man Geld verdienen kann. Manchmal sogar mit ziemlich wirklungslosen Produkten. Da muss die Cellsymbiosistherapie® wohl besonders wirkungslos sein, wenn sie kein Interesse an Forschung, Entwicklung und Vermarktung hat.

      Übrigens empfinde ich dass „®“ als besonders verräterisch dafür, dass es um das Geschäft geht, nicht um das Wohl der Patienten. Man stelle sich nur mal vor: Blnddarmorperation® nach Klinik Hamburg Eppendorf…

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  46. Wer näheres über den Verschwörungstheoretiker und Esoteriker Kremer und seine gewinnbringenden Pseudotherapien wissen will, der informiere sich auf folgenden Seiten:

    https://www.psiram.com/ge/index.php/Heinrich_Kremer

    https://www.psiram.com/ge/index.php/Cellsymbiosistherapie

    Eine von ihm 2001-2003 erfundene pseudomedizinisch-esoterische Methode, die Redifferenzierungstherapie nach Kremer (auch biologische Ausgleichstherapie oder Cellsymbiosistherapie genannt) empfiehlt Kremer gleichermaßen bei den schweren Erkrankungen Krebs und AIDS. Kremer verspricht für die jeweiligen Krankheiten einen wissenschaftlich unbekannten „Umkehrungsvorgang“, also die definitive Heilung.

    Vereinfachend dargestellt geht Kremer davon aus, dass die überwiegende Zahl heutiger Krankheiten wie Krebs, Autoimmunerkrankungen, degenerative Nervensystem- und Muskelerkrankungen, Alterserkrankungen und Allergien einen gemeinsamen Ursprung in einer „dauerhaft fixierten“ Störung der Zellatmung haben.
    Ursache dafür seien Fehlernährung, Pilzgifte, Bakteriengifte, Schwermetalle, Süßstoffe wie Aspartam, Antibiotika, Pestizide, Stress und Elektrosmog. Als Folge zeige sich laut Kremer eine „Balancestörung des Immunsystems“, gemeint als „gestörtes“ Verhältnis von TH1- und TH2-Lymphozyten (Zellen des „weißen“ Blutbildes, Teil des Immunsystems). Daraus ergebe sich laut Kremer ein hypothetisches Therapiekonzept, das zugleich durch seine Existenz und seine angeblichen Therapierfolge bisherige wissenschaftliche Erkenntnisse zu diesen unterschiedlichen Krankheiten widerlegen könne. Ein Nachweis für den therapeutischen Nutzen im Sinne eines wissenschaftlichen Wirksamkeitsnachweise ist indes unbekannt geblieben. Kosten für Anwendungen aus den Kremer-Lehren sind daher von den Patienten selbst zu tragen und werden von den gesetzlichen Krankenkassen nicht übernommen.

    Eine bedeutende Rolle spielen bei Kremers Hypothesen die Zellorganellen der Mitochondrien (Mitochondrienmedizin).
    Die Behandlung erfolgt bei seinen Methoden über höchstdosierte so genannte „Vitalstoffe“, so z.B. Coenzym Q10, Polyphenole, Curcumin (bekannt aus der indischen Ayurveda Medizin), reduziertes Glutathion, N-Acetyl-Cystein (ACC), Vitamine (Vitamin B2, B3, Carnitin, Liponsäure, Kupfer und das umstrittene Dichlorazetat. Laut Werbung sei das Ziel, die „Mitochondrienfunktion“ zu verbessern, die annahmeweise als geschwächt angesehen wird. Sobald sich die „Mitochondrienfunktion“ gebessert habe, schalte die Zelle auf andere „genetische Programme hoch“ und es komme zur „Regeneration“ mit Heilerfolg. Hier zeigt sich eine Analogie zu Annahmen und Behandlungsweisen der orthomolekularen Medizin, die ebenfalls von einem der Wissenschaftlichen Medizin unbekannten Mangel an „Vitalstoffen“ ausgeht, der durch die Einnahme entsprechender Nahrungsergänzungsmittel ausgleichbar sei. Im Rahmen der Kremer-Lehren ist hier von einem „Nährstoff-Ausgleich“ die Rede, der im Sinne einer Ernährungsmedizin auch schwerste Krankheiten heilen soll (plus psychotherapeutische Elemente).

    Seine pseudomedizinischen Lehren weisen auch esoterisch zu nennende Elemente auf: So behauptet Kremer eine zellinterne „Kommunikation“ über „Lichtquanten“, die den Menschen zu einem wandelnden Lichtquantenfeld machen sollen. Zitat Kremer: Die Atmungsketten in den Mitochondrien produzieren Photonen. Die Kommunikation in der Atemkette arbeitet mit Lichtquanten. Der Mensch ist also ein wandelndes Lichtquantenfeld!

    Eine Veröffentlichung zu seinen Hypothesen ist in wissenschaftlichen Datenbanken nicht zu finden. Vielmehr zieht es Kremer vor, in Esoterikzeitschriften wie Raum & Zeit oder bei CoMed zu veröffentlichen.
    Dass seine Methode sich nicht nennenswert verbreitete, führt Kremer im Rahmen einer Verschwörungstheorie auf rein finanzielle Interessen der Pharmaindustrie zurück.

    Bezüge existieren nicht nur zur Firma Tisso, sondern auch zu einer „International Mitochondrial Medicine Association“ (IMMA), einem „Internationalen Therapeutischen Netzwerk“ (ITN) eines Heilpraktikers namens Ralf Meyer aus Pirmasens[5], zur Bioimmuntherapie nach Tallberg und zur Frankfurter Ärztin, Impfgegnerin und Leugnerin der HIV-Infektion als Ursache von AIDS Juliane Sacher.
    Die „Akademie Cellsymbiosistherapie“ bildet Therapeuten nach der Kremer-Methode aus, Ausbilder ist Heilpraktiker Ralf Meyer.

    Produkte nach dieser Methode werden von der Firma Tisso Naturprodukte GmbH verkauft, für die Heinrich Kremer tätig ist. Im Gegenzug bewerben die Webseiten von Tisso die von Kremer erfundene Cellsymbiosistherapie. So betreibt Tisso eine „Akademie Cellsymbiosistherapie“ an der eigenen Firmenanschrift in Wenden. Produkte der Firma Tisso, die sich auf die Cellymbiosetherapie beziehen, sind die Präparate 1 bis 8:
    Präparat 1: Pro Dialvit 44
    Präparat 2: Pro Curmin Complete
    Präparat 3: Pro EM san
    Präparat 4: Pro Amino Basic
    Präparat 5: Pro Mumijo
    Präparat 6: Probasan
    Präparat 7: Pro Colostral
    Präparat 8: Pro Intest

    Kremer ist Anhänger der Ansicht, dass die Krankheit AIDS nicht durch das HI-Virus hervorgerufen werde (siehe HIV/AIDS-Leugnung). Vielmehr sei AIDS eine Krankheit, die durch eine „energetische Erschöpfung“ von Immunzellen entstehe. Die Krankheit AIDS werde hingegen durch chemische Substanzen ausgelöst, die zur Behandlung eingesetzt worden seien. Im Rahmen einer Verschwörung habe die Pharmaindustrie das HI-Virus „erfunden“, um Schadensersatzprozessen ungeheuren Ausmaßes zu entgehen. Das in der Vergangenheit therapeutisch eingesetzte AZT löse angeblich eine Immunschwäche aus und führe schließlich zum Tode.

    In seinem Werk „Die stille Revolution der Krebs- und Aidsmedizin“ führt Kremer AIDS fälschlich auf den Gebrauch von Amylnitrit („Poppers“) zurück. Eine große Zahl an HIV-Infizierten hatte nachweislich keinerlei Kontakt zu dieser Substanz (vertikale Ansteckung bei Säuglingen, Übertragung durch Transfusionen, irrtümliche Infektionen durch Nadelstichverletzungen, fehlender Zugang in afrikanischen Ländern). Dementsprechend weitet Kremer seine AIDS-Hypothese auch auf die Aufnahme einer Vielzahl von Nitriten und Nitraten aus.[6]

    usw.

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  47. Pingback: Psiram » Psirama – Der Psiram-Wochenrückblick (KW48, 2016)

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