„Wenn Heilpraktiker ihr Unwesen treiben – Ein Horror-Erlebnisbericht einer Krebspatientin“ bei SPIEGEL TV Magazin


Der Journalist Silvio Duwe hatte sich nach der Geschichte von Susanne Reichardt, die hier im Blog für einiges Aufsehen gesorgt hat, bei mir gemeldet und wollte darüber berichten. Es wurde ein Beitrag mit dem Titel „Aprikosenkerne gegen Krebs – lebensgefährliche Naturheilkunde“ für SPIEGEL TV Magazin daraus, der gleich um 22.25 Uhr bei RTL gesendet wird. (HIER gibt es nun ein Video zur Sendung)

Selbstverständlich kommen darin nicht nur der Heilpraktiker Reichardt, sondern auch Ärzte zu Wort, die bestätigen, dass nichts erfunden ist, was uns Frau Reichardt erzählt hat, daran ändern auch die Versuche des HP, jegliche Schuld von sich zu weisen, rein gar nichts, denn sie sind mehr als entlarvend, ähnlich der Kommentare, die er hier im Blog hinterlassen hat.

Auch SPIEGEL ONLINE widmet sich dem TV-Beitrag und schreibt unter anderem:

… Siegfried Reichardt weist die Vorwürfe seiner Frau von sich. Er habe sie nicht davon abgehalten, sich von Ärzten behandeln zu lassen. Eine Klinik in Bad Bergzabern habe ihm außerdem bestätigt, dass seine Behandlungsmethoden „absolut richtig“ seien. Krebs sei sein Fachgebiet, einige Kollegen hätten sogar Patienten an ihn zur Behandlung überwiesen. Seine Praxis habe er geschlossen, allerdings berate er weiter kostenlos Menschen, die bei ihm Hilfe suchen. Die Vorwürfe seiner Frau erklärt er damit, dass die Krebsmedikamente, die sie derzeit einnimmt, sie psychisch verändern würden. Sie sei eine Lügnerin.

Kein Einzelfall

Immer wieder kommt es vor, dass Heilpraktiker ihre Patienten mit wirkungslosen oder sogar gefährlichen Therapien behandeln. Manfred Hofmann, ärztlicher Direktor der Gynäkologie am Marienhospital Stuttgart, erinnert sich an drei Patientinnen, die allein im vergangenen halben Jahr zu ihm kamen, nachdem sie ihre Krebserkrankung zuvor ausschließlich von einem Heilpraktiker kurieren lassen wollten.

In allen drei Fällen war die Krankheit bereits so weit fortgeschritten, dass eine Heilung nicht mehr möglich war. Eine Brustkrebspatientin sei erst im Sterben zu ihm gekommen. Viele Fälle, in denen Patienten durch Heilpraktiker zu Schaden kommen, würden gar nicht bekannt, fürchtet Hofmann. „Es gibt keine Qualitätsprüfung. Der Heilpraktiker kann im Grunde eine Pseudobehandlung machen, bis ein Diabetiker im Koma stirbt, und niemand bekommt etwas mit.“ … zum ARTIKEL mit TRAILER

 

Wenn Heilpraktiker ihr Unwesen treiben – Ein Horror-Erlebnisbericht einer Krebspatientin
Aprikosenkerne
MMS
Bruno Gröning-Freundeskreis

10 Gedanken zu “„Wenn Heilpraktiker ihr Unwesen treiben – Ein Horror-Erlebnisbericht einer Krebspatientin“ bei SPIEGEL TV Magazin

    • Hallo Peter,

      sollte eigentlich kein Geheimnis bleiben, dass es sich bei der von Dir genannten Aiblinger Esoterikklinik um St.Georg handelt.

      Ich kenne auch einen Fall mit schweren inneren Verbrennungen durch die dort angewandten Therapien, der, wie so viele, nicht in die Öffentlichkeit gehen wollte.

      Hier der anonymisierte Brief, der mich 2013 erreichte, interessant auch deswegen, weil der Mann sich nach der Katastrophe in St. Georg von einem Heilpraktiker mit Aprikosenkernen vollstopfen ließ und da gab es auch 60 Stück, jedoch bereits zu Therapiebeginn:

      Prostata-Krebs, OP 2006, gelungen, aber winziger, schwer erklärbarer Schatten im OP-Bereich nach PET-CT im Frühjahr 2007, daraufhin Überweisung zu einer milden Hyperthermie in Bad Aibling, dort Ende 2007 aber zusätzlich eine Radiowellentherapie, die zu inneren Verbrennungen geführt hat mit Narbenplatte, Quetschung der Harnröhre und unerfreulichen Folgeproblemen.

      Dazu gehört vor allem die Tatsache, dass ich nicht mehr bestrahlbar und nicht mehr operierbar bin wegen der inneren Verbrennungen, die so aussehen, als hätte ich schon eine massive Bestrahlung gehabt. Das ist misslich angesichts der Rückkehr meiner Erkrankung: vor einem Jahr ein Rezidiv im Verbrennungsbereich mit zwei Lymphknoten-Metastasen, ein halbes Jahr später Verdoppelung in beiden Fällen ( also 2 + 4).

      Momentan mache ich herum mit alternativen Therapien, derzeit mit hochdosiertem Blausäure-Extrakt aus Aprikosenkernen. Beginn der therapeutischen Dosis: 60 bittere Aprikosenkerne pro Tag, was der Magen nicht aushält, deswegen intravenös, in meinem Falle zweimal die Woche am Schlauch. Derzeit die dreifache Dosis, kostet pro Monat ca. 1.000 Euro, was keine Kasse bezahlt, weil das Zeug (Einfluss der Pharma-Industrie) in Deutschland verboten ist.

      Vor diesem Hintergrund habe ich den Missetäter von 2007 nach langem Zögern auf ärztlichen Rat hin auf Schadenersatz verklagt. Die Gegenseite behauptete natürlich, das könne gar nicht bei ihnen passiert sein, denn sie hätten solche Geräte gar nicht, außerdem sei, selbst wenn es passiert sein sollte, unklar, wer rechtlich verantwortlich sei, weil man in der Klinik versehentlich verschiedene Briefköpfe verwendet habe…- das Übliche also.

      Friedrich Douwes, der ärztliche Direktor der Klinik, ist gleichzeitig Präsident der Deutschen Gesellschaft für Onkologie e.V., was sich ja ganz seriös anhört, wenn man nicht näher hinschaut und er hat beste Verbindungen zur Greizer Akademie im Leben wo wiederum Reichardt beworben wird.

      „Diese Akademie dient der Fortbildung von Ärzten, Therapeuten und Heilpraktikern in „ganzheitlicher biologischer“ Krebstherapie und biologischer Medizin. Im Curriculum der Fortbildungsveranstaltungen sind im Wesentlichen diejenigen Verfahren enthalten, die die Klinik selber anbietet.[15] Die Akademie arbeitet mit der Klinik St. Georg im bayerischen Bad Aibling zusammen, wo einige der Kurse stattfinden“

      Alle Quacks, die Aprikosenkerne/“Vitamin B12″/Amygdalin propagieren, verweisen auf DAS Buch zum Thema:
      Eine Welt ohne Krebs„, natürlich aus dem unsäglichen Kopp-Verlag und Machwerk eines Verschwörungstheoretikers, genannt
      G. Edward Griffin, und so tat auch der HP des Herrn aus dem anonymisierten Brief. Schön zu sehen am genannten Einfluss der Pharma-Industrie, der die „Wundertherapie“ selbstverständlich verhindert.

      Siegfried Reichardt kann die Öffentlichkeit natürlich für blöd verkaufen, wer sich jedoch in der Szene etwas auskennt, der weiß, dass 60 Aprikosenkerne einfach dazugehören, wenn es um die irre Vorstellung geht, Krebs derartig „heilen“ zu können.

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      • Nee nee, da ist schon Hirn hinter, da will jemand an unser Geld:

        Zitat von der Website: „…Vermutlich noch nie wurde eine derart effektive Methode des Betens öffentlich vorgestellt, die im Prinzip jeder anwenden kann. Sie erhalten die detaillierte Anleitung als PDF Ebook für nur 15 Euro….“

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      • Das Impressum verrät, es ist der Inhaber von Esoterikforum.net. Das mit dem „da ist schon Hirn hinter“ ist jetzt nicht mehr meine Meinung…

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  1. @ beten hilft

    Wenn etwas garantiert nicht hilft, dann ist es beten! Es ist dies die wohl nutzloseste Handlung, die man den allzu gutgläubigen Menschen jemals eingeredet hat. Der liebe Gott – wenn es ihn denn gäbe – hätte viel zu tun, wenn er sich jedem einzelnen Bittsteller persönlich widmen müsste. Es sind ja nicht nur Kranke, die sich mit einem Hilfe- und Beistandsersuchen an dieses imaginäre Wesen wenden, es gibt außerdem ja noch jede Menge Fußballspieler, die sich vor einem Spiel bekreuzigen und den lieben Gott im Himmel um den Sieg bitten. Da die Spieler der gegnerischen Mannschaft ebenfalls für den Sieg beten, dürfte dieses total bekloppte Ritual den lieben Gott – wenn es ihn denn gäbe – in arge Bedrängnis bringen.

    Wie auch immer: das beten muss man logischerweise in die Kategorie „Selbstbetrug“ einordnen. Etwas anderes ist es nämlich nicht. Das beten und die Homöopathie haben somit eines gemeinsam. Sie sind völlig wirkungslos.

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