Fast jeder Zweite sieht Quacksalberei als Alternative und wünscht deren Bezahlung


Umfrage der mhplus Krankenkasse, für die im letzten Dezember 1.000 Teilnehmer über ein Online-Panel befragt wurden:

… Dabei zeigte sich, dass 43 Prozent der Befragten lieber homöopathische oder pflanzliche Arzneimittel als „klassische“ Medikamente nehmen. 44 Prozent der Befragten sind der Meinung, dass diese bei ihnen häufig genauso gut wirken wie klassische Präparate. Auch gegenüber alternativen Behandlungsmethoden wie der Osteopathie zeigten sich die Betroffenen offen. 46 Prozent halten sie für eine Alternative zu klassischen Behandlungsmethoden.

Gefragt wurde außerdem danach, wie wichtig es für die Befragten ist, dass die Kosten für alternative Arzneimittel und Behandlungsmethoden von ihrer Krankenkasse übernommen werden. Dies stuften 71 Prozent für die Homöopathie als eher wichtig bis wichtig ein. Bei der Osteopathie waren es 73 Prozent, bei der Akupunktur 71 Prozent, bei der Phytotherapie 62 Prozent und bei der Anthroposophie 42 Prozent. 38 Prozent der Befragten gaben zudem an, bislang auf alternative Arzneimittel oder Behandlungsmethoden zu verzichten, weil sie zusätzliche Kosten befürchten.

Zum Auslegen und Verteilen hat die GWUP eine kritische Homöopathie-Info aufgelegt. Die Broschüre kann bei der GWUP bestellt werden. Außerdem steht sie als PDF für den Download zur Verfügung.

6 Gedanken zu “Fast jeder Zweite sieht Quacksalberei als Alternative und wünscht deren Bezahlung

  1. Aufklärung tut not ! Wer die Forderung nach Übernahme der Kosten für alternative Quacksalbereien durch die Krankenkassen fordert, stärkt und fördert alle die vielen unseriösen Produzenten von homöopathischen Globuli, Schüssler Salzen, Bachblüten und anthroposophischer „Medizin“. Das gilt im übrigen auch für die TCM (chinesische Medizin, z.B. Akupunktur).

    Dass sich die Ärzteschaft und deren Vertretung, der Hartmannbund, zu diesem Thema auffallend zurückhält, bleibt mir ein Rätsel. Das könnte den Eindruck erwecken, dass dieser Verein entweder gar kein Interesse an diesem Thema hat oder gar von der aktuellen Situation insgeheim profitiert.

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    • Natürlich hält sich der Hartmannbund zurück. Der Arzt braucht seine Patienten für die wirtschaftliche Existenz seiner Praxis. Die Patienten wollen zum Teil Homöopathie + Co. Wenn der Arzt das anbietet, dann kann er für eine Erstanamese eine Menge Geld bekommen, ein willkommenes Zusatzgeschäft. Bietet er es nicht an, bleibt ein Teil seiner Patienten weg. Ich kann nachvollziehen, dass es nicht zum Thema gemacht werden soll.

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  2. Man kann nicht alle Alternativ-mediziner oder Heilpraktiker und dergleichen über einen Kamm scheren. Natürlich gibt es hier schwarze Schafe. Leider. Doch auch gibt es gute Methoden. Ja gut, dass die gesetzliche Krankenkasse die Kosten übernimmt, ist eher unwahrscheinlich. Genau aus diesem Grund habe ich eine zusätzliche Versicherung abgeschlossen, und es gibt auch sehr gute Angebote, wenn man online Vergleicht. zb unter heilpraktikerversicherung.biz
    Ich sag jedem das seine.

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    • @Claudia heine,
      verstehe ich richtig, das man als patient selber beurteilen soll welche therapie die richtige ist? demnach müsste jeder patient ein medizinstudium belegt haben, was eher unwahrscheinlich ist.
      und auch an dich möchte ich die frage richten – was kann ein heilpraktiker, was ein arzt nicht leisten kann?

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  3. @ Claudia Heine

    Du bist die typische Vertreterin einer allzu leichtgläubigen Frau, der man so ziemlich jeden Unsinn als Wahrheit andrehen kann. Sicher gibt es auch Männer, die ebenfalls auf Schmalspur-Mediziner, wie es Heilpraktiker nun mal sind, hereinfallen. Aber es ist nun mal (leider) so, dass mehr Frauen als Männer auf die unsinnigsten Quacksalbereien schwören.

    Wenn du dich mehr in diesem Blog einlesen würdest, könntest du schnell herausfinden, wie problematisch das Berufsbild des Heilpraktikers zu werten ist. Es ist dies ein Beruf, der in der Nazizeit etabliert wurde. Während sich das Heilpraktikerunwesen in Deutschland halten konnte, hat unser Nachbar Österreich die Ausübung dieses „Berufes“ verboten. Dort ist es z.B. auch untersagt, die in Deutschland freiverkäuflichen, völlig unwirksamen Schüssler Salze zu empfehlen. Offenbar ist die Heilpraktiker-Lobby hierzulande immer noch viel zu stark, als dass sich daran in absehbarer Zeit etwas ändern dürfte. Dahinter stehen schließlich massive finanzielle Interessen.

    Wenn man sich zudem vergegenwärtigt, wie leicht es hierzulande ist, Heilpraktiker zu werden, dann müsste allein schon diese Tatsache das Misstrauen gegen diese Leute und deren Fähigkeiten schüren. Dass auf der von dir erwähnten Homepage der Heilpraktikergilde keine selbstkritischen Aussagen zu finden sind, ist sehr wohl nachvollziehbar. Wer jedoch auf eine solche Selbstverherrlichung hereinfällt, dem ist weder zu raten noch zu helfen. Wie heißt es doch so treffend: „Die Menschheit will nun mal betrogen werden, folglich wird sie auch betrogen.“

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