Guru Lebok und Partnerin verurteilt!


Drei Jahre Haft für beide wegen Misshandlung von Schutzbefohlenen! Strafmildernd wirkte unter anderem, „dass die Angeklagten durch die Berichterstattung in den Medien vorverurteilt und stigmatisiert worden seien.“ Das kann man kaum nachvollziehen, wenn man weiß, dass die „Sektenkinder von Lonnerstadt“ nicht umsonst aus der Familie geholt wurden, weil eben die Eltern Guru-Lebok hörig sind und er auch hier wieder viel Schaden anrichtete, der Dank der Medien für die Kinder ein Ende hat. Und die „Neue Gruppe der Weltdiener“ wurde von Lebok im Film genannt, es war ja keine Erfindung der Filmemacherin Beate Greindl.

Aber immerhin, im Großen und Ganzen ein zufriedenstellendes Urteil!

SPON:

… Der Vorsitzende Richter Ulrich Flechtner warf den Angeklagten ein „Komplettversagen bei der Erziehung“ vor. Man könne es einem Kind nicht freistellen, ob es zu einer lebensnotwendigen Behandlung gehe. Kein Kind möge Spritzen oder gar Schlimmeres. „Ein minderjähriges Kind muss dazu gebracht werden – zur Not mit Einschaltung der Behörden“, sagte Flechtner.

„Die Kammer ist überzeugt, dass ihm die nötige Behandlung vorenthalten wurde“, sagte der Richter trotz Beteuerungen der Angeklagten, sie hätten immer nur das Beste für die Kinder gewollt. Der Gesundheitszustand des Jungen und seine körperliche Leistungsfähigkeit seien permanent schlechter geworden. Das hätten auch die Lehrer gesehen. Da sei es unvorstellbar, dass die Mutter das nicht bemerkt habe. Sie und ihr Freund hätten jedoch die unangenehme Auseinandersetzung mit dem pubertierendem Jugendlichen gescheut … zum ARTIKEL

SZ:

… Der Angeklagte hatte in einem Schlusswort dafür plädiert zu erkennen, dass es „viele Dinge zwischen Himmel und ERDE“ gebe, die Menschen nicht verstehen könnten. So hätte sich der schwer angeschlagene Körper des 15-Jährigen auch wieder selbst regenerieren können …

UPDATE:

… Film-Autorin Beate Greindl und WDR-Redakteur Wilfried Prill sind sich einig, dass die WDR-Filmreihe einen großen Anteil an den jüngsten Entwicklungen des Falls der „Sektenkinder“ hat. „Wir haben die Geschichte aufgedeckt und sind hartnäckig dran geblieben“, sagt Prill. „Nicht zuletzt haben wir dem Landrat und dem Jugendamt immer wieder unsere kritischen Fragen vorgelegt. Denn die haben in meinen Augen versagt, weil sie nichts unternommen haben.“

Greindl, die den Prozess am Landgericht Nürnberg verfolgt hat, betont zudem die Bedeutung des Films für die damals geflohenen Kinder. „Der Film war der Anstoß für die Kinder nach all den Jahren endlich Anzeige zu erstatten“, sagt Greindl. Vor allem als sie gesehen hätten, dass wieder Kinder in der Sekte lebten. Außerdem hätten sie durch den Film zum ersten Mal das Gefühl gehabt, dass ihnen jemand ihre Geschichte glaubt. „Die Behörden haben sich immer wieder vom Guru beeinflussen lassen.“

Aktualisierter Film am 25. September

Die vor Gericht vorgebrachte Kritik vor allem der Verteidigung des „Gurus“, die Filmreihe sei „manipulativ und suggestiv“ gewesen, weisen Greindl und Prill zurück. „Das ist Unsinn“, sagt Prill. „Die Autorin hat gegenüber dem ‚Guru‘ jederzeit die Karten offen auf den Tisch gelegt.“

Am 25. September wird im WDR Fernsehen eine aktualisierte Fassung der „Sektenkinder“ zu sehen sein. Dabei soll nicht zuletzt der Strafprozess gegen „Guru“ und Mutter in den Fokus rücken. Auch das Schicksal der jüngeren Kinder, die seit 2013 in einer Einrichtung des Jugendamts untergebracht sind, will Greindl noch einmal einflechten. Sie selbst hat allerdings derzeit keinen direkten Kontakt zu ihnen. „Ich weiß aber, dass es ihnen so weit gut geht und sie auch auf einem guten Weg sind.“

Kein Einzelfall

Die Geschichte der Sektenkinder von Lonnerstadt ist für Greindl kein Einzelfall. „Die Esoterikbewegung wird stärker, aber niemand befasst sich so richtig mit dem Thema, wie es Kindern in solchen Fällen geht“, sagt sie. Nach der Ausstrahlung haben sich nicht wenige Betroffene bei ihr gemeldet, die als Kinder in solchen Gemeinschaften aufgewachsen sind. Genaue aktuelle Zahlen gibt es zu Kindern in Sekten jedoch laut Greindl nicht. „Man darf das aber nicht alles pauschal unter Religionsfreiheit abhandeln“, sagt sie. „Da machen es sich die Behörden häufig zu einfach.“ … zum ARTIKEL

Kategorie: Guru Lebok

8 Gedanken zu “Guru Lebok und Partnerin verurteilt!

  1. Die Neue Gruppe der Weltdiener

    Mit der „Neuen Gruppe der Weltdiener“ verhält es sich so: Es ist eine Sache von Lucis Trust (kommt von Luzifer = Lichtträger oder Lichtbringer), der das Vermächtnis von AAB verwaltet.
    http://de.wikipedia.org/wiki/Alice_Bailey

    Lucis Trust ist bemüht, alle Bestrebungen für eine bessere Welt im Sinne der Lehren von AAB in der Aktion „Weltumfassender Guter Wille“ (WGW) zu vernetzen. Ich denke, jeder vernünftige Mensch wünscht sich eine bessere Welt. Nur sind da der Fantasie wie auch dem Wahn keine Grenzen gesetzt. Und wenn etwas aus der theosophischen Ecke kommt, steckt sowieso von vornherein der Wurm drin.

    Ich kenne die Sache seit mehr als 40 Jahren. Damals ging das alles noch übers Papier. In Broschüren wurden Selbstdarstellungen der vernetzten Gruppen und Einzelkämpfer veröffentlicht. Da war z.B. auch Greenpeace dabei. Dazu muss man allerdings sagen, dass es genügte, wenn ein Mitglied einer Gruppe die Infos zum WGW (heute IPS http://www.ipsgeneva.com/ ) nach Genf geschickte. Viele wussten gar nichts von ihrem Glück.

    Eine feste Organisation war das sowieso nie. Der WGW versuchte lediglich ein paar verbindende Rituale, wie z.B. Vollmondmeditationen oder die „Große Invokation“ dort hinein zu bringen.
    http://www.shareinternational-de.org/Grosse_Invokation.htm
    So sollte sich ein spirituelles Weltbürgertum entwickeln, welches sich auf der „Geistigen Ebene“ manifestiert.

    Wer wollte, konnte sich dann zur „Neuen Gruppe der Weltdiener“ zählen.
    http://www.ipsgeneva.com/allem/allgrps.htm
    Ich gehe davon aus, dass Lebok es mit seiner Kleinsekte so gemacht hat. Man ist schließlich wer. Die Sache ist total offen und ohne organisatorische Verpflichtungen. Eine Kontrolle über die einzelnen „Weltdiener“ gibt es nicht. Da könnte auch der Nudelguru mitmischen, null Problemo.

    Selbstverständlich kann man sich in dem System auch weiter(ein)bilden und in die Geheimnisse der „Geistigen Welt“ einweihen lassen. Dafür gibt es die Arkanschule.
    http://www.7strahlen.de/arkan.html

    Dazu muss man sagen, dass alle diese Dienste von Seiten des Lucis Trust gratis sind, mit Ausnahme der Bücher von AAB, die aber verhältnismäßig billig verkauft werden. Natürlich erwarten die Organisatoren irgendwann mal eine Spende, aber Bedingung ist das nicht. Also günstig für so etwas wie Leboks Minisekte. Damit unterscheidet sich das Ganze vom üblichen Esoterik- und Psychomarkt.

    Natürlich ist das alles Esoterik-Kappes, aber man kann Lucis Trust nicht nachsagen, dass sie das nur des Geldes wegen tun, wie da ja sonst bei den meisten Esos so üblich ist.

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  2. Der Fränkische Tag meldet, daß Gerhard Lebok Widerspruch gegen das Urteil einlegt und in Revision geht. Der Bundesgerichtshof soll nun entscheiden. Verteidiger Axel Graemer (SPD) fordert weiterhin „Freispruch, hilfsweise eine bewährungsfähige Freiheitsstrafe“.

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  3. Für mich stellen sich Fragen wie:
    1. Welche finanziellen Einkommen hatten Herr Lebok und Frau Bernard oder wurde das Kindergeld der
    3 Kinder für die Ernährung und Kostendeckung der „Gesamtfamilie“ fremd benutzt?
    2.Gibt es für die Kinder eine Entschädigung, speziell für den Sohn Kilian?
    3.Wie kann man nach bestem Gewissen gehandelt haben, wenn man ein Aushungern der Krankheit
    vertritt und zusieht, wie ein Kind tödlich entkräftet und das in Jahren?
    Ein „Lehrer“ ohne religiöses Studium mit Abschluss ist für mich ein Scharlatan und ein Asket hat eine
    andere Statur.
    Für das angetane Leid an den Kindern und für die Wiederholung seiner Tat im Fall Wisnet sehe ich das Strafmaß als das Mindestmaß an.

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  4. Jetzt wird’s Lebok und Gefährtin aber bang. So eine Knasturlaub ist schließlich überhaupt nicht angenehm. Er taugt nicht einmal zum Abbau von miesem Karma. Dafür ist der Strafvollzug in Deutschland viel zu human. Da würde man sich zur Not doch lieber anderweitig bewähren. Mal abwarten, ob der BGH diesem Wunsch entgegen kommt.

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  5. habt ihr euch alle schön dran aufgegeilt und jetzt ist wieder schicht im schacht, kein hahn kräht mehr nach dem ailsbacher guru. der natürlich jetzt auch nichts anderes macht als vor dem prozess.

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