Homöopathie: Nur 14 Prozent der Deutschen halten nichts davon und 17 Prozent sind uninformiert


Mal wieder eine Umfrage zum Thema Homöopathie …

eichsfelder NACHRICHTEN berichtet:

… Was bedeutet Homöopathie für die Deutschen – ist sie eine ernstzunehmende Medizinrichtung oder eher nur Hokuspokus? Laut einer repräsentativen Umfrage von erkaeltet.info (https://www.erkaeltet.info/) behandeln vier von zehn Bundesbürgern (42 Prozent) eine Erkältung mit homöopathischen Mitteln.

Dabei setzen 18 Prozent meist und 24 Prozent manchmal auf dieses Naturheilverfahren. Vor allem Frauen vertrauen darauf – jede zweite (49 Prozent) greift bei einer Erkältung auf homöopathische Mittel zurück. Die Herren zeigen sich da skeptischer: Nur gut ein Drittel (37 Prozent) entscheidet sich für die Behandlung mit Homöopathie. Allerdings gibt auch jeder fünfte Mann (20 Prozent) an, dass er sich mit dem Thema noch nie auseinandergesetzt hat.

Im bundesweiten Vergleich liegt Berlin an der Spitze der Homöopathie-Nutzer. Fast die Hälfte (48 Prozent) der Hauptstädter bekämpft laut eigener Aussage eine Erkältung oder Grippe mit Globuli und Co. Zudem zeigen sich die Berliner gut informiert: Nur fünf Prozent haben sich noch nie mit dem Thema Homöopathie beschäftigt. Im Gegensatz dazu sind 17 Prozent aller Deutschen nach eigener Auskunft über die alternativmedizinische Behandlungsmethode nicht informiert …

… Von der Wirkung der homöopathischen Wirkstoffe sind die Deutschen laut der Umfrage nicht wirklich überzeugt. Fast jeder Fünfte (19 Prozent) geht davon aus, dass homöopathische Mittel nur helfen, wenn man selbst daran glaubt. Bei 21 Prozent erwiesen sich klassische Medikamente bisher wirksamer und jeder Siebte (14 Prozent) hält überhaupt nichts von Homöopathie.

Interessant ist, dass sich vor allem in Berlin die Geister an der Homöopathie scheiden: Auf der einen Seite setzt fast jeder zweite Hauptstädter homöopathische Mittel gegen Erkältung und Grippe ein. Auf der anderen Seite gibt jeder vierte von ihnen (25 Prozent) zu, dass bei ihm klassische Medikamente gegen Erkältung oder Grippe mehr helfen als homöopathische Mittel … zum ARTIKEL

7 Gedanken zu “Homöopathie: Nur 14 Prozent der Deutschen halten nichts davon und 17 Prozent sind uninformiert

  1. mindestens „42 Prozent“ sind „uniformiert“ über die Homöopathie – sonst käme man nicht auf diese absurde Idee, Zitat Artikel:

    „Laut einer repräsentativen Umfrage von erkaeltet.info behandeln vier von zehn Bundesbürgern (42 Prozent) eine Erkältung mit homöopathischen Mitteln“

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  2. Als es in diesem Blog vor geraumer Zeit um das Thema Beten ging, habe ich hier den folgenden Satz hinterlassen: Das Beten und die Homöopathie haben eines gemeinsam: Sie sind völlig wirkungslos!

    Es ist offensichtlich eine Tatsache, dass Irrtümer überaus langlebig sind. Unerklärlich bleibt für mich, dass selbst eine große Zahl von Ärzten der Homöopathie anhängen. Da stellt sich einem doch die Frage, wie es um die Qualität der Ausbildung der Mediziner an den deutschen Universitäten bestellt ist?

    Es ist längst nachgewiesen, dass geschätzt rund 80 % aller Erkrankungen – vom simplen Schnupfen bis hin zur Krebserkrankung – durch das menschliche Immunsystem selbsttätig geheilt werden. Dieser Effekt kommt den Homöopathen zugute, indem sie diese Selbstheilungen fälschlicherweise ihren Globuli zuschreiben.

    Ich selbst habe vor inzwischen 11 Jahren diesen Selbstheilungseffekt erfahren. Der mich behandelnde Professor eröffnete mir nämlich die Diagnose CUP-Syndrom (Krebs unbekannter Herkunft). Eine gezielte Krebstherapie ist in einem solchen Fall nicht möglich. Bei dieser Diagnose muss in der Regel mit einer Lebenserwartung von 6 bis höchstens 12 Monaten gerechnet werden. Wenige Wochen später – nach einer PET-Untersuchung (Positronen-Emissions-Tomographie) – wurde kein Krebs mehr festgestellt. Solche durch das Immunsystem bewirkte Heilungen sind durchaus möglich, bestätigte mir seinerzeit der Professor.

    Dass es bisher keinen einzigen nach wissenschaftlichen Kriterien erstelltem Wirkungsnachweis für homöopathische Mittelchen gibt, scheint die Homöopathie-Lobby offenbar nicht zu interessieren. Beruht diese Einstellung auf simpler Dummheit oder sträflicher Ignoranz? Oder beides zusammen?

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    • Ihrer ersten Aussage bezüglich der Wirkungslosigkeit von Beten und Homöopathie muss ich selbst als Homöopathie-Skeptiker wiedersprechen: Auch wenn sich keine Heilung einstellt, so hat der Patient selbst das Gefühl etwas für sich (und seine Gesundheit) getan zu haben. Die stärkt meist die Hoffnung des Patienten und eine solche Hoffnung „kann“ eine Heilung begünstigen. – Doch, und damit bin ich wieder auf Ihrer Linie: Fatal jedoch ist es, wenn schulmedizinische Ratschläge hier in den Wind geschlagen werden.
      Ich denke, man sollte dem Patienten nicht verbieten zu beten oder sich einer homöopathischen Behandlung zu unterziehen, sofern diese einer schulmedizinischen Behandlung nicht im Wege steht und diese auch keine Gefahr für den Patienten darstellt.

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