Homöopathie-Kongress des DZVhÄ in Bremen – von Pseudomedizin bis zu kruder Esoterik!


Silvio Duwe, der für den SPIEGEL TV Bericht über Susanne Reichardt, die nun leider verstorben ist, verantwortlich war, hat sich den Homöopathiekongress des Deutschen Zentralvereins homöopathischer Ärzte (DZVhÄ) in Bremen angetan. Der Kongress ist die wichtigste Veranstaltung der „seriösesten“ Vertreter der Homöopathie, alles Ärzte und keine Heilpraktiker, trotzdem strotzt das Programm nur so vor gefährlicher Esoterik und Pseudowissenschaft, dass man vor diesen politisch protegierten Vertretern im medizinischen Scheingewandt auch nur warnen kann.

Von „Notfall-Globuli“ und HIV-Heilung: Zu Besuch beim Homöopathie-Kongress

… So referiert Dr. Helge Seifert, der in seiner Praxis nach eigenen Angaben mittlerweile nur noch homöopathisch behandelt, wie Homöopathie kranken Kindern helfen kann. In einem Vortrag behauptet er, dass die Homöopathie um so abrupter wirke, je akuter der Zustand seiner Patienten sei. Die Behandlungen würden lediglich dann länger dauern, wenn die Beschwerden schon länger bestehen oder wenn es bereits eine sogenannte schulmedizinische Vorbehandlung gebe.

Die Botschaft, die Vorträge wie der des homöopathischen Arztes Seifert den bis zu 50 Zuhörern im Saal vermitteln sollen, ist eindeutig: bei Beschwerden sollte es sofort zum Homöopathen gehen. Von Medizinern, die mit wissenschaftlich anerkannten Methoden arbeiten, sollten sich die Kranken lieber fernhalten. Mit ihren Tropfen und Pillen verlängerten sie nur unnötig das Leid und machen dem Homöopathen die Arbeit schwer.

Der Flyer, mit dem Seifert auf dem Kongress seine Praxis bewirbt, spricht eine ähnliche Sprache. Homöopathie, so heißt es da, sei bei allen Krankheiten einsetzbar, die keiner chirurgischen Behandlung bedürfen. „Sorgfältig ausgewählte homöopathische Mittel heilen schnell, sanft, sicher, ohne gravierende Nebenwirkungen und dauerhaft auch schwere akute und chronische Erkrankungen wie Migräne, Neurodermitis, Asthma bronchiale, Colitis, rheumatische Erkrankungen u.v.m., für die sonst nur Linderung, aber keine Heilung möglich ist. Dies gilt auch für akute Krankheiten bakterieller oder viraler Natur.“

Seifert behauptet damit nicht nur ein Wirkungsvermögen der Homöopathie, welches wissenschaftlich bislang nicht ansatzweise nachgewiesen werden konnte. Er stellt seine (Experten zufolge allen Naturgesetzen widersprechende) Methode auch über die moderne, von der Forschung belegte Medizin. Die „Schulmedizin“, wie Homöopathen die medizinische Wissenschaft verächtlich nennen, würde nur lindern, die Homöopathie aber heilen, betont Seiferts Flyer.

Ein Patient, der wirklich gesund werden will, muss nach dieser Logik die anerkannte Medizin meiden und sich ganz in die Hände der Homöopathie begeben. Seiferts äußerst positive Flyer-Formulierung ist dabei kein unglücklicher Einzelfall. Die selben Sätze finden sich wörtlich auch in einem Flyer des DZVhÄ unter der Überschrift „Leitfaden zur Behandlung mit homöopathischen Heilmitteln“. Wenn Homöopathen ihre eigenen Fähigkeiten übertreiben und der Medizin gar die Fähigkeit, Krankheiten zu heilen absprechen, dann hat das System. Und ist gut fürs Geschäft …

… Der Kongress in Bremen zeigt, dass die Homöopathen dabei vor keiner Erkrankung halt machen, und sei sie auch noch so schwer oder ausgefallen. Die Referenten berichten von Behandlungserfolgen bei Epilepsie, Depressionen, bipolaren Persönlichkeitsstörungen und Katzen, die immer neben das Katzenklo pinkeln. Ein Einzelfallbericht reiht sich in den Vorträgen an den anderen. Auch das ist typisch für die Homöopathie: statt auf kontrollierte Studien mit wissenschaftlichen Standards setzen Homöopathen auf anekdotische Behandlungsgeschichten …

… Den Höhepunkt der unhaltbaren homöopathischen Heilsversprechen gibt es dabei am Stand des Similimum-Verlags. Die „Didaktische Materia Medica“ des Verlags weiß, welche Globuli angeblich bei Herzinfarkten, Nierenkoliken oder Lungenödemen helfen sollen. Ein Buch über „Notfall-Globuli“ bei Quetschungen, Schädelbruch oder Kollaps ist derzeit in Arbeit, wie ein Flyer auf dem Kongress ankündigt.

Das Buch „Das kann die Homöopathie“ wird mit einem reißerischen Aufsteller beworben. Dieser verspricht Berichte über die homöopathische Heilung unter anderem von ADHS, AIDS, Borreliose, Gehirntumoren und Tuberkulose. Im Flyer zum Buch wird behauptet, dass Homöopathie bei Krebs wirke. Zugleich wird Angst vor der Chemotherapie verbreitet. Diese könne Krebs erzeugen. Ein Blick ins Buch zeigt, dass sich diese steilen Thesen noch steigern lassen. „15 von 129 homöopathisch behandelten HIV-Patienten einer Versuchsreihe wurden HIV-negativ“, ist dort zu lesen. Derartige „Fachliteratur“ auf einer Esoterikmesse zu finden ist gefährlich, aber erwartbar. Im Rahmen eines sich selbst als wissenschaftlich verstehenden Ärztekongresses ist es ein deutliches Zeichen dafür, wie wenig sich manche Homöopathie-Anhänger von tödlicher Scharlatanerie abzugrenzen bereit sind: gar nicht …

… zu viele Homöopathen erkennen die – äußerst engen – Grenzen ihrer Methode nicht. Damit tritt die Homöopathie den Beweis an, dass sie auch ohne nachweisbare Wirkstoffe die Patienten schädigen kann: indem sie sie in falscher Hoffnung wiegt und sie zu spät oder gar nicht zum so verhassten „Schulmediziner“ schickt … zum ARTIKEL

Hier noch ein paar aufschlussreiche Details. Zu den Themen gehörte unter anderem:

Ein weiterer wichtiger Themenbereich dieses Kongresses ist die Darstellung physikalischer Grundlagen des homöopathischen Wirkprinzips. Die Physik der feinstofflichen Informationsübertragung und –speicherung zeigt überzeugende Befunde, die ein naturwissenschaftlich nachvollziehbares Wirkverständnis der Homöopathie ermöglichen. Wir möchten die Vorträge und Seminare der Referenten Klaus Volkamer, Karin Lenger und Thomas Fein sehr empfehlen.
Diese werden Ihnen neue und interessante Impulse vermitteln und bieten sicherlich für spätere Diskussionen eine gute Grundlage.

Über Klaus Volkamer liest man bei Psiram:

Klaus Volkamer (geb. 1939) ist ein deutscher promovierter Chemiker, „freier Wissenschaftler“, Esoteriker und Buchautor aus Frankenthal. Volkamer betätigt sich auch als Gutachter für Esoterikprodukte wie dem Lebensfeldstabilisator von Dieter Broers oder Produkten aus dem Bereich „belebtes Wasser“. Die Gutachten basieren auf Messungen mit einem in der Messtechnik unbekannten „Rollendetektor“ sowie Analysewaagen, die nach Volkamer „Massedifferenzen“ in Anwesenheit der jeweiligen Produkte zeigen sollen.

Volkamer machte durch eine wissenschaftlich nicht rezipierte Theorie auf sich aufmerksam, nach der eine so genannte „feinstoffliche Materie“ existiere, die unsichtbar und mit dem seit dem Altertum her bekannten, auch von Homöopathen beanspruchten Konzept einer Lebenskraft (vis vitalis) gleichzusetzen sei.
Seine esoterischen Vorstellungen von „bioaktiven Feldern“, einem „Globalfeld der Erde“ und so genannten „Lebensfeldern“ von Lebewesen führten zur Beachtung in geomantischen und radiästhesistischen Kreisen sowie bei Anhängern pseudomedizinischer Vorstellungen. Nach Volkamer gebe es beispielsweise eine „Interaktion“ dieser „Felder“ mit einem Globalfeld der Erde, was zu „geobiologischen Effekten“ führe. Nach Angaben von Volkamer, die er bei „Secret-TV machte, seien über seine Annahmen auch die so genannten Skalarwellen erklärbar. Die Existenz von „Skalarwellen“ ist jedoch nicht wissenschaftlich nachgewiesen.

Veröffentlichungen zu seinen Theorien und „Erweiterungen“ der speziellen Relativitätstheorien finden sich in Esoterikzeitschriften wie Raum und Zeit[2][3], oder bei Secret-TV[4][5], wo er gleich zweimal vorkommt. Secret-TV ist ein Videoprojekt im Internet, das ursprünglich vom Braunesoteriker Jan Udo Holey gegründet wurde, bis es verkauft wurde. Auch bei YouTube finden sich Volkamers Hypothesen als Video.[6] Wissenschaftlich zu nennende Veröffentlichungen in anerkannten Journalen sind dagegen nicht verzeichnet. Allerdings finden sich zwei Veröffentlichungen zum Thema „dark matter“ in Tagungsbänden.[7][8]
Volkamer trat 2009 zu einem Vortrag mit dem Titel Generelle Betrachtungen zur Gewinnung von „Vakuumenergie“ aus Sicht feinstofflicher Forschung bei der „Schweizerischen Arbeitsgemeinschaft für Freie Energie“ (SAFE) auf, einem Verein zur Promotion und Vermarktung der so genannten „Freien Energie“ …

… Volkamer ist der Ansicht, dass eine unsichtbare „feinstoffliche Materie“ existiere, deren „Masse“ mit herkömmlichen Präzisionswaagen mit Datenanschluss zur Datenaufzeichnung nachweisbar sei, und die auch eine „Energie“ habe. Die postulierte „feinstoffliche Materie“ nach Volkamer sei jedoch bislang nicht wissenschaftlich anerkannt.

Eine besondere angenommene Eigenschaft sei ihre Speicherfähigkeit. So könne sie laut Volkamer „bioaktive Informationen“ speichern und wieder „re-exprimieren“. Dieser „feinstofflichen Energie“ ordnet er bestimmte „Quanten“ zu, mit einer „räumlich weit ausgedehnten Feldstruktur von extrem geringer Dichte“. Volkamers „Quanten“ sollen um Zehnerpotenzen kleiner sein als bekannte Elementarteilchen, gleichzeitig sollen sie jedoch um viele Größenordnungen massereicher sein und den gesamten Raum anfüllen, inklusive des Vakuums oder interstellaren Raums.

Volkamer führte auch Experimente zum Nachweis seiner „feinstofflichen Materie“ durch. Er setzte dazu eine Feinwaage mit einer Auflösung kleiner als 5 Mikrogramm ein, um nachzuweisen, dass Masse nicht als zeitlich konstant anzusehen sei. So glaubt Volkamer beispielsweise, den telekinetischen Einfluss eines Geistheilers auf eine Waage beobachtet zu haben (siehe Messkurve rechts). Der Geistheiler sollte sich auf eine „Massenzunahme“ einer 4 Meter entfernten Masse konzentrieren. Erwartungsgemäß zeigte eine Datenaufzeichnung eine scheinbare Reaktion der Waage, die Volkamer als Masseveränderung von 30 Mikrogramm verstand. Eine besondere Rolle sollen dabei die Augen spielen, da über diese die gemeinte „Lebensenergie“ übertragen werde.
Volkamers Vorgehen wird im Esoterikumfeld auch dahingehend verstanden, dass er damit eine Basis zu einer feinstofflich erweiterten Physik formulierte habe, die es erlaube, bekannte Widersprüche und Unzulänglichkeiten verbreiteter Vorstellungen und Praktiken aus der Alternativmedizin zu „lösen“. So lasse sich demnach die Homöopathie durch Volkamers „feinstoffliche Physik“ und Vorstellungen von „metabolischen Informationsträgern“ plausibler machen. Außerdem ließen seine Vorstellungen Aussagen über chronische Erkrankungen in einem anderen Licht erscheinen …

Und folgendes veröffentlicht die Kongress-Seite zum Volkamer-Vortrag:

Klaus Volkamer

Neue Forschungsergebnisse zur Speicherung und Re-Expression homöopathischer Informationen

Vortrag

Seit der deutsche Arzt Samuel Hahnemann 1796 seine alternativmedizinischen Vorstellungen der Homöopathie zur Behandlung Erkrankter publizierte, konnte vielen Menschen mit ihr gesundheitlich geholfen werden. Trotzdem wird die Homöopathie heute den Pseudowissenschaften zugerechnet. Der Fachbereich Humanmedizin der Philipps-Universität Marburg verwarf die Homöopathie 1992 im Rahmen der „Marburger Erklärung zur Homöopathie“ sogar als „Irrlehre“.

Denn es fehlt derzeit jede Vorstellung einer wissenschaftlichen Erklärung homöopathischer Prinzipien, und nachweisbare Erfolge werden als Placebo-Effekte abgetan. Die bisher fehlende Erklärung der Homöopathie gelang in den letzten Jahren durch eine grundlegende Erweiterung der heutigen Physik im Rahmen der Feinstofflichkeitsforschung.

Danach zeigen alle chemischen Elemente und ihre Verbindungen die Eigenschaft zur homöopathischen Informationsspeicherung und deren Re-Expression auf anorganischer, biologischer und medizinischer Ebene und der dazu nötige Mechanismus wird wissenschaftlich verständlich. Über die grundlegende Erweiterung der Physik, die einerseits zur Erklärung einer ganzen Reihe weiterer heutiger Physikanomalien und andererseits zur Erweiterung unseres Weltbildes führte, wird detailliert berichtet.

Zu Karin Lenger bei Psiram:

Karin Lenger ist eine deutsche promovierte Biochemikerin und Homöopathie praktizierende Heilpraktikerin aus Offenbach, die sich seit etwa 2005 für die Homöopathie engagiert. Sie machte mit pseudowissenschaftlichen Behauptungen zur Homöopathie auf sich aufmerksam, nach denen der seit langem gesuchte wissenschaftliche Nachweis einer Wirksamkeit der Homöopathie erbracht sei. Sie ist auch Begründerin einer „biochemischen Homöopathie“. Lenger will auch erkannt haben, dass die „homöopathische Information“ eine Art Haltbarkeit habe und nach einiger Zeit verfalle. Ihre Studien zum Nachweis der Wirksamkeit publiziert Lenger in Journalen, die der Homöopathie nahestehen.
Derzeit veranstaltet Lenger Kurse zur klassischen Homöopathie nach Hahnemann sowie zur von Hahnemann abgelehnten homöopathischen Nosodentherapie.

Eine nennenswerte Rezeption blieb Lengers Hypothesen bislang versagt. Lediglich Lobbyvereinigungen von Homöopathen und entsprechende Publikationen griffen das Thema auf.[1] Auch viele Homöopathen lehnen ihre Hypothesen ab …

… Lenger behauptet, auf wissenschaftlichem Weg den Nachweis einer Wirkungsweise der Homöopathie erbracht zu haben. Insbesondere könne sie die Eigenschaften von hochpotenzierten Homöopathika messtechnisch an Hand „spezifischer Spektren durch Magnetresonanz“ quantitativ erfassen, und zwar sowohl das Mittel als auch die Potenz von homöopathischen Substanzen.[3] Auf diese Weise soll es auch möglich sein, „homöopathische“ Hochpotenz-Globuli von Placebo-Globuli zu unterscheiden. Den Beschreibungen ihrer Versuche ist allerdings zu entnehmen, dass sie dabei jegliche wissenschaftliche Standards außer Acht lässt. Lenger benutzt pseudowissenschaftliche Hypothesen. Sie verwendet etablierte und präzise definierte Begriffe wie Resonanz, stehende Wellen oder Bindungsenergie mit diffusen eigenen Bedeutungen (z.B. spricht sie von einer Bindungsenergie homöopathischer Potenzen), aber auch erfundene Begriffe wie „magnetische Photonen“. Absurde Beobachtungen, etwa stehende elektromagnetische Wellen, die noch Minuten nach Abschalten der Apparatur vorhanden gewesen sein sollen, ordnet sie in ihr Konzept ein, anstatt nach naheliegenderen Ursachen zu suchen …

Und das schreibt die Kongress-Seite zu Lenger:

Karin Lenger

Identifizierung von homöopathischen Potenzen und Placebo durch zwei magnetische Resonanzmethoden

Lenger entdeckte magnetische Photonen im MHZ-Frequenzbereich durch Anwendung von zwei magnetischen Resonanzmethoden: 1. Tesla-Flachspulen-System und 2. verspätete Lumineszens mit Hilfe eines modifizierten Photomultipliers.

Das magnetische Feld wird durch Resonanzeffekt gedämpft, wenn die homöopathische Arznei dieselbe Resonanzfrequenz wie das Tesla-Flachspulen-System hat. Charakteristisch für die Potenzhöhe der Arznei ist ein bestimmtes magnetisches Feld, das die Photonen von ihrem Träger, den Saccharose Globuli, ablöst. Jede Arznei hat verschiedene Resonanzfrequenzen. Stimulierung mit einer von ihnen ermöglicht die Messung des anderen Spektrums.

Nach Anwendung der verspäteten Lumineszenz zeigen die abgelösten Photonen holistisches, kohärentes Verhalten, bestimmt durch den B2-Wert von Bajpais Gleichung. Die Potenzhöhe wird durch die Anzahl der Photonen charakterisiert. Die Ergebnisse beider Methoden bestätigen sich und konnten reproduziert werden.

Sechs unbekannte Arzneien wurden durch verspätete Lumineszenz identifiziert, was eine Qualitätskontrolle homöopathischer Arzneien in Zukunft möglich macht. Ein biochemisches, quantenphysikalisches Wirkungsmodell der Homöopathie wurde entwickelt.

Für diesen Eso- und Verschwörungskongress übernahm die Bremer Senatorin für Wissenschaft, Gesundheit und Verbraucherschutz (Eva Quante-Brandt, SPD) die Schirmherrschaft und Ärzte bekamen Fortbildungspunkte!

Esoterik: Homöopathen tagen unter wissenschaftlicher Schirmherrschaft
Offizielle Erklärung des INH zur Veröffentlichung der WissHom: "Der aktuelle Stand der Forschung zur Homöopathie"
Homöopathie - „In jeder Hinsicht überholt“
Na sowas: Homöopathie ist ein „Geschäftsfeld der pharmazeutischen Industrie“
„Anerkannter Irrsinn“: Homöopathie im „Spiegel“

2 Gedanken zu “Homöopathie-Kongress des DZVhÄ in Bremen – von Pseudomedizin bis zu kruder Esoterik!

  1. Krebs – Das Geschäft mit der Angst. Gefährliche Folgen alternativer Behandlung

    Es ist dies der Titel einer SWR3-Sendung vom 1. Juni 2016. die ab 20:15 Uhr gezeigt wurde. Ein sehr aufschlussreicher Beitrag. über das Heilpraktiker-Unwesen, wenn es um die Behandlung von Krebskranken mit alternativen Methoden geht. Der Film zeigt, wie schwierig es ist, diese Scharlatane gerichtlich zu belangen, weil sie sich stets absichern, indem sie ihre Opfer eine geschickt abgefasste Erklärung unterschreiben lassen. die sie von jeglicher Verantwortung entbindet. Meiner Meinung dienen solche Erklärungen nur dazu, die Scharlatane rechtlich abzusichern. Ich meine, dass diese von den Patienten geforderte Unterschrift bereits Teil einer kriminellen Handlung ist, da sie nur der Vertuschung eines kriminellen Aktes dient. Es müsste doch möglich sein, solche wirkungslose Therapievorschläge als Offizialdelikte zu werten, da es nur zugelassenen Ärzten (mit Approbation) erlaubt werden darf, eine Therapie vorzuschlagen und durchzuführen, Heilpraktiker mit ihrer Schmalspur-Ausbildung verfügen doch nicht über fundierte medizinische Kenntnisse, die sie dazu prädestinieren, Krebspatienten qualifiziert zu beraten oder gar zu behandeln. Wenn das unqualifizierte Verhalten der Heilpraktiker als Offizialdelikt gewertet würde, könnte die Staatsanwaltschaft von Amtswegen ein Gerichtsverfahren eröffnen. Es käme somit auch dann zu einem Gerichtsverfahren, wenn ein Patient bereits verstorben ist. Die bisherige Praxis belegt nämlich, dass diese Scharlatane bei der aktuellen Gesetzeslage kaum mal für ihre Machenschaften zur Rechenschaft gezogen werden können.

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