Würde Homöopathie wirken, müsste man weltweit alle Kläranlagen schließen!


Endlich mal ein Chefarzt einer Krankenkasse, der weiß und sagt, was von der Homöopathie zu halten ist. Dr. Peter Grüner ist nur leider nicht in Deutschland, sondern leitender Arzt der Salzburger Gebietskrankenkasse. Die Salzburger Nachrichten haben ihn interviewt:

SN: Erhalten Sie eigentlich oft Beschwerden, weil die Gebietskrankenkasse nicht für Homöopathie zahlt?
Grüner: Ich sage im Scherz: Wir verdienen unser Geld fürs Nein-Sagen, nicht fürs Ja-Sagen. Wir haben ein Solidarprinzip. Alle zahlen ein, damit jene behandelt werden, die krank sind. Eine Luxusversorgung ist nicht Aufgabe der Krankenversicherung. Das würde sich in deutlich höheren Beiträgen ausdrücken.

SN: Homöopathie wird vom Arzt verschrieben. Die Leute sagen, es wirkt. Wieso zahlt das die Kasse nicht?
Weil wir nur für Behandlungen Kosten übernehmen dürfen, deren Wirkung sich beweisen lässt. Diese Medikamente sind von der Versicherung auf Wirksamkeit, Risiko und Nutzen überprüft worden. Genau das ist aber der Hasenfuß bei der Homöopathie. Bei homöopathischen Medikamenten haben sich Effekte in großen Studien nicht zeigen lassen. Die Daten sind derzeit nicht einmal so weit, dass wir überhaupt zu einer Antragstellung kommen.

SN: Homöopathen sagen oft, dass diese Studien nicht geeignet sind, um die Wirkung von Homöopathie zu zeigen.
Man muss dazu sagen: Homöopathie ist von der Universität Marburg als Irrlehre anerkannt worden. In Studien lässt sich sehr gut zeigen, dass es einen anderen Hintergrund für die Wirkung gibt. Der homöopathisch tätige Arzt gibt dem Patienten das Wichtigste, was man ihm geben kann: Zeit und Empathie. Und damit ist dieser Placebo-Effekt gegeben. Wenn Sie das auch noch auf eigene Kosten gemacht haben, dann wären Sie ja ein Idiot, wenn’s nicht hilft.

SN: Sie sagen also: Ein Placebo, die Kugerl wirken nicht?
Gott sei Dank wirken die Kugerl nicht. Das Prinzip von Hahnemann sagt ja, dass die Substanz etwas mit dem Wasser verändert, während sie immer weiter verdünnt wird. Am Ende ist der Wirkstoff selbst ja nicht mehr nachweisbar, aber das Wassergedächtnis hat sich das gemerkt. Stellen Sie sich vor, was das bedeutet: Wir müssen jede Kläranlage auf der ganzen Welt zusperren, weil sonst dürften Sie nie wieder Wasser zu sich nehmen. Soll ich noch deutlicher werden? … WEITER

Homöopathie neu gedacht: Was Patienten wirklich hilft

Ein Gedanke zu “Würde Homöopathie wirken, müsste man weltweit alle Kläranlagen schließen!

  1. Homöopathie und Religion haben eines gemeinsam. Sie können wissenschaftlich nicht bewiesen werden, man muss daran glauben! Somit haben diese beiden Lehren eine weitere Gemeinsamkeit: Die menschliche Dummheit!

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