Petition im Bundestag gegen Homöopathie-Erstattung


Psiram schreibt:

„Am 26.03.2015 ist im Bundestag eine Petition gegen die Erstattung der Homöopathie als sog. Satzungsleistung eingebracht worden. Sie ist kurz und knackig:

Text der Petition
Der Deutsche Bundestag möge beschließen, dass homöopathische Behandlungsmethoden nicht mehr als Satzungsleistung von gesetzlichen Krankenkassen gezahlt werden dürfen.

Begründung
Es gibt keinen Wirkungsnachweis für homöopathische Behandlungen.

Im Gegenteil: über 150 methodisch akkurate klinische Studien der letzten 15 Jahre haben gezeigt, dass homöopathische Mittel Scheinmedikamente sind. Die behauptete Wirkweise steht mit der heutigen naturwissenschaftlichen Erkenntnis in krassem Widerspruch.

Die Übernahme der Kosten für homöopathische Behandlungen als Satzungsleistungen widerspricht somit §2 Absatz 1 der Allgemeinen Vorschriften des SGB 5. Dort steht: „Qualität und Wirksamkeit der Leistungen haben dem allgemein anerkannten Stand der medizinischen Erkenntnisse zu entsprechen und den medizinischen Fortschritt zu berücksichtigen.”

Die Übernahme homöopathischer Behandlungen als Satzungsleistungen widerspricht somit dem Solidaritätsgedanken der gesetzlichen Krankenversicherung. Im §1 SGB5 steht: „Die Krankenversicherung als Solidargemeinschaft hat die Aufgabe, die Gesundheit der Versicherten zu erhalten, wiederherzustellen oder ihren Gesundheitszustand zu bessern.”

Die Übernahme der Kosten für homöopathische Behandlungen widerspricht somit dem Wirtschaftlichkeitsgebot (§ 12 SGB5): „Die Leistungen müssen ausreichend, zweckmäßig und wirtschaftlich sein; sie dürfen das Maß des Notwendigen nicht überschreiten. Leistungen, die nicht notwendig oder unwirtschaftlich sind, können Versicherte nicht beanspruchen, dürfen die Leistungserbringer nicht bewirken und die Krankenkassen nicht bewilligen.”

Die Homöopathie entspricht diesen gesetzlichen Anforderungen an ein Arzneimittel nachweislich nicht.

Wir sind der gleichen Ansicht, auch wenn das Bundesministerium für Gesundheit bisher anderer Ansicht ist. (Unsere Ansicht ausführlicher hier und hier).

Die Mitzeichnungsfrist endet am 29.04.2015.

Mitmachen!

Danke.“

4 Gedanken zu “Petition im Bundestag gegen Homöopathie-Erstattung

  1. Ich habe leider in diesem Beitrag keinen Hinweis darüber gefunden, von wem diese Petition eingebracht wurde. Ist es eine Partei, Psiram oder wie oder was? Auf jeden Fall kann man dieser Petition nur viel Erfolg wünschen. Irgendwann sollte die Menschheit schließlich im aufgeklärten 21. Jahrhundert ankommen!

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  2. Heute bin ich drastisch, drastisch ehrlich in meiner Meinung und das aus aktuellem persönlichen Anlass. Ein Gedanke kreist mir zwischen den Synapsen –
    Sind homöopatisch praktizierende Ärzte anders als jene, welche in den Vernichtungslagern des dritten Reiches „praktiziert“ haben? Jeder Mensch mit kritischen, skeptischen Verstand kann Beiden einen ehrlichen Berufsethos absprechen, beide handeln gewissenlos, in meinen Augen.
    Homöopathika wirken nicht, für einige Patienten können sie in ihrer jeweiligen Darreichungsform sogar lebensgefährlich sein. Stichwort alkoholische Lösungen werden mitunter Alkoholkranken zur Medikation verschrieben.

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