Wird Astro TV die Lizenz entzogen?


“Peng! Collective”, “Astro TV-Hack” und nun noch saftige Kritik in der letzten Beckmann-Sendung. Astro-TV geht es an den Kragen!

Über 100 Beschwerden: Wird Astro TV die Lizenz entzogen?

Befeuert von den jüngsten Berichten blasen die Kritiker des Senders nun offenbar zum Angriff: Wie die zuständige Medienanstalt Berlin-Brandenburg (MABB), die dem Sender auch die Lizenz erteilte, in einer aktuellen Stellungnahme zum Fall Astro TV erklärte, liegen den Medienwächtern derzeit rund 100 Beschwerden gegen den Kanal vor. Diese beinhalten dabei die Forderung, den Sender wegen zweifelhafter Angebote und betrügerischer Machenschaften die Lizenz zu entziehen.

Ein Widerruf der Zulassung ist dabei möglich, wenn der Veranstalter nach wiederholter Beanstandung erneut Inhalte verbreitet, die gegen geltendes Recht verstoßen, insbesondere strafbaren Inhalt haben, oder der Veranstalter sonst in schwerwiegender Weise gegen rechtliche Verpflichtungen verstößt, die nach Medienstaatsvertrag oder nach einer auf seiner Grundlage getroffenen Entscheidung bestehen, hieß es dabei von Seiten der MABB.

Ob dies bei Astro TV der Fall ist, wird nun überprüft. Aktuell werden die Beschwerden über Astro TV von den Medienwächtern geprüft, teilte die Medienanstalt mit. Sollten die Prüfer dabei fündig werden, wird der Fall an die Kommission für Zulassung und Aufsicht der Landesmedienanstalten (ZAK) weitergegeben, die dann über mögliche Saktionen entscheidet.

Unterdessen trommelt aktuell auch eine Online-Petition dafür, dem Sender den Stecker zu ziehen. Unter der Überschrift „Astro TV ist böse“ sammeln die Initiatoren dabei Unterschriften, um dem Sender die Lizenz entziehen zu lassen. Zudem werden Sympathisanten direkt dazu aufgefordert, sich mit einer Beschwerde an die MABB zu wenden … zum ARTIKEL

Kampagne gegen Astro-TV

Ein Gedanke zu “Wird Astro TV die Lizenz entzogen?

  1. Wie ich bereits bei früheren Diskussionen über dieses Thema erwähnte, hat die bayerische CSU im Jahre 2003 einen Gesetzesentwurf unter dem Stichwort „Lebensbewältigungshilfegesetz“ eingereicht. (Bundestagsdrucksache 13/9717) Es war dies ein Gesetzesentwurf zur Regelung des sog. Psychomarktes.
    Die Zielsetzung eines solchen Gesetzes war es, die Herbeiführung des Schutzes für den Verbraucher vor Übereilung und wirtschaftlicher Übervorteilung und vor missbräuchlicher Anwendung von Techniken, mit denen Bewusstsein, Psyche und Persönlichkeit manipuliert werden können.

    Gegen diesen Gesetzesentwurf opponierte seinerzeit in erster Linie die Partei Bündnis90/Die Grünen, die in 2003 unter Gerhard Schröder zusammen mit der SPD die Regierungsverantwortung trug. Für mich nicht weiter verwunderlich, denn die Nähe der Grünen zu esoterischen Kreisen und artverwandten pseudowissenschaftlichen Disziplinen, wie z.B. die Homöopathie und die Steiner’sche Anthroposophie sind nicht von der Hand zu weisen.

    Für mich war es seinerzeit eine große Überraschung, dass ausgerechnet die CSU einen solchen – im Grunde genommen doch überaus vernünftigen – Gesetzesentwurf einbrachte. Dass sie dieses Anliegen dann aber, als sie wieder Teil der Bundesregierung war, nicht erneut aufgriff, bleibt mir unverständlich. Auf diesen Umstand habe ich den für meinen Wahlkreis zuständigen CDU-Bundestagsabgeordneten im Rahmen von persönlichen Gesprächen und von diversen E-Mails bereits mehrfach hingewiesen. Er hat mir auch versprochen, dieses Thema im Auge zu behalten. Leider blieb es bisher bei dieser Absicht. Im Verlaufe eines E-Mail-Schriftverkehrs wies er lediglich darauf hin, dass ein solches Psychomarktgesetz möglicherweise mit Art. 4 des Grundgesetzes (Glaubens- und Gewissensfreiheit) kollidieren könnte. Ein Einwand, den ich so allerdings nicht gelten lassen kann. Es muss meiner Ansicht nach doch möglich sein, zwischen offensichtlich betrügerischen, kriminellen Aktivitäten und sinnvollen Freiheitsrechten eine klare Abgrenzung herzustellen.

    Ich meine, dass unsere Gesellschaft sich endlich dazu aufraffen muss, diesen kranken und von Betrügern und Scharlatanen durchsetzten Markt radikal auszutrocknen. Der Amtseid, den jede Regierung vor ihrem Amtsantritt leistet, besagt schließlich: „…Schaden vom deutschen Volke abzuwenden und seinen Nutzen zu mehren!“

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