Impfgegner sind der Super-GAU!


In Pakistan steigen die Poliofälle rapide an, da die Taliban seit Jahren Impfmitarbeiter ermordet. Die WHO warnt bereits vor einem weltweiten Comeback der Kinderlähmung.

Die Attentatswelle gefährdet inzwischen den weltweiten Kampf gegen Polio. Noch in den achtziger Jahren verkrüppelte Polio jedes Jahr weltweit 350.000 Menschen. 1988 begann, angeführt von der WHO, UNICEF, Rotary International und anderen, eine weltweite Impfkampagne. Die Zahl der Poliofälle sank bis 2013 auf 416, heute ist Polio in den meisten Ländern ausgerottet.
Auch Pakistan schien zunächst auf gutem Wege. Das Land begann 1993 mit Massenimpfungen. Doch seit die Taliban mit Waffengewalt die Kampagnen aufhalten, kehrt die alte Krankheit mit neuer Macht zurück.“

Und hier ein schöner Facebook-Artikel von Misha Anouk, Autor und Blogger, zu den lieben Wohlstands-Impfgegnern, der „deutschen Kräuter Tea Party“  …

Schon mal gefragt, wie es in Facebook-Gruppen von Impfgegnern aussieht? Man darf sich das in etwa so vorstellen: Als eine Interessengemeinschaft von Kindesmisshandlern, die im Innenhof des selbstauferlegten Märtyrer-Exils im Kreis herumlaufen und sich gegenseitig für die gefährliche Körperverletzung von Schutzbefohlenen lobend auf die Schulter klopfen, während man zur eigenen Beruhigung gebetsmühlenartig wissenschaftliche Erkenntnisse leugnet und Schauermärchen von Impfschäden im Bekanntenkreis wiederholt. Auffällig dabei: Dass Impfschäden überdurchschnittlich oft im Bekanntenkreis von Impfgegnern auftreten. Wendete man die von ausgedachten Korrelationen geprägte „Logik“ der Impfablehnerschaft auf diesen Umstand an, könnte man ja fast zum Schluss kommen, dass die Freundschaft zu einem Impfgegner brandgefährlich ist.

Ernst beiseite: Wir leben im Jahr 2015. Wir feiern dieses Jahr knapp 235 Jahre Aufklärung – und Berlin ist aufgrund der Masernepidemie ein No-Go-Area für Babys. Jede Woche verzeichnet die Stadt mehrere Dutzend neuer Erkrankungen, über 600 in diesem Winter bereits, zahlreiche Schulen müssen geschlossen werden. Dazu: Ein totes Baby. Das ist die Erfolgsbilanz der ideologischen Wohlstandsverwahrlosung einer egoistischen Ellenbogenparallelgesellschaft namens Impfgegner, der deutschen Kräuter Tea Party mit Hauptquartier im Prenzlberg, deren größtes Luxusproblem die Qual der Wahl des Waldorfkindergartens ist, deren Protagonisten Begriffe wie „Pharma-Lobby“, „Lügepedia“ oder „Masernparty“ ernst meinen. „Man vergesse nicht“, sagte bereits der gute Freiherr von Knigge, „dass das, was wir Aufklärung nennen, anderen vielleicht als Verfinsterung scheint.“ Der Fortschritt hat einfach keine Chance, wenn der ganzheitliche Amokläufer im Bekanntenkreis von einem Seminar mit einem selbsternannten Guru mit Doktortitel aus dem Internet berichtet, auf dem er von einem Blog hörte, in dem es heißt, dass. Irgendwas mit Pharma-Lobby.

Erstens: Grundsätzlich ist es gut, nicht per se jedem Gesundheitszinnober hinterherzulaufen. Zweitens: Völlig dumm, unreflektiert und im Falle der Masernimpfung gemeingefährlich ist es, sich nach Auswertung der Faktenlage gegen diese Fakten zu entscheiden. Deshalb kann man das auch nicht mit argumentativen Offenbarungseiden à la „Siewollendochnurdasbestediewahrheitliegtindermitte“ schönreden. Impfgegner kommen überwiegend aus bildungsnahen Schichten. Was wir hier vorfinden, ist der selbstverantwortete Abschied aus der Vernunft. Eine Studie in Dartmouth ergab, dass die Konfrontation auf der Sachebene mit Fakten* Impfgegner nur noch mehr radikalisierte. Das ist die Sorte Dummheit, mit der wir es zu tun haben. Die BILD-Zeitung ablehnen, aber sich wie eine verhalten. Das sind mir die richtigen.

Im Judentum gibt es das Prinzip Pikuach nefesh, eine Regelung, die jedes religiöse Gesetz außer Kraft setzt, wenn Gefahr für Leib und Seele in Verzug ist. Hippiescheiße, denkt sich da der aufrechte Impfgegner. Schließlich gibt es eine Weltsicht zu verteidigen, beschreibt das Magazin Cicero den typischen Impfgegner, „gegen jeden wissenschaftlichen Einwand, sie ist ein Glaube, eine Religion.“ Was zählen schon Tatsachen, wenn man es besser weiß, wenn man etwas spürt? Letztendlich haben Impfgegner die gleichen Argumente wie die amerikanischen Waffennarren, nämlich: Ich, ich, ich, ich, auf englisch „me, me, me, me“, aber alles, was ich höre ist „mimimimimimi“. Die Freiheit des Einzelnen, ein Arschloch zu sein, ist wichtiger als das Wohl der Gemeinschaft … WEITER

Grüne Medizinkritik: Achtung, Impf-Mobber!
Faktencheck Masern: Mythen der Impfgegner

5 Gedanken zu “Impfgegner sind der Super-GAU!

  1. Ich schlage vor, dass wir die hiesigen Impfgegner mit dem Begriff Impf-Taliban kennzeichnen. Diese Neo-Taliban sind nämlich genau so gefährlich, rückständig und aufklärungsresistent wie ihre Vorbilder in Afghanistan und Pakistan.

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  2. Ich träume von einer Bildergalerie der Impfgegner aller Herren Länder. Da sind sie dann alle einträchtig nebeneinander zu sehen: die Hirtes, die Wohlgemuths, die Lankas, die Tolzins, die Leitners und Loibners, die Bachmaiers und Buchwalds, und, in alphabetischer Reihenfolge dazwischen die Ideologen von Taliban, IS und Boko Haram. Und jeder mit einem erhellenden Original-Zitat darunter. Ein Panoptikum des Grauens.

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    • … wenn Du meinst, dass wird ein Horror-Kabinett, müsste man sich vielleicht erst noch darauf verständigen, was „Horror“ ist:

      es sind doch die „Durchschnittlichen“, die äußerlich überhaupt nicht auffallen, die gegen Impfungen sind, zum Beispiel:

      Die beim Robert-Koch-Institut (RKI) für Impfungen zuständige Sabine Reiter wies im Deutschlandfunk auf den “starken Einfluss von Anthroposophen” bei der Impfgegnerschaft hin und erklärte:

      “In den letzten Jahren, wenn wir Masernausbrüche in Schulen und Kindergärten hatten, waren die oft in Waldorf-Kindergärten oder anthroposophischen Schulen.”

      Quelle: “MASERN IN BERLIN – Gesundheitsminister Gröhe kritisiert Impfgegner”, http://www.deutschlandfunk.de/masern-in-berlin-gesundheitsminister-groehe-kritisiert.1818.de.html?dram:article_id=312349

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  3. Masern: Anthroposophischer Export ins Elsass

    Deutsches Ärzteblatt, Donnerstag, 14. Mai 2015

    Stockholm – Ein französischer Austauschschüler hat die Masern-Viren von Berlin ins Elsass verschleppt. Dort sind an anthroposophischen Einrichtungen sogleich 67 Personen erkrankt. Die EU-Behörde ECDC befürchtet angesichts einer geringen Impfquote, dass das Virus auf andere Bevölkerungsgruppen übergreift.

    In den letzten 12 Monaten sind in Europa 3.760 Masern-Erkrankungen registriert worden, die meisten davon in Deutschland. Die Epidemie, die im Oktober in Berlin begonnen hat und bis Ende April zu 1.134 Erkrankungen (inklusive einem Todesfall) geführt hat, könnte in den letzten Wochen nach Frankreich exportiert worden sein.

    In der Region Colmar im Elsass sind nach Angaben französischer Behörden seit dem 10. April insgesamt 67 Personen an den Masern erkrankt. Darunter waren 39 Schüler einer anthroposophischen Privatschule. Die Epidemie breitete sich offenbar über eine Musikschule in Colmar aus. Viele Erkrankte hatten diese Schule besucht, für die anderen ließ sich ein Kontakt mit den Schülern nachweisen. Als Index-Patient wurde der Schüler einer anthroposophischen Privatschule ermittelt, der vor seiner Erkrankung an einem Austauschprogramm mit Berlin teilgenommen hatte und in dessen Gastfamilie ein Kind nachweislich an Masern erkrankt war.

    (…)“

    weiter: http://www.aerzteblatt.de/nachrichten/62804/Masern-Anthroposophischer-Export-ins-Elsass

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