Homöopathie: Wer braucht denn schon Belege für die Wirksamkeit


Nachdem heute Guru MIR ein Gespräch mit einer Homöopathin veröffentlichte, das schön zeigt, dass jegliches Interesse der Homöopathie-Vertreter an Forschung nur aufgesetzt ist, gibt es in ORF.at einen Artikel, der gut zum Tenor passt. Bei den Äußerungen der Apothekerin und des Komplementärmediziners der Salzburger Ärztekammer, kann man sich nur an den Kopf fassen … *Facepalm*

„Leute werden schamlos ausgenützt und belogen“

Gegner der Homöopathie wie der Arzt Theodor Much halten davon „herzlich wenig.“ Zwar haben die Globuli einen „gewissen Sinn im Sinne eines Placebo. Aber die Leute belügen sich selbst – bewusst oder unbewusst. Es ist eine Riesenindustrie. Die Menschen stellen sich vor, dass gerade die böse Pharmaindustrie Geld macht – in Wirklichkeit macht die Esoterikindustrie das große Geld.“

Wer Globuli will, muss sie selber bezahlen. Homöopathie auf Rezept ist Zukunftsmusik – die Salzburger Gebietskrankenkasse argumentiert das so: „Wir geben Geld für Behandlungen aus, deren Wirksamkeit belegt ist. Das ist bei Homöopathie bislang nicht der Fall.“

Dennoch: Homöopathische Mittel sind bei den Kunden gefragt – allen voran bei Erkältungen, Rheuma oder Kreislaufproblemen: „Handfeste Beweise gibt es noch nicht“, sagt Apothekerin Sigrid Hopferwieser. „Unsere Physik und unsere Mathematik sind nicht so weit, dass wir das alles beschreiben können. Vielleicht geht es in ein paar Jahren, dass wir das wirklich einen Weg finden können. Es gibt ja schon viele verschiedene Möglichkeiten, die Energie im Körper dingfest zu machen.“…

Wirkung „vielleicht noch als Geheimnis betrachten“

Sepp Fegerl, Referent für Komplementärmedizin in der Salzburger Ärztekammer, bildet auch Ärzte in Homöopahtie aus: „Dabei geht es nicht so sehr um die Herstellung der Medikamente, sondern es geht darum, die Wirkung dieser Arzneien und Wirkstoffe, die in niedrigen Potenzen sehr wohl noch stofflich vorhanden sind, zu lehren und auszunützen. Und diese Wirkung ist doch absolut vorhanden.“

Dass sich die Wirkung nicht mit Messungen belegen lässt, sieht Fegerl nicht so dramatisch: „Es ist tatsächlich so, dass der Mensch ein feineres Sensorium hat, als wir es wissen oder erklären können. Manches davon müssen wir vielleicht noch als Geheimnis betrachten, bis wir es besser erklären können. Wir verstehen auch von vielen schulmedizinischen Medikamenten nicht, warum die wirken. Wir sehen nur, dass sie sie haben. Die Erklärung kommt dafür oft erst viele Jahre später.

Und dass homöopathische Mittel ohne jahrelanges Zulassungsverfahren auf den Markt gebracht werden dürfen, sieht der Komplementärmediziner nicht so dramatisch: „Kamille kann man in der Ursubstanz kaufen – als Tee oder Ähnliches. Wenn sie die jetzt potenzieren – oder im Sinne der Kritiker: verdünnen -, dann weiß ich nicht, warum wir da lange Zulassungsverfahren brauchen.“ … zum ARTIKEL

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