‘Unsere atlantischen Vorfahren’ im Waldorfkindergarten Schwerte


Gastbeitrag von Andreas Lichte

Auf seiner Homepage stellt der Waldorfkindergarten Schwerte „Literatur zur Waldorfpädagogik“ vor. Darunter Rudolf Steiners rassistischer Science-Fiction-Trash „Aus der Akasha-Chronik“.

Was hat sich die Verantwortliche, Jana Kowol, dabei gedacht, Steiners Buch „Aus der Akasha-Chronik“ auf die Literaturliste des Waldorfkindergartens Schwerte zu setzen? Das Buch wird so beschrieben, Zitat Literaturliste:

„Schilderungen vergangener Entwicklungsstufen des Menschen und der Erde aus übersinnlicher Anschauung.“

Was ist mit „übersinnlicher Anschauung“ gemeint? Rudolf Steiner (1861–1925) behauptete, Einblick in die „Akasha-Chronik“, ein geistiges Weltengedächtnis in der „Ätherwelt“, zu haben. Über diese „Chronik“, in der alle Ereignisse der Geschichte, alle Taten, Worte und Gedanken der Menschheit enthalten seien, schrieb Rudolf Steiner sein Buch „Aus der Akasha-Chronik“, zu dem der Waldorfkindergarten Schwerte auch eine kurze Inhaltsangabe gibt, Zitat:

„Inhalt (Auswahl): Unsere atlantischen Vorfahren / Die lemurische Rasse / Die Trennung in Geschlechter / Von der Herkunft der Erde und ihren planetarischen Zuständen / Die Erde und ihre Zukunft / Der viergliedrige Erdenmensch“

Wer wollte nicht mehr über seine „atlantischen Vorfahren“ erfahren? Das Buch „Aus der Akasha-Chronik“ ist online, vollständig und gratis. Nur wer Steiner selber liest, fühlt wirklich, wie quälend Rudolf Steiners spezielle Mischung aus Dummheit und Bösartigkeit ist. Schneller und weniger schmerzhaft ist meine kurze Inhaltsangabe, mit ausgewähltem O-Ton Steiner.

Aber was macht dieses Buch in einem Waldorfkindergarten? Wird schon den Allerkleinsten von Atlantis erzählt? Auszuschließen ist das nicht, in der Waldorfwelt ist alles möglich … man kann ja gar nicht früh genug damit beginnen, das anthroposophische Geschichtsbild mit Atlantis als historischer Tatsache zu vermitteln.

Fest steht, dass das Buch nichts mit Pädagogik zu tun hat, jedenfalls nichts mit dem, was ein Nicht-Anthroposoph unter Pädagogik versteht. Anthroposophische „Erziehung“ geht anders, Zitat „Aus der Akasha-Chronik”:

„(…) und dieser menschliche Eingeweihte wird dann die weitere Hauptführung ebenso übernehmen können, wie das der Manu [ein göttlicher Eingeweihter] am Ende der vierten Wurzelrasse getan hat. So ist die Erziehung der fünften Wurzelrasse [die heutige Erziehung] die, dass ein größerer Teil der Menschheit dazu kommen wird, einem menschlichen Manu frei zu folgen, wie das die Keimrasse dieser fünften mit dem göttlichen getan hat.”1

Wer wie Waldorferzieher und Waldorfeltern bestätigt, dass Steiner Recht hat, und seine „Erkenntnisse“ tatsächlich aus „übersinnlicher Anschauung“ schöpft, der hat erfolgreich gelernt, „einem menschlichen Manu frei zu folgen“ – sprich: Steiner zu folgen –, und ist ein Teil der Waldorfbewegung geworden, die der Bildungswissenschaftler Prof. Hopmann als „Sekte“ bezeichnet.

––––––––––––––––––

1 Rudolf Steiner, „Aus der Akasha Chronik“, GA 11, Rudolf Steiner Verlag, Dornach, 1986, Seite 56

52 Gedanken zu “‘Unsere atlantischen Vorfahren’ im Waldorfkindergarten Schwerte

  1. „Das Kind in Ehrfurcht aufnehmen,
    in Liebe erziehen,
    in Freiheit entlassen.“
    Klingt doch gut, was ist daran auszusetzen? Lichte, wie oft haben Sie bereits den Kindergarten in Schwerte besucht? Lichte, Grimms Märchen sind eben von Gewalt und Kapitalverbrechen geprägt – eine Zumutung eines jeden Kindes in anderen Kindergärten?

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    • Aiga Stapf, „Hochbegabte Kinder“, C.H.Beck, 2006, Seite 252:

      “ ‘…’ [Name von mir entfernt] (1997), die zwei Jahre einen Waldorfkindergarten besuchen musste, dann mit sechs Jahren für eine Weile in einen anderen Kindergarten wechselte, weil niemand auf die Idee kam, sie vorzeitig einzuschulen, schreibt in einem Buch, das sie auf eine Videokassette diktiert hat:

      «Aber nur, weil ich in diesem Kindergarten gesteckt hab’, passierte mir das ganze Leben meine Trauer. Wenn Sie Ihre Kinder in den Waldorf-Kindergarten schicken, so werden sie dumm, strohdumm. Sie kennen keine Musik mit Melodien. Sie müssen es in der Schule sehr schwer haben. Sie können keinen Text. Sie kennen keinen Text von der Musik. Sie wissen es nicht. Sie kennen keine Witzlieder. Es war einfach traurig, so traurig … Meine Eltern haben mich noch rechtzeitig aus diesem Kindergarten herausgeholt»“

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      • Das beantwortet nicht die gestellten Fragen, ja ich meine sogar, Sie scheeren alles über einen, den steinerschen, Kamm. Kindergarten ist ein Produkt welches vermarktet werden will, die werbende Packung sagt nicht immer etwas über ihren Inhalt (siehe Antiagingcremes). Darum die konkrete Frage ob Sie den Kindergarten Schwerte besucht haben. Meine weitere Frage an Sie: Wieviele Kinder gingen traumatisiert aus dem genannten Kindergarten in Schwerte hervor?

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      • Sehr geehrter Herr Lichte,

        liegen der aufsichtführenden Behörde für den Waldorfkindergarten in Schwerte bereits Meldungen vor, aus denen eine Kindeswohlgefährdung für die Kinder im Waldorfkindergarten Schwerte hervorgeht? Wenn nein, werden Sie hier konkret aktiv werden und die aufsichtführende Behörde darüber informieren?

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  2. Schaute in der A. Chronik,
    Das aus einem Telephonhörer auf Saturn
    die mehr oder weniger großen primären Geschlechtsmerkmale
    des reinkarnierten arischen Weibes erwuchsen,
    was auch die ersten Zulangreflexe von Säuglingen und
    Fixierung der Hinteratlanter von heute hinreichend belegt.

    Steiner Telephon ! . . .

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    • “Es wäre irrtümlich, wenn man glauben wollte, dass alles, was sich an Organen im gegenwärtigen Menschenleib befindet, schon auf dem Saturn veranlagt worden wäre. Das ist nicht der Fall. Es sind vielmehr vorzüglich die Sinnesorgane innerhalb des Menschenleibes, die ihren Ursprung in diese alte Zeit zurückversetzen dürfen.
      Es haben die ersten Anlagen zu Augen, Ohren u.s.w., die auf dem Saturn als mineralische Körper so sich bildeten wie etwa jetzt auf der Erde die “leblosen Kristalle” einen so alten Ursprung; ihre gegenwärtige Form aber haben die entsprechenden Organe dadurch erhalten, dass sie sich in jeder der folgenden planetarischen Zeiten immer wieder zu höherer Vollkommenheit umbildeten. Auf dem Saturn waren sie physikalische Apperate, nichts weiter.

      Auf der Sonne sind sie dann umgebildet worden, weil ein Äther- oder Lebensleib sie durchdrang.
      Sie wurden dadurch in den Lebensprozess einbezogen. Und zu ihnen kamen diejenigen Glieder des menschlichen physischen Leibes hinzu, die sich überhaupt nur unter dem Einfluss eines Ätherleibes entwickeln konnten: die Wachstums-, Ernährungs- und Fortpflanzungsorgane.
      Selbstverständlich gleichen die ersten Anlagen dieser Organe, wie sie sich auf der Sonne herausbildeten, wieder nicht an Vollkommenheit der Form, die sie gegenwärtig haben. Die höchsten Organe, welche sich der Menschenleib damals eingliederte, indem physischer Körper und Ätherleib zusammenwirkten, waren diejenigen, welche sich in der Gegenwart zu den Drüsen ausgewachsen haben. So ist der physische Menschleib auf der Sonne ein Drüsensystem, dem die auf der entspechenden Stufe stehenden Sinnesorgane eingeprägt sind. Auf dem Mond geht die Entwicklung weiter. Zu dem physischen Körper und dem Ätherleib kommt der Astralleib hinzu. (…)”

      vergleiche diesen Kommentar von „excanwahn“:

      https://ratgebernewsblog2.wordpress.com/2014/12/18/rudolf-steiners-rassistischer-science-fiction-trash-aus-der-akasha-chronik/#comment-5828

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  3. Pingback: Focus op Antroposofie | ‘Unsere atlantischen Vorfahren’ im Waldorfkindergarten Schwerte | Ratgeber-News-Blog

  4. Herrlich! Man kann sich auf die Anthropos einfach verlassen: immer wenn das Fähnlein der Beschwichtiger die Transparente wieder eingerollt hat, kommt irgend ein Honk aus irgend einer Waldorf-Einrichtung und haut etwas raus, wovon die Fliegen von der Wand fallen.

    Lasst uns die Stunden zählen, bis sie wieder aufkreuzen und behaupten, das sei ja alles nicht so gemeint.

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    • @ Typee,

      ich kann mit dem Anthromüll ebenso wenig anfangen wie Lichte, nur um das klarzustellen. Ich kann aber ebenso wenig mit Lichtes Einzelauseinandersetzung mit einer Einrichtung, hier Kindergarten, anfangen. Demnach MUSS Lichte jede Einzeleinrichtung mit einem Artikel überziehen um sich nicht entgegenhalten zu lassen, dass er lediglich eine exemplarische Einzeldiffarmierung begeht.
      Anders hätte der Beitrag ausgesehen, wenn dem Schwerter Waldorfkindergarten nachgewiesen wurde, dass hier den Kindern massiv und gezielt Rassenideologien oder ähnlicher Käse indoktriniert wird. Ein verallgemeinernder Artikel über die Waldorfkindergärten wäre zielführender gewesen und so kommentrlos von mir geteilt.
      Vllt. ist es ja sinnvoll Mitarbeiter und Eltern des Waldorfkindergartens Schwerte hier an dieser Diskusion einzuladen. Mal sehen wie lange Lichte dabei sachlich bleiben kann.

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      • @BSR

        langsam aber sicher bin ich etwas verwundert, denn bei allen anderen esoterischen Themen bist du doch auch an jedem Einzelfall interessiert. Du wirst auch mittlerweile genug über die Waldorfpädagogik wissen, um einschätzen zu können wie der Hase läuft. Die Pädagogik Steiners ist eben nicht von Einrichtung zu Einrichtung beliebig verhandelbar, sonst wäre es keine Waldorfeinrichtung. Das Argument kommt immer nur von den Apologeten und Indoktrinierten. Atlantis wird nicht wie ein Märchen behandelt, sondern gehört zum Geschichtsunterricht und dazu hat Herr Lichte schon einiges gebracht. Das war auch Thema in dem kritischen TV-Beitrag zu Waldorf vor einigen Jahren. Auch die Geschichte des hochbegabten Mädchens ist aufschlussreich und ist hier irgendwo im Blog ausführlicher nachzulesen, wenn ich mich nicht täusche.

        Und was heißt Traumatisierung? Reicht es dir nicht, wenn bereits kleine Kinder esoterisch indoktriniert werden, pauschal nach einer irren Jahrsiebtelehre lernen und handeln dürfen, entgegengesetzt jeglicher individuellen Förderung und das Ganze staatlich gefördert und mitfinanziert?

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  5. @BSR:
    Da ist ein Kindergarten, der Steiners rassistischen Dreck auf die Literaturliste setzt. Das ist allemal einen Artikel wert. Schlagen Sie das Buch an einer beliebigen Stelle auf und lesen Sie ein Stück.
    Ein Problem ist doch die Intransparenz bei Waldorfs. Sie könnten sich doch jederzeit der wissenschaftlichen Evaluation öffnen. Aber da könnte man ja von objektiver Seite herausfinden, dass der Kaiser gar keine Kleider anhat. Jede Kritik wird vom Dachverband und seinen Jüngern als „Einzelfall“ herabgewürdigt. Aber die „Einzelfälle“ sind Legion. Fakt ist, dass die Inhalte der Akasha-Chronik Teil des anthroposophischen Menschenbildes sind. Das ist nicht zu trennen. Und auf dieses Menschenbild berufen sich alle Waldorfeinrichtungen. Und solange sie sich nicht eindeutig und öffentlich distanzieren, gehe ich davon aus, dass genau das in den Einrichtungen läuft. Zumal durch zahlreiche „Einzelfälle“ dieser Verdacht erhärtet wird.

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    • Sebastiani, bitte eine belastbare empirische Aussage, wieviele Waldorf unbeschadet überstanden haben und wieviele massive Schäden davongetragen haben – die letzten drei Jahre reichen mir.
      Sebastiani, um Missverständnisse zu vermeiden, jeder Einzelfall ist einer zuviel.

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  6. @Pusteblume, jede Einrichtung steht und fällt mit den dort arbeitenden. Ja, es gibt Unterschiede und nein, es gibt auch nicht nur ein bisschen schwanger. Wir benötigen keine Waldorfpädagogen, können aber gleichwohl nicht alle über einen Kamm scheeren. Daher auch meine Frage, ob Lichte im Vorfeld individuell mit den Machern in Schwerte gesprochen hat – der feine Herr schweigt sich aber bisher aus (miemt wahrscheinlich wieder die gekränkte beleidigte Leberwurst), Pusteblume.
    Werd ich wohl die aufsichtführende Behörde anfragen damit das ganze hier wieder zielführender und sachlicher wird, oder?

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  7. @BSR

    kuck lieber mal das Video, dann wirst auch du checken, dass das die aufsichtsführende Behörde kaum tangieren wird, ansonsten wären alle Waldorfeinrichtungen längst verboten.

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      • Ich postuliere, dass die Waldorf-Lobby so mächtig ist, dass hier staatliche Duldung herrscht! Oder wie erklärst du dir ansonsten auch die 50 % Waldorflehrer, die KEINE staatliche Lehrerausbildung haben?

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      • Wie soll ich das verstehen? Die Behörde ist fachlich qualifiziert, jedoch korrupt? In einem Interview zu diesem Beitrag hätte Lichte das doch herausfinden können. Lichte halte ich für qualifiziert genug sich argumentativ mit der Behörde in Schwerte auseinanderzusetzen.

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  8. warum soll jetzt die Behörde korrupt sein??? Waldorf ist politisch gewollt und dagegen richtet die Behörde ebenso wenig aus wie Kraus mit seiner Kritik im TV-Beitrag. Du ignorierst immer noch, dass Atlantis, Akasha-Chronik, etc. zum Waldorflernstoff gehören, was natürlich nicht transparent gemacht wird, aber in den Epochenheften der Schüler zum Vorschein kommt.

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    • Ich war etwa 40 Jahre Waldorflehrer in den Niederländen. ‚Atlantis‘ und „Akasha-Chronik‘ finden sich im Unterricht nicht. In den etwa 180 pädagogischen Vorträgen als Grundlage zum Unterricht findet man auch nichts darüber. Man findet etwa 50 Aussagen Steiners ‚dass Anthroposophie nicht im Unterricht gehört. Dass einige Heftchen anders zeigen, ist nicht im Sinne Steiners und deshalb nicht im Sinne Waldorfpädagogik. Auch Lichte geht mit seinen Atlantis-Artikeln völlig schief.

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      • Was heißt das? Im Grunde kann es nur zweierlei bedeuten:

        entweder glaubte Steiner an seine eigenen Schriften nicht,

        oder sollte er es für ratsam gehalten haben, den Unfug lieber unter der Decke zu halten?

        Such Dir was aus, mir ist es gleich.

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      • Was es heisst hätten Sie nachlesen können in einem Artikel nach dem ich hier verlinkte. Aber der Link ist entfernt worden; ebenso wo Sie hätten nachlesen können wo Herr Lichte mit seinen Atlantis-Auffassungen schief geht. Offensichtlich wird hier lieber etwas unter der Decke gehalten.

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      • “Wir können nicht dasselbe, was wir unter uns reden, den Eltern sagen. (…) Wir müssen die Menschen, die aus der heutigen Bildung kommen, etwas sanft anfassen und nicht gleich frappieren, sonst würden wir mit unseren Bestrebungen unter die Räder kommen.”

        Rudolf Steiner

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  9. Otto Schily, einst Innenminister und durch und durch Anthroposoph bzw. auch Kind von Anthros:

    … Schily gab zu, dass die Geistwesen „Luzifer“ und „Ahriman“, mit denen Steiner das Wesen des Bösen zu ergründen versuchte, auch für ihn eine Realität darstellten, die er durchaus zuweilen in der Tagespolitik wiedererkennen könne. Der zu Hybris neigende Feuerkopf Luzifer erscheine dann z.B. im Fanatismus religiöser oder nationalistischer Fundamentalisten, aus deren grossen, aber missgeleiteten Ideen dann sehr schnell Tod und Verderben resultiere. Ahriman hingegen sei das „kalte Herz“ des ausschliesslich materiellen Denkens, in dem der Mensch leicht steckenbleiben könne. Schily erzählte dazu einen Traum, in dem er den „schwarzen Teufel“ (so nannte er Ahriman im Gegensatz zum „roten Teufel Luzifer“) als dunkle Gestalt erblickt habe, der mit dem Rücken zu ihm gestanden habe. Beim Umdrehen sei an der Stelle seines Gesichtes nur ein schwarzes Loch zu sehen gewesen, in das er – Schily – förmlich hineingestürzt sei. Noch heute überkomme ihn bei der Erinnerung an diesen Traum eine Gänsehaut: ungewöhnliche Momente in der Begegnung mit einem Politiker, aus dessen Munde man normalerweise ganz andere Dinge gewöhnt ist. Schily warnte allerdings vor allzu viel Simplifizierung bei der Vorstellung dessen, was „Luzifer“ und „Ahriman“ darstellen. Keineswegs dürfe man sich Personen mit Teufelsmasken o.ä. vorstellen, sondern müsse im Raum rein geistiger Kräfte bleiben. Dabei musste ich an die grosse Skulptur des „Menschheitsrepräsentanten“ im Goetheanum bei Dornach denken, wo Steiner diese beiden Wesen zusammen mit Christus in Holz plastiziert hat. Ist ihm das wirklich gelungen oder hat er hier doch allzu realistische Teufelsfiguren modelliert, die die Imagination eher schwächen als beflügeln? …

    http://www.ruedigersuenner.de/Schily.html

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  10. Was mich irritiert ist die Leserreaktion auf meinen ersten Kommentar hier. Ein freundliches Zitat des Kindergartens und 3 Fragen. 3 Negativlikes statt eine vernünftige Antwort auf gestellte Fragen. Geht es hier um „Plattmachen“ oder eine vernünftige Diskussion. Unverständlich wie Emotionen soooo hoch kochen können. Habe ich hier an irgendeiner Stelle was unsachliches behauptet?
    Mein Vorschlag wäre ja, Lichte lädt die Eltern des Kindergartens zu einer Podiumsdiskussion, die Eltern könnten dann Fragen an den Autor stellen. Lichte hätte die Möglichkeit die Eltern aufzuklären, könnte die Eltern direkt erreichen. Er ist ja n‘ netter Kerl und punktet mit Fachwissen. Engagiert ist er ja wie man seinen zahlreichen Artikeln entnehmen kann.
    Vergleichen möchte ich das mal mit Aust und seinem Stand zur Homöopathie, Aust geht pysisch in die Öffentlichkeit. Ja, Lichte auch, keine Frage. Ergo ist Schwerte viel näher als Bombay und schneller erreichbar.

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    • also bitte, wo war ich unsachlich zu dir oder hochkochend? Du sprichst hier ständig von Einzelfällen, was ich und andere verneinen und dir nahelegen, mehr nicht. Es ist nun aber doch etwas vermessen, dass Herr Lichte so einen Artikel nur schreiben darf, wenn er eine Podiumsdiskussion mit den Eltern organisiert und von Berlin nach Schwerte reist. Wenn ich mich recht erinnere, gibt es keine Organisation, die Lichte für sein Engagement gegen Waldorf bezahlt😉

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      • Hab mal gerade bei der Bahn geschaut, Berlin Schwerte pro Strecke ca. dreieinhalb Stunden, bei rechtzeitiger Buchung 80 Euronen. Die Zeit im Zug kann er lesen und entspannen, die Kohle kann er sich von mir abholen – so tun wir beide was fürs Kindeswohl in Schwerte. Ist das n‘ Deal? Mit dem Bus ist es natürlich preiswerter, aber nicht so komfortabel. Wenn sich schon jemand engagiert soll er natürlich nicht leben wie ein Hund. Lichte kann sich bei mir melden.

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      • @Pusteblume,
        und Du sorgst für die Wegzehrung? Immerhin willst Du ja nicht das Lichte unterwegst verhungert, oder? Kannst es gerne über mich machen, dann gehts als gemeinnützige Spende und Du bekommst ne Quittung für die Steuererklärung.

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      • So mein lieber BSR, jetzt ist es aber wieder gut, sicher nett gemeint, aber da hat wohl zuerst Andreas noch ein Wörtchen mitzureden und sollte er Dein Angebot ablehnen, darf es auch kein Problem sein, denn …

        1. Es ist absolut zu bezweifeln, dass ein Waldorf-Kindergarten Andreas eintreten, mit den Eltern reden oder aufklären lässt.

        2. Wenn doch, dann wäre es eine reine Show-Veranstaltung, inszeniert, wie an einem „Tag der offenen Tür“, und damit völlig sinnlos.

        Und noch zu:

        „Sebastiani, bitte eine belastbare empirische Aussage, wieviele Waldorf unbeschadet überstanden haben und wieviele massive Schäden davongetragen haben – die letzten drei Jahre reichen mir.“

        Wer soll den hierzu jemals neutrale Erhebungen gemacht haben, wo denkst Du denn hin? Es gibt kein öffentliches Problembewusstsein und alle Aussagen, die getätigt werden, sind nicht empirisch, sondern von Waldorf gemacht und Teil der Werbestrategie oder anekdotisch.

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  11. Otto Schily repräsentiert nicht alleinig den breiten Intelekt unser Gesellschaft. Selbst wenn da noch 500 andere Schilys dazukommen, unsere Gesellschaft ist breiter aufgestellt. Auch politisch.

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  12. Pingback: ‘Unsere atlantischen Vorfahren’ im Waldorfkindergarten Schwerte | zoom

  13. @BSR:
    „Sebastiani, bitte eine belastbare empirische Aussage, wieviele Waldorf unbeschadet überstanden haben und wieviele massive Schäden davongetragen haben – die letzten drei Jahre reichen mir.“

    Ich würde liebend gerne auf belastbare Untersuchungen verweisen, aber die gibt es nicht. Und das liegt nicht an Andreas Lichte, der wissenschaftlichen Pädagogik oder mir, sondern daran, dass die Waldorfbewegung dies verhindert.
    Die wenigen Untersuchungen, die die Anthros selbst finanziert und durchgeführt haben, bestätigen Kritiker eher. Es wird mehr Nachhilfe in Anspruch genommen als an allen anderen Schulen, ca. 30% der Schüler steigen aus (obwohl sie beim Wechsel auf eine staatliche Schule ein bis zwei Schuljahre verlieren), es gibt eine riesige Aussteigerquote bei Waldorflehrern, usw.
    Die Waldorftheorie beruht auf hahnebüchenen Annahmen. Es ist doch wohl an der Waldorfseite nachzuweisen, dass die Methode wirkt.

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  14. die literaturliste vom waldorfkindergarten verlinkt bei „Aus der Akasha-Chronik“ zu amazon:

    http://www.amazon.de/gp/product/3727461616?ie=UTF8&tag=waldorfkischw-21&linkCode=as2&camp=1638&creative=6742&creativeASIN=3727461616

    „Aus der Akasha-Chronik Taschenbuch – Ungekürzte Ausgabe, 2. April 2013“

    taschenbuch von 2013: die welt soll auch weiterhin mit rudolf steiner beglückt werden

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  15. “Wir können nicht das andere, was gegen uns redet, den interessierten Lesern zeigen. (…) Wir müssen die Menschen, die hier kommen, etwas parteiisch anfassen und nicht gleich frappieren, sonst würden wir mit unseren Bestrebungen unter die Räder kommen.”

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  16. Sie meinen wahrscheinlich: nach inhaltlichen Kritiken wogegen ich nichts einbringen kann, wird hier nicht verlinkt.
    Anno 2015 Leser so bevormundend unterschätzen?
    Wie kleiner man die anderen hält, desto grösser man scheint?

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    • 1 – sag, was du sagen willst: sag _im kommentar_ die wahrheit über atlantis / steiner

      2 – du kannst die google suchworte angeben, die zu deinen anthroposophischen artikeln führen, beispiel:

      witvliet atlantis

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      • Über ‚Atlantis‘ gebe Google ein: andreas lichte atlantis
        Über ‚anthroposophischer Unterricht‘: gebe ein: vrijeschool steiner over antroposofisch.
        Dort findet man die Aussagen Steiners über anthroposophischer Unterricht, auf deutsch

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  17. Es ist traurig , dass Peter Witvliet überall wo er erscheint Rekrutierung für die anthroposophische Sekte macht und gleich Menschen angreift die kritisch informieren.

    Witvliet diffamiert ständig Kritiker , sondern ist selbst unethisch. Er erschien auf meinem Blog unter einem Pseudonym und behauptete ein Kollege von Pieter Witvliet zu sein.

    Wenn ich Witvliet zu einem Vorstellungsgespräch anrief, nahm seine Frau – eine eurythmistin in der anthroposphische schule Novalis College in Eindhoven (Nl) – in unter falschem Namen und behauptete, keinen Pieter Witvliet zu kennen .

    Dies sind die Art von Menschen, die die Waldorfpädagogik vertreten.

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  18. Für Eltern, die möchten, dass ihr Kind die Masern bekommt, sind Waldorfkindergärten bestens geeignet:

    Die beim Robert-Koch-Institut (RKI) für Impfungen zuständige Sabine Reiter wies im Deutschlandfunk auf den „starken Einfluss von Anthroposophen“ bei der Impfgegnerschaft hin und erklärte:

    “In den letzten Jahren, wenn wir Masernausbrüche in Schulen und Kindergärten hatten, waren die oft in Waldorf-Kindergärten oder anthroposophischen Schulen.”

    Quelle: „MASERN IN BERLIN – Gesundheitsminister Gröhe kritisiert Impfgegner“, http://www.deutschlandfunk.de/masern-in-berlin-gesundheitsminister-groehe-kritisiert.1818.de.html?dram:article_id=312349

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  19. „Aus der Akasha-Chronik“ – ist nur ein Beispiel für Rudolf Steiners Rassismus. Unten ein weiteres, mit Betonung des „Völkischen“, „Germanozentrischen“:

    Die Mission einzelner Volksseelen im Zusammenhang mit der germanisch-nordischen Mythologie“ [1]

    [ist ein] Buch [Rudolf Steiners], dem die ‘Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien’ (BPjM) bescheinigte, dass es, Zitat BPjM, „als zum Rassenhass anreizend bzw. als Rassen diskriminierend anzusehen“ sei.

    Die BPjM beanstandete unter anderem die folgende Text-Stelle, die den Inhalt des Buches zusammenfasst, Zitat Rudolf Steiner: „Eine Aufgabe, die besonders der kaukasischen Rasse obliegt, ist die: Sie soll den Weg machen durch die Sinne zum Geistigen, denn sie ist auf die Sinne hin organisiert.“ [2] „Kaukasische Rasse” gebraucht Steiner synonym für „weiße Rasse“, über deren Rolle er an anderer Stelle schreibt: „Die weiße Rasse ist die zukünftige, ist die am Geiste schaffende Rasse.“ [3]

    Die „weiße Rasse“ ist das Ziel von Rudolf Steiners „Menschheitsentwickelung“, die der Historiker Peter Staudenmaier so zusammenfasst: „Ausgehend von Blavatskys [4] entwicklungstheoretischem Ansatz baute Steiner eine Evolutionslehre der Völker- und Rassengruppen auf, wonach die menschliche Seele durch aufeinanderfolgende Verkörperungen in immer ‘höheren’ Rassen geistig wie leiblich fortschreitet. Diese Stufenleiter der Rassen steht im Mittelpunkt von Steiners esoterischem Verständnis der Gesamtentwicklung der Menschheit, vom Verhaftetsein in der Materie hin zur geistigen Vervollkommnung.“ [5]

    Innerhalb der „weißen Rasse“ haben die „Germanen“ eine herausragende Mission, sie sind es, die die „Menschheitsentwickelung“ voranbringen. Und genau darum geht es in Steiners „Die Mission einzelner Volksseelen im Zusammenhang mit der germanisch-nordischen Mythologie“: die „Germanen“ – sprich: die „Deutschen“ – sind ein auserwähltes Volk.

    (…)“

    zum vollständigen Artikel mit Quellenangaben bei hpd, „Humanistischer Pressedienst“:

    Ein ‚rechter‘ Waldorflehrer soll gehen – Rudolf Steiner bleibt

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