Masern-Ausbruch in Berlin: „Impflücken in der Bevölkerung sind zu groß“


Nach der aktuellen Masernwelle in den USA, die die rechten Republikaner politisch ausschlachten und mit Verschwörungstheorien überziehen, um die meist rechtskonservativen Impfverweigerer zu unterstützen, gibt es nun auch einen heftigen Masern-Ausbruch in Berlin. Deutschland hatte sich eigentlich verpflichtet bis 2015 die Masern auszurotten, was damit bereits Anfang des Jahres gescheitert ist.

Es ist zum Verrücktwerden!

Berlin meldet Rekordzahl an Masernpatienten

Berlin erlebt zurzeit einen starken Masern-Ausbruch. Für Experten ist das keine Überraschung: Die Impflücken in der Bevölkerung sind zu groß.

Masernfälle häufen sich derzeit in Berlin besonders. Der Ausbruch ist nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) bundesweit einer der größten seit Geltung des Infektionsschutzgesetzes aus dem Jahr 2001. Von Oktober bis Ende Januar seien 375 Menschen erkrankt – über die Hälfte davon waren Erwachsene. Mehr als 100 Patienten kamen nach der Statistik des Landesamtes für Gesundheit und Soziales bisher ins Krankenhaus.

Ginge es nach den Zielen der Bundesregierung, dürfte es in Deutschland in diesem Jahr nicht mehr als 82 Masern-Erkrankungen geben – wohlgemerkt bundesweit. Denn die Bundesrepublik hat sich bei der Weltgesundheitsorganisation verpflichtet, die Infektionskrankheit bis 2015 auszurotten. Der neue Masern-Ausbruch macht aber deutlich, dass diese Pläne bereits zu Jahresbeginn gescheitert sind. Allein im Januar gab es 254 neue Masern-Fälle in Berlin. In der vierten Woche des neuen Jahres waren es mit 82 laut RKI für Berlin so viele wie noch nie seit 2001. Fast 90 Prozent der bisher befragten 335 Patienten gaben an, nicht gegen Masern geimpft zu sein … WEITER

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5 Gedanken zu “Masern-Ausbruch in Berlin: „Impflücken in der Bevölkerung sind zu groß“

  1. Es liegt mir normalerweise fern, zu Zwangs-Impfungen aufzurufen, aber angesichts dieses massiven Ausbruchs von Masern-Erkrankungen in Berlin, stellt sich (leider) doch die Frage, ob es sich nicht doch empfiehlt eine solche Maßnahme anzuordnen. Immerhin werden durch unterlassene Impfungen Menschenleben riskiert.

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    • Ich würde in dem Zusammenhang nicht den Terminus „Zwangsimpfung“ verwenden. Das ist nämlich so eine typische Wortschöpfung von Impfgegnern. Sie wollen damit das Impfen mit Unfreiheit gleich setzen. Besser ist Impfpflicht. So wie die Schulpflicht, überhaupt die Pflicht der Bürger, sich an die Gesetze zu halten. Bürger haben nicht nur Rechte, sondern auch Pflichten. Davon wollen Impfgegner natürlich nichts wissen, denn sie sind Assoziale, die für ihren hirnrissigen Wahn Menschenleben in Kauf nehmen.

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  2. @ Jan Hardo

    Einverstanden. Deiner Wortwahl kann ich mich anschließen. Es werden aber leider selbst bei Einführung einer Impfpflicht immer noch einige unverbesserliche Assoziale übrig bleiben, die sich einer Pflichtimpfung entziehen werden. Diese Leute müsste man dann eben doch zwangsimpfen. Oder was würdest Du in einem solchen Fall vorschlagen? Geldbuße, Gefängnis oder…?

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