Neuerscheinung „Der Dogmenwahn“ von Heinz-Werner Kubitza


Von Heinz-Werner Kubitza, Leiter des Wissenschaftsverlags Tectum und Autor von „Der Jesuswahn„, erscheint am 28. Januar ein neues Buch unter dem Titel „Der Dogmenwahn –
Scheinprobleme der Theologie. Holzwege einer angemaßten Wissenschaft
„.

Allein das sehr ausführliche und bis ins Detail gegliederte Inhaltsverzeichnis des 400 Seiten umfassenden Werkes zeigt, dass Kubitza die Thematik akribisch aufgearbeitet hat. Ich bin gespannt …

Die Theologie steht an Universitäten unter Denkmalschutz. Und wenig hilfreich scheinen auch die Beiträge zu sein, die die Theologie zu einer modernen Weltsicht beisteuern kann. Denn wo andere Fakultäten seit der Aufklärung die Welt real verändert haben, wird es in der Theologie schon als Innovation gefeiert, wenn ein alter Holzweg von Zeit zu Zeit mit viel verbalem Aufwand wieder frei geräumt oder eine neue Schule begründet wird.

Ist die Theologie als „gläubige Wissenschaft“ nicht eigentlich ein Relikt aus längst vergangener Zeit? Und was bedeutet es für das Ansehen einer Universität, wenn sie ein Fachgebiet in ihren Reihen duldet, dessen Vertreter nicht einmal in der Lage sind, ihren Gegenstand nachzuweisen? Womit beschäftigen sich Theologen an staatlichen Universitäten überhaupt? Heinz-Werner Kubitza, selbst „gelernter Theologe“, macht sich auf in die Parallelwelten aktueller Dogmatiken und spürt den verschlungenen Denkwegen „moderner“ Universitätstheologen hinterher.

Kubitza benennt das Elend der Theologie, die Scheinprobleme und Scheinlösungen einer an Bibel und theologische Tradition gefesselten und selbsternannten Wissenschaft, die sich zwangsläufig immer wieder in innere Widersprüche verstricken muss und der es unmöglich ist, sich aus den theologischen Fesselspielen aus eigener Kraft wieder zu befreien. Und der Leser staunt, welche absurden Denkwege hoch gehandelte Theologen auch heute noch weitgehend kritiklos beschreiten, und wie sie verzweifelt versuchen, den löcherigen Kahn der Theologie schwimmfähig zu halten.

ISBN 978-3-8288-3500-9                                                                                          19,95 €
400 Seiten, Hardcover                                                                              versandkostenfrei
Tectum Verlag 2015

3 Gedanken zu “Neuerscheinung „Der Dogmenwahn“ von Heinz-Werner Kubitza

  1. Dass die pseudowissenschaftliche Disziplin „Theologie“ nach wie vor an Universitäten präsent ist, muss als Hinweis dafür gelten, dass große Teile unserer Gesellschaft immer noch – und dies seit Jahrhunderten – im Zustand dumpfgläubiger Agonie verharren. Ein Fortschritt und eine Weiterentwicklung im philosophischen Denken ist weit und breit nicht zu erkennen. Die Quintessenz: Religion ist ein Hemmschuh für die humanistische Fortentwicklung der Menschheit.

    Das muss man sich einfach mal plastisch vorstellen: Da gibt es auf unserem Planeten scheinbar kluge, intelligente Menschen, die einem Glaubenswahn frönen, für den auch nicht ein Hauch von Wahrheit bachgewiesen oder unterstellt werden kann. Es könnte sich aber auch so verhalten, dass einige dieser klugen Leute, sehr wohl wissen, dass dieser ganze Religionskult nur den einen Sinn hat, der dummgläubigen Masse Honig um den Mund zu schmieren, um sie auf diese Weile besser beherrschen und manipulieren zu können. Zur Absicherung ihrer Herrschaft werden der gläubigen Herde Versprechungen gemacht. So z.B. ein ewiges Leben im Paradies. Ein solches Versprechen kostet die religiotischen Manipulatoren rein gar nichts und den Wahrheitsgehalt ihres Versprechens brauchen sie nicht mal zu beweisen. Die durch frühkindliche Gehirnwäsche vorbehandelte Herde ist nicht mehr in der Lage, Zweifel an der verkündeten „Wahrheit“ zu hegen oder diese gar kritisch zu hinterfragen.

    Allein die Tatsache, dass die Theologie an den Universitäten als ernsthafte Wissenschaftsdisziplin präsent ist, wird bei unkritischer Betrachtung der Eindruck erweckt, als gäbe es in dieser Disziplin etwas noch nicht Bekanntes zu erforschen. Dabei steht ja das Ergebnis der Forschung GOTT bereits im voraus fest. Wenn die Theologie tatsächlich ernsthafte Forschung zum Ziel hätte, dann müsste sich doch längst heraus gestellt haben, dass es diesen alles beherrschenden allmächtigen Schöpfer-Gott nun mal nicht gibt, denn dessen behauptete Existenz konnte bisher auch nicht in Ansätzen bewiesen werden; schon gar nicht durch die allgegenwärtige, nachweislich sehr widersprüchliche Bibel.

    Das Argument der Religioten, man müsse eben an Gott glauben, reizt doch bestenfalls die Lachmuskeln, denn in der Wissenschaft zählt nun mal nicht der Glaube, sondern einzig und allein das nachgewiesene und gesicherte Wissen.

    Die Rezepte der Religioten sind übrigens in vielem durchaus vergleichbar mit den Rezepten und Ratschlägen esoterischer Scharlatane, denn auch diese Leute versprechen ihrer Kundschaft so ziemlich alles, was ihre allzu gutgläubigen Opfer gerne hören wollen. Auch diese Eso-Kriminellen bauen auf dem Glauben ihrer Opfer auf. Für eine von Mystizismus befreite Welt kann es aber nicht das Ziel sein, den Glauben zu fordern, das Ziel muss vielmehr lauten, nach WISSEN zu streben.

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    • Ein Kernproblem jeder akademischen Thoelogie, sobald sie sich als konfessionelle Unterweisung versteht. Natürlich könnte man eine wissenschaftliche Theologie betreiben. Das wäre dann aber ein kulturgeschichtliches Fach, das Glauben und Religion von außen betrachtet. Eine Disziplin, die umgekehrt blickt, also von vorbestimmten Lehrsätzen aus sich selbst und die Welt beurteilt, vertauscht Subjekt und Objekt der Wissenschaft. Gut geeignet zur Priesterausbildung, gut geeignet zur Katechese und Traditionspflege – und damit wunderbar ähnlich den dahingegangenen Lehrstühlen für Marxismus-Leninismus.

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  2. Man könnte aber auch einen Lehrstuhl für Esoterik etablieren. Vom Ursprungsgedanken trifft sich diese Disziplin schließlich mit der Theologie. Beide Disziplinen basieren letztlich auf derselben Basis, dem (durch nichts bewiesenen) Glauben.

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