Vorsicht! – keine Spenden für „Homöopathen ohne Grenzen“


Zu Weihnachten explodiert die Spendenbereitschaft und wer helfen möchte, spendet an die Ärzte ohne Grenzen und unterstützt keinesfalls irgendwelche Aktivitäten der Homöopathen ohne Grenzen. Gerade in Kenia dürfte es keine Hebamme mehr geben, die ohne Glaubuli unterwegs ist. In Afrika ist es ein Leichtes den Humbug als „echte Medizin“ zu verkaufen, wobei man sich auch hierzulande wirklich nicht viel Mühe geben muss, wie Norbert Aust in seinem neusten Artikel schön dokumentiert. Man kann das Blaue vom Himmel erzählen und wird damit immer beliebter. Münchhausen wäre vor Neid erblasst.

Wenn es wie in Afrika oft genug um Leben oder Tod geht, gibt es keine Alternative zur Medizin. Wer stattdessen auf die Zuckerkügelchen-Verteiler ohne Schamgrenze setzt, schmeißt nicht nur sein Geld zum Fenster raus, sondern macht sich auch noch am Leid der Menschen mitschuldig.

Hilfe in Afrika: Globulisierung statt Globalisierung

Heilpraktikerin Margit Stapf hilft kenianischen Hebammen auch mit Pflanzen. Von Christian Kruppe

Schwabmünchen Als Margit Stapf im Herbst 2008 zum ersten mal afrikanischen Boden berat, war ihr erster Eindruck geprägt von der Wärme, Offenheit und Herzlichkeit der Menschen. Drei weitere Male reiste sie inzwischen auf den schwarzen Kontinent, genauer gesagt nach Lamu eine kleine Insel vor der kenianischen Küste.

Margit Stapf kam jedoch nicht nach Kenia um zu urlauben, sie kam um zu helfen. Die Krankenschwester und Heilpraktikerin unterrichtete dort für das Kenia-Projekt Homöopathen ohne Grenzen (HOG) traditionelle Hebammen.

Europäische Pünktlichkeit ist in Afrika noch nicht angekommen

Dies war in der Anfangszeit nicht immer leicht. Die europäische Pünktlichkeit ist in Afrika noch nicht angekommen, so begann der Unterricht immer später als geplant. Doch dabei zeigten die kenianischen Hebammen einen großen Lernwillen. Da die traditionellen Hebammen meist Analphabetinnen sind, wurde viel mit Symbolkarten gearbeitet werden, auf denen das Symptom und das homöopathischen Mittel dargestellt wurden … WEITER

Homöopathen ohne Grenzen
Irene Schlingensiepen und die homöopathische Scheinwelt
Homöopathie für Skeptiker und Neugierige…

8 Gedanken zu “Vorsicht! – keine Spenden für „Homöopathen ohne Grenzen“

  1. Liebe Elke,

    Die Gefahr, dass ich den Homöopathen ohne Grenzen eine Spende zukommen lassen könnte, besteht unter Garantie nicht ! Diese aus reinrassigen Vollpfosten bestehende Organisation dürfte mittlerweile doch allseits bekannt sein. Trotzdem, vielen Dank für Deine Warnung. Es könnte ja immerhin sein, dass noch nicht alle Leute von diesem Spinner-Verein gehört haben.

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  2. Hier kann man kundtun, wieso man die Homöopathen ohne Grenzen für bedenklich hält:
    http://www.helpedia.de/organisationen/hog
    Auffällig bei den aktuellen Spendenaufrufen: Es steht nirgendwo mehr, dass die HOG vom Finanzamt als gemeinnützig anerkannt seien. Hat sich da etwa etwas geändert? Oder hält man sich nur zurück, um nicht noch mehr Proteste auf sich zu lenken?
    https://ratgebernewsblog2.wordpress.com/2014/09/01/online-petition-homoopathen-ohne-grenzen-gemeinnutzigkeit-absprechen/

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    • Jan Hardo schrieb „Hier kann man kundtun, wieso man die Homöopathen ohne Grenzen für bedenklich hält“

      Habe ich gestern gemacht. Und wirklich schön sachlich begründet mit vielen Links.

      Nur: Helpedia ist die falsche Adresse. Die Antwort lautete:

      „“Sehr geehrte Frau Parsch,

      auf Helpedia kann sich jede Organisation registrieren, die in Deutschland oder in Österreich ihren Sitz hat und durch Behörden als gemeinnützig anerkannt ist. Es ist weder unsere Aufgabe noch unser Recht, die Arbeit einzelner Organisationen in Deutschland zu bewerten.

      Wir hoffen auf Ihr Verständnis.

      Beste Grüße vom Helpedia Team““

      Das beantwortet dann scheinbar die Frage, ob die noch „gemeinnützig“ sind, gleich mit.

      Grüße

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  3. Pingback: Irene Schlingensiepen und die homöopathische Scheinwelt @ gwup | die skeptiker

  4. Erst macht die Ausgburger Allgemeine mit dem Artikel groß Werbung für die gefährliche Qacksalberei, scheut sich dann aber Kommentare unter dem Artikel zuzulassen. Nur keine Kontroverse Diskussion zu lassen. Ihr Blog, ihr Recht, sich aber dann aufregen wenn keine Zeitungen mehr gekauft werden.

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  5. Der Artikel in der Augsburger Allgemeinen ist seit 23.12. kommentierbar
    Den Anfang machte Dr. Edmund Berndt. Dann kommt meine Wenigkeit.
    Vereint gegen die Quacksalber
    Gruß
    Dottore aus Augsburg

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