Der Glaube an Homöopathie und anderen Hokus-Pokus kann Leben kosten!


Ein sehr guter Beitrag im TAGESSPIEGEL:

Im Internet werden die absurdesten Ebolatherapien angepriesen: Pfingstrosenwurzeln und das zerriebene Horn des Nashorns sollen ebenso helfen wie auf gentechnisch veränderte Lebensmittel zu verzichten. Vitamine sowieso. Der Blogger einer großen Webseite für „alternative Heilmethoden“ empfahl gar, das Blut eines Ebolapatienten mehrfach zu verdünnen und alle 15 Minuten einen Schluck zu nehmen. Ein Rezept für Desaster. (Die Webseite hat den Beitrag inzwischen entfernt.)

Energie im Körper umlenken – wie aufgeklärt ist das?

Die Missinformation macht die Arbeit der Helfer vor Ort noch schwieriger. Und wenn jetzt wieder das Bild des abergläubischen Afrikaners beschworen wird, ungebildet und unbelehrbar, dann lohnt sich ein Blick nach Deutschland. Im Gegensatz zu den Menschen in der betroffenen Region genießen wir hier seit Jahrzehnten ein gutes Gesundheitssystem mit High-Tech-Diagnostik und neuesten Medikamenten. Trotzdem gibt es genug Menschen, die ihre Kinder nicht gegen die Masern impfen lassen oder ihnen Schmerzmittel verweigern, weil das „böse Chemie“ ist. Stattdessen setzen sie darauf, die magische Energie im Körper mit Nadeln umzulenken oder Pillen aus geschütteltem Zuckerwasser zu schlucken. Wie aufgeklärt ist das? Zu allem Unglück wird der Unfug dann auch noch übers Internet in die ärmsten Länder der Welt exportiert …

Gefährlicher Glaube an alternative Heilmethoden

Aber die Medizin hat Fortschritte gemacht. Heute sind Misstrauen gegen die Schulmedizin und der Glaube an alternative Heilmethoden ein gefährliches Hindernis. Ein Heilmittel gegen Ebola gibt es zwar immer noch nicht. Aber es gibt vielversprechende Kandidaten, und die Versorgung im Krankenhaus erhöht die Überlebenswahrscheinlichkeit von Patienten und reduziert die Wahrscheinlichkeit, dass sich mehr Menschen anstecken. Mehr als alles andere müssen Helfer in den betroffenen Ländern deshalb jetzt Vertrauen aufbauen.

Doch während der Westen Ärzte und Krankenpfleger, mobile Labore und Isolierstationen nach Afrika schickt, verbreitet er gleichzeitig gefährliches Misstrauen und tödlichen Unsinn. Wer immer noch glaubt, dass ein bisschen Homöopathie-Hokuspokus ungefährlich ist, sollte sich genau anschauen, was dort passiert, wo es um Leben und Tod geht … zum ARTIKEL

Ebola in Afrika – lebensgefährlicher Glaube an Magie und die generelle Bildungsfrage!
Böse Pharma und Chemie contra gute Naturheilmittel – dumm, dümmer, am dümmsten!
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Ein Gedanke zu “Der Glaube an Homöopathie und anderen Hokus-Pokus kann Leben kosten!

  1. Wenn es so wäre, dass die Anwendung von Homöopathie den Verordnern und Produzenten solcher Mittelchen das Leben kosten würde, könnte ich mich mit der Homöopathie durchaus anfreunden !

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