Guru Lebok – Prozess wird um einen Tag verlängert


Urteil fällt erst im August

Der Prozess gegen den „Sektenguru“ von Lonnerstadt und seine Lebensgefährtin am Landgericht Nürnberg-Fürth zieht sich in die Länge. Am Freitag (25.07.14) wurden weitere Zeugen gehört. Sie belasteten die Angeklagten schwer.

Der Schulleiter der Kinder berichtete am Freitag (25.07.14) vor dem Landgericht Nürnberg-Fürth, dass ein Sohn der Angeklagten im Unterricht vor Schwäche zusammengebrochen sei. Zuvor habe er die Pfingstferien über fasten müssen. Danach habe der Schulleiter das Jugendamt informiert und sei zu einem Gespräch in das Haus des „Gurus“ in den Lonnerstadter Ortsteil Ailsbach gefahren.

Dabei habe sich das Sektenpaar verpflichtet, den Kindern in der Schulzeit genügend zu Essen zu geben, berichtete der Schulleiter. Ob dies vom Jugendamt überprüft wurde, wisse er aber nicht. Erst nach seiner Zeit als Schulleiter habe er erfahren, dass die Kinder andere Schüler um Essen angebettelt und in den Mülltonnen nach Essensresten gesucht hätten.

Angeklagte: WDR-Doku ist „Lüge“
Anschließend wurde im Gerichtssaal die WDR-Dokumentation über die sogenannten „Sektenkinder von Lonnerstadt“ gezeigt. Die Recherchen der WDR-Journalistin Beate Kreindl hatten die Ermittlungen gegen die beiden Angeklagten ins Rollen gebracht. Nachdem sie für den Film interviewt worden waren, hatten sich die drei Kinder der 49-jährigen Angeklagten zur Strafanzeige entschlossen.

Den Film bezeichneten die Angeklagten beide als „Lüge“. „Wir haben nie das Leben der Kinder aufs Spiel gesetzt, wir haben immer das Beste für die Kinder gewollt“, sagte die Lebensgefährtin des „Sektengurus“ vor Gericht. Wie der 55-Jährige erklärte, seien viele Szenen gestellt und aus dem Zusammenhang gerissen worden.

Der psychiatrische Gutachter Dr. Michael Wörthmüller sagte vor Gericht, er habe nicht feststellen können, dass die beiden Angeklagten in einem dogmatischen Weltbild verhaftet seien. Beide könnten die Ungewöhnlichkeit ihrer Gedanken und Weltanschauung erkennen. Daher liege kein Hinweis auf Schuldunfähigkeit vor.

Urteil erst im August

Eigentlich waren für den 25. Juli die Plädoyers von Staatsanwaltschaft, Nebenklage und Verteidigung geplant. Die überraschende Befragung weiterer Zeugen verschlang allerdings so viel Zeit, dass ein weiterer Verhandlungstag angesetzt wurde. Das Urteil soll nun am 4. August fallen … WEITER

Guru Lebok – Prozess hat begonnen!

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