Es braucht „Leiborientierte Homöopathie“, denn Homöopathie versagt bei Kopfmenschen!


Eine neue Sau wird durchs homöopathische Dorf getrieben, die „Leiborientierte Homöopathie“. Laut Erfinder Pal Dragos, Dr./Med. Univ., M.A., Dipl. Soz., Dr. phil., MBA Univ. Cardiff, PhDr., geht es um eine Erweiterung der „Klassischen Homöopathie“, die es unbedingt bräuchte, weil HÖ nur wirken könne, solange Mensch auch „magisch“ und „mythologisch“ entwickelt sei. Da aber „subjektlose“ Kopfmenschen überhand nehmen, nun wissen wir es endlich – kann HÖ nicht mehr wirken 😉

… Mit den Änderungen in der Postmoderne tritt allmählich das klassische Subjekt zurück. An seiner Stelle finden wir den Kopfmenschen, der mit seinem aus dem klassischen Subjekt übriggebliebenen ICH Einzug in den „Kopfraum“ hält und von dort aus „seine „Projekte“ realisiert. Wir bezeichnen diesen Entwicklungsstand in der Postmoderne als postmoderne Subjektlosigkeit.
Ich komme jetzt zu der bereits oben erwähnten Behauptung, dass eine homöopathische Behandlung auf die Subjektbildung des Patienten angewiesen ist. Aber warum? Das ist an dieser Stelle eine berechtigte Frage! Für eine homöopathische Therapie benötigen wir die Mitwirkung des Unbewussten beim Patienten. Dies ist beim klassischen Subjekt gegeben. Das ICH vermittelt dort zwischen Über-ICH (diese Instanz repräsentiert im Subjekt die Forderungen der kollektiven Moral) und Unbewusstem. Beim Kopfmenschen ist der Zugang zum Unbewussten weitgehend gesperrt, damit ist das „Medium“ zur Wirksamkeit der homöopathischen Mittel gesperrt. (Über die Wirksamkeit der homöopathischen Mittel werde ich noch in einem getrennten Blogeintrag schreiben). Damit stellt sich die Frage: Sind Homöopathen bei den Kopfmenschen machtlos oder besteht auch da die Chance für eine erfolgreiche homöopathische Behandlung. Sie sind nicht machtlos und die Chance besteht auch, allerdings bedarf es dazu einer methodischen Erweiterung der klassischen Homöopathie. Ich bezeichne diese neue Methode als leiborientierte Homöopathiezum ARTIKEL

… Warum erreicht die klassische Homöopathie nicht mehr die Kopfmenschen? Sie verfügen über kein Subjekt, sie sind subjektlos! Das ICH verliert nach seinem Rückzug in den „Kopfraum“ den eigenen Zugang zum Unbewussten, der noch für das klassische Subjekt die Quelle der Krankheit aber auch die Quelle der Heilung war. Das „ICH im Kopf“, das nach dem klassischen Subjekt übrig blieb, kann nur Informationen verarbeiten. Aber homöopathische Mittel sind nicht ausschließlich nur Informationen, wenn auch ein Trend innerhalb der Homöopathie die Wirksamkeit der homöopathischen Mittel in dieser Richtung missverstehen möchte.
Auch die Interaktion zwischen Patienten und Homöopathen hat sich bei den Kopfmenschen im Vergleich zu den klassischen Subjekten geändert. Die Beziehung zwischen den klassischen Subjekten war eine „intersubjektive Beziehung“. Was ist jedoch daraus übrig geblieben? Gar nichts! Das ist der Punkt, wo man über die Zukunft der Homöopathie nachdenken muss und diese sehe ich in der leiborientierten Homöopathie. …

… Die neue Fähigkeit, die von einem Homöopathen erwartet wird, ist die Leiborientierung. Damit wird es möglich, den Kopfmenschen wieder in eine intersubjektive Beziehung zu bringen, um die verabreichten homöopathischen „Kräfteimpulse“ angemessen umzusetzen. Diese Intersubjektivität verlangt vom Kopfmenschen, seine Einseitigkeit loszulassen und sich als „ganzer Mensch“ existenziell zu verwirklichen. Das ist die Voraussetzung dafür, dass die Heilimpulse eine Entwicklung anregen können, die wir auch als die Verwandlung der individualisierten Kräfte bezeichnen können. Nur auf diese Weise kann eine Nachhaltigkeit in medizinischer Sicht erreicht werden. Die leiborientierte Homöopathie ist eine nachhaltige medizinische Methode … zum ARTIKEL

Homöopathie: Hahnemanns Miasmentheorie – Krätze-, Sex- und Sündenwahn!
Homöopathie: Symptome sind alles und alles ist ein Symptom!
Homöopathie: Der Prophet Hahnemann und seine göttlich-religiöse Heilkunst!
Advertisements

9 Gedanken zu “Es braucht „Leiborientierte Homöopathie“, denn Homöopathie versagt bei Kopfmenschen!

  1. Ramen, der Herr schreibt absolut geile Bücher:

    Pal Dragos: Die unbekannten Todsünden der Homöopathie
    Pal Dragos: Homöopathie und das Urchristentum
    Pal Dragos: Das homöopathische Denken – Was bedeutet Pseudohomöopathie?
    Pal Dragos: Die kopernikanische Wende in der Homöopathie
    Pal Dragos: Die Schweine-grippe(H1N1) -Pandemie aus homöopathischer Sicht

    etc udergl ad infinitum etc udergl ad infinitum etc udergl ad infinitum etc udergl ad infinitum …

    Gefällt mir

    • Man muss das Denken nicht abschalten. Nur ist es eben so, dass Kopfmenschen die störende Eigenschaft haben, mit dem Gehirn zu denken. Denkt jemand dagegen magisch/mythisch aus dem Bauch heraus, also mit dem Gedärm, dann klappt das auch mit der Homöopathie.

      Gefällt mir

  2. Denken schadet der Wirkung der Homöopathie!

    Das hat ja schon Papa Hahnemann in seinem Organon in mystische Verse gegossen (§260): „übertriebene Anstrengung des Geistes und Körpers“ schwächt bis verhindert die Wirkung der Höbbadie.

    Andersrummig habe ichs auch schon des öfteren erlebt: ‚Gehts besser?‘ – ‚Ja, als wäre nie etwas gewesen‘ – ‚Alle Schmerzen weg?‘ – ‚Nö, da hat sich nichts geändert, aber mir geht es viel besser‘. Das sind die Berge, die der Glaube versetzt: Solche, die anch dem Bewegen die Aussicht auf die Realität verstellen…

    Gefällt mir

  3. Den Menschen wird doch von wohlmeinenden Religioten schon in frühester Kindheit das eigenständige Denken ausgetrieben. Der Glaube – also das konsequente Nichtwissenwollen – wird auf diese Weise zu einer erstrebenswerten Tugend erhoben. Eigenständiges Denken ist schließlich viel zu anstrengend. Wenn jetzt noch ein durchgeknallter Pseudowissenschaftler das Denken als schädlich für die Gesundheit bezeichnet, ist der Gipfel der Absurdität erreicht. Wenn die von Pal Dragos postulierte These – „Bleib dumm und gesund !“ – zutrifft und den Gipfel des menschlichen Erkenntniswissens repräsentiert, müsste es doch unser aller Bestreben sein, möglichst dumm und denkunfähig zu werden ! Nun ja, diesen Zustand hat Pal Dragos für sich persönlich offenbar erreicht. Bei mir bestehen allerdings nach wie vor so einige Zweifel, ob dieser Mann tatsächlich noch gesund ist !? Es könnte ja sein, dass er eventuell doch noch letzte Reste seiner Denkfähigkeit erhalten hat ? Das wiederum wäre – seiner Theorie folgend – allerdings seiner Gesundheit nicht zuträglich !

    Ziemlich verwirrend diese Geschichte, aber letztlich ein beredter Beweis für den geistigen Zustand großer Teile der allzu leichtgläubigen mit zuviel Religion und massenhaft Esoterik verseuchten Menschheit !

    Gefällt mir

  4. Pingback: Merk- und realitätsbefreite Homöopathen initiieren Petition gegen Wikipedia @ gwup | die skeptiker

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s