Schmerzlose Verbrennungen durch Heilerpfusch sind keine Körperverletzung!?


Es wird immer obskurer, in Limburg betreibt ein Zimmermann eine Praxis, nennt sich „Medizinbiokybernetiker“ (Biokybernetische Diagnostik und Therapie), er hat nicht einmal einen Heilpraktikerschein, behandelt jedoch mit Laser, verabreicht eine rosa Creme (Regividerm?), Tropfen und Tees!

Eine junge Frau, die bei dem Herrn drei Termine wahrnahm, verklagte ihn wegen Körperverletzung, weil der Quacksalber ihr beim Lasern der Brustwarzen kleine Verbrennungen zufügte, die leider nicht schmerzten …

… Fehlender Schmerz. Deswegen ließ das Amtsgericht die angeklagte Körperverletzung auch fallen und verurteilte Ernst F. nur wegen drei Verstößen gegen das Heilpraktikergesetz. 60 Tagessätze zu je 20 Euro.

Der angebliche Heiler schwieg zu den Vorwürfen. Sagte nur: „Das ist ein kompliziertes Verfahren.“ … zum ARTIKEL

3 Gedanken zu “Schmerzlose Verbrennungen durch Heilerpfusch sind keine Körperverletzung!?

  1. „Ist dein Söhnchen nicht ganz schlau, so schicke es auf den Bau.
    Ist es noch viel schlimmer, als Heiler reicht es immer.“
    Ernst F. wollte als gelernter Zimmermann sicher dickere Bretter bohren, die Geschädigte hatte bei ihrer Entscheidung zu dieser dubiosen Behandlung wohl selbiges vorm Kopf. Wie kann man nur so einfältig sein und vor ’nem Typen mit asiatischen Laserpointer blank zu ziehen und dabei auf Heilung von Orgasmusschwierigkeiten hoffen. Dazu noch die dubiose Pampe rosafarbener Häschencreme – ……. tzzzz.
    Hoffentlich ist die Dame jetzt bissl schlauer.

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  2. Ah, Kopf – Tisch – Kopf – Tisch!

    Das tut schon richtig weh! Orgasmusprobleme vom Zimmermann (war Jesus nicht auch Zimmermann…) mit Laser heilen!
    Wie soll man denn die überhaupt heilen?

    Aber schön, dass die Bild auch Skeptisch kann. Gut ich hab die nie gelesen, deswegen kenn ich jetzt so ihre Berichterstattung nur vom hören-sagen…..

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  3. Man müsste die Urteilsbegründung mal lesen. Die BILD als alleinige Quelle ist mir da zu unsicher. Vermutlich konnte vor dem Gericht gar keine Körperverletzung nachgewiesen werden. Das heißt nicht, dass es keine gab. Es war allerdings nur eine Erinnerung der Geschädigten. Aber für eine Verurteilung müssen halt eindeutige Beweise vorliegen, z.B. eine ärztliche Attest und ein Gutachten, ob die angebliche Verbrennung überhaupt von dem Laser kommen kann. Deshalb hat der Staatsanwalt (nicht das Gericht, aber sicherlich auf Anraten des Richters während der Verhandlung) die Anklage in dem Punkt fallen lassen.

    Klar sind die Verstöße gegen das Heilpraktikergesetzt. Und da urteilte das Gericht für mein Rechtsgefühl eindeutig zu milde. Das ist der eigentlich Skandal. Dieser Medizimmermann hat als Guru-Scharlatan bestimmt eine Menge Geld gemacht, und dies mit einer bemerkenswerten Dreistigkeit. Man kann da schon von krimineller Energie sprechen. Da hätte mindestens das dreifache an Geldstrafe drin sein müssen. Man weiß jetzt auch nicht, wie das ganze steuerlich aussieht. Der Guru hatte seine Praxis wohl kaum als ordnungsgemäßes Gewerbe betrieben, sonst wäre er schon früher aufgefallen. Kann gut sein, dass er in der Beziehung noch richtig bluten muss.

    Und die Frau, na ja, was soll man dazu sagen? Sie war ja mit der Behandlung einverstanden. Hinterher kommt sie dann mit so etwa. Dem Ottobildzeitungsnormalverbraucher wird dazu schon der passende Spott einfallen: Er hat überhaupt nicht gebohrt, oder so was. Und wieso ist sie mit ihrem Problem nicht gleich zu Dr. Müller gegangen?

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