Esoterik: Von der Sehnsucht zur Sucht


Sehr guter Artikel von Hugo Stamm unter dem Titel „Esoterik als Ersatzdroge“:

… Die Seminarleiter und spirituellen Meister versprachen bei jedem neuen Kurs den grossen Durchbruch oder die Erleuchtung. Es knisterte in den Workshops, Massensuggestion, Sehnsucht und Vorfreude heizten die Atmosphäre an. Die Euphorie wurde als Zeichen des geistigen Aufstieges interpretiert. Endlich war die spirituelle Erlösung greifbar, hofften die Sucher.

Doch wie bei allen Rauschmitteln versiegte der Strom der Glückshormone spätestens am Montag im Büro. Die Sehnsucht auf den nächsten Kick wuchs rasch an. Doch nach der zehnten Rückführung oder Umarmung der Bäume war die Kraft des euphorisierenden Rituals verpufft. Da es inzwischen mehrere Hundert esoterische Disziplinen gibt, ist die Jagd nach der Erleuchtung eine lebenslange Aufgabe geworden. Allerdings steigen viele mit der Zeit aus, weil ihnen das Geld ausgeht oder sich der erwartete Durchbruch als Fata Morgana erweist. Von der Sehnsucht blieb nur die Sucht … zum ARTIKEL

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2 Gedanken zu “Esoterik: Von der Sehnsucht zur Sucht

  1. Esoterik-Freaks verspüren offenbar eine unstillbare Lust, sich ihre Wahrheiten selbst zu erschaffen. Sie halten sich für einmalig und einzigartig und glauben sich im Besitz von Erkenntnissen zu sein, über die nur sie verfügen. Es fehlt ihnen folgerichtig auch die Fähigkeit, ihre „Wahrheiten“ selbstkritisch zu hinterfragen und in Frage zu stellen. Sie haben sich somit dem bedingungslosen Glauben an ihre Wahrheiten verschrieben und sich auf diese Weise selbst von der realen Welt ausgeschlossen.

    Populär ausgedrückt könnte man auch sagen, dass Eso-Freaks zu dämlich sind, den esoterischen Bockmist zu erkennen.

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