Bei „hart aber fair“ am 31.03.2014: „Heilen, egal wie – welche Medizin darf es denn sein?“


Am Montag geht es im TV mal wieder um Homöopathie. Ausgerechnet in der hart aber fair Sendung von Plasberg. Wir erinnern uns an seine Schleichwerbung für Regividerm:

Eine Thematisierung von Regividerm in der Sendung hart aber fair vom 21. Oktober 2009 erfolgte auf Wunsch des Moderators Plasberg, ein weiteres Mal konnte Autor Klaus Martens Gratiswerbung für sein Buch machen. Eine gleichermaßen effektive Aufklärung über alternative Mittel oder physikalische Therapien oder andere Maßnahmen bei den genannten Erkrankungen unterblieb.
Untermalt waren Film und Talkshow von anrührenden Bildern und einer an die Gefühle appellierenden Wortwahl. So sagte der WDR-Moderator Frank Plasberg in der Sendung hart aber fair vom 21. Oktober 2009: „Besonders bedrückend ist es, wenn man sieht, wie sehr kleine Menschen unter Neurodermitis leiden“ und stellte einen kleinen Neurodermitis-Patienten namens Bastian in den Dienst einer Schleichwerbung für ein gerade auf den Markt geworfenes Mittel, dessen Wirksamkeit bei der genannten Erkrankung nicht zweifelsfrei erwiesen ist.

Und an die unsägliche Sendung “Die Angst-Diagnose – was kann Krebs heilen?”, die einige Leserbriefe nach sich zog.

Da kommt schon Freude auf, wobei die Gewichtung der Gäste auffällig zu Gunsten der Skeptiker ausfällt, selbst wenn man Eckart von Hirschhausens Kritik nicht ganz ernst nehmen kann.

„hart aber fair“ am Montag, 31. März 2014, um 21.00 Uhr, live aus Köln

Das Thema: Heilen, egal wie – welche Medizin darf es denn sein?

Die Gäste: Dr. Eckart von Hirschhausen (Mediziner, Moderator und Komiker, gründete die Stiftung „Humor hilft heilen“, aktuelles Programm „Wunderheiler“) Dr. Klaus Reinhardt (Hausarzt und Allgemeinmediziner, Vorsitzender des Hartmannbundes) Dr. Irene Schlingensiepen (Allgemeinmedizinerin und Homöopathin, Buchautorin „Homöopathie für Skeptiker“) Christian Weymayr (Biologe und Wissenschaftsjournalist, Buchautor „Die Homöopathie-Lüge“)

Deutsche Ärzte sind Weltmeister beim Operieren, aber gleichzeitig boomt das Geschäft von Heilern und Homöopathen. Ein Widerspruch? Ist nur medizinische Wissenschaft wahr, sind die sanften Alternativen Humbug? Oder ahnen viele Menschen, dass Heilung Zeit, Zuspruch und manchmal Wunder braucht?

Der Text zum Thema ist jedenfalls wieder selten bescheuert!

Auf der hart aber fair Seite kann man bereits kommentieren, vielleicht hat ja jemand Lust 😉

Update:

Hier der absolut passende Artikel zur Sendung im SPON:

Versackt in der Palavermühle

Die Krux an solchen Einzelfallschilderungen ist, dass sie zwar überzeugend klingen, es aber nicht sind: Wer weiß schon, was dem Jungen tatsächlich geholfen hat? Es geschieht nicht selten, dass Asthma bei Kindern spontan aufhört. Ebenfalls unklar ist, wie viele vierjährige asthmakranke Kinder womöglich sterben, weil ihre Eltern ihnen Globuli statt wirksamer Medikamente gaben … zum ARTIKEL

22 Gedanken zu “Bei „hart aber fair“ am 31.03.2014: „Heilen, egal wie – welche Medizin darf es denn sein?“

  1. Eins muß man der Maischberger ja zugutehalten: bei ihr kommen in solchen Sendungen wenigstens auch mal echte, kompetente Kritiker der angeblich so sanften alternativen Medizin zu Wort, wie beispielsweise Gunter Frank oder Werner Bartens. Frank Plasberg allerdings kennt sich in der Szene nicht aus, danher kommen bei ihm auch solche „ausgewogenen“ Diskussionsrunden zustande.

    Siehe auch http://mehrfachwelten.de/das-maerchen-vom-gesunden-obst-und-gemuese

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    • Weymayer war hier im Blog schon öfter Thema, neben seinem sehr guten Buch und seiner Propaganda für eine „Scientabilität“, die kontrovers diskutiert wird, siehe hier, gibt es ein ganz gutes Interview mit ihm zu Traunstein. Hier auch das Audio dazu.

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  2. Besonders gespannt bin ich auf die Ansichten von Eckart von Hirschhausen. Dessen Nähe zum Ex-ARD-TV-Pfaffen Jürgen Fliege irritiert mich doch sehr stark. Als Teilnehmer an den von Fliege organisierten Esoteriktagen in Bad Wörishofen scheint von Hirschhausen vermutlich doch irgendwie esoterisch beeinflusst zu sein. Seine Aussagen zur Homöopathie waren bisher nämlich stets ziemlich wachsweich formuliert.

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  3. Nur mal so am Rande, Elke:
    a) post gelesen trotz Skeptator-pinning *eigene Schulter klopf*
    b) diese Seite ist der Anker für den Aufnahme-Termineintrag beim reminderFox

    Schönen Dank nachträglich!

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  4. Oh Himmel, was war das denn wieder … Die Einspieler waren ja katastrophal und ausgerechnet auch noch eine Eso-Messe, die natürlich, laut Plasberg, keine „Spinner“ zeige, sondern ganz normale Menschen!?

    Plasberg wie immer zum Thema nicht unparteiisch, sondern mit viel Hang zu Quack und stolz darauf, dass sein Kind Glaubuli bekommt.

    Weymayr hat gut angefangen und irgendwann schlapp gemacht. Beim Erklärungsversuch der Homöopathin zur HÖ, hätte er in die Luft gehen müssen und es kam kein Wort. Hirschhausen hat sich gegen meine Erwartung gut auf der Kritiker-Seite gehalten und der Arzt war sowieso gut., jedoch stellenweise auch viel zu ruhig. Die abstrusen Ansichten Hahnemanns zu Krankheiten und die generelle ideologische Impfskepsis von HÖs und HPs haben völlig gefehlt und die Klarstellung, welche Qualifikation Heilpraktiker haben, dass man sie überhaupt nicht mit Ärzten vergleichen kann, auch nicht in Bezug auf die Haftung, fehlte ebenfalls.

    Der Zuschauer nimmt mit: „Ich suche mir nun am besten einen Arzt, der auch homöopathisch arbeitet“

    Das nur in aller Kürze dazu.

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    • Mir hat die Sendung nicht sonderlich gut gefallen. War zielmlich einseitig. Das Bild von dem niedlichen Jungen, um den seine Mutter heroisch wie eine Löwin kämpft, dabei Erfolg hat und dann geläutert ist und jetzt ist der Junge (Augenzwinker) ein rechter Feger – emotionale Argumentation, wie man es von den Homöopathen kennt. Warum hat man nicht das Bild von dem niedlichen Mädchen entgegengesetzt, dass an der wegen Homöopathie unterlasssenen Hilfeleistung gestorben ist, sein ganzes Leben lag vor ihm, und das wurde ihm genommen, nie wieder wird die Welt das lustige Kinderlachen hören… die ganzen Emotionen halt.

      Weymayr: Er kam zwischen den ganzen Sympathieträgern nur als der unterkühlte Wissenschaftler rüber, der nur seine Studien und Bücher und Richtlinien kennt und dem man dann die Arschkarte androhen kann. Natürlich hat er sich nach der Emotional-Geschichte von der Schlingensiepen schlecht in Stellung gebracht, allerdings ist es wohl auch sehr schwierig, unvorbereitet zu so etwas Stellung zu nehmen.

      An sich hätte man – aber jetzt, nach einer Nacht drüber schlafen, ist die Kritik natürlich billig – die Schlingensiepen versiuchen sollen festzunageln: woher weiß sie, dass es die Homöo-Kügelchen waren, die geholfen haben? Hat sie ihren Jungen vorher / nachher untersucht? Was war die Ursache für seine Allergie und was ist jetzt anders? Was waren das überhaupt für Kügelchen, D1 enthält ja immerhin noch (etwas) Wirkstoff etc. Aber wie gesagt, jetzt, nach einer Nacht Schlaf, ist es einfach diese Dinge abzuspulen.

      Will heißen: natürlich kam Weymayr nicht so gut rüber – aber er hatte auch wenig Chancen, zwischen dem Sympathieträger Hirschhausen und diesem Hausarzt, der auf mich einen sehr kompetenten Eindruck machte, für mich auch ein Sympathieträger.

      Übrigens:
      Frau Schlingensiepen hat ja auf die nächste Tagung ‚Homeopathy meets Science‘ eingeladen. Zwar nicht mich, aber ich fühlte mich halt dennoch angesprochen.

      Daher habe ich Frau Schlingensiepen mal angemailt, wann und wo der Call for Papers für die nächste Tagung Homöopathie meets Science veröffentlicht wird. Auf der letzten Tagung Anfang März sind von Ammon und Frass aufgetreten. Für die nächste Tagung würde ich dort gerne einen Vortrag halten, warum wir Skeptiker dem nicht glauben.

      Mal sehen. was dabei rauskommt.

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      • Herr Aust,
        jawohl, …. und ich denke, Sie meinen die kleine Isabella Denley beispielführend für zahlreiche anderer Kinder. Isabella starb im Alter von nur 13 Monaten und wurde Opfer der Homöopathiegläubigkeit ihrer Eltern.
        Vllt. ist es Elke möglich dieses Bild und die Hintergrundgeschichte hier einzubinden, Danke.

        The parents of a 13-month-old girl who died after a series of seizures refused to treat their child with anti-convulsant medicine and instead opted for alternative therapies, an inquest heard yesterday.

        The Coroners Court was told that Warren and Helena Denley were concerned that their daughter, Isabella, suffered serious side-effects from medicine used to treat epilepsy.

        The inquest heard that Mr and Mrs Denley had seen a variety of alternative therapists, including a psychic, who told them that Isabella was „reliving a past life trauma“.

        Isabella died at her home in Kew on October 19 last year.

        Mark Mackay, a neurologist at the Royal Children’s Hospital, said Isabella had suffered from „life-threatening epilepsy“ and needed anti-convulsant medicine. But the inquest heard that Mrs Denley wanted to take Isabella off the medicine because of side-effects, including hyperactivity and sleep loss.

        „I was uncomfortable with the fact that the parents were nominating me as Isabella’s treating medical practitioner despite the fact that they were refusing to follow my medical advice,“ Dr Mackay said.

        „Isabella’s mother told me that she did not want to see someone else because it was fate that brought us together.“

        Dr Mackay said he called the Department of Human Services‘ child protection unit after Isabella’s parents failed to heed his advice, as her seizures were resulting in frequent admissions to hospital.

        Dr Mackay said Mr Denley was „extremely angry“ and told him he had no right to call DHS. „I told him there was a legal mandate that required me to notify the department… if I felt a child was at risk,“ he said. The department monitored Isabella for almost two months, the inquest heard, but stopped a month before her death. Compliance with the recommended treatment was monitored via urine and blood tests.

        While Dr Mackay said Isabella had suffered from epilepsy, an exact cause of death was not established, as Mr and Mrs Denley lodged an application with coroner Phil Byrne requesting that no autopsy be performed.

        Forensic pathologist David Ranson said that in the absence of an autopsy, he was unable to determine whether there was any internal trauma or an underlying disease that could have directly or indirectly contributed to Isabella’s death.

        But Dr Ranson said toxicology samples taken from Isabella did not detect any anti-convulsant drugs in her system.

        „Clearly, if this child was having a decreased number of seizures in association with medication… there is an increased possibility of a seizure occurring in the absence of controlling of medication,“ Dr Ranson said. „In the setting of such a seizure, death could occur.“

        The inquest continues.

        http://www.theage.com.au/articles/2003/11/25/1069522605256.html

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      • Danke für die Info.
        Ich glaube, man sollte über diese Fälle mal ein Bilderbuch (!) zusammenstellen – und jeder, der sich in die Diskussion mit Homöopathen begibt, sollte das dabei haben – um für die emotionale Diskussionsschiene vorbereitet zu sein.

        Dann hätte Weymayr nämlich nach den Ausführungen der Frau Schlingen siepen dieses hochhalten können und die Kamera bitten, dies mal im Großformat zu zeigen.

        Dann muss man nur noch auf die Retourkutsche gefasst sein, dass es auch in der Schulmedizin Fälle gegeben hat, dass Kinder starben. Entgegnung: Es gab aber auch Kinder, die geheilt wurden.

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  5. Ich teile Elkes Wertung, dass einige Zuschauer nach dieser Sendung auf die Idee kommen könnten, einen Arzt zu wählen, der auch Homöopathie kann ! Diese Sendung hinterließ einmal mehr den Eindruck, dass es in der Medizin durchaus ein sowohl als auch geben könne. Dass psychosomatische Einflüsse beim Gesundungsprozess sehr wohl eine Rolle spielen, ist inzwischen allgemein anerkannt, hat aber mit der Homöopathie rein gar nichts zu tun. Wenn man sich in der Runde darauf hätte einigen können, hätte sich die Gelegenheit ergeben, endlich auf den Punkt zu kommen, der Klarheit darüber gebracht hätte, worin der prinzipielle Irrtum der Homöopathie besteht.

    Das Beispiel der Ärztin, die sich aufgrund der angeblichen Heilung ihres asthmatischen Sohnes durch homöopathische Globuli der HP zuwandte, belegt einmal mehr die Auswirkung eines grundlegenden Denkfehlers der zu einer solchen fatalen und irrigen Annahme führte. Nicht die Globuli haben die Heilung bewirkt, sondern das selbsttätig funktionierende Immunsystem ihres Sohnes hat die Heilung bewirkt. Ich wundere mich immer wieder, dass diese doch leicht nachvollziehbare Erkenntnis in solchen Gesprächsrunden keine Erwähnung findet. Als Ärztin hätte sie doch wissen müssen, dass solche – durch das Immunsystem bewirkte – Selbstheilungen recht häufig vorkommen. Es ist ja bei Ärzten allgemein bekannt, dass die meisten Erkrankungen (geschätzte 80 %) durch das Wirken des Immunsystems selbsttätig kuriert werden. Das gilt sowohl für einen Schnupfen bis hin zur Krebserkrankung. (Habe ich an mir selbst erlebt !)

    Die Neigung von Dr. von Hirschhausen zu esoterisch inspirierten spirituellen Heilmethoden war auch in dieser Sendung – trotz seiner Anti-Homöopathie-Einstellung – nicht zu überhören. Hätte er stattdessen den Begriff Psychosomatik ins Spiel gebracht, hätte ich ihm folgen können. Ich hätte mich aber nicht gewundert, wenn er Jürgen Flieges besprochenes Heilwasser als Alternative zur Schulmedizin und zur Homöopathie ins Spiel gebracht hätte.

    Alles in allem war diese Sendung einmal mehr nichts anderes als ein grandioser Schuss in den Ofen ! Es wurden einige Funken aufgewirbelt, die aber das Feuer der Wahrheit auch nicht entflammen und auflodern lassen konnten.

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  6. ADMIN: Ihr Kommentar wurde gelöscht, denn hier ist sicher keine Plattform zur Bewerbung von gemeingefährlichen Verschwörungstheorien, die kranke Menschen von völlig unhaltbarem Irrsinn überzeugen wollen.

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  7. Lieber Herr Dr. Werner,

    haben Sie vielen Dank für Ihre Textwand. Auf diese Weise habe ich gelernt, um jedes Praxisschild mit dem Namen Reinhard Werner einen Riesen-Bogen zu machen. Lieber einen Krebs verbrennen-vergiften-zerschneiden, als im Vertrauen darauf, nochmal Glück zu haben, Ihrem hochfahrenden Nichtstun zuzuschauen.

    Herzlichst

    Typee.

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  8. @ Dr. med. Reinhard Werner

    „Jeder Mensch ist damit ein absolutes elektromagnetisches Unikat …“

    Sie nicht. Sie sind kein „Unikat“: Ihren Quanten-Quatsch habe ich ähnlicher Form schon 1000 mal gehört – von anderen Spinnern.

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  9. Ach, Sie sind der PERTH-Dr. Werner – dessen Leber 58 mal pro Sekunde schwingen soll. Warum haben Sie das nicht gleich gesagt! Eines kann ich Ihnen dazu nämlich verraten: auf schnellen Kopfsteinpflaster-Passagen schaffe ich das auch auf dem Rennrad, dazu brauche ich Ihren Human Regenerator nicht.

    Und noch ein kleines Rätsel: finden Sie heraus, wieso diese zwei unmittelbar aufeinander folgenden Sätze in Ihrem Erguss einander widersprechen:

    „Darum kann man 100 Menschen mit einem Präparat behandeln und der 101. stirbt am anaphylaktischen Schock innerhalb von Sekunden. Bei 10 Trilliarden chemischer Prozesse pro Sekunde wäre die Chemie zu langsam.“

    Und noch eins: bitte nennen Sie mir ein zugelassenes Arzneimittel, das innerhalb der spezifischen Indikation in 1 von 101 Fällen tödliche Nebenwirkungen zeitigt.

    Mit energetischen Grüßen!

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  10. Das nennt man Faktencheck, unglaublich!

    „Die Studienlage zur Homöopathie und deren Interpretation machen die oft unversöhnlich gegenüberstehenden Sichtweisen von Gegnern und Befürwortern besonders deutlich. Richtig ist, dass es eine Reihe von Studien gibt, die die Wirksamkeit von Homöopathie nachweisen sollen. Allerdings gewinnt man den Anschein, dass auf eine für Homöopathen stichhaltige Untersuchung auf dem Fuße eine Studie von Schulmedizinern folgt, die diese angebliche Wirksamkeit widerlegen soll. Eine bei Homöopathie-Skeptikern sehr populäre Studie wurde 2005 vom Epidemiologen Matthias Egger von der Universität Bern im Auftrag des Schweizer Bundesamtes für Gesundheit veröffentlicht. Egger und seine Mitautoren kamen unter anderem zu dem Ergebnis, dass die Wirkungen der hochverdünnten Globuli und Tropfen lediglich auf Placebo-Effekte zurückzuführen sind. Andere Forscher bemühen sich, die „Glaubensfrage“ zu versachlichen. Die Sozialmediziner der Berliner Charité Stefan Willich und Claudia Witt beispielsweise kommen zu dem Ergebnis, dass sich die Beschwerden von Patienten, die sich homöopathisch behandeln lassen, nachhaltig verbessern. Die Effekte bei den untersuchten Fällen seien mit denen schulmedizinischer Behandlung vergleichbar. Allerdings könne nicht zwischen Arzneimitteleffekt und Placeboeffekt unterschieden werden. Ein abschließendes Urteil stehe noch aus.“

    http://www1.wdr.de/themen/politik/faktencheck354.html

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    • „Hart, aber fair“ – so der Titel der Sendung. Von Härte war nichts zu spüren, man plätscherte meines Erachtens nach mehr verdünnt am Thema vorbei und schob eine versachtliche, unterkühlte „Schulmedizin“ vor. Wenigstens wurde im Ansatz darauf eingegangen, dass hier wirtschaftliche Belange als Gründe zu benennen sind.
      Wie wäre es doch, wenn man das Geld, welches man als Patient zum Quacksalber, Homöopathen oder Heilpraktiker schleppt dem Arzt als „Privat-/ Eigenanteil“ erstattet? Der Arzt hätte sicher etwas mehr Zeit, und zwar nicht aus Geldgier, sondern weil er damit sicher wirtschaftlich überleben kann.
      Desweiteren – Ist es fair einem Patienten wirkungslose Globuli als Medikament zu verticken? Nein, ist es nicht!!!! Diese Möglichkeit wurde nur durch Lobbyarbeit hin zum Binnenkonsens geschaffen, sachlich richtig bleibt es Betrug – Basta!!!

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  11. Aus dem Spiegel-Artikel „Homöopathie-Debatte bei ‘Hart aber fair’: Hoch lebe der Einzelfall“ (Elke hat es in einem Kommentar oben schon erwähnt):

    „Insofern war es schön, dass Frank Plasberg gleich zu Beginn der Sendung klargestellt hat, dass sein Sohn, wenn er eine Beule hat, erst mal fünf Globuli bekommt. Die treffende Bemerkung eines Talkgastes, dass das Kind so lerne, bei jedem Wehwehchen eine Pille zu schlucken, ging leider unter.“

    genau das hatte ich erwartet – irgendjemand etwa nicht?

    (und natürlich braucht sich da auch niemand mehr zu wundern, dass die Sendung „lasch“ war)

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