Krebs – Stand der Medizin


Gestern ging es bei Maischberger um das Thema Krebs. Wichtig an der Sendung war die Aufklärung der Leiterin des Krebsinformationsdienstes zu einigen der netten Krebsmythen und Verschwörungstheorien, die überall kursieren:

Susanne Weg-Remers räumt mit zahlreichen Mythen auf. Ganz aktuell sind Deodorants im Gespräch, die Aluminiumsalze enthalten. Aluminium stehe zwar im Verdacht, sagt Weg-Remers, doch über die Haut finde kaum eine Aufnahme statt. Man könne die Deos deshalb benutzen, „ohne sich einem höherem Risiko auszusetzen“.

Gesund leben ist kein Schutz

Zucker und Süßstoff? „Keinerlei Hinweise“ auf Krebsgefahr. Psychischer Stress? Nein, es gäbe keine „Krebspersönlichkeit“, so die Expertin. Mit einer Ausnahme, der indirekten Wirkung: Wenn die Belastungen dazu führten, dass man ungesund lebe, steige das Risiko. Direkt verantwortlich sind dann aber Alkohol, Zigaretten und falsche Ernährung.

Sich andersherum durch die richtige Ernährung zu schützen funktioniere nur bedingt. „Das eine, wirksame Gemüse gibt es nicht“, sagt Susanne Weg-Remers. Zwar würden immer wieder isolierte Stoffe in Experimenten dazu führen, dass Krebszellen aufhörten zu wachsen oder stürben.

Auf die Wirkung beim Menschen könne man dadurch aber nicht schließen, wenn er diese Stoffe über die Nahrung aufnehme. „Auch der Hering ist nicht der Zauberheiler“, sagt die Expertin und macht trotzdem Mut.

Krebs sei heute letztlich auch deshalb so oft Todesursache, weil viele andere Krankheiten bereits besiegt sind und die Menschen sehr alt werden. Und auch für die Volkskrankheit Krebs bestünde Hoffnung: „Es ist eine Menge in der Forschung zugange“, sagt Susanne Weg-Remers.

Wundermittel, die jeden Krebs heilen, wird es wahrscheinlich auch in der Krebsmedizin nie geben, aber der Stand der Forschung und heutige Therapiemöglichkeiten sind faszinierend, wenn man die Komplexität der Krankheit bedenkt, die von sämtlichen Verschwörungsheinis peinlichst ignoriert wird. Folgender Beitrag vermittelt einen guten Einblick und da auch hier „nur“ Menschen am Werk sind, müsste jedem klar werden, dass es für Empathie und emotionale Zuwendung dem Patienten gegenüber, wie man sie bei Quacksalbern so sehr liebt, eine Grenze geben muss, um Behandler nicht zu überlasten. Der Selbstschutz ist unabdingbar wichtig, um einen derart anstrengenden Job dauerhaft zu meistern und das funktioniert eben nicht, wenn man die Sorgen und Nöte der Patienten zu nahe an sich ran kommen lässt oder auch noch mit nach Hause nimmt.

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