Evangelikale: „Ist Homöopathie für Christen akzeptabel?“


Ach wie lustig, nun geht es bei den Bibeltreuen (idea.de) darum, ob ein Christ Homöopathie anwenden dürfe. Erstaunlicherweise ist die Kontra-Meinung des Theologen recht vernünftig:

Pro: Mittel aus „Gottes großer Apotheke“

Nach Ansicht des Vorsitzenden der Vereinigung Christlicher Heilpraktiker, Dieter Oesch (Schotten/Hessen), beruht die Beliebtheit der Homöopathie nicht auf Einbildungen, sondern auf Erfahrungen: „Die schonendste und beste Therapie ist für den Patienten gerade gut genug.“ Es würden natürliche Mittel aus „Gottes großer Apotheke“ verwendet. Die von Gott geschaffenen Selbstheilungskräfte seien „durchaus in der Lage, den Körper ohne Einflussnahme von Medikamenten zu heilen“. Bei der geistlichen Beurteilung der Homöopathie spiele es keine Rolle, ob der Entdecker, Prof. Samuel Hahnemann (1755–1843), Christ oder Freimaurer gewesen sei, sondern ob seine Methode übernatürliche Kräfte verwende: „Denn niemand lehnt die Einnahme von Penicillin ab, weil der Erfinder Alexander Fleming (1881–1955) ein Freimaurer war.“ Oesch verweist auf die Bibelstelle „Wenn ihr esst oder trinkt oder sonst etwas tut, so soll es zur Ehre Gottes geschehen“ (1. Korinther 10,31).“ Das gelte auch für die Anwendung der Homöopathie.

Kontra: Das esoterische Konzept hat sich als falsch erwiesen

Dagegen vertritt der Vorsitzende des Bibelbundes (Berlin), der Theologe Michael Kotsch, die Auffassung, dass einige homöopathische Grundüberzeugungen wissenschaftlich überholt seien und teilweise in deutlichem Gegensatz zu biblischen Prinzipien stünden. So habe Hahnemann noch nichts von Umweltgiften, Bakterien und Viren gewusst. Deshalb habe er jede Krankheit auf eine „geschwächte Lebensenergie“ zurückgeführt. Sie solle durch eine magisch gesteigerte „Lebensenergie“ der homöopathischen Medikamente angeregt werden. Dieses esoterische Konzept habe sich als falsch herausgestellt. Ebenso verkehrt sei die Vorstellung, dass eine Substanz umso intensiver wirke, je stärker sie verdünnt werde: „Ist kein Molekül des Wirkstoffes mehr vorhanden, soll die Heilkraft am stärksten sein.“ Kotsch zufolge schadet die Homöopathie nicht viel – „außer dem Geldbeutel“. Gefährlich werde es allerdings, wenn man bei schweren Krankheiten keine der vielfach bewährten Standardtherapien in Anspruch nehme. In Südafrika sei kürzlich ein AIDS-Patient gestorben, weil er sich erfolglos mit homöopathischen Mitteln behandeln ließ … zum ARTIKEL

Die ganze Seite des illustren Vereins der christlichen Heilpraktiker, der sich zum Ziel gesetzt hat, esoterische Einflüsse in der Naturheilkunde abzulehnen und damit beschäftigt ist, gottgefällige Heilkunde von esoterischer zu trennen, ist Realsatire pur. Dort gibt es auch noch mehr Unsinn zur Homöopathie.

"Wie Sie einen überzeugten Homöopathen bekehren"
Kategorie: Homöopathie
Kategorie: Heilpraktiker

3 Gedanken zu “Evangelikale: „Ist Homöopathie für Christen akzeptabel?“

  1. Also, nach meiner Erkenntnis besteht zwischen dem Glauben an einen Gott und der Esoterik kein wesentlicher Unterschied. Beides sind unbewiesene Thesen, die auf reiner Annahme beruhen und von den Anhängern den Glauben abfordern. Somit ist die eine These ebenso schwachsinnig wie die andere.

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