Homöopathie und kein Ende – der Irrweg in die Zukunft!


Dr. rer. nat. Eckehard Eibl, Vorstandssprecher des BKHD (Bund Klassischer Homöopathen Deutschlands e.V.), warnte 2012 vor „falscher“ Homöopathie:

In der Tat ist die Homöopathie Hahnemanns, die er in seinem Organon ausführlich begründet, außerordentlich komplex. Sie kann, wenn man sie studiert und sich die Idee dieser Homöopathie im Studium nicht erschließt, aber auch sehr verwirrend sein.

Und ganz besonders § 260 des Organons! Die internen Widersprüche reichen eigentlich, um die Idee zu verwerfen.

… Grundsätzlich gilt: wer heilt hat recht! Und: In jeder Methodik gibt es auch gute Therapeuten, aber mit der Homöopathie Hahnemanns haben solche Vorgehensweisen nichts zu tun.

Fragen Sie bitte nach, erkundigen Sie sich, prüfen Sie Empfehlungen!!

Es steht uns nicht an, die Qualität der einzelnen Richtungen zu verurteilen. Beurteilen können wir sie schon. Sie sind aber zu tolerieren, auch wenn einzelne Richtungen überhaupt nichts von der wundervollen Vorgehensweise abbilden, die Samuel Hahnemann seinen Schülern mitgab. “ Macht’s nach, aber macht’s genau nach“ ist deshalb die Basis der wirklich Klassischen Homöopathie.

Da freut man sich doch um so mehr auf die Forschungstätigkeiten der Homöopathie-Hochschulen. Die Ansichten Hahnemanns vor 200 Jahren, die genau eingehalten werden müssen, führen jegliche Forschung  so wie sie wissenschaftlich anerkannt ist, per se ad absurdum.

Da auch der Begriff Klassische Homöopathie nicht geschützt ist, finden sich auch unter dieser Bezeichnung Therapeuten, die den guten Ruf der Klassischen Homöopathie für sich vereinnahmen, selbst, wenn sie kaum Kenntnisse von dieser Homöopathie Hahnemanns haben.

Am Sichersten sind Sie, wenn Sie sich an einen Klassischen Homöopathen wenden, der in den Therapeutenlisten des BKHD, VKHD oder des Zentralvereins homöopathischer Ärzte aufgeführt ist. Diese Therapeuten haben ein 3-jähriges Studium ausschließlich der Klassischen Homöopathie mit einer zentralen Prüfung erfolgreich absolviert und haben sich zur jährlichen Fortbildung, die zentral überprüft wird, verpflichtet.

Wenn Sie einen Klassischen Homöopathen suchen, folgen Sie den Empfehlungen von Leuten, denen wirklich geholfen wurde. Kennen Sie solche nicht, wenden Sie sich an eine Organisation, die Klassische Homöopathie vertritt (BKHD, VKHD, Deutscher Zentralverein homöopathischer Ärzte). Dort ist man bemüht, Ihnen einen Therapeuten in Ihrer Nähe zu benennen, der die grundlegenden Kenntnisse beherrscht … zum ARTIKEL

Und ich sage Ihnen, beschäftigen Sie sich mit der Klassischen Homöopathie Hahnemanns, schalten Sie Ihren Verstand dabei ein und lesen Sie möglichst viel Kritik dazu, dann werden Sie selbst darauf kommen, dass man vor jeder Ausprägung der Homöopathie, einschließlich der klassischen, warnen sollte.

Was würden Sie zum Beispiel als Asthmapatient davon halten, wenn Ihr Arzt Ihnen demnächst ein Asthma-Spray ohne Wirkstoff verschreiben würde??  Die Homöopathie macht es möglich!  Oder Sie fliegen demnächst in den Urlaub und brauchen eine Malaria-Prophylaxe und bekommen ebenfalls nur NICHTS? Auch dabei hilft Ihnen die Homöopathie gerne, denn für sie gibt es generell keine Grenzen

Halten Sie Scheinmedikamente in der Behandlung schwerster Krankheiten für ethisch vertretbar??

Sind Ihnen eigentlich die Risiken der Homöopathie, die ohne mit der Wimper zu zucken von allen HÖ-Anbietern ignoriert oder verschwiegen werden, bewusst??

Und wenn es immer wieder darum geht, dass die Mittelchen im Verhältnis zu Medikamenten nahezu nichts kosten und die Pharma um ihre horenden Gewinne bangt, dann denken Sie doch bitte mal an Gewinnspannen!

Im Jahr 2011 wurden in Deutschland Homöopathika für 389 Millionen Euro umgesetzt, weltweit etwa 2 Milliarden. Zahlen über den Rohgewinn dabei werden nicht publiziert.[226]
Der Endkundenpreis für raffinierten Zucker, der Grundsubstanz der Globuli, beträgt (Stand 2013) ca. 0,65 € pro Kilogramm. Globuli ohne Wirkstoff sind für weniger als 50 € pro Kilogramm erhältlich. Globuli mit homöopathischen Wirkstoffen werden hingegen für durchschnittlich 800 € pro Kilogramm verkauft.[227] Somit bietet die Herstellung von Homöopathischen Mitteln enorme Gewinnspannen: Globuli ohne Wirkstoff sind 75 mal wertvoller als das Rohmaterial, und durch das Zusetzen von homöopathischen Wirkstoffen steigert es sich erneut auf das 16-fache (insgesamt das 1.200-fache des Zuckers).
Die Gewinnspanne kann durch Medikamentenfälschung noch deutlich vergrößert werden, wenn nur eine Sorte Globuli – mitunter ohne Potenzierung einer Ursubstanz – unter verschiedenen Namen bzw. Indikationen abgegeben wird. Bei Potenzierungen über D12 ist der Wirkstoff durch chemische Labormethoden nicht mehr nachweisbar. Ein Betrug kann also ausschließlich durch Kontrollen während der Herstellung, beim Zwischenhandel oder in der Apotheke aufgedeckt werden. Dagegen kann bei herkömmlichen Arzneimitteln im Prinzip jeder Kunde eine Laboruntersuchung des Produktes in Auftrag geben, wenn er an der Echtheit des Heilmittels zweifelt. Im Oktober 2010 wurde ein derartiger Betrugsfall in Bangladesch entdeckt: Medikamentenfälscher füllten hochprozentigen Alkohol in Fläschchen, welche dann bloß als unterschiedliche homöopathische Heilmittel etikettiert wurden.[228]

Von einer Homöopathie-Fraktion, die sich altruistisch und in Nächstenliebe für das Wohl und die Genesung der Menschheit einsetzt, kann natürlich auch keine Rede sein.

Die Homöopathie wird unterstützt durch eine massive[227] Lobbyarbeit nach dem Vorbild der Pharmaindustrie.[229] Kritiker der Homöopathie werden dabei zum Teil namentlich an den Netz-Pranger gestellt,[226] und entsprechende Publikationen finanziell gefördert.[226] Der britische Wissenschaftler Edzard Ernst wurde 2005 stark angegriffen, nachdem er öffentlich einen Bericht über Homöopathie als „skandalös und voller Fehler“ bezeichnete, nach einer 13-monatigen Untersuchung konnte ihm aber kein Fehlverhalten nachgewiesen werden. Infolgedessen dürfen homöopathische Mittel seit 2010 in Großbritannien nicht mehr als wirksam beworben werden, und werden nicht mehr vom NHS gefördert.

Rainer Wolf und Jürgen Windeler formulierten es bereits 1997 so:

Praktiziert ein Wissenschaftsmediziner alternative Medizin, besteht allerdings die Gefahr, dass die Patienten manipuliert werden: Sie verwechseln beides miteinander und halten alles gleichermaßen für seriös … Etwas zu glauben, ist Privatsache. Aber die öffentliche Behauptung, parawissenschaftliche Theorien hätten sich als zutreffend erwiesen, ist es nicht. Die Erkenntnisse der Wissenschaft sind ein kostbarer, kollektiver Besitz der Menschheit, der in der Vergangenheit schwer erkauft worden ist. Märtyrertum und Scheiterhaufen stehen unübersehbar am Weg. Für diesen Besitz, dessen Gültigkeit immer wieder vorurteilsfrei überprüft worden ist, tragen wir alle eine große Verantwortung. Wenn es sich um Behauptungen handelt, die man testen kann – und nur solche gelten definitionsgemäß als (natur)wissenschaftlich – dürfen und müssen wir daher die Autorität der wissenschaftlichen Methodik in Anspruch nehmen, um die Richtigkeit der Behauptung zu klären.

Praktisch jeder Alptraum, den Wolf und Windeler damals hätten haben können, hat sich heute realisiert. Es ist einerseits bereits problematisch,  einen Arzt zu finden, der sich gegen Homöopathie ausspricht bzw. sie nicht selbst anbietet und andererseits gaukelt uns die gesamte Homöopathie-Fraktion vor, dass es genügend wissenschaftlich voll anerkannte Studien gäbe, die die Wirksamkeit der Homöopathie nachweisen würden.

Ärzte nutzen den finanziellen Vorteil, den Mehrwert, den die Kassen groteskerweise für Quacksalberei bezahlen und der mit rein effektiver Behandlung in einer Hausarztpraxis nicht annähernd zu erwirtschaften ist und Homöopathen haben sich darauf verlagert alle wissenschaftlichen Begriffe zu adaptieren und so zu tun als handelten sie ebenso wie jeder Wissenschaftsbetrieb, der Beweise für eine angegebene Wirksamkeit liefert. Was sich hinter oder im Rahmen dieser Homöopathie-Studien abspielt, lässt jeden Wissenschaftskenner ergrausen und Norbert Aust analysiert und stellt das auch wunderbar dar.

Es gibt keinen Nachweis der Wirksamkeit!

Nur interessieren tut es keine Sau, die davon überzeugt ist, dass HÖ ihr und dem und dem geholfen hat und dazu hatten Wolf und Windeler auch damals schon etwas anzumerken:

Es liegt an uns, etwas dagegen zu tun, dass unsere Nachfahren das auslaufende Jahrhundert mit einem Rückfall in das Zeitalter magischen Denkens verbinden werden. Leider tragen wir alle die Anlage dazu in uns. Wir nehmen vor allem das wahr, was wir bewusst oder unbewusst erwarten und was eine Art „Zensur-Prozess“ in unserem Gehirn für realistisch hält (46-48). Ganz ähnlich die „Denk-Zensur“: Ungeachtet aller Gegenbeweise neigen wir dazu, an einer einmal gefassten Überzeugung unbeirrbar festzuhalten. Unser Geist liebt fremde Ideen in der Regel ebensowenig wie unser Körper ein fremdes Protein: Beides wird mit großer Energie bekämpft. Diese „Credomanie“ (Glaubsüchtigkeit, „true-believer-Syndrom“) erweist sich als eine tierische Erblast und ist eine unerschöpfliche Quelle menschlichen Aberglaubens.

Die Hoffnung, dass sich in der nächsten Zukunft dazu etwas verbessern würde, ist längst geschwunden, aber deswegen darf man nicht aufgeben darüber aufzuklären und zu warnen!

Info-Faltblatt zur Homöopathie
Homöopathie
Fragen und Antworten zur Homöopathie
Der Apotheker Dr. Edmund Berndt zur Unwirksamkeit der Homöopathie
Irrtum Homöopathie – präzise analysiert und erklärt!
Homöopathie und Malaria-Prophylaxe
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Gefahren der Homöopathie
Todesfälle und Schäden bei Kindern durch “Alternativmedizin”
RatgeberNewsBlog: Kategorie Homöopathie
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6 Gedanken zu “Homöopathie und kein Ende – der Irrweg in die Zukunft!

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