Staatliche Waldorfschule Hamburg – Ursula Caberta: „Klopper des Jahrhunderts“


Wer für alles offen ist, ist nicht ganz dicht!

Hamburgs Schulsenator Ties Rabe (SPD) hat am Montag im Rathaus die Pläne vorgestellt, die Wilhelmsburger Grundschule Fährstraße im Sinne der Waldorf-Pädagogik umzugestalten. Wie NDR 90,3 berichtete, stößt das Projekt aber auch auf massive Kritik.

Schulsenator Rabe stellte klar: In Hamburg wird es keine Waldorfschule unter staatlicher Regie geben, Teile der Waldorf-Pädagogik seien aber gerade für Kinder in Wilhelmsburg – und deshalb auch für die städtische Grundschule Fährstraße – sinnvoll.

Caberta: „Klopper des Jahrhunderts“

Doch selbst das geht der ehemaligen Hamburger Sekten-Beauftragten Ursula Caberta zu weit: „Wir haben Broschüren herausgebracht als Hamburger Senat, wo vor Rudolf Steiner und seiner Waldorf-Pädagogik gewarnt wurde. Und insofern ist das der Klopper des Jahrhunderts, der gerade hier abgeht.“ Caberta, seit März nicht mehr im Dienst, vertrat auf der Pressekonferenz die Gesellschaft zur wissenschaftlichen Untersuchung von Parawissenschaften. Deren Vorwurf: Die Theorie hinter den Waldorfschulen sei ein Sammelsurium pseudo-wissenschaftlicher, ja sogar rassistischer Ideen.
Rabe will sich jedoch nicht auf eine Grundsatz-Diskussion einlassen. „Wir wollen Elemente der Waldorf-Pädagogik, die mit unseren Bildungsplänen vereinbar sind, in den Unterricht mit einbinden“, sagte der Senator. Zum Beispiel Musik, Kunst und Handwerkliches. Das werde an einer anderen staatlichen Schule, der Albert-Schweizer-Schule in Klein-Borstel, übrigens schon seit 60 Jahren erfolgreich praktiziert.

NDR – VIDEO

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12 Gedanken zu “Staatliche Waldorfschule Hamburg – Ursula Caberta: „Klopper des Jahrhunderts“

  1. taz, Hamburg, 25.11.2013:

    “Steiners Pädagogik in staatlicher Schule

    ‘Ein bisschen Waldorf geht nicht’

    In Hamburg soll 2014 eine staatliche Schule mit Waldorfelementen starten. Kritiker warnen vor Esoterik und Anti-Aufklärung.

    (…)

    Das Projekt ist hochumstritten. Der Bremer Grundschullehrer André Sebastiani lehnt den Schulversuch „aufs Schärfste ab“. Er hat im Namen der „Gesellschaft zur wissenschaftlichen Untersuchung von Parawissenschaften“ (GWUP) in einer Onlinepetition rund 2.300 Unterschriften gegen den Schulversuch gesammelt.

    ‘Esoterisch statt wissenschaftlich’

    Er warnt davor, „esoterische und wissenschaftsfeindliche Ideen ins staatliche Schulwesen einzuführen“. Alles in der Waldorfpädagogik, auch der Kunst- und Musikunterricht, fuße auf der anthroposophischen Lehre von Waldorf-Vater Rudolf Steiner.

    Auch ein Brief von 22 Wissenschaftlern des GWUP-Wissenschaftsrats sei leider „völlig ignoriert“ worden, so Sebastiani. Darin heißt es, die anthroposophische Lehre enthalte ein Sammelsurium von antiaufklärerischen Ideen. So solle der Waldorf-Klassenlehrer „Künstler, Priester und höchste Autorität“ sein und das angebliche „Karma“ seiner Schüler durch „Hellsicht“ erkennen.

    Die grundsätzliche Sorge der Kritiker: Es sei nicht möglich, nur die positiven Aspekte der Waldorfpädagogik herauszupicken. „Ein bisschen Waldorf geht ebenso wenig wie ein bisschen schwanger.“

    (…)”

    zum vollständigen Artikel der taz: http://taz.de/Steiners-Pedgogik-in-sttlicher-Schule/!128171/

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  2. Waldorfpädagik ist esoterisches Pippi und Gaga in einem. Über den Begründer dieses hirnverbrannten Schwachsinns habe ich kürzlich eine dessen Thesen unterstützende Biographie gelesen. Bei der Lektüre ist mir allerdings echt übel geworden, und ich habe das ausgeliehene Buch schnellstens wieder in die Bibliothek zurück gebracht. Man kann ja nichts nicht mehr schlafen, wenn man sich diesen total bekloppten, pseudowissenschaftlichen Nonsens reinzieht. Ticken die denn in Hamburg noch richtig ?

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    • @ Argus

      ich habe den Verdacht, dass du nicht blond bist? Und auch (noch) kein Geisteswissenschaftler? Hören wir dazu Rudolf Steiner:

      “Die blonden Haare geben eigentlich Gescheitheit. Geradeso wie sie wenig in das Auge hineinschicken, so bleiben sie im Gehirn mit Nahrungssäften, geben ihrem Gehirn die Gescheitheit. Die Braunhaarigen und Braunäugigen, und die Schwarzhaarigen und Schwarzäugigen, die treiben das, was die Blonden ins Gehirn treiben, in die Augen und Haare hinein. Daher werden sie Materialisten, gehen nur auf dasjenige, was man sehen kann, und es muss durch eine geistige Wissenschaft ausgeglichen werden. Man kann also eine Geisteswissenschaft haben in demselben Masse, als die Menschheit mit der Blondheit ihre Gescheitheit verliert. (…) Denn es ist tatsächlich so, dass, je mehr die blonden Rassen aussterben, desto mehr auch die instinktive Weisheit der Menschen stirbt. Die Menschen werden dümmer.”

      Rudolf Steiner

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      • Ich wurde gebeten, die Quelle für Rudolf Steiners „Blond und Blauäugig“ Geisteswissenschaft zu nennen:

        Rudolf Steiner, „Über Gesundheit und Krankheit Grundlagen einer geisteswissenschaftlichen Sinneslehre“, G348, FÜNFTER VORTRAG, Dornach, 13. Dezember 1922 – Seite 103

        Der gesamte Vortrag hier online:

        http://fvn-rs.net/index.php?option=com_content&view=article&id=3692%3Afuenfter-vortrag-dornach-13-dezember-1922&catid=246%3Aga-348-ueber-gesundheit-und-krankheit-grundlagen&Itemid=19

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      • @ Andreas Lichte

        Blond war ich leider nie. Somit hätte ich Steiners Anforderungen nicht genügen können. Inzwischen haben sich meine Haare in silbergrau gewandelt. Ist es nicht diese Farbmischung, die man mit Weisheit assoziiert ?

        Übrigens: Steiner selbst war schwarzhaarig. Noch dümmer werden konnte er allerdings nicht, weil er offenbar schon dumm geboren wurde. Zu dieser Einsicht gelangt man jedenfalls, wenn man seine skurrilen Thesen und Schriften liest. Für manche Leute mögen seine Schriften wissenschaftlich anmuten, aber esoterischer Käse vermittelt eben kritiklosen Leuten stets einen glaubhaft klingenden Eindruck. Davon beeindruckt werden allerdings nur die Dummen, weil sie es vorziehen, diesen Mist ungeprüft als Wahrheit zu akzeptieren. Würden sie die Dinge mit einer gesunden Portion Skepsis hinterfragen, wären sie in der Lage, den Steinerschen Bockmist zu riechen.

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  3. Obwohl ich sehr lange selbst auf einer Waldorfschule war, habe ich von der Lehre Steiners nur wenig mitbekommen. Auch der Christliche Glaube wurde keinem Schüler aufgedrückt. Tatsächlich würde ich eine Waldorfschule jeder anderen Staatlichen Schule bevorzugen!
    Es ist das eine Steiners Texte zu lesen, die vielleicht nicht alle so richtig sind, und es ist etwas anderes, zu schauen was Waldorfschulen heutzutage machen und lehren!

    Btw.: Wer sich Caberta als Quelle nimmt ist meiner Meinung nach selbst schuld. Nachdem sie mehrfach für ihre Gesetzesverstoße auf ihrem fanatischen Kreuzzug gegen Scientology verurteilt und schließlich ihren Job verloren hat, kannst sie es wohl weiterhin nicht lassen, alles alternative und gute in unserem eh schon stark reglementierten Staat anzugreifen. Ihre Taten sind charakterisierend und zeichnen meiner Meinung nach ein klares Bild von einem Menschen, der es mit anderen, besonders mit Andersdenkenden und -handelnden, nicht gut meint!

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  4. „Rudolf Steiners ‘Töne wie aus einer undichten Gummizelle!’

    (…)

    Bernd Durstewitz: „Haben Sie etwas dagegen, mit der Waldorfschule in Verbindung gebracht zu werden?“

    Harry Rowohlt: „Alles. Wegen der ewigen Verwechselung habe ich mich mal mit den Schriften Rudolf Steiners beschäftigt. Da fand ich eine schöne Textstelle: ‘Der Blonde, Blauäugige ist dem Dunkelhaarigen, Braunäugigen intellektuell überlegen, weil bei Letzterem zuviel Geisteskraft in die Pigmentierung fließt’. Das wäre geeignet gewesen für ein Quellenverzeichnis von Hitlers ‘Mein Kampf’. Töne wie aus einer undichten Gummizelle!“3

    (…)

    In Deutschland werden Rudolf Steiners Waldorfschulen8 (zum größten Teil) staatlich finanziert und nach Kräften gefördert – heute mehr denn je, mehr als 1984, als Fritz Beckmannshagen schrieb:

    „Heute sind die Kultusministerien einiger Länder bezüglich der Waldorfschulen total unkritisch und unangemessem großzügig geworden. Ich kann mir dieses irrationale Verhalten nur erklären, indem ich vermute, daß an wichtigen Stellen der Ministerien stille Förderer der Bewegung sitzen und lenken, so daß man bald zutreffend von Okkultusministerien spricht.“9

    Das klingt dann doch gewagt. Nach „Verschwörungstheorie“. Vielleicht sitzen in den („Ok“-) Kultusministerien auch einfach nur Menschen, die „Töne wie aus einer undichten Gummizelle“ mögen?“

    zum vollständigen Artikel (mit Quellenangaben): http://www.schiebener.net/wordpress/?p=29992

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