Alte Ost-Berliner sind Vorzeigeskeptiker, ansonsten stirbt die Spezies langsam aus


Eine repräsentative Umfrage der Bertelsmann-Stiftung und Barmer-GEK zur Nutzung von „Alternativmedizin“ (1782 Teilnehmer) hat ergeben, dass der Anteil der Skeptiker in den letzten zehn Jahren um knapp ein Drittel gesunken ist. Mehr als die Hälfte von ihnen probiert entsprechende Verfahren ebenfalls aus, so wie auch der Paradeskeptiker, den man unter 70-jährigen Ost-Berlinern findet. Im Gegensatz zu den Alternativ-Anhängern vertraut er seinem Arzt und alternative Selbstversuche konnten ihn nicht überzeugen.

Der Hardcore-Alternativ-Nutzer ist natürlich weiblich, Beamtin, etwa 40, wählt GRÜN und lebt in Norddeutschland.

Generell haben fast zwei Drittel aller Deutschen Selbsterfahrungen mit „natürlichen Heilmethoden“ hinter sich.

Mehr zur Umfrage bei SPON

Dass der überzeugteste Skeptiker eine ost-deutsche Vergangenheit haben müsste, war anzunehmen, da es in der ehemaligen DDR keine Zulassung für Heilpraktiker gab. Praktizieren durfte nur, wer vor Anfang Mai 45 die Erlaubnis zur Ausübung bereits in der Tasche hatte und das waren nicht mehr als ca. zehn.

Die GRÜNE Frau um die 40 als Musterbeispiel der Alternativ-Anhängerschaft ist auch nicht überraschend. Dass es gerade eine Beamtin sein muss, naja, aber mit einer Norddeutschen hätte ich nie gerechnet. Muss damit die süddeutsche Esoterik-Parallelwelt relativiert werden oder ist es im Norden bereits noch schlimmer?

Ein Gedanke zu “Alte Ost-Berliner sind Vorzeigeskeptiker, ansonsten stirbt die Spezies langsam aus

  1. Zitat aus dem vorliegenden Blog:
    „Der Hardcore-Alternativ-Nutzer ist natürlich weiblich, Beamtin, etwa 40, wählt GRÜN und lebt in Norddeutschland.“

    Da könnte ich zwei Damen anführen, die sich durchaus in den Rahmen der Hardcore-Alternativ-Nutzer einfügen:

    1. Barbara Steffens, Grüne Gesundheitsministerin in NRW. 1962 In Düsseldorf geboren, somit 51 Jahre alt und vehemente Verfechterin der Parawissenschaft Homöopathie.

    2. Biggi Bender, Jahrgang 1956, somit 48 Jahre alt und ebenfalls in Düsseldorf geboren. Bei der diesjährigen Bundestagswahl verlor sie im Wahlkreis Stuttgart II (mein Wahlkreis) ihr Bundestagsmandat. (Dieses Ergebnis habe ich ganz heimlich, ohne Alkohol und trotzdem frohgestimmt gefeiert !) Im alten Parlament war sie die gesundheitspolitische Sprecherin der Fraktion der Grünen und ebenfalls eine engagierte Kämpferin für die Alternativmedizin.

    Da es für die Homöopathie auch nach rund 200 Jahren noch immer keine wissenschaftlich fundierten Wirkungsbeweise gibt, fordern diese beiden Damen – und mit ihnen die gesamte Partei der Grünen -, dass dann eben die Prüfkriterien so verändert werden müssten, damit Wirkungsnachweise für die Homöopathie möglich werden !!! Auf den totalen Widersinn dieser schwachsinnigen Forderung braucht man im Grunde genommen nicht besonders hinzuweisen. Das spricht doch für sich !

    Was diese beiden Damen anbetrifft sage ich nur: „Ach, wär’n sie doch in Düsseldorf geblieben !“

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