Quacksalber leicht entlarvt!


Wer allzu blauäugig jedem glaubt, der seriös wirkt und ungewohnte „Fakten“ über die Welt, das Leben und die Gesundheit bzw. Krankheiten verbreitet, der soll doch nur mal folgendes in Bezug auf die Behandler und Anbieter hinterfragen:

  • Wie sieht es denn bei demjenigen persönlich aus? Er behauptet ja, dass es für alles eine Lösung gäbe und er Wege kenne und Methoden anbiete oder Mittel habe, die bei allen Wehwehchen, bei allen erdenklichen Problemen oder Lebensdramen und bei allen Krankheiten helfen könnten.
  • Ist er selbst völlig frei von Problemen? Privat, beruflich und gesundheitlich? Er und seine Familie?
  • Werden eventuell bei eigenen Belangen völlig andere Lösungsansätze gewählt als die Empfehlungen an Patienten/Klienten?
  • Wirken die angepriesenen „Wundermittel“ beim Behandler/Anbieter vielleicht weniger gut oder auch gar nicht und gibt es dafür eventuell sogar eine Begründung von ihm?

Meine eigene Erfahrung hat gezeigt, dass hier in der Regel Anspruch und Wirklichkeit ganz schön auseinanderklaffen und dass man dazu auch bei wenig Kontakt immer mal wieder etwas erfährt, weil ganz bewusst ein persönliches und offenes Verhältnis gepflegt werden möchte. Es lohnt sich jedenfalls darauf zu achten, was der „Wunderheiler“ von sich erzählt und gegebenenfalls kann man auch gezielt nachfragen.

Wer sich selbst nicht helfen kann, sollte ein Glaubwürdigkeitsproblem bekommen. Jegliche Begründung zur eigenen Rechtfertigung ist immer nur eine Ausrede, weil man schließlich sein Gesicht nicht verlieren möchte. Widersprüche sind schnell entlarvt, wenn man nur etwas mitdenkt.

  • Wer zum Beispiel davon redet, dass es für alle Krankheiten eine seelische oder psychische Ursache gäbe, die gelöst werden müsse, kann eine eigene Allergie nicht auf gespritztes Obst schieben und mit konventionellen Mitteln behandeln.
  • Wer bei Mittelohrentzündungen Homöopathika gibt, kann bei den eigenen Kindern kein Antibiotikum zulassen.
  • Wer verbreitet, dass jeder der Schöpfer seiner Realität sei, dass man Negatives nur erfahren könne, weil man damit in Resonanz gehe und man entsprechende Blockierungen bei sich selbst lösen müsse, um besseres zu erleben, der darf bei Streitigkeiten keinen Rechtsanwalt einschalten.

Beispiele gäbe es natürlich ohne Ende, hier nur ein paar zur Verdeutlichung und vielleicht noch ein Blick auf Bärbel Mohr, der Erfinderin der „Bestellungen beim Universum“ und sehr erfolgreichen Bestsellerautorin: Sie verstarb mit Mitte 40 an Krebs und hat Zwillinge im Grundschulalter hinterlassen.

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Ein Gedanke zu “Quacksalber leicht entlarvt!

  1. Es besteht kein Zweifel daran, dass Leute, die esoterische Lehren verbreiten, oder Leute, die einem solchen Schwachsinn auf den Leim gehen, von der Evolution offenbar benachteiligt worden sind. Ein geheimnisvolles Gen muss sich in deren Denkapparat eingeschlichen haben, welches sich dort eingenistet und für eine Umkehr von Werten gesorgt hat. Und so geschieht es, dass sich bei Leuten dieses Schlages die dämlichsten Lügen in anbetungswürdige (aber falsche) Wahrheiten verwandeln können. Somit ist es überhaupt nicht verwunderlich, dass man großen Teilen der Menschheit jeden erdenklichen Bockmist als süsse, glückseligmachende Wahrheit verkaufen kann. Das Idioten-Gen macht’s möglich !

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