Anthroposophie und Waldorfpädagogik – Der Fisch stinkt vom Kopf her


Elterninitiative zur Hilfe gegen seelische Abhängigkeit und religiösen Extremismus e.V.:

Peter Bierl

Wurzelrassen, Erzengel und Volksgeister. Die Anthroposophie Rudolf Steiners und die Waldorfpädagogik

Einleitung:

Die Anthroposophie ist in der Öffentlichkeit vor allem durch Waldorfschulen, Demeter-Gemüse und Kosmetika von Wala, Weleda und Hauschka bekannt, ihnen verdankt sie ein positives Image. Anthroposophen werben damit, dass Schauspieler, Künstler, Wirtschaftsführer und Politiker, bzw. deren Kindern Waldorfschulen besuchen oder besucht haben (etwa die Kinder von Silvio Berlusconi, Helmut Kohl oder der Strauß-Tochter und ehemaligen bayerischen Kultusministerin Monika Hohlmaier). Nicht erwähnt werden Ulrike Meinhof oder Sigmund Rascher, der einst die Stuttgarter Mutterschule aller Waldorfschulen besuchte und als Arzt im KZ Dachau grausame Menschenversuche veranstaltete.

Im Folgenden schauen wir hinter die Kulissen des heilen Mikrokosmos, auf die Anthroposophie als Weltanschauung, die alle diese Projekte fundiert. Diese kommt prägnant zum Ausdruck in zwei Stellungnahmen zur Erdbeben- und Atomkatastrophe in Japan in der Zeitschrift Goetheanum, gewissermaßen dem Zentralorgan der Anthroposophischen Bewegung:

Im Aufmacher des Märzheftes (10/2011) behauptet der Autor, Erdbeben, Tsunami und radioaktive Strahlung, die durch die Zerstörung der Reaktoren des Atomanlage in Fukushima freigesetzt wird, seien „dreifache ahrimanische Kräfte“, also Dämonen, denen die Menschen ausgesetzt seien. Mit Verweis auf Steiners wertet er die Katastrophe als Folge des „Gesamt-Menschheits-Karma“. Die Opfer seien „über die Schwelle zur geistigen Welt gegangen“. Für sie gelte, was Steiner über Menschen gesagt hat, die durch Naturkatastrophen umgekommen sind, dass „dadurch die Erinnerung an alles dasjenige gestärkt wird, was in ihrem Karma enthalten ist“.

Das Karmakonto der Menschheit und insbesondere Japans ist nach anthroposophischer Buchhaltung in den roten Zahlen. Die Opfer von Tsunami und dem GAU in Fukushima büßen demnach für eine karmische Schuld, die abgetragen werden muss. „Japan ist das einzige Land, in dem Atomwaffen abgeworfen werden. Dasselbe Volk ist jetzt `ziviler´ radioaktiver Strahlung ausgesetzt. Das ist das Schicksal Japans. Die materialistische Einstellung des Landes verursacht diese Situation. Was wir erleben, ist ein apokalyptisches Ereignis, das zugleich ein Zeichen zur Verstärkung der Bewusstseinsseele bedeutet“, heißt es in dem Artikel.

Japaner gelten in Steiners Anthroposophie als dekadente Mongolen, die nicht kreativ sind und spirituell nicht entwicklungsfähig und die an ihrer „Bewusstseinsseele“ arbeiten müssen. Der zweite Text in diesem Heft greift diesen Aspekt auf und verknüpft die Tradition der Völker- und Rassenpsychologie mit Anthroposophie. Der Autor beschreibt einen japanischen Volkscharakter folgendermaßen: „Nach außen scheu und zart wie die Reispflanze, nach innen unberechenbar feurig wie ein Vulkan.“ Eine Renaissance im europäischen Sinne habe es in Japan nicht gegeben, darum könnten die Japaner nicht selbständig denken, sondern nur den westlichen Materialismus kopieren …

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6 Gedanken zu “Anthroposophie und Waldorfpädagogik – Der Fisch stinkt vom Kopf her

  1. Waldorfschulen sind zu allererst ein großes Geschäft.

    Und damit das „Geschäftsmodell Waldorfschule“ funktioniert, wird Rudolf Steiner von Anthroposophen zum bedeutenden Philosophen erklärt, in einer als „Wissenschaft“ deklarierten „kritischen Ausgabe“ …:

    die „größte Mogelpackung der Welt“?

    nachzulesen hier (dort auch weitere Quellen):

    „Christian Clements ‘kritische Ausgabe der Schriften Rudolf Steiners (SKA)’:

    ‘Des Steiners neue Kleider’

    BERLIN. (hpd) Die Anthroposophie versucht seit Jahren, Rudolf Steiner ein neues, positives und neutrales Image zu geben: weg vom „verstörenden“ Esoteriker Steiner, hin zum bedeutenden Philosophen Steiner. Dass sich ein nach aussen hin renommierter Verlag, der „Frommann-Holzboog Verlag“, an dem anthroposophischen Betrug beteiligt, überrascht.

    (…)“

    weiter: https://hpd.de/artikel/11618

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    • … der Anthroposoph Christian Clement verkauf Rudolf Steiner als „Philosoph“, andere sehen in Steiner etwas ganz anderes …

      in einem Kommentar zum Artikel „Rudolf Steiners rassistischer Science-Fiction-Trash: ‘Aus der Akasha-Chronik’“ schreibt der Autor „excanwahn“:

      „excanwahn Dezember 20, 2014 um 9:17 am

      Als ich vor Jahren meiner Herzallerliebsten mal einige Passagen aus den „Akasha-Chroniken“ vorlas, kommentierte sie das Gehörte mit der Frage: „Liest Du Patientenakten? Hört sich schwer verwirrt an!

      Nun wähnte Sie mich bei Studienunterlagen, und ich musste sie kurz darüber aufklären, dass ich aus des versteinerten Rudis zu Papier gebrachten Halluzinationen zitierte – was sie einigermaßen fassungslos zurücklies: „Das war Steiner? Der war ja völlig durchgedreht!“

      Was ich so bezeichnend fand, war – in Unkenntnis der Quelle – die Eindeutigkeit der Reaktion, die von den meisten Menschen wohl in gleicher Art zu hören wäre.

      Man muss also nicht Mediziner sein, um hinter Rudolf Steiners Phantasmagorien ein krankes Hirn zu vermuten, aber es hilft schon über etwas psychologische oder psychiatrische Fachkenntnis zu verfügen, denn für Steiners „Weltenschauungen“, für seine bizarre Bilder- und Assoziationswelt, finden sich schlüssige psychiatrische Deutung als Extraversionen innerer Leidenszustände. Man sollte, besser, man muss Steiners Logorrhoe also immer auch als Ausdruck einer schwerwiegenden Persönlichkeits- und Denkstörung ansehen.

      Die Steinerschen Halluzinationen – veröffentlicht 1939 als Aufsatzsammlung aus den Jahren 1904-1908 unter dem Titel „“Aus der Akasha-Chronik“ – dagegen als bare Münze zu nehmen, heißt, der Wahnwelt eines sozial angepassten Irren die gleiche Bedeutung zuzuschreiben, wie sie beispielweise ein naturwissenschaftliches Lehrbuch hat.

      Auf einen solchen Gedanken, so sollte man doch annehmen, käme im Grunde niemand, der noch alle Tassen im Schrank hat. Was Steiner in seinem lädierten Hirn zusammenfabulierte, ist so offensichtlicher Unsinn, dass selbst mit noch so viel wohlwollender interpretatorischer Umdeutung nicht mehr als Unsinn dabei herumkommt:

      „Es wäre irrtümlich, wenn man glauben wollte, dass alles, was sich an Organen im gegenwärtigen Menschenleib befindet, schon auf dem Saturn veranlagt worden wäre. Das ist nicht der Fall. Es sind vielmehr vorzüglich die Sinnesorgane innerhalb des Menschenleibes, die ihren Ursprung in diese alte Zeit zurückversetzen dürfen.

      Es haben die ersten Anlagen zu Augen, Ohren u.s.w., die auf dem Saturn als mineralische Körper so sich bildeten wie etwa jetzt auf der Erde die „leblosen Kristalle“ einen so alten Ursprung; ihre gegenwärtige Form aber haben die entsprechenden Organe dadurch erhalten, dass sie sich in jeder der folgenden planetarischen Zeiten immer wieder zu höherer Vollkommenheit umbildeten. Auf dem Saturn waren sie physikalische Apperate, nichts weiter.

      (…)“

      weiter: https://ratgebernewsblog2.wordpress.com/2014/12/18/rudolf-steiners-rassistischer-science-fiction-trash-aus-der-akasha-chronik/#comment-5828

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  2. Wie zu Beginn des Artikel von Peter Bierl angedeutet, ist es der starken Politik- und Wirtschafts-Lobby der Waldorfschulen geschuldet, dass sie 2019 das hundertjährige Jubiläum feiern können:

    „100 Jahre Waldorfschule 2019:

    100 Jahre Pädagogik aus dem Esoterik-Baukasten

    100 Jahre Pädagogik aus dem Esoterik-Baukasten

    Im Jahr 2019 wird die Waldorfschule hundert Jahre alt. Gibt es eine andere Schulform, die so starr an den Vorgaben ihres Begründers festhält, wie die Waldorfpädagogik an der Anthroposophie Rudolf Steiners?

    In der sich nach außen hin fortschrittlich präsentierenden, anthroposophischen „Alanus Hochschule für Kunst und Gesellschaft“ ist noch immer Rudolf Steiners esoterische „Allgemeine Menschenkunde“ aus dem Jahr 1919 im Programm. Von „2017–2020“ veranstaltet die Alanus Hochschule die, Zitat:

    „Thementage Menschenkunde“

    (…)“

    weiter bei „Humanistischer Pressedienst“, hpd: https://hpd.de/artikel/100-jahre-paedagogik-dem-esoterik-baukasten-15645

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    • … Fortsetzung des Artikels „100 Jahre Pädagogik aus dem Esoterik-Baukasten“, oben, mit einem Bericht über den speziellen Thementag „Reinkarnation und Schicksal“ am 21. April 2018 in der Alanus Hochschule:

      „100 Jahre Waldorfschule 2019:

      Staatlich anerkannte Reinkarnation

      (…)

      „Er“ ist der erfolgreichste Hellseher der Neuzeit, Rudolf Steiner (1861–1925), und Novalis wurde an der staatlich anerkannten, anthroposophischen „Alanus Hochschule für Kunst und Gesellschaft“ gelesen, bei einem der „Thementage Menschenkunde“, die ich – allgemein – am 29. Mai 2018 beim Humanistischen Pressedienst vorstellte.

      (…)

      Steiner ist als „Philosoph“4 so gut wie als „Hellseher“ – man muss nur dran glauben, und das fällt doch gleich viel leichter, wenn es „staatlich anerkannt“ ist.“

      zum vollständigen Artikel bei „Humanistischer Pressedienst“, „hpd“: https://hpd.de/artikel/staatlich-anerkannte-reinkarnation-15846

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      • … dritter Artikel der hpd-Reihe „100 Jahre Waldorfschule 2019“ (siehe Kommentare oben) – ein Artikel von Prof. Klaus Prange:

        „100 Jahre Waldorfschule 2019:

        Die Waldorfschule als Bekenntnisschule

        Wenn Anthroposophen bei Artikeln von Andreas Lichte zur Waldorfpädagogik kommentieren, ist sicher, dass sie irgendwann schreiben: „Anthroposophie wird an Waldorfschulen nicht unterrichtet!“ Der Erziehungswissenschaftlers Professor Klaus Prange widerspricht dieser Auffassung.

        (…)

        Die Pädagogik der Waldorfschule beruht auf der Technik der Indoktrination. Sie besteht darin, Lerninhalte, Verhalten und Gesinnungen fest zu verkoppeln. Sie wird gestützt durch Gewissheiten, die gläubig und Glauben fordernd vorgetragen werden; Gewissheiten, die einzig und allein auf der Annahme beruhen, der „Doktor“ [= Rudolf Steiner] habe als Fotograf des Übersinnlichen etwas festgehalten, was die blinden Sinnenwesen irgendwann auch einmal sehen werden. Es gibt keine andere Pädagogik, die mit solcher Einseitigkeit auf die Behauptungen eines Einzelnen gestellt sind, darunter solche von höchster Bedenklichkeit, die im Herrschaftston überweltlicher Weisheit und Einsicht verkündet werden. Als Beleg und zur Illustration nur dieses Beispiel: Warum sind einige Menschen nicht „weiß“, wie die meisten Europäer, sondern dunkel bis schwarz? Die wissenschaftliche Antwort wird üblicherweise in der Physischen Anthropologie gesucht. Dr. Steiner jedoch weiß es besser und tiefer. Dass jemand dunkel auf die Welt kommt, liegt daran, dass er in seinem vorherigen Leben ein „dunkles“, verderbliches Leben geführt hat.7 Mehr noch: Er könne jetzt schon bei einigen Zeitgenossen voraussagen, dass sie in der nächstfälligen Inkarnation als Schwarze auf die Welt kämen, zur Strafe für ihre Schandtaten. Das ist die feine anthroposophische Art des Rassismus.8 Ebenso werden Krankheiten, Missbildungen, Geistesstörungen als Ergebnis früherer moralischer Verfehlungen gedeutet.“

        zum vollständigen Artikel bei „Humanistischer Pressedienst“, „hpd“: https://hpd.de/artikel/waldorfschule-bekenntnisschule-15939

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