Waldorfschule in staatlicher Trägerschaft – offener Brief an Senator Ties Rabe, Hamburg


Waldorfschule in staatlicher Trägerschaft – offener Brief an Senator Ties Rabe, Hamburg

von Andreas Lichte, Berlin, 3. September 2012

an:

Herrn Senator Ties Rabe

Behörde für Schule und Berufsbildung

Hamburger Straße 31

22083 Hamburg

Kopie an:

Prof. Dr. Stefan T. Hopmann

Institut für Bildungswissenschaft

Sensengasse 3a

A-1090 Wien

Vorab per E-Mail an: Senator Ties Rabe / Prof. Dr. Stefan T. Hopmann 

Waldorfschule in staatlicher Trägerschaft – offener Brief

Sehr geehrter Herr Senator Rabe,

die „erziehungsKUNST“, Publikation des „Bundes der freien Waldorfschulen“, berichtete im August 2012 über die erste deutsche „Waldorfschule in staatlicher Trägerschaft1, die zum Schuljahr 2013/14 in Hamburg entstehen soll.

Die „erziehungsKUNST“ hebt in ihrem Artikel hervor, dass die “Interkulturelle Waldorfschule Hamburg-Wilhelmsburg“, Zitat, „weder ‘Waldorfpädagogik light’“ werde, „noch dass die Waldorfpädagogik zu einem beliebig austauschbaren Methodenbaustein innerhalb der Staatsschulpädagogik wird.“

Als ausgebildeter Waldorflehrer2 möchte ich Sie fragen: Wie will die Behörde für Schule und Berufsbildung Hamburg sicherstellen, dass das Spezifische der Waldorfpädagogik – der anthroposophische Hintergrund – auch in einer Schule in staatlicher Trägerschaft erhalten bleibt?

Der Erziehungswissenschaftler Prof. Klaus Prange schreibt über die Waldorfpädagogik: „Die Anthroposophie braucht in der Tat nicht [in den Unterricht der Waldorfschule] hineingetragen zu werden, sie ist immer schon da.”3

Was meint Prof. Prange damit? Es würde den Rahmen dieses offenen Briefes sprengen, hier eine Gesamtdarstellung der Waldorfpädagogik geben zu wollen, wie es Prof. Prange in seinem Standardwerk „Erziehung zur Anthroposophie – Darstellung und Kritik der Waldorfpädagogik“ tut, zur Verdeutlichung nur drei Beispiele:

Rudolf Steiners anthroposophische „Temperamentenlehre“:

Die Waldorfpädagogik teilt die Schüler in vier Temperamente ein. Diese Temperamente sind Grundlage für die Gestaltung des Unterrichts aller Fächer, auch der wissenschaftlichen, Zitat aus Helmut Eller, „Die Temperamente – und ihre Behandlung im Unterricht“:

„FEUERARTEN (in der Chemie-Epoche der 7. Klasse):

[Melancholiker] Erde: Glühen der Eierbriketts, ganz im Innern

[Phlegmatiker] Wasser: Brennender Spiritus läuft über ein Brett, entzündet aber nicht das Holz

[Sanguiniker] Luft: eine Bäckertüte wird mit Gas gefüllt, so daß beim Ausdrücken in die Flamme ein kurzer, heller Feuerball entsteht

[Choleriker] Feuer: Petroleum in einer Blechdose angezündet, läßt sich nicht mit einfachen Mitteln löschen und erzeugt große Hitze

Diese Versuche findet man in Mackensens Chemie-Abhandlungen. Mit den Kindern spricht man auch in diesem Zusammenhang wiederum über die 4 Temperamente.“

In Helmut Eller, „Die Temperamente – und ihre Behandlung im Unterricht“, das im „Seminar für Waldorfpädagogik Berlin“ zur Ausbildung der zukünftigen Waldorflehrer verwendet wurde, finden sich Temperamente in jedem Lebensbereich, natürlich auch in der für Anthroposophen real existierenden Welt der, Zitat Eller:

„ELEMENTARWESEN

[Melancholiker] Erde: Gnomen, Zwerge, Wichtelmänner, Wurzelmännlein

[Phlegmatiker] Wasser: Undinen, Nixen, Nöck

[Sanguiniker] Luft: Sylphen, Elfen

[Choleriker] Feuer: Salamander, Feuergeist“

Anthroposophische Geschichtsschreibung:

In der Waldorfschule wird anthroposophische Geschichte unterrichtet. Ausgehend vom „Platonischen Weltenjahr“ mit einer Länge von 25 920 Jahren unterscheidet die Anthroposophie „Kulturepochen“ von 2160 Jahren Dauer. Unterrichtet wird in der Fünften Klasse der Waldorfschule:

• Atlantis

• Urindische Kulturepoche: 7227 – 5067 v. Chr.

• Urpersische Kulturepoche: 5067 – 2907 v. Chr.

• Ägyptisch-Chaldäische Kulturepoche: 2907 – 747 v. Chr.

• Griechisch-Lateinische Kulturepoche: 747 v. Chr. – 1413 n. Chr.

• Germanisch-Angelsächsische Kulturepoche: 1413 – 3573 n. Chr.

Nach anthroposophischer Geschichtsschreibung leben wir heute in der „Fünften nachatlantischen Kulturepoche“ (1413 – 3573 n. Chr.). An der Verwendung des Begriffs „nachatlantisch“ lässt sich die zentrale Bedeutung des anthroposophischen Atlantis-Mythos erkennen:

Ohne Atlantis könnte es nach anthroposophischer Auffassung die Menschheit in ihrer heutigen Form gar nicht geben – Atlantis ist für die Anthroposophie eine historische Tatsache.

Rudolf Steiners „Jahrsiebtelehre“:

Die Waldorfpädagogik übernimmt die in der Anthroposophie übliche Einteilung des Menschen in „Wesensglieder“. Diese „Wesensglieder“ entwickeln sich laut Rudolf Steiner in zeitlichen Abschnitten von 7 Jahren, den „Jahrsiebten“. Dazu sagt Prof. Dr. Stefan T. Hopmann, Bildungswissenschaftler an der Universität Wien, im Interview „Man kann nicht nur ein ‘bisschen’ Waldorf sein4, Zitat:

„(…) Lichte: noch einmal zur Jahrsiebtelehre – von 0–7 Jahre wird der physische Leib entwickelt, von 8–14 Jahre der Ätherleib, von 15–21 Jahre der Astralleib, vom 21 Lebensjahr an endlich das ‘Ich’ – erst dann ist der Mensch ein Mensch. Was sagen Sie zu Steiners Mensch aus dem Esoterik-Baukasten?

Prof. Hopmann: Wir leben in einer freien Gesellschaft. Also hat jede/r das Recht, jeden Unfug zu glauben. Nur sollten sich Eltern, die ihr Kind einer Waldorfschule anvertrauen, darüber im klaren sein, dass sie dann einer Pädagogik vertrauen, die ein heilloses Gebräu esoterischer Glaubenssätze über Drüsen, Zahnentwicklung, astrologischen Einflüsse und ähnliches ist, das von der modernen Kinderpsychologie und der aktuellen Lehr-Lern-Forschung durchweg als durch nichts begründbarer Unsinn abgelehnt wird. Entschiedene Waldorfianer wird das nicht anfechten: Wie alle Sekten sind sie gegen widersprechende Wissenschaft immun (…)“

Dies waren nur einige wenige Beispiele für die anthroposophische Prägung der Waldorfschule. Gemäß dem Anspruch der Anthroposophie auf „Ganzheitlichkeit“ ist in der Waldorfschule alles Anthroposophie.

Meine Schlussfrage: Beabsichtigt die Behörde für Schule und Berufsbildung Hamburg als staatlicher Träger der „Interkulturellen Waldorfschule Hamburg-Wilhelmsburg“ die Weltanschauung Anthroposophie weiter zu verbreiten?

Mit freundlichen Grüssen

Andreas Lichte

P.S.: Da es sich um eine „Interkulturelle Waldorfschule“ handelt, könnte auch verstärkt Rudolf Steiners Rassenlehre unterrichtet werden. Folgende Erkenntnisse Rudolf Steiners könnten insbesondere bei schwarzen Schülern zu einem neuen Selbstverständnis führen, Zitat Rudolf Steiner:

„(…) So daß also ein Schwarzer in Afrika ein Mensch ist, der möglichst viel Wärme und Licht vom Weltenraum aufsaugt und in sich verarbeitet. Dadurch, daß er das tut, wirken über den ganzen Menschen hin die Kräfte des Weltenalls so. (Es wird gezeichnet.) Überall nimmt er Licht und Wärme auf, überall. Das verarbeitet er in sich selber. Da muß etwas da sein, was ihm hilft bei diesem Verarbeiten. Nun, sehen Sie, das, was ihm da hilft beim Verarbeiten, das ist namentlich sein Hinterhirn. Beim Neger ist daher das Hinterhirn besonders ausgebildet. Das geht durch das Rückenmark. Und das kann alles das, was da im Menschen ist an Licht und Wärme, verarbeiten. Daher ist beim Neger namentlich alles das, was mit dem Körper und mit dem Stoffwechsel zusammen hängt, lebhaft ausgebildet. Er hat, wie man sagt, ein starkes Triebleben, Instinktleben. Der Neger hat also ein starkes Triebleben. Und weil er eigentlich das Sonnige, Licht und Wärme, da an der Körperoberfläche in seiner Haut hat, geht sein ganzer Stoffwechsel so vor sich, wie wenn in seinem Innern von der Sonne selber gekocht würde. Daher kommt sein Triebleben. Im Neger wird da drinnen fortwährend richtig gekocht, und dasjenige, was dieses Feuer schürt, das ist das Hinterhirn. (…)

Die weiße Rasse ist die zukünftige, ist die am Geiste schaffende Rasse. (…)“

Rudolf Steiner, „Vom Leben des Menschen und der Erde – Über das Wesen des Christentums“, GA 349, Dritter Vortrag, Dornach, 3. März 1923


Anmerkungen:

1 „Wilhelmsburg: Waldorfschule in staatlicher Trägerschaft startet“, erziehungsKUNST, August 2012

2 Andreas Lichte, „Waldorflehrer werden! – am ‘Seminar für Waldorfpädagogik Berlin’“, Ruhrbarone, 28. Februar 2011

3 Klaus Prange, „Erziehung zur Anthroposophie – Darstellung und Kritik der Waldorfpädagogik”, Julius Klinkhardt, Bad Heilbrunn, 2000

4 Stefan Hopmann, Andreas Lichte, „Man kann nicht nur ein ‘bisschen’ Waldorf sein“, Ruhrbarone, 11. Juli 2011

Reaktion von Senator Ties Rabe:

Senator Ties Rabe und sein Pressesprecher Peter Albrecht verweigerten eine Stellungnahme zu meinem offenen Brief vom 3.9.2012.

25 Gedanken zu “Waldorfschule in staatlicher Trägerschaft – offener Brief an Senator Ties Rabe, Hamburg

  1. “STAATLICHE SCHULE MIT WALDORFPÄDAGOGIK

    Grundschule mit Astralleib

    taz, 01.10.2012, VON BERND KRAMER

    In Hamburg sollen erstmals Waldorflehrer an einer staatlichen Schule unterrichten. Kritiker verweisen auf die esoterischen Wurzeln der Pädagogik (…)

    Heiner Ullrich, Professor für Erziehungswissenschaften an der Uni Mainz, verweist darauf, dass 90 Prozent der Waldorf-Pädagogen eine Befragung zufolge fest in der Anthroposophie Rudolf Steiners verhaftet sind: „Ein so hohes Maß an weltanschaulicher Geschlossenheit gibt es nicht einmal mehr an katholischen Privatschulen“, sagt Ullrich. Steiner glaube beispielsweise an Reinkarnation und ging davon aus, dass Kinder sich in Sieben-Jahres-Rhythmen entwickeln und mit der Pubertät einen farbig-leuchtenden Astralleib als Hülle um ihren Körper gebären – Erkenntnisse, die Steiner mittels Hellsicht gewonnen haben will und die der modernen Erziehungswissenschaft widersprechen. (…)

    Ursula Caberta, einst Sektenbeauftragte und jetzt Jugendschutzreferentin, kritisiert das Vorhaben ihrer Senatskollegen: „Was da passiert, ist völlig unmöglich. Da wird eine staatliche Schule für die abstrusen Lehren von Rudolf Steiner geöffnet.“ (…)

    An den Erfolg des Hamburger Schulversuchs glaubt Ullrich indes nicht: „Am Anfang mag es vielleicht ein paar Berührungspunkte geben“, sagt er. „Aber sobald die Waldorfkollegen bei der Schülerbeurteilung von astralischen Kräften oder von Reinkarnation sprechen, werden die staatlichen Lehrer wohl sagen: bitte nicht!“”

    http://www.taz.de/Staatliche-Schule-mit-Waldorfpaedagogik/!102733/

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    • … Hamburgs Politiker haben die „guten Geister“ gegen die „bösen Geister“ ersetzt:

      Anthroposophie und Nationalsozialismus: ‘Die Waldorfschulen erziehen zur Volksgemeinschaft’

      (…) „Das Motto der Waldorfbewegung im »Dritten Reich« lautete: »Die Waldorfschulen erziehen zur Volksgemeinschaft.«1

      Ihrer Selbstdarstellung zufolge lieferte die anthroposophische Pädagogik einen wesentlichen Beitrag zum Aufbau des neuen Deutschlands durch »die Pflege des völkischen Gedankens und die Betonung des Wesens und der Aufgaben des deutschen Geistes« und stand damit »im Einklang mit der Grundgesinnung des nationalsozialistischen Staates«.2“3 (…)

      Kontinuität bis in die Gegenwart: Atlantis und die Rassen

      „Mit dem Aufkommen des Nationalsozialismus, schrieb Karutz 1934, »gewinnt man auch die positive Einstellung zur Rasse wieder, die unter dem wissenschaftlichen Materialismus verlorengegangen war«31: »Die nationalsozialistische Völker- und Rassenpolitik ist in der geistigen Wirklichkeit verankert.«32

      Um die Zusammengehörigkeit von anthroposophischer und nationalsozialistischer Rassenlehre zu dokumentieren, zitierte er Steiner und Hitler nebeneinander als Beweis, »dass sich hierin die auf Blut, Boden, Vererbung aufgebaute Weltanschauung des Dritten Deutschen Reiches und die Geisteswissenschaft nicht widersprechen«.33

      Karutz erklärte: »Der Nationalsozialismus ist, vielen unbewusst, tatsächlich eine geistige Bewegung, Rassenbildung und Rassenschichtung in Europa gehen tatsächlich bis in jene atlantischen Zeiten zurück, von denen Rudolf Steiner spricht.«34“35

      „Rassenbildung und Rassenschichtung in Europa gehen tatsächlich bis in jene atlantischen Zeiten zurück, von denen Rudolf Steiner spricht“ – und von denen auch noch in der Gegenwart „gesprochen“ wird, in Waldorfschulen, wenn „Atlantis“ und die darauf folgenden anthroposophischen „Kulturepochen“36 unterrichtet werden. Die Kultusministerien und Schulaufsichten scheinen sich nicht dafür zu interessieren, wenn damit in Waldorfschulen Rassismus in „kindgerechter Form“ vermittelt wird – und die Eltern?

      O-Ton aus dem 45-minütigen TV-Feature des SWR, „Betrifft: Wie gut sind Waldorfschulen?“:

      „Mutter: »Also ich bin noch nie über irgendwelche Inhalte gestolpert, die mich irritiert hätten, ist mir nicht passiert.«

      SWR: »Aber uns. Als wir in Julias alten Epochenheften graben, finden wir ein Geschichtsheft, das doch tatsächlich mit der Beschreibung von Atlantis beginnt …«“ (…)“

      zum vollständigen Artikel mit Quellenangaben: http://www.ruhrbarone.de/anthroposophie-und-nationalsozialismus-die-waldorfschulen-erziehen-zur-volksgemeinschaft/

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  2. „Esoterik an Waldorfschulen – Bildung dank ‘Bildekräften‘: Lest Rudolf Steiner!

    Die aktuelle Debatte um die Gründung einer „staatlichen Waldorfschule“ in Hamburg wirft die Fragen auf: Soll Anthroposophie zum staatlichen Schulprogramm zählen? Wie esoterisch ist die Waldorfschule? Von unserer Gastautorin Jana Husmann (…)

    (…) Ein Grundbestandteil der anthroposophischen Pädagogik ist Steiners sogenannte Jahrsiebte-Lehre, derzufolge sich das Kind in Siebenjahresschritten entwickelt. Zunächst bilde das Kind den „physischen Leib“ aus, dann einen „Ätherleib“, darauf einen „Astralleib“ und erst mit 21 Jahren ein volles „Ich“. Was das dann für die pädagogische Praxis bedeutet, mag je nach Lehrern und Schule ebenso variieren, wie der Einfluss konkreter anthroposophischer Inhalte im Unterricht. Die Begleitliteratur für Waldorflehrer jedenfalls liest sich als Wegweiser der Steinerschen Esoterik. Darin spielt auch der oben erwähnte Begriff der „Bildekräfte“ immer wieder eine Rolle. Laut Anthro-Wiki sind Bildekräfte „ätherische Universalkräfte, in denen und durch die die höheren Hierarchien bis hinauf zu den erhabenen Tierkreiswesen gestaltend wirken.” Der Buchtitel „Bildekräfte der Dichtung. Zum Literaturunterricht der Oberstufe“ (1992) von Heinrich Schirmer lässt also auf tiefe bzw. hohe Einsichten hoffen. Ähnlich wegweisende Inhalte verspricht der Titel des Sammelbandes „Spirituelle Aufgaben des Unterrichts in den Entwicklungskrisen der Gegenwart” (1999). Und auch der von Christoph Göpfert 1999 herausgegebene Band „Das lebendige Wesen der Erde. Zum Geographieunterricht der Oberstufe“ setzt einen Schwerpunkt auf die Vermittlung der geistigen Welten, wenn es in der Einführung des Buches heißt:

    “Zu einer wirklichkeitsgemäßen Anschauung vom Wesen der Erde als eines lebendigen Organismus gelangt man erst, wenn man die Erkenntnisse Rudolf Steiners über die ätherischen Bildekräfte berücksichtigt. Sie wirken nicht nur als Träger von Leben, Formbildung und Wachstum in Pflanze, Tier und Mensch, sondern man kann auch von einem ‘Ätherleib der Erde’ sprechen.”[ii]

    Sicherlich „kann“ man von derartigen anthroposophischen Weisheiten sprechen und auch daran glauben, die Frage ist nur, ob der Geographieunterricht der Oberstufe hierfür der geeignete Ort ist und wenn ja, inwiefern die Steinerschen Thesen transparent zutage treten oder – wie auch immer – „subtil“ vermittelt werden. Die Krux der Waldorfpädagogik liegt in eben dieser Form der Intransparenz und einer strukturell beförderten Willkür, die es letztlich den einzelnen Lehrkräften aufbürdet und überlässt, wie und wie viel anthroposophische Inhalte die Klassenzimmer erreichen. (…)“

    zum vollständigen Artikel von Dr. Jana Husmann beim Blog „Ruhrbarone“: http://www.ruhrbarone.de/esoterik-an-waldorfschulen-bildung-dank-bildekraeften-lest-rudolf-steiner/

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  3. “Waldorfschulen Bullshit-Bingo – Waldorfsprech für Hamburgs Bildungssenator Ties Rabe

    In Hamburg soll die erste „staatliche Waldorfschule“ Deutschlands entstehen. Für die Zeit der langwierigen Kooperationsverhandlungen zwischen Hamburger Senat und Waldorfschule bieten die Ruhrbarone Senator Ties Rabe ein unterhaltsames Lernspiel. Von unserem Gastautor Lukas Böhnlein (…)”

    weiter zum Waldorfschulen Bullshit BINGO! : http://www.ruhrbarone.de/waldorfschulen-bullshit-bingo-waldorfsprech-fuer-bildungssenator-ties-rabe/

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  4. „Geschichte in der Waldorfschule: ‘Atlantis’ und die ‘Rassen’

    Bei Diskussionen mit Befürwortern der Waldorfschule bekommt man immer wieder Standard-Antworten zu hören, wie sie der ehemalige Waldorfschüler Lukas Böhnlein in seinem „Waldorfschulen Bullshit-Bingo“ festgehalten hat. Sehr beliebt dabei:

    „Du hast noch nie eine Waldorfschule von innen gesehen!“

    Kritik VON AUSSEN wird damit jegliche Berechtigung abgesprochen. Aber daraus ergibt sich auch die Frage:

    „Was können Eltern und Schüler IN DER WALDORFSCHULE eigentlich sehen, wenn sie nichts über Rudolf Steiners ‘Anthroposophie’ wissen, auf der die gesamte Waldorfpädagogik basiert?“ (…)“

    zum vollständigen Artikel beim Blog „Ruhrbarone“, u.a. mit einer Darstellung des “Rassismus im Geschichtsunterricht der Waldorfschule”: http://www.ruhrbarone.de/geschichte-in-der-waldorfschule-atlantis-und-die-rassen/

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  5. An: Ties Rabe, Bildungssenator Hamburg

    Gegen die geplante staatliche Waldorfschule in Hamburg

    Petition von GWUP – Die Skeptiker

    In Hamburg könnte es bald eine staatliche Waldorfschule geben – im Rahmen eines Schulversuchs, der im Schuljahr 2014/2015 starten soll. Waldorfpädagogik wird leider immer wieder fälschlicherweise für eine harmlose, antiautoritär-fortschrittliche Erziehungsform gehalten. Wir von der GWUP (Gesellschaft zur wissenschaftlichen Untersuchung von Parawissenschaften) hingegen sehen in der Waldorfpädagogik eine gefährliche Ideologie, die anti-aufklärerisches, anti-wissenschaftliches und im schlimmsten Fall sogar rassistisches Gedankengut vermittelt. Der Schaden, den eine solche Erziehung bei Kindern und Jugendliche anrichten kann, ist kaum abzuschätzen. Wir warnen daher ausdrücklich davor, der Waldorfpädagogik in Form eines Schulversuchs noch größeren Zulauf zu bescheren und ihr vielleicht sogar ein offizielles politisches Gütesiegel zu verleihen.

    Die Waldorfpädagogik wurde durch Rudolf Steiner begründet und ist eng mit der Anthroposophie verbunden. Alle grundlegenden Konzepte der Waldorfpädagogik beruhen auf Steiners esoterischen Thesen, die durch moderne wissenschaftliche Erkenntnisse widerlegt sind.

    Waldorfschüler werden durch den Klassenlehrer in vier Grundcharaktere (Temperamente) eingeteilt. Der Waldorflehrer soll das Karma seiner Schüler erkennen und ihren Lebensweg entlang dieses angeblichen Karmas führen. Aus dem Lehrer wird eine Führerfigur gemacht, kritisches Hinterfragen und eigenständiges Entwickeln von Ideen spielen dabei keine Rolle.

    Nach Steiners Lehre wird in den ersten sieben Lebensjahren bloß der physische Leib entwickelt, das Kind ahmt angeblich nur nach, was es in seiner Umwelt vorfindet. Demgemäß steht das bloße Auswendiglernen und Wiedergeben im Zentrum des Unterrichts. Vom 8. bis zum 14. Lebensjahr soll sich ein „Ätherleib“ entwickeln, das Kind ist angeblich noch immer nicht in der Lage, begrifflich zu denken. Die Fähigkeit, Zusammenhänge kognitiv zu verstehen, wird den Kindern abgesprochen. Der Unterricht, auch der naturwissenschaftliche, soll noch reinen Erlebnischarakter haben.

    Der Lehrplan der Waldorfpädagogik folgt in seinem Ablauf Steiners Kulturstufentheorie. Dahinter verbirgt sich ein Gedankengebäude mit rassistischen, sozialdarwinistischen Merkmalen. Der einzelne Mensch vollzieht demnach in seiner Entwicklung die Entwicklung der Menschheit nach. Die Entwicklung der Menschheit beginnt laut Steiner in Atlantis, befindet sich gegenwärtig in der 5. „Germanisch-Angelsächsischen Kulturepoche“ und endet mit der 7. ,der „Amerikanischen Kulturepoche“, die angeblich 5733 n. Chr. beginnt.

    Wir wünschen uns eine Schulbildung, in der man die Vielfalt der wissenschaftlichen Erkenntnis vermittelt wird, anstatt sich mit der Wiedergabe alter Mythen und Märchen zufriedenzugeben. Wir wünschen uns eine Schulbildung, die Kindern Freude und Staunen über eine Welt lehrt, die man untersuchen, erforschen und verstehen kann. Wir wünschen uns eine Schulbildung, in der Kinder ermutigt werden, sich selbst, ihre Lehrer und das bisher Erforschte zu hinterfragen, zu testen und zu korrigieren. Mit der Waldorfpädagogik sind diese Wünsche nicht vereinbar. Wir fordern daher eindringlich, vom geplanten Schulversuch Abstand zu nehmen und statt esoterischer Lehren ein aufgeklärtes, modernes, wissenschaftliches Weltbild ins Zentrum der Schulbildung zu stellen.

    Empfänger:

    Ties Rabe, Bildungssenator Hamburg

    Gegen die geplante staatliche Waldorfschule

    Mit freundlichen Grüßen
    [Ihr Name]

    hier unterschreiben: http://www.change.org/de/Petitionen/gegen-die-geplante-staatliche-waldorfschule-in-hamburg

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  6. UNTERSTÜTZER – Darum unterschreiben Menschen [die Petition der GWUP gegen eine „staatliche Waldorfschule“ in Hamburg]:

    “Robert Spengler

    Ich hatte das zweifelhafte Vergnügen einige Jahre in einer Waldorfschule unterrichten zu dürfen und dabei hinter die Kulissen zu blicken. Aus meinen damaligen Erfahrungen würde ich persönlich soweit gehen, die Anthroposophie mitsamt der Waldorfpädagogik als eine Art Sekte anzusehen.”

    http://www.change.org/de/Petitionen/gegen-die-geplante-staatliche-waldorfschule-in-hamburg

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  7. Erste deutsche staatliche Waldorfschule: Wirbt Christian Füller, taz, für die ‘Sekte’ Anthroposophie?

    Regelmässig erfreut die taz ihre anthroposophischen Leser mit der Beilage „taz THEMA Anthroposophie“. Nun wirbt Christian Füller in der taz-Rubrik „Zukunft – Bildung“ für ein höchst umstrittenes Schulprojekt, die erste „staatliche Waldorfschule“ Deutschlands, als „Zukunftsmodell für das Bildungswesen“. Wirbt Christian Füller damit für die, Zitat Prof. Hopmann, „Sekte“ Anthroposophie ?

    Christian Füller beginnt seinen Artikel so: „Die Nachrichtenlage ist unübersichtlich, was die staatliche Waldorfschule in Hamburg anlangt. Ein Rudolf-Steiner-Hasser aus Bremen sammelt Unterschriften, um die Schule zu verhindern.“ Quellenangaben – z.B. einen einfachen link – hält Christian Füller offensichtlich nicht für nötig, um die „Nachrichtenlage“ zu verbessern, stattdessen versucht er es mit einer Unterstellung: „Rudolf-Steiner-Hasser aus Bremen …“.

    Nein, André Sebastiani, Gastautor der Ruhrbarone, und Initiator der Petition „Gegen die geplante staatliche Waldorfschule in Hamburg“ ist kein „Steiner-Hasser“. Sebastiani interessiert sich als Lehrer einer öffentlichen Schule in Bremen für „Bildung“. Irgendwann stiess er auf das Thema „Waldorfschule“ und hat sich seitdem intensiv damit auseinandergesetzt, wie bei den Ruhrbaronen hier nachzulesen ist: „Waldorfschule: Versteinerte Erziehung“ (…)“

    weiter beim Blog „Ruhrbarone“: http://www.ruhrbarone.de/erste-deutsche-staatliche-waldorfschule-wirbt-christian-fueller-taz-fuer-die-sekte-anthroposophie/

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  8. „Als ehemaliger Waldorfschüler kann ich nur jeden davor warnen seinen eigenen Kindern diese esoterisch-okkultistische Weltanschauungslehre anzutun. Wenn man als Eltern der Meinung ist, dass man mit Anthroposophie ja eh nichts zu tun haben möchte, sollte erst recht seine Kinder keinen Anthroposophen aussetzen. Ich war selbst 12 Jahre dieser verqueren Anthroposophischen Weltanschauungslehre ausgesetzt und bin Fassungslos darüber, dass sich jetzt der Staat zum Steigbügelhalter für diese Schule macht.“

    Mirko Ruh, UNTERSTÜTZER – Darum unterschreiben Menschen die Petition Gegen die geplante staatliche Waldorfschule in Hamburg

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  9. ‘Waldorfpädagogik ist gefährliche Esoterik’ – André Sebastiani im Interview mit der taz über die geplante ‘staatliche Waldorfschule’

    Noch im Januar 2013 warb Christian Füller in der taz für die umstrittene erste „staatliche Waldorfschule“ Deutschlands und diffamierte dabei André Sebastiani, Gastautor der Ruhrbarone, tollpatschig als „Rudolf-Steiner-Hasser“. Nun bietet die taz Sebastiani die Chance, in einem Interview die Gründe für die von ihm initiierte Petition Gegen die geplante staatliche Waldorfschule in Hamburg darzustellen (…)“

    weiterlesen bei den Ruhrbaronen: http://www.ruhrbarone.de/waldorfpaedagogik-ist-gefaehrliche-esoterik-andre-sebastiani-im-interview-mit-der-taz-ueber-die-geplante-staatliche-waldorfschule/

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  10. Gegen die geplante staatliche Waldorfschule in Hamburg

    Offener Brief an den Hamburger Schulsenator Ties Rabe

    Sehr geehrter Herr Senator Rabe,

    mit Unverständnis und großer Sorge haben wir Ihre Entscheidung zur Kenntnis genommen, im Hamburger Stadtteil Wilhelmsburg ein Waldorfkonzept in die bestehende Schule an der Fährstraße zu integrieren. Wir halten diese Entscheidung für ein völlig falsches Signal für den Wissenschafts- und Bildungsstandort Hamburg, die für Deutschland ein Präzedenzfall wäre, und fordern Sie dringend auf, diese Entscheidung zurückzunehmen.

    Die Waldorfpädagogik wurde durch den Esoteriker und Okkultisten Rudolf Steiner begründet und ist Teil seiner esoterischen, anthroposophischen Lehre. Sie enthält ein Sammelsurium von anti-aufklärerischen, pseudowissenschaftlichen und rassistischen Ideen. Dazu zählen beispielsweise eine esoterische Entwicklungslehre („Jahrsiebte“) und eine willkürliche Einteilung der Charaktere der Schüler und Schülerinnen in vier Grundtypen („Temperamente“). Der Waldorf-Klassenlehrer soll nach Steiner Künstler, Priester und höchste Autorität sein. Er soll das Temperament und das angebliche „Karma“ seiner Schüler, das von ihren „früheren Leben“ geprägt ist, durch „Hellsicht“ erkennen und sein pädagogisches Handeln danach ausrichten. Diese esoterischen Konzepte durchdringen alle Fächer, auch den musisch-künstlerischen Bereich. Sie sind ein zentraler Teil der Waldorflehrerausbildung und kommen bis heute im Unterricht zur Anwendung.

    Unsere Gesellschaft benötigt zur Bewältigung der zukünftigen Herausforderungen hervorragend ausgebildeten Nachwuchs. Dafür brauchen wir einen Unterricht, der sich an den wissenschaftlichen Erkenntnissen der Fachdidaktiken orientiert, nicht an den hellsichtigen Schauungen Rudolf Steiners. Einen Unterricht, in dem die Vielfalt der geistes- und naturwissenschaftlichen Erkenntnismethoden vermittelt wird. Einen Unterricht, der Kinder Freude und Staunen über eine Welt lehrt, die man untersuchen, erforschen und verstehen kann. Einen Unterricht, in dem die Kinder aber auch ermutigt werden, sich selbst, ihre Lehrer und das bisher Erforschte zu hinterfragen, zu testen und ihre Weltsicht gegebenenfalls zu korrigieren und zu erweitern. Das gilt auch für den musisch-künstlerischen Bereich. Mit der Waldorfpädagogik, die mit der Anthroposophie Rudolf Steiners untrennbar verbunden ist, sind diese Erfordernisse einer modernen Gesellschaft in keiner Weise vereinbar. Die Waldorfpädagogik versteht sich als geschlossenes Konstrukt, daher ist es nach unserer Ansicht nicht möglich, einzelne „positiv“ erscheinende Komponenten davon herauszupicken, ohne die schädlichen Komponenten zwangsläufig mit einzukaufen. Lapidar ausgedrückt: Ein bisschen Waldorf geht ebenso wenig wie ein bisschen schwanger.

    Wir fordern daher nachdrücklich, vom geplanten Schulversuch, der auf Kosten der Kinder geht, Abstand zu nehmen und statt esoterischer Lehren ohne Wenn und Aber eine aufgeklärte, moderne und wissenschaftliche Weltsicht ins Zentrum der Schulbildung zu stellen.

    Erläuterungen finden Sie im Anhang dieses Schreibens.

    Mit freundlichen Grüßen

    Dr. habil. Rainer Wolf

    Vertreter des Wissenschaftsrats im Vorstand der GWUP

    Unterzeichner:

    Prof. Dr. Michael Bach
    Dr. Mark Benecke
    Prof. Dr. Dr. Ulrich Berger
    Prof. Dr. Peter Brugger
    Prof. Dr. Christoph Daxelmüller
    Prof. Dr. Edzard Ernst
    Dr. Krista Federspiel
    Prof. Dr. Dittmar Graf
    Prof. Dr. Wolfgang Hell
    Prof. Dr. Martin Hermann
    Prof. Dr. Dieter Herrmann
    Wolfgang Hund
    Prof. Dr. Bernulf Kanitscheider
    Prof. Dr. Johannes Köbberling
    Prof. Dr. Walter Krämer
    Prof. Dr. Peter Kröling
    Prof. Dr. Martin Lambeck
    Prof. Dr. Heinz Oberhummer
    Dr. Rainer Rosenzweig
    Prof. Dr. Dr. Gerhard Vollmer
    Dr. habil. Rainer Wolf
    Prof. Dr. Hartmut Zinser.

    Die Unterzeichner sind Mitglieder des Wissenschaftsrates der Gesellschaft zur wissenschaftlichen Untersuchung von Parawissenschaften e.V.

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    • Es ist leider eine Tatsache, dass die Verblödung der Menschheit nahezu ungehindert voran schreitet. Ich lese derzeit eine Biographie des Begründers der Waldorfschule, Rudolf Steiner. Der hochprozentige Schwachsinn, den der Rassist Steiner zeitlebens verbreitet hat, ist für mich kaum erträglich. Er ist im übrigen ja auch der „Erfinder“ der Pseudowissenschaft Anthroposophie und der pseudowissenschaftlichen anthroposophischen Medizin. Und ausgerechnet diesem Wirrkopf hat die Stadt Stuttgart unter dem Motto „Kosmos Rudolf Steiner“ vom 5.2. bis 22.5.2011 eine Ausstellung gewidmet.

      Die Ausstellung wurde gefördert durch die Kulturstiftung des Bundes sowie durch WALA, Weleda, Mahle Stiftung, Iona Stichting und Alison und Peter Klein Stiftung.

      Und wer war sonst noch an dieser schwachsinnigen „Ehrung“ beteiligt:

      Stiftung Kunstmuseum Stuttgart gGmbH
      Geschäftsführerin Dr. Ulrike Groos
      Vorsitzende des Stiftungsrats:
      Bürgermeisterin Dr. Susanne Eisenmann (CDU)

      Konzeption und Redaktion:
      Stiftung Kunstmuseum Stuttgart gGmbH
      Abteilung Kommunikation und Marketing

      Bezahlt hat dies alles – wer wohl ? – wir, die dummen Steuerzahler !

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  11. Die “staatliche Waldorfschule” wurde von Hamburger Bildungssenator Ties Rabe beschlossen – Ties Rabe arbeitet also mit einer, Zitat Hopmann, “Sekte”.

    Mehr zur staatlichen “Sekten”-Schule beim Ratgeber-News-Blog – es spricht die ehemalige Sekten-Beauftragte Hamburgs, Ursula Caberta:

    https://ratgebernewsblog2.wordpress.com/2013/11/27/staatliche-waldorfschule-hamburg-ursula-caberta-klopper-des-jahrhunderts/

    Staatliche Waldorfschule Hamburg – Ursula Caberta: “Klopper des Jahrhunderts”

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  12. Lesetip:

    „Lernen im ‘Dreischritt’: Weiß Hamburgs Landesschulrat Rosenboom nicht, was Eso-Schlagworte bedeuten?

    von André Sebastiani

    In Hamburg-Wilhelmsburg ist die umstrittene „staatliche Waldorfschule“ gestartet.

    An der Ganztagsschule Fährstraße werden im Rahmen eines Schulversuchs „Elemente der Waldorfpädagogik“ eingeführt.

    Der GWUP-Wissenschaftsrat protestierte mit einem offenen Brief gegen das Vorhaben.

    Eine Online-Petition sammelte zudem zahlreiche kritische Stimmen, die in der Waldorfpädagogik …

    „… eine gefährliche Ideologie, die anti-aufklärerisches, anti-wissenschaftliches und im schlimmsten Fall sogar rassistisches Gedankengut vermittelt”

    sehen.

    Hamburgs Schulsenator Ties Rabe ward indes nicht müde zu erklären:

    (…)“

    weiter im GWUP-Blog: http://blog.gwup.net/2014/08/27/lernen-im-dreischritt-weis-hamburgs-landesschulrat-rosenboom-nicht-was-eso-schlagworte-bedeuten/

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  13. „‘Töne wie aus einer undichten Gummizelle!’

    (…)

    Bernd Durstewitz: „Haben Sie etwas dagegen, mit der Waldorfschule in Verbindung gebracht zu werden?“

    Harry Rowohlt: „Alles. Wegen der ewigen Verwechselung habe ich mich mal mit den Schriften Rudolf Steiners beschäftigt. Da fand ich eine schöne Textstelle: ‘Der Blonde, Blauäugige ist dem Dunkelhaarigen, Braunäugigen intellektuell überlegen, weil bei Letzterem zuviel Geisteskraft in die Pigmentierung fließt’. Das wäre geeignet gewesen für ein Quellenverzeichnis von Hitlers ‘Mein Kampf’. Töne wie aus einer undichten Gummizelle!“

    (…)

    In Deutschland werden Rudolf Steiners Waldorfschulen (zum größten Teil) staatlich finanziert und nach Kräften gefördert – heute mehr denn je, mehr als 1984, als Fritz Beckmannshagen schrieb:

    „Heute sind die Kultusministerien einiger Länder bezüglich der Waldorfschulen total unkritisch und unangemessem großzügig geworden. Ich kann mir dieses irrationale Verhalten nur erklären, indem ich vermute, daß an wichtigen Stellen der Ministerien stille Förderer der Bewegung sitzen und lenken, so daß man bald zutreffend von Okkultusministerien spricht.“

    Das klingt dann doch gewagt. Nach „Verschwörungstheorie“. Vielleicht sitzen in den Kultusministerien auch einfach nur Menschen, die „Töne wie aus einer undichten Gummizelle“ mögen?“

    zum vollständigen Artikel bei „Humanistischer Pressedienst“, hpd: https://hpd.de/artikel/10216

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  14. „Rudolf Steiners rassistischer Science-Fiction-Trash ‘Aus der Akasha-Chronik’

    BERLIN. (hpd) Rudolf Steiner (1861–1925) behauptete, Einblick in die “Akasha-Chronik”, ein geistiges Weltengedächtnis in der “Ätherwelt”, zu haben. Über diese “Chronik”, in der alle Ereignisse der Geschichte, alle Taten, Worte und Gedanken der Menschheit enthalten seien, schreibt Rudolf Steiner sein Buch “Aus der Akasha-Chronik”

    (…)“

    weiter bei „Humanistischer Pressedienst“, hpd: http://hpd.de/artikel/10883

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  15. Zu wenig „Sekte“ in der „staatlichen Waldorfschule“ Hamburg , um das Etikett „Waldorfschule“ tragen zu dürfen ?

    „(…) Die Situation stört den Bund der Freien Waldorfschulen so sehr, dass der Dachverband nun Druck auf die Schule ausübt: „Wenn die anfänglichen Zusagen nicht umgesetzt werden, müssen wir uns überlegen, die Nutzungserlaubnis für den Begriff ‚Waldorfpädagogik‘ zurückzuziehen“, sagte Sprecher Henning Kullak-Ublick. (…)“

    Quelle: http://www.spiegel.de/schulspiegel/hamburg-wilhelmsburg-ganztagsschule-wagt-waldorf-experiment-a-1075105.html

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  16. … und hier einer der Verkäufer der „Mogelpackung Waldorfpädagogik“:

    Prof. Jost Schieren, Alanus Hochschule für Kunst und Gesellschaft

    „Der Waldorf-Werber

    .

    BERLIN. (hpd) Jost Schieren ist Professor für Waldorfpädagogik an der anthroposophischen „Alanus Hochschule für Kunst und Gesellschaft“, Leiter des „Fachbereichs Bildungswissenschaft“, und verantwortlich für die (Waldorf-) Lehrerbildung.

    Dem „Waldorfblog“ gab Jost Schieren ein ausführliches Interview, in dem er immer wieder das buzzword „Freiheit“ verwendet – in einer einzigen Antwort erstaunliche 7 mal:

    • „Die Anthroposophie ist im Kern auf das Ideal des freien Menschen ausgerichtet.“
    • „Freiheitsentwicklung als Teil des Weltgeschehens“
    • „Freiheitsentfaltung unseres Menschseins“
    • „Position der Freiheit“
    • „Begriff der Freiheit“
    • „Entwicklungsraum der Freiheit“
    • „freien Persönlichkeitsentwicklung“

    Für Schieren macht einfach alles frei, was Anthroposophie ist. Wie die Waldorfpädagogik, die auf der Anthroposophie Rudolf Steiners (1861 – 1925) basiert.

    Über einen Vortrag Rudolf Steiners sagt Kurt Tucholsky: „Je größer der Begriff, desto kleiner bekanntlich sein Inhalt – und er hantierte mit Riesenbegriffen.“

    „Freiheit“: mit diesem Riesenbegriff macht Jost Schieren Werbung für die Waldorfpädagogik

    .

    Reinkarnation macht frei

    Beim Werber Jost Schieren ist „Reinkarnation“ normal, wird zu einer weiteren „Sichtweise auf den Menschen“, die – Verkaufsargument! – von „Fremdbestimmung“ befreit:

    Der Gedanke der Reinkarnation erlaube es, so Jost Schieren, „den Menschen nicht als irgendwie allein fremdbestimmtes Wesen (Gene, Sozialisation, Gehirnprägungen usw.) zu denken.“ Das Kind sei nicht das alleinige Resultat von Vererbung und Umgebung, sondern trage in sich „eine eigene auf sich selbst begründete Persönlichkeit“, die nicht zufällig entstanden sei, da „der Mensch sein eigenes Wesen selbstverantwortlich durch eine Reihe von Verkörperungen selbst bildet.“

    Doch was bedeutet „Reinkarnation“ überhaupt? Und bei Rudolf Steiner?

    Weit verbreitet ist die Idee im asiatischen Kulturkreis, im Hinduismus und den verschiedenen Erscheinungsformen des Buddhismus. Gemeinsam ist ihnen, daß das Ziel ist, dem „endlosen Kreislauf der Wiedergeburten“ zu entkommen, sich von der Fessel des „Karma“ zu befreien.

    Helena Petrovna Blavatsky und in ihrer Nachfolge Rudolf Steiner kehren die Idee in ihr Gegenteil um: Der Mensch soll im Kreislauf der Wiedergeburten bleiben, so kann er sich – und damit die Menschheit – perfektionieren. Das bedeutet: Pflichterfüllung. Von „Freiheit“ keine Spur.

    Rudolf Steiner verspricht eine Form der (geistigen) Unsterblichkeit und befriedigt zugleich das Bedürfnis seiner – zur Zeit der Begründung der Anthroposophie – aristokratischen und großbürgerlichen Klientel nach „Elite“: „WIR bringen die Menschheit (-sentwicklung) voran!“

    Und natürlich kann die Menschheit auch nicht an einem Tag an Ihrem Bestimmungsort, dem Planeten „Vulkan“, ankommen – dann wäre Steiners Geschäftsmodell sofort erledigt.

    .

    Anthroposophie: Seine Eltern sucht man sich selber aus …

    (…)“

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  17. „Der Waldorf-Schulversuch im Hamburger Stadtteil Wilhelmsburg ist gescheitert, wie die taz und das Hamburger Abendblatt übereinstimmend berichten. Im Rahmen eines Schulversuchs wollte man an der Ganztagsschule Fährstraße „Elemente der Waldorfpädagogik“ in den Unterricht integrieren.

    Das Projekt erfuhr vor allem durch kritische Aktionen der GWUP bereits im Vorfeld überregionale Aufmerksamkeit.

    Doch weder ein Offener Brief des GWUP-Wissenschaftsrats noch die Unterschriften einer eigens gestarteten Online-Petition konnten Schulsenator Ties Rabe (SPD) zum Umdenken bewegen. Der Senator und seine Behörde hatten eine rein strategische Entscheidung getroffen.

    In Wilhelmsburg hatte sich eine Waldorfinitiative gebildet, die die Gründung einer Waldorfschule im Stadtteil anstrebte. In der Schulbehörde befürchtete man, dass eine Waldorfschule in freier Trägerschaft vor allem Kinder aus den wenigen bildungsnahen Elternhäusern im sozialen Brennpunkt Wilhelmsburg anziehen würde. Um diese Elternhäuser im staatlichen System zu halten, schlug Landesschulrat Rosenboom eine Kooperation vor.

    Die Idee zum Schulversuch war geboren, Kritik am Inhalt unerwünscht.

    „Wir wollen nicht die Lehre Steiners in die Schulen entsenden, sondern waldorfpädagogische Elemente verwenden, die mit den Bildungsplänen vereinbar sind“,

    betonte Senator Rabe.

    Eine Art Quadratur des Kreises also, denn die Elemente der Waldorfpädagogik sind mit der anthroposophischen Esoterik untrennbar verbunden. Der Schulversuch wurde schließlich im Rahmen einer Pressekonferenz offiziell verkündet. Neben Senator Rabe saß der Sprecher des Bundes der Freien Waldorfschulen (BFWS), Henning Kullak-Ublick.

    Alle Seiten strahlten Zuversicht aus. Das Beste aus beiden Welten sollte an der Fährstraße zusammenkommen.

    Nach nicht einmal zwei Jahren ist der Schulversuch nun also gescheitert. Aus dem Umfeld der Schule hörte man bereits kurz nach dem Start von Misstönen. Öffentlich wurden die Probleme erstmals im Februar durch einen Artikel bei Spiegel-Online. Dort drohte Waldorffunktionär Kullak-Ublick „die Nutzungserlaubnis für den Begriff ‘Waldorfpädagogik’ zurückzuziehen”, sollten „die anfänglichen Zusagen nicht umgesetzt werden“.

    Das Scheitern der Kooperation zeigt, dass die Bedenken der Kritiker gut begründet waren. Man kann nicht Elemente der Waldorfpädagogik herausgreifen und die Esoterik, die ihnen zugrunde liegt, außen vor lassen, wie es von behördlicher Seite suggeriert wurde.

    Mit den Worten des Erziehungswissenschaftlers Prof. Hopmann ausgedrückt:

    „Man kann nicht nur ein bisschen Waldorf sein.“

    Auf Seiten der Waldorfinitiative und des Bundes der Freien Waldorfschulen sieht man ausschließlich die staatliche Seite für das Scheitern verantwortlich. In einer Pressemitteilung beklagt der BFWS, dass von den „waldorfpädagogischen Elementen nur einige wenige – und die oft mehr formal als mit Leben gefüllt – in das Schulleben einfließen konnten.

    Wer waldorfpädagogische Elemente mit Leben füllen möchte, landet aber automatisch beim Waldorfguru Rudolf Steiner.

    (…)“

    weiter: http://blog.gwup.net/2016/07/06/hamburger-schulversuch-ein-bisschen-waldorf-ging-nicht/

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  18. Wer sich jemals die Mühe gemacht hat, sich mit den Steiner’schen anthroposophischen „Weisheiten“ zu befassen, der fragt sich, wie es dazu kommen konnte, dass eine staatliche Schulbehörde sich überhaupt auf eine Zusammenarbeit mit den Waldorf-Pädagogen einlassen konnte? Haben sich die Vertreter der Schulbehörde denn schon mal mit den hirnrissigen, pseudowissenschaftlichen Thesen des Antisemiten und Esoterikers Rudolf Steiner befasst? Offensichtlich nicht.

    Ich verweise in diesem Zusammenhang auch auf meinen Kommentar vom 23.11.2013 in diesen Thread, in welchem ich über die von der Stadt Stuttgart geförderte Ausstellung „Kosmos Rudolf Steiner“ berichtete, die vom 5.2. bis 22.5.2011 statt fand. Organisator dieser Ausstellung war die Stiftung Kunstmuseum Stuttgart gGmbH. Vorsitzende des Stiftungsrates war die CDU-Bürgermeisterin Susanne Eisenmann.

    Aber auch bei der SPD gibt es einen eifrigen Befürworter der Waldorfschulen. Es ist dies der frühere SPD-Kultusminister Andreas Stoch. Als Politiker war er bis zur Abwahl der grün-roten Koalition im März 2016 für das staatliche Schulwesen zuständig, Seinen vier Kindern wollte er allerdings die staatliche Schule nicht zumuten, weshalb er sie in die Waldorfschule schickte.! Offenbar vertraute er der von der SPD und ihm vertretenen Schulpolitik nicht! Als ich ihn im Rahmen einer Wahlveranstaltung auf diesen Sachverhalt ansprach, reagierte er ziemlich ungehalten. Eine sachliche Begründung, weshalb er seine Kinder denn nicht in die staatliche Schule schicke, lieferte er allerdings nicht. Er erwähnte lediglich, dass seine Ehefrau frühere Waldorflehrerin gewesen sei und seine Kinder aus diesem Grunde die Waldorfschule besuchten.

    Man kann sich eigentlich nur wundern, dass der pseudowissenschaftliche Nonsens des Rudolf Steiner auch im angeblich aufgeklärten 21. Jahrhundert immer noch Anhänger findet. Eine Erklärung für dieses für mich nicht fassbare Problem habe ich bisher nicht gefunden.

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