Christliche Leitkultur, ADIEU! – Buchempfehlung: „Schatten über Europa“, Rolf Bergmeier;


So viel zur angeblichen „christlich-abendländischen Leitkultur“:  

Kurzbeschreibung:

Beheizte Bäder, kühlende Brunnen, Fischteiche und Gärten – Mitte des vierten Jahrhunderts ist das Leben im Imperium Romanum von beeindruckenden zivilisatorischen Errungenschaften gekennzeichnet. In allen Städten gibt es Schulen, Gymnasien, Bibliotheken, Theater und Schauspiele. Nur hundert Jahre später ist alles vorbei. Die Wasserleitungen verfallen, die öffentlichen Schulen werden geschlossen, die Theater veröden, die meisten Menschen können nicht mehr lesen und schreiben. Wie ist es dazu gekommen? Ist die antike Kultur im „Germanensturm“ untergegangen? Hat die „spätrömische Dekadenz“ den Verfall herbeigeführt? Rolf Bergmeier sieht für den Kulturbruch eine andere, bislang wenig beachtete Ursache: das Christentum. Dessen Weltflucht, Leib- und Bildungsfeindlichkeit zieht eine Reihe von Entwicklungen nach sich, die zum Zusammenbruch von Kunst und Kultur, Bibliotheken und Schulsystem, Wissenschaft und Philosophie führen.

Aus den Rezensionen bei Amazon:

Das Buch „Schatten über Europa. Der Untergang der antiken Kultur“ vergleicht die spätantike „heidnische“ Kultur mit der des frühen „christlichen“ Mittelalters und analysiert die Ursachen für den Verfall der antiken Kultur. Bergmeier sieht den Verfall nicht in der „Völkerwanderung“ oder in der „Dekadenz der Römer“ begründet, sondern sieht eine andere, bisher kaum beachtete Ursache: Das Christentum. Dessen Jenseitsorientierung, Leib- und Bildungsfeindschaft hätten den Zusammenbruch der öffentlichen Bibliotheken und des öffentlichen Schulsystems, von Kunst, Wissenschaft und Philosophie bewirkt.

Das belegstarke Buch erhält seine besondere argumentative Duchschlagskraft durch den Vergleich: Zum einen wird die kulturelle und zivilisatorische Leistung der „heidnischen“ Antike mit den Verhältnissen des christlichen Mitteleuropas des 5. bis 12. Jahrhunderts verglichen und zum zweiten wird die neue christliche Kirchenkultur der Nachbarkultur des islamisch-maurischen Spaniens und der arabischen von Damaskus, Alexandria und Bagdad gegenübergestellt. Diese Parallel-Vergleiche quer durch die Territorien des ehemaligen Imperium Romanum fallen für das Christentum so ungünstig aus, dass es sich verbietet, vom Christentum als dem Träger abendländischer Kultur zu sprechen.

Da alle Welt von der „christlich-abendländischen Kultur“, von einer „jüdisch-christlichen Leitkultur“ und von den „uns prägenden“ christlichen Werten spricht, dürfte dieses Buch für einige Aufregung sorgen. Wer auf diesen Gebieten mitreden will, muß das Buch gelesen haben.

Leseprobe

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