Eso-Kath Town Eichstätt, dank Manuela Knipp-Lillich (Katholen-Glaube = Esoterik)


Mal ein anschauliches Beispiel, wie gut sich doch der katholische Glaube mit der Esoterik verträgt. Ausgerechnet im hoch-katholischen Eichstätt in Bayern, Exil und Aufenthaltsort von Walter Mixa, tummelt sich eine GRÜNEN-Stadträtin, die nun auch Bürgermeisterin werden will und die gleichzeitig mit krudester Esoterik ihre Brötchen verdient. Eine tüchtige Eso-Geschäftsfrau, die ihr Umfeld mit Bewusstseinserweiterungsgefasel, Quantensprüngen, 2012, Lichtwässern, medialen Botschaften, Geistigem oder bioenergetischem Heilen, Klostermedizin, Familienaufstellungen und einigem mehr beglückt. Neben ihrer Firma „IMPULSE – ganzheitliche Seminare“ , betreibt sie im Eichstätter Alten Stadttheater auch noch ein spirituelles Kino. Zur geistigen Vollverblödung werden dort Streifen wie z.B: „2013 – ERWACHEN DER NEUEN MENSCHHEIT“, „Revolution 2012 – die Menschheit vor einem Evolutionssprung“ und „With one voice – die gemeinsame Stimme der Religionen“ präsentiert, die dem Eichstätter dabei helfen sollen, endlich zum Eso zu mutieren.

Veranstaltungen

Ganz entzückend finde ich jedoch ihr Engagement für „Lichtwasser“, denn hierzu muss es jedem streng gläubigen Katholen vor Freude die Tränen in die Äuglein treiben. Einfach himmlisch:

Lichtwässer und ihre Heilkräfte
Lichtwässer sind Wässer, die alle 7 Frequenzen des Lichts und damit das gesamte Lichtspektrum enthalten. Die Mailänder Biologin Dr. Enza Maria Ciccolo beschäftigt sich seit über 20 Jahren mit dem Phänomen der Lichtwässer. Das erste von ihr entdeckte Lichtwasser fand die Forscherin am südfranzösischen Pilgerort Lourdes. Damals wollte sie dem Geheimnis auf die Spur kommen, warum Menschen, die an diesem Wallfahrtsort mit unterschiedlichen Krankheiten in dasselbe Wasserbecken stiegen, sich dort aber nicht mit Krankheiten anderer Leute infizierten.

Zu ihrer Überraschung fand sie durch den sogenannten Agglutinationstest heraus, dass das
im Lourdes-Wasser Bakterien und andere Mikro- Organismen, wie z.B. Krankheitserreger neutralisiert werden und ihre Aggressivität verlieren.

Zudem entdeckte Ciccolo, dass dieses Wasser alle sieben Frequenzen des Lichts, und damit das gesamte Lichtspektrum enthält, die zusammen das weiße Licht ergeben und in die Spektralfarben des Regenbogens aufgespalten werden können.

Alle von ihr bislang gefunden Lichtwässer stammen dabei von Marienerscheinungsorten, wie z.B.aus Lourdes, Fatima, Montichiari (Italien), Medjugorje(Bosnien), Efeso (Palestina), Santa Maria della Fontana (Mailand), Maria Brünnlein (Wemding/ Bayern) und Heroldsbach/ Bayern.

Frau Ciccolo geht davon aus, dass diese Wässer während der Erscheinung der Mutter Gottes mit einer spezifischen Lichtfrequenzen informiert wurden die bis heute unverändert kraftvoll und
heilend wirkt.

Alle Lichtwässer sind rechtsdrehend und können auf einfache Weise unbegrenzt vervielfältigt werden.

Wichtig zu wissen ist in diesem Zusammenhang, dass auch unsere Gewebe und Organe im gesunden Zustand jeweils auf einer ganz bestimmten Wellenlänge und Frequenz schwingen.
Bei einer Erkrankung lassen sich deutliche Abweichungen von der ursprünglichen Schwingungsfrequenz feststellen. Änderungen in diesem Bereich sind bereits messbar, bevor sie sich organisch auswirken!

Durch die Einnahme und Verwendung der Lichtwässer mit ihrer ursprünglichen Schwingung ist es möglich, Organe und Strukturen, die krankhaften Schwingungsabweichungen aufweisen, wieder auf die richtige Frequenz zu bringen und dadurch zu heilen!

In Italien und der Schweiz gibt es bereits mehrere Lichtwasser-Zentren, die diese sanfte Heilmethode
ihren Patienten anbieten.

Ausführliche Infos zur Anwendung und Vermehrung von Lichtwasser erhalten Sie
1) bei Seminar vom 7. bis 9. Oktober 2011 von Gudrun dalla Via, Lichtwasser-Autorin und langjährige Begleiterin und Dolmetscherin von Enza Maria Cicollo auf deren Vortragsreisen

Was für eine gnadenlose Bereicherung für die katholische Wunderlehre und welcher Kleriker könnte dazu schon Nein sagen. Den Rest der Quacksalber-Angebote kann man da dann beruhigt, mit gutem Gewissen und gerne tolerieren. Ferner ist es sowieso nur scheinheilig und unglaubwürdig, wenn Mystifax-Vertreter  gegen Konkurrenz-Mystifax angehen, siehe die Sektenbeauftragten der Kirchen. Vielleicht lässt sich aber auch nun gerade in Eichstätt ein nettes spirituelles Catholic-New-Age Wallfahrtszentrum aufbauen, fehlen eigentlich nur die katholikal-charismatischen Heilungsgottesdienste und eine eigene regionale Marienerscheinung für’s Eichstätt-Lichtwasser. Damit wäre zudem der Tourismus-Boom plus Kath-Eso-Devotionalien-Kitsch -Verkauf gesichert. Amen und Namasté

Lichtwasser oder Lebenswasser ist der Oberbegriff für Wasserbelebungs-Produkte, die mit behaupteten Heilwirkungen auf Basis des christlichen Glaubens beworben werden, aber auch mit zumeist sinnfreien pseudowissenschaftlichen Aussagen der Wasserbelebungsbranche. Erfunden wurden die Lichtwässer von der italienischen Biologin Enza Maria Ciccolo (geb. 1941), die auch Seminare zu dem Thema abhält. Eine weitere Protagonistin ist die italienische Autorin Gudrun Dalla Via.

Die verschiedenen Lichtwässer werden als eine Art Votiv-Wasser nach ihrer angeblichen Herkunft aus Wallfahrtsorten bezeichnet (Lourdes, Montichiari, Medjugorje, San Damiano, Fatima, St. Maria alla Fontana oder Efeso). Behauptet wird, dass diese einen angeblichen und krankmachenden „Linksspin“ von Körperzellen „ausgleichen“. Im Gegensatz zu gewöhnlichem Wasser besäßen „die Lichtwässer eine Energie, die dem Menschen noch weitgehend unbekannt ist: die polarisierte Energie“. Ciccolo hat auch versucht, ein Patent auf eine Methode zum ermitteln „der Frequenz und der bioenergischen Wirkungen von Wässern“ zu erlangen.[1]

Vertrieben werden die Wässer von Esoterik-Händlern. Zu den ursprünglich 7 Lichtwässern sind inzwischen weitere hinzugekommen. Beispielsweise wurde von einigen Esoterikern das Wasser der „Heroldsbacher Erscheinungsstätte“ bei Erlangen zu einem Lichtwasser erklärt. Es habe eine „Schwingungsfrequenz von 160 Herz [sic]“, wodurch es u.a. bei Schlafstörungen, Hauterkrankungen und Schmerzen eine heilsame Wirkung habe.[2] Ein Günter Seuffert aus Ditzingen bietet so genanntes Komplexwasser an, das aus Quellwasser bestehe, dem Lichtwasser zugesetzt werde, nachdem es durch ein „spezielles Mikro-Verwirbelungsverfahren“ behandelt wurde.

Gedacht sind die Produkte zur inneren Anwendung („Verwendung: immer mind. 9 Tropfen auf einen Liter klares Wasser. Tägliche Einnahme morgens, mitttags und abends jeweils ein Glas. Verwenden Sie das Wasser auch für Tiere und Pflanzen und zum Aufstellen in Räumen. Reicht zur Herstellung von ca. 60 Litern informiertes Lichtwasser“). Die jeweiligen Produkte sind nicht als Arzneimittel, Nahrungsergänzungsmittel oder diätetische Lebensmittel ausgewiesen. Rechtlich gesehen handelt es sich bei Wasser um ein Lebensmittel. Heilversprechen sind für Lebensmittel nach dem Heilmittelwerbegesetz ausdrücklich nicht erlaubt.

Was heißt hier nicht erlaubt? Bei so viel spirituellem Bewusstsein, muss man sich doch sicher nicht um weltliche Regularien kümmern, die „Fernheilung“ ist gesetzlich auch verboten und wird bei Anzeige mit Geldbußen bis zu 50.000 Euro bestraft.

Das hinderte Frau Knipp-Lillich auch nicht daran sie anzubieten. Schließlich ist man ja doppelt abgesichert: Gott und die Geistige Welt beschützen und im Stadtrat sitzt man ja selbst.

Update:

Enza Maria Ciccolos Lichtwasser-Betrug aufgeflogen, arme Frau Knipp-Lillich!

21 Gedanken zu “Eso-Kath Town Eichstätt, dank Manuela Knipp-Lillich (Katholen-Glaube = Esoterik)

  1. wenn ich „Lichtwasser“ höre muss ich immer an die Einwohner von von Schilda denken (Erich Kästner)!
    Die vergaßen in Ihrem neuen Rathaus Fenster einzubauen und trugen hernach das Licht in Kübeln hinein.
    Wenn so jemand Bürgermeister in Eichstätt wird,
    sollten die Eichstätter über eine Namensänderung in „Schilda“ nachdenken. Das würde passen.

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  2. Naheliegender kann ein Geschäftsinteresse von Frau Manuela Knipp-Lillich kaum vermutet werden.
    Als Stadträtin der Grünen in Eichstätt politisch motiviert, als Journalistin diplomiert und als Bürgermeisterkandidatin engagiert …… DIESER Frau kann man durchaus Sachverstand unterstellen – ergo, …(wurde aufgrund eines Rechtsanwaltsschreibens im Auftrag von Frau Knipp-Lillich gelöscht!)

    Was ist Betrug? Hierzu

    StGB § 263 – Betrug

    (1) Wer in der Absicht, sich oder einem Dritten einen rechtswidrigen Vermögensvorteil zu verschaffen, das Vermögen eines anderen dadurch beschädigt, daß er durch Vorspiegelung falscher oder durch Entstellung oder Unterdrückung wahrer Tatsachen einen Irrtum erregt oder unterhält, wird mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.
    (2) Der Versuch ist strafbar.
    (3) In besonders schweren Fällen ist die Strafe Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis zu zehn Jahren. Ein besonders schwerer Fall liegt in der Regel vor, wenn der Täter
    1. gewerbsmäßig oder als Mitglied einer Bande handelt, die sich zur fortgesetzten Begehung von Urkundenfälschung oder Betrug verbunden hat,
    2. einen Vermögensverlust großen Ausmaßes herbeiführt oder in der Absicht handelt, durch die fortgesetzte Begehung von Betrug eine große Zahl von Menschen in die Gefahr des Verlustes von Vermögenswerten zu bringen,
    3. eine andere Person in wirtschaftliche Not bringt,
    4. seine Befugnisse oder seine Stellung als Amtsträger mißbraucht oder
    5. einen Versicherungsfall vortäuscht, nachdem er oder ein anderer zu diesem Zweck eine Sache von bedeutendem Wert in Brand gesetzt oder durch eine Brandlegung ganz oder teilweise zerstört oder ein Schiff zum Sinken oder Stranden gebracht hat.
    (4) § 243 Abs. 2 sowie die §§ 247 und 248a gelten entsprechend.
    (5) Mit Freiheitsstrafe von einem Jahr bis zu zehn Jahren, in minder schweren Fällen mit Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis zu fünf Jahren wird bestraft, wer den Betrug als Mitglied einer Bande, die sich zur fortgesetzten Begehung von Straftaten nach den §§ 263 bis 264 oder 267 bis 269 verbunden hat, gewerbsmäßig begeht.
    (6) Das Gericht kann Führungsaufsicht anordnen (§ 68 Abs. 1).
    (7) Die §§ 43a und 73d sind anzuwenden, wenn der Täter als Mitglied einer Bande handelt, die sich zur fortgesetzten Begehung von Straftaten nach den §§ 263 bis 264 oder 267 bis 269 verbunden hat. § 73d ist auch dann anzuwenden, wenn der Täter gewerbsmäßig handelt.

    Was ist eine Lüge?

    Eine Lüge ist eine Aussage von der der Lügner weiß, dass sie unwahr ist, und die mit der Absicht geäußert wird, dass der oder die Hörer sie trotzdem glauben. Dies geschieht meist, um einen Vorteil zu erlangen oder um einen Fehler oder eine verbotene Handlung zu verdecken und so Kritik oder Strafe zu entgehen. Die gemeine bzw. verbrecherische Lüge hat den eigenen Vorteil zum Zweck und nimmt den erheblichen Nachteil von Mitmenschen billigend in Kauf. Sie wird in allen Kulturkreisen verabscheut.

    Oder liegen bei Frau Manuela Knipp-Lillich Sinnestäuschungen und eine verklärte Wahrnehmungsfähigkeit auf Grund einer psychischen Beeinträchtigung oder neurologischer Störungen vor? In diesem Fall wäre zu prüfen, ob Frau Manuela Knipp-Lillich geeignet ist, die ihr bereits obliegenden, gesellschaftlich verantwortungsvollen, Aufgaben bzw. eine angestrebte Tätigkeit als Bürgermeisterin Eichstätts auszuführen. Bis zum heutigen Tag gibt es nach Stand der Wissenschaft und Technik keinen naturgesetzlichen Nachweis darüber, das eine diesbezügliche Leistungserbrinngung, wie auf der Internetpräsenz unter http://www.impulse-ganzheitliche-seminare.de/ zu lesen, objektiv möglich ist.

    Einen gewissen Sinn für Humor beweist Knipp-Lillich allemal wenn in diesem Kontext beleuchtet zu lesen ist „…Klarheit, Gradlinigkeit und Transparenz zeichnen mich aus…“ (Quelle: http://www.oberbuergermeisterin-fuer-eichstaett.de/Manuela_Knipp-Lillich_OB-Wahl/WILLKOMMEN_-_Manuela_Knipp-Lillich_Oberburgermeisterin_fur_Eichstatt.html). Auf „Klarheit und Gradlinigkeit“ mag ich nicht weiter eingehen. Mit meinem eigenen Sinn für Humor empfehle ich Frau Knipp-Lillich das Nomen Transparenz in Transzendenz umzuschreiben – schon allein wegen der Klarheit ;-).

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    • Ein Kommentar im Journalismus ist ein Meinungsbeitrag zu einem Thema, der den Autor namentlich nennt. Bei Printmedien wird der Verfasser oft abgebildet, in Hörfunk und Fernsehen spricht der Autor den Kommentar meistens selbst. Besondere Formen des Kommentars sind Leitartikel, Glosse und Kolumne.

      Meinungsbeiträge in den Medien sind durch Artikel 5 des Grundgesetzes für die Bundesrepublik Deutschland geschützt. Die Trennung von Meinungen und Informationen soll Transparenz für den Leser herstellen. Vor allem im Boulevardjournalismus werden nachrichtliche (Bericht) und meinungsorientierte Darstellungsweise (Kommentar) jedoch auch innerhalb eines Beitrages vermischt.

      „Der Kommentar nimmt im Regelfall zu einer aktuellen Nachricht Stellung. Er erläutert die Wichtigkeit des Themas, interpretiert die Bedeutung, macht mit Zusammenhängen vertraut, stellt Kombinationen an, wägt unterschiedliche Auffassungen ab, setzt sich mit anderen Standpunkten auseinander und verhilft dem Leser dazu, sich ein abgerundetes Bild über das Ereignis zu machen.“[1] In einem guten Kommentar sollte der Hintergrund analysiert und erklärt, außerdem die Meinung des Schreibers argumentativ belegt werden. Er soll die Leser dazu anregen, sich eine eigene Meinung zum Thema zu bilden.

      siehe Wikipedia >> http://de.wikipedia.org/wiki/Kommentar_(Journalismus)

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    • Geschwächte und kranke Menschen sowie solche, die in Sorge um diese sind, werden regelmäßig zu leichten Opfern von windigen Verkäufern. Unternehmer, die diesen Menschen Produkte verkaufen, die angeblich heilende Wirkung haben, obwohl dies nicht stimmt,sind oft nur an schnellem Profit interessiert. Ihre Kunden und Konkurrenten sehen Sie dabei eher als Gegner als als Kunde. Weil dies den lauteren Wettbewerb gefährdet, wurde die Schwarze Klausel Nr. 18 in das UWG aufgenommen.

      Die Klausel
      Unzulässige geschäftliche Handlungen im Sinne des § 3 Abs. 3 sind…
      Nr. 18: …die unwahre Angabe, ein Produkt könne Krankheiten, Funktionsstörungen oder Missbildungen heilen;

      Kranke in die Irre geführt?
      Die Schwarze Klausel Nr. 18 ist klar und deutlich gefasst. Ein Unternehmer, der sein Produkt mit einem Heilungsversprechen versieht, das dieses nicht halten kann, verhält sich wettbewerbswidrig. Größere Verständnisschwierigkeiten hinsichtlich des Wortlauts der Vorschrift ergeben sich nicht. Rechtlich problematisch ist daher nicht die Klausel selbst, sondern vielmehr ihr Verhältnis zu anderen ähnlichen Regelungen aus anderen Gesetzen. Dabei stellt sich vor allem die Frage, welche Vorschriften im Einzelfall vorrangig zu berücksichtigen sind.

      Gesundheitswerbung – nicht gerade unproblematisch
      Gesundheitswerbung ist heikel. Menschen – entweder selbst krank oder in Not und Sorge um ihnen nahe stehende Personen – werden kaum etwas unversucht lassen und im Zweifel auch viel Geld investieren, um wieder gesund zu werden bzw. die Gesundheit ihrer Liebsten wieder zu bekommen. Deshalb besteht die Gefahr, dass Unternehmer dies ausnutzen, indem sie die Verbraucher belügen, betrügen und in die Irre führen. Davor müssen sie geschützt werden. Dies hat auch der Gesetzgeber gesehen und in verschiedenen Bereichen Regelungen erlassen, die die Verbraucher schützen sollen.

      1. Lebensmittelrecht
      Im Lebensmittelrecht scheint die Vorschrift des § 12 Absatz 1 Nr. 1 des Lebensmittel-, Bedarfsgegenstände- und Futtermittelgesetzbuches (LFGB) spezieller und damit vorrangig zu sein. Dort heißt es nämlich:
      Es ist verboten, beim Verkehr mit Lebensmitteln oder in der Werbung für Lebensmittel allgemein oder im Einzelfall (…) Aussagen, die sich auf die Beseitigung, Linderung oder Verhütung von Krankheiten beziehen (…) zu verwenden.
      § 12 Absatz 1 Nr. 1 LFGB verbietet somit ganz generell die Bewerbung von Lebensmitteln im Zusammenhang mit der Linderung von Krankheiten bzw. der Gesundung und nicht bloß die irreführende Werbung in diesem Bereich. Somit scheint die Schwarze Klausel Nr. 18 überflüssig zu sein, wenn es um Lebensmittel geht.
      Allerdings ist zu beachten, dass es sich bei der § 12 LFGB um eine lebensmittelrechtliche und nicht um eine wettbewerbsrechtliche Vorschrift handelt. Die Sanktionsmöglichkeiten des UWG bestehen jedoch nur dann, wenn tatsächlich auch wettbewerbsrechtliche Vorschriften verletzt worden sind. Dies ist jedoch bei § 12 LFGB kein Problem, da diese Vorschrift als sog. Marktverhaltensregelung anerkannt ist und daher über § 4 Nr. 11 UWG zu wettbewerbsrechtlichen Konsequenzen führen kann.
      Somit gibt es eine wettbewerbsrechtliche Konkurrenzsituation zwischen § 12 LFGB und der Schwarzen Klausel Nr. 18. Diese ist jedoch ganz leicht aufzulösen: da die Schwarzen Klauseln aufgrund ihres Katalogcharakters und ihres präzisen Wortlauts generell den anderen Vorschriften des UWG vorgehen, gehen sie auch § 12 LFGB vor, die ja nur über § 4 Nr. 11 UWG wettbewerbsrechtliche Wirkung entfalten kann.

      2. Arzneimittelrecht
      In § 8 des Arzneimittelgesetzes (AMG) ist ein eigenständiges Irreführungsverbot für Arzneimittel geregelt. Dort heißt es in § 8 Absatz 1 Nr. 2 lit. a:
      Es ist verboten, Arzneimittel oder Wirkstoffe herzustellen oder in den Verkehr zu bringen, die (…) mit irreführender Bezeichnung, Angabe oder Aufmachung versehen sind. Eine Irreführung liegt insbesondere dann vor, wenn (…) Arzneimitteln eine therapeutische Wirksamkeit oder Wirkungen oder Wirkstoffen eine Aktivität beigelegt werden, die sie nicht haben;
      Offensichtlich überschneiden sich die Schwarze Klausel Nr. 18 und diese Regelung in ihrem Anwendungsbereich, wenn es um Arzneimittel geht. Allerdings ist § 8 AMG wiederum eine arzneimittelrechtliche und keine wettbewerbsrechtliche Regelung. Jedoch kann auch diese Vorschrift als sog. Marktverhaltensregelung über § 4 Nr. 11 UWG als wettbewerbsrechtliche Regelung Wirkung entfalten. Wie beim Abschnitt zum Lebensmittelrecht gilt auch hier, dass die Schwarze Klausel aufgrund ihres präzisen Wortlauts Vorrang gegenüber anderen wettbewerbsrechtlichen Regelungen genießt und daher bei wettbewerbsrechtlichen Sachverhalten vorrangig angewendet werden muss.

      3. Heilmittelrecht
      Auch in § 3 Nr. 2 lit. a des Heilmittelwerbegesetzes (HWG) findet sich für sog. Heilmittel ein spezielles Irreführungsverbot, das dem des Arzneimittelrechts vergleichbar ist. Dafür gilt das bereits Gesagte entsprechend.

      Es muss eine Lüge sein
      Wie bei allen anderen Irreführungsverboten ist auch bei Klausel Nr. 18 von Relevanz, ob der Verkäufer ausdrücklich objektiv Falsches verlautbaren lassen muss, damit die Vorschrift greift, oder ob es für die Anwendbarkeit der Klausel ausreicht, dass der Verkäufer bloß einen entsprechenden Eindruck bei den Verbrauchern erweckt.
      Bei der Schwarzen Klausel Nr. 18 ist ersteres der Fall. Dies bedeutet, dass der Verkäufer tatsächlich ausdrücklich behaupten muss, dass sein Produkt Krankheiten, Funktionsstörungen oder Missbildungen heilt. Nur dann handelt er auch wettbewerbswidrig, sofern seine Aussage unwahr ist.

      Was ist eine Krankheit?
      Mit dem Begriff „Krankheit“ kann vieles gemeint sein – es ist ein ziemlich schwammiger, ungenauer Begriff. Als Faustregel gilt für dessen Auslegung: der Begriff ist möglichst weit zu verstehen, da auf diese Weise die Verbraucher am umfassendsten vor wettbewerbswidrigen Handlungen von Unternehmern geschützt sind. Somit umfasst der Begriff jede auch nur geringfügige oder vorübergehende Störung der normalen Beschaffenheit des Körpers. Es muss somit keine besonders langwierige, schmerzhafte oder besondere Krankheit vorliegen, damit die Klausel Anwendung findet. Das Gleiche gilt entsprechend für die Begriffe Funktionsstörung und Missbildung.

      Heilungsversprechen
      Wie der Begriff der Krankheit ist auch der Begriff der Heilung bzw. „heilen“ bei Klausel Nr. 18 weit auszulegen. Es geht somit darum, dass ein Unternehmer/Verkäufer verspricht, dass sein(e) Produkt(e) Krankheiten, Funktionsstörungen oder Missbildungen beseitigen, lindern, verbessern. Nur durch eine derart weite Auslegung des Begriffs sind die Verbraucher – und mittelbar die Konkurrenten des Unternehmers – ausreichend vor wettbewerbswidrigem Verhalten des Unternehmers – und damit vor Schäden – geschützt.

      Beispiel
      Zur Veranschaulichung ein kurzes Beispiel:
      Hobby-Gärtner Emil kommt auf eine tolle Geschäftsidee. Leicht verärgert über die immer weiter verbreitete Ignoranz der Menschen, was Natur und Pflanzenwelt anbelangt, beschließt er, die schönen Blätter des Ahornbaums aus seinem Garten für teures Geld zu verkaufen. Deshalb belegt er auf der nächsten „Esoterica“ – einer regionalen Messe zum Thema Esoterik etc. – einen Standplatz und stellt ein Schild auf mit der Aufschrift:
      Besondere Blätter – mit Ahorn alle Kopfschmerzen loswerden. Vertrauen Sie der Kraft der Natur, zerreiben Sie die Blätter zwischen Ihren Fingern und massieren Sie anschließend Ihre Schläfen ein. Regelmäßig angewandt, wirkt es garantiert! Greifen Sie jetzt zu.“
      Da auf der „Esoterica“ das entsprechende Publikum verkehrt, bringt Emil alle seine Blätter an den Mann bzw. die Frau.
      Die rechtliche Bewertung des Falles ist vergleichsweise einfach. Kopfschmerzen sind bei entsprechend weiter Auslegung als Krankheit bzw. Funktionsstörung im Sinne der Klausel Nr. 18 anzusehen. Zudem behauptet Emil, die Ahornblätter könnten jede nur erdenkliche Art von Kopfschmerzen heilen, was jedoch nicht der Wahrheit entspricht. Somit verstößt Emil gegen die Schwarze Klausel Nr. 18.

      Fazit
      Verbraucher verdienen besonders dann Schutz, wenn sie sowieso schon geschwächt sind. Das ist vor allem dann der Fall, wenn sie krank sind oder in Sorge um nahe stehende Personen. Dann sind sie besonders anfällig für Scharlatane und andere Heilung Versprechende. Wollen diese sich auf Kosten anderer unrechtmäßig bereichern, so muss dem Einhalt geboten werden. Genau dafür existiert die Schwarze Klausel Nr. 18.

      Autor: RA Max-Lion Keller, LL.M. (IT-Recht) und Daniel Huber
      Quelle: http://www.it-recht-kanzlei.de/unwahre-angabe-krankheiten-funktionsstöre.html

      Da Herr RA Max-Lion Keller in einer schon zuvor gestellten Anfrage einer Veröffentlichung unter Linklegung und Quellenangabe zugestimmt hatte, erlaube ich mir dies hier nochmals als Vollzitat als Kommentar hinzu zu fügen. Erklärtes Ziel in diesem Zusammenhang ist der Verbraucherschutz gegenüber Angeboten des Esoterikmarktes. Herrn Keller und Herrn Huber bleibt für diese umfassende Darstellung zu Danken. Betroffenen oder Geschädigten bleibt die Möglichkeit sich mit ihrem jeweiligen individuellen Fall an eine Beratungsstelle oder einen Rechtsanwalt zu wenden.
      Wie dringend notwendig diese Aufklärungsarbeit ist, zeigt der zurückliegende Jahresbericht der Beratungsstelle Sekten-Info NRW unter http://sekten-info-nrw.de/index.php?option=com_content&task=view&id=185&Itemid=1.
      Hierbei ist die Form der „Schreibweise“ zunächst nebensächlich. Aus Erfahrung kann vermutet werden, dass oben teilweise gelöschter Eintrag auf den Vorwurf der „Ehrverletzung“ stattgefunden hat (in dieser Branche übrigens üblich und vertraut). Das ist zunächst völlig legitim – unverständlich aber im Kontext dem gegenüber, wenn man betrachtet mit welchen Folgen (bis hin zu schwerwiegenden psychichen Störungen oder anderen massiven gesundheitlichen Beschwerden) Geschädigte des Esoterikmarktes zurückbleiben.
      Frau Knipp-Lillich scheint diesen Blogbeitrag hier zu kennen. Aus ihrer Perspektive ist diese Form der Kritik in Zeiten des Wahlkampfes um die Wahl zur(m) Oberbürgermeister(in) Eichstätts im März 2012 eher unglücklich. Zur Ausübung eines politischen Amtes in einem demokratischen Staat gehört aber auch Kritikfähigkeit. In Knipp-Lillichs eigens zur Bürgermeisterwahl 2012 eingerichteten Homepage postuliert diese „Transparenz“ gegenüber ihren potentiellen Eichstätter Wählern. Erkennbar ist aber, das in Folge dieses Blogbeitrages hier die benannten esoterischen Angebote Knipp-Lillichs gelöscht wurden, ebenso fehlt ein Hinweis zu dieser „Tätigkeit“ in ihrer Vita zur Wahl an ihre Mitbürger. Konzeptionell passen Bioenergetik, Fernbehandlungen und geopatische Störfelduntersuchungen nicht zur politischen Karriere, ebenso wie eine Kritik darüber.
      Frau Knipp-Lillich, mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit werden Sie diesen Blog hier verfolgen. Nutzen Sie die Möglichkeit zur Darstellung Ihres persönlichen Standpunktes in Form eines öffentlichen Kommentars und zeigen Sie Transparenz, inspirieren Sie Ihre Eichstätter Mitbürgerinnen und Mitbürger. Natürlich möchte ich Ihnen gegenüber nicht die Möglichkeit eines „Geschenkes“ an Ihre Mitbürger durch Sie nicht vorenthalten. Die James Randi Educational Foundation, kurz JREF, hält noch immer ca. 1.000.000 US-$ für denjenigen bereit, dem es gelingt unter wissenschaftlichen Bedingungen von seinen paranormalen Fähigkeiten zu überzeugen – geopatische Störfelduntersuchungen gehören dazu und wurden (werden) so von Ihnen angeboten. Diese Summe können SIe beispielsweise einem sozialen Projekt in Eichstätt beisteuern, engagiert und völlig selbstlos und sicher auch unter Pseudonym. Anmeldeformulare und Testbedingungen finden Sie hier: http://www.randi.org/site/index.php/1m-challenge/challenge-faq.html

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  3. Pingback: Leidet die grüne Lilli an Realitätsverlust? « Statt Schamanen, Wunderheiler, Sekten, Psychokulte, Guru´s, …

    • Hallo Lisa-Marie, generell bedeutet „ganzheitlich“, die Berücksichtigung von Körper, Geist und Seele, wenn es um Behandlungen geht. Im Prinzip ist es vollkommen richtig, dass man sich auch um die Psyche des Menschen kümmern sollte, wenn körperliche Symptome behandelt werden. Medizinische Therapie plus „Seelsorge“, könnte man sagen. NUR: der Begriff wird ausschließlich von Anbietern alternativer Heilmethoden und Esoterikern verwendet. Hier geht es dann in der Regel darum, dass man geistig/seelische Probleme als Ursachen von Krankheiten sieht und diese mit unwirksamen Therapien/Methoden/Mittel „heilen“ will. Den Einfluss, den man der Psyche zuschreibt ist völlig unwissenschaftlich und unlauter. Dem Patienten werden mit entsprechenden Behandlungen dogmatisch-ideologische Irrlehren verkauft, die mit der Realität nichts zu tun haben. Gefährlich ist es immer dann, wenn man entsprechende Weltanschaungen zur Wahrheit erklärt, die Realität dadurch ausblendet und eben auch noch in der Folge ernsthafte Erkrankungen mit „Nichts“ zu therapieren versucht. Wenn jemand meint, mit Heilsteinen und/oder Heilwasser könnte man Krebs heilen, dann ist das klar gemeingefährlich. Die Gefährlichkeit all dieser Irrlehren, steigt mit der Macht, die man ihnen zuschreibt.

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    • ich hab´s mal so definiert:
      Ganzheitlich heißt, alles als Medizin zu deklarieren,
      was sich irgendwie gewinnbringend als Medizin verkaufen lässt,
      ohne sich um irgendwelche Nachweise zu scheren.
      Die „Ganzheitlichkeit“ wird nämlich immer dann hervorgehoben,
      wenn seriöse Nachweise durch die Bank nicht erbracht wurden.

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  4. Nicht nur der katholische Glaube verträgt sich gut mit esoterischen Ansätzen und Konzepten: Erst vor wenigen Monaten fand in Prien am Chiemsee im Gemeindehaus der evangelischen Kirche ein zweitägiges Seminar statt, daß sich der „Geistheilung“ verschrieb. Besetzt mit angeblichen Koryphäen zum Thema, sollte auch der kirchlich-theologische Zugang als zweite Seite ein und derselben Medaille herausgestrichen und untermauert werden. Das esoterisch-kirchliche Angebot wurde auf Nachfrage meinerseits sehr gut angenommen, kein Platz blieb unbesetzt, eine Wiederholung zum selben oder einem ähnlichen Thema – gerne und so bald als möglich.

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      • Hallo Jemseneier,

        ja, einen Link kann ich Dir anbieten:

        http://www.g-emde.de/gervortr.html

        Die Dame, die da echte Geistesverwandtschaft zu gewissen Anliegen der Kirche (und natürlich auch umgekehrt) in Vortrag und Aktion spüren ließ, hält übrigens eine „fantastische“ Anekdote auf ihrer Homepage bereit. Zitat: „Gertrud Emde erhielt 1991 „in Anerkennung ihrer Hilfe für Notleidende mit paranormalen Mitteln“ zusammen mit ihrem Ehemann den Preis für Epipsychologie der Dr. A. Hedri-Stiftung, Zürich.“

        Nee, normal ist das nicht, aber paranormal ist ja auch gleich viel aufregender. Der liebe Gott für sich allein hat einfach nicht mehr genügend Schauwerte zu bieten, um das ganz normale Schäfchen in den simplen Sog der Religion zu ziehen…

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      • Hallo steinerimbrett, Dein Link ist absolut einen Beitrag wert, denn hier geht es rein um die Evangelische Kirche und nicht um die Evangelikalen, von deren charismatischen Heilungsshows wir schon ewig wissen 😉

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  5. „Lichtwässer und ihre Heilkräfte – Lichtwässer sind Wässer, die alle 7 Frequenzen des Lichts und damit das gesamte Lichtspektrum enthalten …“

    Ich habe 3 Anläufe gebraucht, um diese „Produktbeschreibung“ zu lesen, das ist unerträglich dumm.

    Jetzt frage ich mich natürlich:

    – wer kauft denn sowas?

    – und: ist den Leuten überhaupt noch zu helfen? (wem muss man sagen, dass „Lichtwasser“ bullshit ist?)

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      • „und sowas [Manuela Knipp-Lillich] will Oberbürgermeister werden“

        wie gross sind den ihre Chancen? Wikipedia nennt diese Zahlen:

        http://de.wikipedia.org/wiki/Eichstätt#Politik

        Für die Verteilung der 24 Sitze wurde bei der Kommunalwahl 2008 folgendes Ergebnis erzielt:

        Partei – Prozent – Sitze

        CSU – 47,16 % – 12

        Freie Wähler Eichstätt – 18,63 % – 4

        SPD – 18,62 % – 4

        Bündnis 90/Die Grünen – 8,49 % – 2

        ödp – 7,10 % – 2

        (vielleicht hilft ihr ja ihr „Lichtwasser“ in hoher Dosierung?)

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  6. Der Anspruch auf „Wissenschaftlichkeit“ ist berechtigt!
    Da plädiere ich beispielswiese doch gleich auf faktisch wissenschaftlichen Nachweis über den Masern-Virus als
    Verursacher der Masern, also Nennung der Wissenschaftler, des Labors, Foto (nicht Skizze) des Virus, Eigenschaftsbeschreibung, Wirkungsweise ,etc, also nicht nur vage Hinweise auf existente Publikationen,
    sondern Vorlage dieser Publikationen, „schwarz auf weiß“ die faktische Belegung, nicht nur Theorien/Vermutungen/Konsense.
    Und auch die dazu gehörigen Risiko-Nutzen-Analysen!
    Wie ich irgendwo gelesen habe, bietet ein wissenschaftlich arbeitender Arzt (Dr.Stefan Lanka, Stuttgart) eine Prämie in
    Höhe von E 100.000.– für einen wissenschaftlichen Beweis für die Existenz dieses Krankheits-Verursacherrs!
    Das müßte doch ganz einfach einzukassieren sein! Oder könnte es sein, daß im Medizinwesen vieles nur auf industrieorientierten Hypothesen beruht und nicht auf wissenschaftlicher Basis? Und etwa in anderen Bereichen auch?

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  7. Pingback: Enza Maria Ciccolos Lichtwasser-Betrug aufgeflogen, arme Frau Knipp-Lillich! « V I K A S – Infos zur Esoterik- und Psychoszene

  8. Mal sehen was die Wahlurnen in Eichstätt gesagt haben, noch wird sicher fleißig gezählt. Kurz vor der Wahl meldete sich noch Agnes Krumwiede zu Wort, jene Abgeordnete die als Miss Bundestag beschrieben wurde und selbst dem ollen Trittin den Kopf verdrehte (so die Bildzeitung).
    „06.03.2012 Pressemitteilung
    Fairer OB-Wahlkampf in Eichstätt?
    Anlässlich des am 03.03.2012 im EICHSTÄTTER KURIER erschienenen Artikels „Rechtsdrehende Lichtwässer der Mutter Gottes“ erklärt Agnes Krumwiede, Bundestagsabgeordnete des Wahlkreises Ingolstadt, Neuburg-Schrobenhausen, Eichstätt:
    Eine Woche vor der Oberbürgermeisterwahl in Eichstätt ist ein Artikel über Manuela Knipp-Lillich und ihren Broterwerb im EK erschienen. Der Artikel suggeriert, dass die Kandidatin für das Amt der Oberbürgermeisterin ungeeignet sei, weil sie mit Esoterik ihr Geld verdiene.
    Der Glaube sagt nichts aus über die Qualität einer/s PolitikerIn – ob ChristIn, AtheistIn oder AnhängerIn der Esoterik, im Zentrum eines Wahlkampfes muss der Wettstreit um politische Inhalte stehen und kein Glaubenskrieg. Auch in einer Stadt, wo der Ehering darüber entscheidet, ob jemand einen Arbeitsvertrag an der katholischen Universität Eichstätt erhält, dürfen Anwärter auf politische Ämter nicht danach beurteilt werden, womit sie ihren Lebensunterhalt verdienen- solange dies im Rahmen unserer Gesetze geschieht.
    Ich setze mich ein für einen fairen Umgang mit den OB-KandidatInnen und einer harten Auseinandersetzung um die besten Ideen für Eichstätt.“
    Sehr geehrte Frau Krumwiede, …..solange es im Rahmen unserer Gesetze geschied ….. siehe meinen Kommentar oben. Auch nochmals an Ihre Adresse – Glaubens- und Meinungsfreiheit sind ein Garant unserer Verfassung. Andere zu belügen und zu betrügen steht auf einem ganz anderen Blatt und empfiehlt sich nicht zur Ausübung eines Amtes als mögliche Oberbürgermeisterin Eichstätts.

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  9. BSR, na sowas, der EICHSTÄTTER KURIER ist aber ein Spätzünder 😀

    Frau Knipp-Lillich hatte, wie zu erwarten und trotz geistiger Führung und Unterstützung, keine Chance. Mit knapp über 8 Prozent landete sie am vorletzten Platz der Kandidaten. (Es kommt zu einer Stichwahl zwischen dem CSUler und dem Freien Wähler)

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  10. Ich denke, das die Mitteilung Lillichs esoterischer Angebote ihrem Wahlergebnis nicht geschadet hat – siehe vorangegangene Wahl. Wichtig im Sinne eines Verbraucherschutzes ist doch nur die thematisierung in der Gesellschaft, auch wenn das andere in diesem Zusammenhang als unfair empfinden mögen. Mit diesem Ergebnis kann sich Knipp-Lillich noch immer mit ihrem angeführten Engagement für Eichstätt einbringen und hat immer noch Zeit für ihre Anliegen. Zwar ist die Perspektive vom „Katzentisch“ eine andere, vllt. wird Lillich auch etwas schräg angeschaut – noch hat sie aber die Möglichkeit ihr Geschäftsinteresse zu überdenken und vllt. gestärkt daraus hervorzugehen. …..

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