Brief an die Plasberg-Redaktion zur Sendung „Die Angst-Diagnose – was kann Krebs heilen?“


GASTBEITRAG:  Gerne veröffentliche ich hier einen weiteren Brief an die Plasberg-Redaktion zur Sendung „Die Angst-Diagnose – was kann Krebs heilen?“ Herzlichen  Dank an den Leser Haftlmacher!

Sehr geehrter Herr Plasberg,

rein zufällig bin ich im „Ratgeber-News-Blog“ auf den Schriftwechsel zu Ihrer Sendung „Die Angst-Diagnose – was kann Krebs heilen?“ vom 7. November gestoßen.

Dort ist nachzulesen, wie Ihr Mitarbeiter Radner in Ihrem Auftrag auf die Kritik des Kommentators „Argus7“ reagiert hat. In diese – inzwischen offenbar schon zum Stillstand gekommene – kleine „Diskussion“ möchte ich mich gern einmischen. Ich denke, ich darf das. Immerhin findet sie in aller Öffentlichkeit in einem Medium statt, das gemeinhin als die Plattform zum Mitdiskutieren für alle Interessierten verstanden wird.

Ich beabsichtige, diese Ausführungen in leicht gekürzter Form als Kommentar auch auf dem Blog einzustellen und würde das – Ihr Einverständnis voraussetzend – auch mit Ihrer Antwort tun. Wenn es denn eine gibt, was ich eigentlich nicht erwarte. Dies nur zu Ihrer Information.

Daß die Kritik so umfangreich ausgefallen ist, liegt nicht allein am Kritiker, sondern vor allem am Gegenstand!

TV-Talkshows: irgendwie immer dasselbe

Nein – ich habe mir diese Sendung nicht angeschaut und werde das wohl auch nicht tun. Das braucht es auch gar nicht um zu wissen, daß da ziemlich viel ziemlich schief sein dürfte.

Zum einen habe ich mir schon jede Menge „Hart aber Fair“’s und andere Talkshows sehr genau angesehen. Und ich finde, das reicht. Nach dieser Erfahrung bin ich sicher: wer ein paar davon kennt, kennt sie alle.

TV-Talkshows: In-Kompetenz bei Gesundheitsthemen

Vor allem die Sendungen zu Gesundheitsthemen zeichnen sich regelmäßig durch einen erschreckenden Mangel an Sachkenntnis aus.

Fortschritt und demographische Entwicklung, nachfrageinduziertes Angebot oder Anspruchsdenken von Patienten und zu wenig Wettbewerb als Kostentreiber, Zwei-Klassen-Medizin (Kassenpatienten mit Brustkrebs müssen eher sterben, weil die Kasse Herceptin nicht zahlen will), zu wenig Geld im System, Ärztemangel, Rationierung, Praxis- und Medikamentenbudgets als Schranke für eine angemessene Versorgung – das sind noch gar nicht mal alle Märchen, denen Sie aufsitzen.

Ich bin beileibe kein Freund der Bertelsmann Stiftung – aber wo sie recht hat, hat sie recht: (Mythen zur Gesundheitspolitik: Auch gebildete Bürger irren, Newsletter 2/2010 der Bertelsmann Stiftung), auch wenn die Aufzählung dort bei weitem nicht vollständig ist: „Alternativmedizin“ kommt da ja gar nicht vor.

„Faktencheck“ bei Hart-aber-Fair – Mythos oder Fakt?

Statt diesen Dingen auf den Grund zu gehen um richtig aufklären zu können, machen Sie sich alle diese Unwahrheiten kritiklos zu eigen und verbreiten sie unbeirrt weiter. So tragen Sie dazu bei, daß diese Mythen sich so hartnäckig halten, daß Argumente dagegen kaum eine Chance haben. Sogar etliche Blogger fallen darauf herein.

Die Fakten korrekt zu ermitteln, das ist ganz offensichtlich Ihre Sache nicht. Daß das auf so ziemlich alle Talkshows gleichermaßen zutrifft, entschuldigt gar nichts.

Daran ändert übrigens auch Ihr „Faktencheck“ nichts. Was immer er checkt – Fakten sind es offensichtlich nicht. Er ergänzt eigentlich nur die vielen verschiedenen Darstellungen ein und derselben Sache in der Sendung um eine weitere.

Nach welchen Kriterien suchen Sie die Personen aus, die das machen? Und dann legen ja Sie fest, welche „Fakten“ Sie gecheckt haben wollen. Wer weiß, wie die Antwort ausfallen würde, wenn einfach nur frei gefragt würde, was nicht gestimmt hat? Ihr Konzept sieht wohl gar nicht vor, daß in der Sendung richtig gestellt wird, wenn einer Ihrer Gäste es mit der Wahrheit nicht so genau nimmt? Wenn die „Faktenchecker“ – wer immer sie sind – wirklich besser Bescheid wissen als Ihre Gäste, sollten Sie die Sendung nicht gleich mit denen machen?

Hart-aber-Fair-Sendung in der Nußschale

Außerdem machen schon Thema und Titel der Sendung und die Informationen dazu auf Ihrer Website – das Format (was bitte ist ein „Polit-Talk-Magazin“?), die Auswahl der Gäste und wie Sie sie den Zuschauern vorstellen – und nicht zuletzt Ihre oben genannte Antwort auf die Kritik von Argus7 ausreichend deutlich, daß diese Sendung leider die Tradition mangelnder Sachkenntnis fortführt. Es bedarf keiner hellseherischen Fähigkeiten, das allein auf Grundlage von diesen eher spärlichen Informationen vorherzusagen. So viele Fehler in so wenig Text – reife Leistung!

„Schulmedizin“ vs. „Alternativmedizin“, Ärzte vs. Betroffene, Sanft vs. Aggressiv, drei Schicksale, aus denen der Zuschauer bestenfalls lernen kann, daß es andere gibt, denen es ähnlich geht … ein einfaches Strickmuster.

„Hart aber Fair“ Größenwahn?

Es geht schon mit dem Titel los. Mit der Frage „Was kann Krebs heilen?“ nämlich. Ist das Ihr Ernst? Wenn Sie das wissen – Sie wollen ja genau zu dieser Frage informieren, die Dinge“ „erklären und“ aufklären – Chapeau! Ich schlage vor, Sie merken sich schon mal den Termin der nächsten Nobelpreisverleihung vor. Wenn Sie aber darüber – richtig! – informieren können,ohne es zu wissen, ist Ihnen der Preis sicher! Ach – Sie wollten es in der Sendung klären bzw. klären lassen? Von Ihren Gästen? Den Experten? Und das in einem „Polit-Talk-Magazin“?

Sanft oder aggressiv?

Weiter geht es mit der ideologischen Unterscheidung zwischen einer Medizin, die durch „Schneiden, Bestrahlen, Chemo“ gekennzeichnet ist einerseits und einer „sanften“ Medizin andererseits. Das ist ungefähr so sachfremd wie die Vorstellung, „natürliche“ Heilverfahren oder „pflanzliche Arzneimittel“ seien nebenwirkungsärmer als „was Chemisches“ oder „mininmal invasiv“ immer „schonender“ als „normale“ Operationen.

Eine Krebstherapie muß am besten haargenau so aggressiv – oder auch so sanft – sein, daß vom Tumor am besten nichts mehr bleibt, das Risiko, daß er wieder kommt, möglichst gering ist und die Nebenwirkungen den Patienten so wenig wie irgend möglich belasten. Auf das Verhältnis kommt es an.

Daß „sanfte Medizin“ außerdem oft genug nichts anderes ist, als ein sehr lukratives Geschäftsmodell, das sich geschickt die – verständliche – Angst Krebskranker vor Chemotherapie und Operation zunutze macht – das wissen Sie? Bei genauem Hinsehen zeigt sich allerdings nicht selten, daß da durchaus öfter auch Verfahren zum Einsatz kommen können, die in der „konventionellen“ (Krebs-)Therapie wegen bedenklicher Nebenwirkungen eher zurückhaltend eingesetzt werden.

Etikettenschwindel, Augenauswischerei oder Hokuspokus?

Ein gewisser Professor Hokuspokus Grönemeyer – der seinen Ruf als „Nummer eins der sanften Medizin“ wohl weitgehend den Medien verdanken dürfte – ist ein Meister dieser Sorte Etikettenschwindel. Er verkauft beispielsweise gern „seine“ spezielle, weltweit einzigartige und nur bedingt gesundheitsfördernde Behandlung von Rückenschmerzen mit einer überflüssigen, aber gefährlichen Strahlenbelastung als sanft. Tatsächlich spürt der Patient ja nichts dabei.

Ein Beispiel dafür wie Patienten sich selber austricksen, wenn sie glauben Therapien vor allem auf Grundlage ihrersubjektiven Erfahrungen beurteilen zu können.

Auch Ihr Gast Axel Weber betreibt da ein bißchen Augenwischerei, wenn man sich mal sein Therapieangebot auf derWebsite seiner Privatklinik ansieht. Das klingt gar nicht so viel anders als die Angebote eher „schulmedizinisch“ orientierter Ärzte oder Kliniken. Die „Sanftheit“ wird da durch verklärende Attribute bei der Beschreibung suggeriert.

Nicht nur Sanftes

So ist die „Hormonblockade-Therapie“ die „Hauptsäule“ der Behandlungen. „Chemotherapie“ und „gezielteStrahlentherapie“ gibt es auch – natürlich nur in „Einzelfällen“ und „außer Haus“. Die Operationen sind selbstverständlich „behutsam“ und „nach Möglichkeit nur gering invasiv“. Wie praktisch, daß keiner so recht weiß, was genau das eigentlich ist.

Aber das ist natürlich noch lange nicht alles, was diese Klinik zu bieten hat. „Naturheilkundliche Behandlungen zur Operationsvorbereitung“ und „zur höchstmöglichen Aktivierung der Abwehrkräfte“ oder auch „mit dem Ziel der Vorbeugung von Metastasenbildung“ – was immer da sein mag. Das Angebot wird abgerundet mit „Akupunktur, Neuraltherapie und Elektrotherapie“. Hülft nicht, ist auch nicht unbedingt nebenwirkungsfrei, aber bestimmt gaaanz saannffft.

Ob alle diese Behandlungen zusätzlich bezahlt werden müssen zu den ärztlichen Kosten ohne Operation pro Behandlungswoche etwa 2.000 Euro, zzgl. Kosten für Unterbringung und Pflege 320 Euro pro Tag im Doppelzimmer und 100 Euro für eine Arztsprechstunde (in „ärztlichen Kosten offenbar nicht enthalten) erfährt man nicht.

Im Kleingedruckten sichert sich der Klinikchef gegen unrealistische Erwartungen seiner Kunden mit dem Hinweis ab: „Wir nehmen nicht für uns in Anspruch, dass die von uns angebotenen Behandlungen der Naturheilkunde einen Ersatz für Behandlungen der Schulmedizin darstellen oder gleiche Heilungserfolge erzielen.“. Noch Fragen?

Und ach ja – der Hart-aber-Fair „Auftritt“ ist auch schon auf der Website zu finden unter „Aktuelles & Links“„.

Schreibt Ihr Herr Radner nicht, sie wollten „informieren, die Dinge“ „erklären“ und aufklären, aber „sicher nicht für eine Sache werben“?

Zusatznutzen von „Schul-“ oder „Alternativmedizin“?

Das zweite Gesicht – ein Pfund zum Wuchern

Weiter geht es mit einer Krebspatientin, die weiß, was eigentlich keiner wissen kann, der nicht das zweite Gesicht hat: was wäre wenn … sie sich der Schulmedizin anvertraut hätte, und nicht der Antroposophie?

Der Misteltherapie verdankt sie nämlich ihr Leben, während die Schulmedizin sie mit Sicherheit um dasselbe gebracht hätte. Und nun meint sie allen Ernstes, sie müßte diese tiefe Einsicht der Welt unbedingt mitteilen, damit sie aus ihr lerne.

In Wirklichkeit macht sie das aber vermutlich deswegen, weil mit Büchern, die nicht viel mehr Inhalt haben als diesen einen Gedanken sich unter anderem auch dank tatkräftiger Schützenhilfe von Sendungen wie Hart-aber-Fair gar so leicht gutes Geld machen läßt. Würde mich nicht wundern, wenn sich dort noch ein paar weitere Empfehlungen von ähnlich ergreifender Schlichtheit finden würden: „Vertrau Dir selbst. Du bist der Experte für Deine Krankheit!“.

Und was eigentlich hinter „Brustkrebs Deutschland“ steckt – die Mühe, das genauer zu recherchieren kann ich mir wohl sparen. Ein Blick auf die Liste mit den Sponsoren (ARD ist gar nicht dabei?) ist da schon ziemlich aufschlußreich. DieBroschüre zur Brustkrebsfrüherkennung gibt Empfehlungen, die einer wissenschaftlichen Grundlage weitgehend entbehren, wie die üblicherweise als IGL-Leistung angebotene Ultraschalluntersuchung. Wenn ich dann noch dem Link auf der Seite mit einer (eher kleinen) Kollektion von (ganz normalen) Dessous folge und bei „per me GmbH – Business und Investment Services“ lande, reicht mir das.

Sagten Sie nicht, sie wollten nicht …

„Schulmedizin“ = geldgierig, „Alternativmedizin“ = selbstlos?

Dann hätten wir eine Angehörige Betroffene, die nicht ganz zu Unrecht kritisiert, Ärzte würden zuerst an ihre Abrechnung denken, und dann danach die medizinischen Bedürfnisse ihrer Patienten ermitteln.

Aber erstaunlicherweise glaubt sie offenbar, „Alternativmediziner“ wären dagegen die Mildtätigkeit in Person und würden sich aufopfernd dafür engagieren, Patienten vor den grausamen Therapien der bösen, bösen Schulmedizin zu bewahren und deswegen – ganz im Gegensatz zu den geldgierigen Schulmedizinern – niemals auch nur einen Pfennig Geld von ihnen nehmen.

Erstaunlich, wo doch zum einen die Hyperthermie– und Sauerstoffbehandlung auch nicht gerade nachgeschmissen gewesen sein dürften und außerdem die lebende Widerlegung in Gestalt von Axel Weber in der Sendung mit ihr an einem Tisch sitzt.

Die Krankenkassen übernehmen die Kosten dieser Behandlungen nämlich nicht: die Wirksamkeit ist nicht nachgewiesen (National Cancer Institute, Hyperthermia in Cancer Treatment). Daß Sie offenbar Herrn Beil gleichwohl sehr geholfen hat, dürfte auf einen Placebo-Effekt zurückzführen sein.

Frau Beil würde das indes wohl abstreiten. Aber was ist denn verkehrt an diesem Placebo? Kommt es in so einer schwierigen Situation nicht eben darauf an: daß es dem Patienten hilft – egal ob Placebo oder Verum? Gilt es da nicht vor allem, den Patienten psychisch zu stabilisieren? Ihm Hoffnung zu geben? Damit der die Zeit, die ihm bleibt, so angenehm wie möglich verbringt?

Allerdings gilt es auch zu bedenken: es gibt sehr wohl Patienten, die bereit sind, für etwas mehr Lebenszeit einiges an Lebensqualität – für diese gewonnene Zeit – zu opfern. Auch das ist eine legitime Art und Weise mit so einer Situation zurechtkommen zu wollen. Auch diese Möglichkeit muß einem Patienten offen stehen. Herr Beil wollte es offenbar gerade andersrum.

Ich habe zwar ein gewisses Verständnis dafür, daß eine Krankenkasse für einen Placebo-Effekt vielleicht nicht gar so teuer bezahlen will. Dennoch halte ich die Vorstellung, daß ein Placebo nutzlos wäre für einen der größten – und teuersten – Fehler, der in der Gesundheitsversorgung gemacht wird.

Auch Frau Beil ist nicht davor zurückgeschreckt, diese doch an sich sehr private Geschichte in einem Buch zu vermarkten – eine Geschichte, die zwar sehr traurig und ärgerlich ist, die man aber so oder so ähnlich schon ziemlich oft gehört hat, wenn man mal den Promistatus vernachlässigt. Und so ein „Polit-Talk-Magazin“ ist doch eine gute Gelegenheit, allein schon durch die schiere Präsenz, die vielen, vielen Zuschauer daran wieder mal ein bißchen zu erinnern.

Wie war das nochmal? Ich fürchte, ich habe vergessen, was Ihr Herr Radner dazu gesagt hat.

Die Quelle der Mythen?

Dann wäre da noch ein Arzt und Funktionär für die Interessen der Ärzteschaft, der sich nicht gerade durch kritische Distanz dem Medizinbetrieb gegenüber auszeichnet. Er gehört – wie die meisten seiner Kollegen – zweifellos zu der Abteilung der Gesundheitsbranche, der dieses Land die bereits erwähnten Mythen größtenteils zu verdanken hat.

Fortschritt und demographische Entwicklung, nachfrageinduziertes Angebot oder Anspruchsdenken von Patienten und zu wenig Wettbewerb als Kostentreiber, Zwei-Klassen-Medizin, zu wenig Geld im System, Ärztemangel, Rationierung, Praxis- und Medikamentenbudgets als Schranke für eine angemessene Versorgung sind allesamt einerseits prima geeignet, die Diskussion über die pekuniäre Seite des Arztberufs auf andere Übeltäter umzulenken und gleichzeitig zu belegen, daß und warum Ärzte in diesem Lande sich seit Jahrzehnten am Rande ihrer Existenz entlang hangeln müssen: weil sie einfach zum Wohl ihrer Patienten zu viel arbeiten für zu wenig Geld.

Vor dem Riesen-Hart-aber-Fair-Publikum darf dieser Mediziner unwidersprochen behaupten, Ärzte würden praktisch keine Fehler machen (Erstklassig kassieren – zweitklassig kurieren. Wer stoppt Dr. Maßlos? 18.3.2009). Und keiner vom Hart-aber-Fair-Team merkt, daß – geschweige denn wie – er dabei schummelt. Dafür hatte die Redaktion wohl gar keinen Einspieler parat?

Als einziger in der Runde weist er in seiner etwas ruppigen Art darauf hin, daß eine Therapie auf Art und Schwere einer Krankheit abgestimmt sein sollte, daß für die Behandlung einer gefährlicheren Krankheit womöglich auch eine riskantere Behandlung notwendig und gerechtfertigt ist. Allerdings kommt in seiner Aussage der Patient gar nicht vor. Typisch? Zufall? Unglückliche Verkürzung der Hart-Aber-Fair-Website-Redaktion?

… und noch ein Vorbild?

Last but not least eine Krebspatientin, die vormacht, wie eine moderne und selbstbewußte Frau sich selbst von Krebs nicht unterkriegen läßt. Sie läßt dabei alle alt aussehen, die wehklagen und leiden – ein leuchtendes Vorbild, wie man heuzutage sein Leben zu meistern hat!

Alles in allem doch: Eine runde Sache

Man sieht – eine sehr gelungene Auswahl. Lauter Leute, die Essentielles beizutragen haben zur Frage, was Krebs heilen kann. Meinen Glückwunsch an das Hart-aber-Fair-Team!

Jeder nach seiner Fasson – richtig oder falsch?

Den Vogel aber schießen Sie mit Ihrem Schreiben an Argus7 ab. Nun gut – so ernst war sie wohl nicht gemeint – die Frage im Titel. Was wir bisher über die Sendung wissen – und vor allem, was jetzt noch kommt – deutet doch eigentlich schon eher darauf hin, daß Sie den Nobelpreis wohl doch nicht anstreben.

Die falsche Botschaft

Aber selbstverständlich gibt es „ein ‚richtig‚ oder ‚falsch‚ in der Frage, welcher Weg einzuschlagen ist, um gegen eine Krebserkrankung vorzugehen.“. Wer das nicht weiß, sollte vielleicht besser keine Sendungen zu Gesundheitsthemen machen. Es handelt sich ja „nur“ um eine der ganz elementaren Grundvoraussetzungen für wissenschaftliche Erkenntnis.

Diese Ihre grundfalsche Vorstellung, die offensichtlich Ausgangsüberlegung Ihrer Sendung ist, ist für jede Menge unnötige Todesfälle und ganz viel überflüssiges Leiden durch Krebs – und viele andere Krankheiten – verantwortlich. Wenn Sie es ernst gemeint hätten mit Ihrer „Aufgabe“ „zu informieren, die Dinge zu erklären und aufzuklären“ wäre eben das die allerwichtigste Botschaft gewesen, die Sie Ihren Zuschauern unbedingt hätten vermitteln müssen.

Wer an einem so schweren Leiden wie Krebs erkrankt ist, braucht knallharte Beweise dafür, daß die Untersuchungen auch das finden, was gesucht wird, die Therapien tatsächlich das bewirken, was sie versprechen. Glauben Sie wirklich, das könne man per Meinungsumfrage herausfinden nach dem Motto: „Also mir hat es (nicht) geholfen.“?

Beweise – statt Behauptungen

Was „Krebs heilen kann“ ist doch keine Frage von Sichtweisen, Meinungen oder „unterschiedlichen Positionen“! Diesen Eindruck auch nur andeutungsweise zu vermitteln ist verantwortungslos und zynisch gegenüber den schwer leidenden und auf Heilung oder wenigstens Linderung hoffenden Menschen!

Wer sowas sagt könnte ebenso gut behaupten, die Frage ob die Erde eine Scheibe ist ließe sich per Mehrheitsbeschluß beantworten. Wer ist dafür – wer dagegen? Wie sehen Sie das? Oder per Quote? Millionen Zuschauer können nicht irren?

Freilich hat jeder Krebskranke seine Wünsche und Hoffnungen und seinen ganz persönlichen Umgang mit seiner Krankheit. Das will – und kann – ihm auch niemand verwehren.

Aber gerade wenn denen so weit irgend möglich entsprochen werden soll ohne dafür das Risiko einzugehen, daß der Tumor womöglich nicht restlos verschwindet – braucht es vor allem viel Wissen darüber, was warum in einem vom Krebs befallenen Körper nicht (mehr) funktioniert und wie man das im Sinne des Kranken beeinflussen kann.

Ob ein Verfahren aus dem Bereich der Schulmedizin oder dem der „Naturheilverfahren“ stammt, spielt keine Rolle – sofern Wirksamkeit und Nutzen nachgewiesen sind. Nur es ist ja auch nicht so, daß man nicht schon längst ziemlich genau wüßte, daß Homöopathie, Anthroposophie, Heilsteine und was da sonst noch so alles „probiert“ wird, nunmal nicht „Krebs heilen“ können.

Es gibt wirklich jede Menge offene Fragen im Zusammenhang mit Krebs – die Fortschritte in der Bekämpfung diesen schweren Leidens sind überschaubar – wie auch in der Medizin ganz allgemein. Aber diese gehören definitiv nicht dazu.

Schulmedizin in der Praxis

Man beachte: ich spreche von dem „Wissen„, das es braucht. Ich spreche nicht von Schulmedizin.

Das hat einen einfachen Grund: immer wieder wird das Tun und Treiben im Medizinbetrieb, die Art und Weise wie in diesem Gesundheitswesen Medizin praktiziert wird, mit Schulmedizin gleichgesetzt. Der sogenannte „theory practice gap“ – der große Abstand zwischen dem Stand wissenschaftlicher Erkenntnis und dem, was in der Breitenversorgung passiert – ist eines der großen, seit Jahrzehnten ungelösten Probleme der Gesundheitsversorgung.

Die Schulmedizin – inzwischen immer öfter evidenzbasiert – ist da aber ganz unschuldig. Sie liefert „nur“ das Wissen – auch wenn es in der Medizin immer noch mehr Wissenslücken als Wissen gibt. Die Praxis der Medizin dagegen bestimmt sich zu einem nicht unerheblichen Teil mehr durch Gebührenordnung und Honoraranspruch, Umsatzziele und die milden Gaben der Pharmaindustrie als durch den medizinischen Bedarf von Patienten.

Fehler und Versäumnisse von Ärzten bei der Anwendung schulmedizinischen Wissens können aber doch wohl kaum derSchulmedizin selber angelastet werden. Auch Hart aber Fair verwechselt das gern.

In der Sendung „Erstklassig kassieren – zweitklassig kurieren. Wer stoppt Dr. Maßlos? 18.3.2009“ beispielsweise wird das Fehlen von medizinischem Wissen für Fehler und Mängel in der Ausübung der ärztlichen Kunst verantwortlich gemacht. Da wurde vorgeführt, wie lächerlich einfach doch die Weiterbildung von Ärzten sei. Aber wenn das Erfolgskriterium für die Bezahlung von Ärzten nunmal in erster Linie die Zahl ihrer Patienten sowie die der durchgeführten technischen Untersuchungen ist …

Das altbekannte Problem „Einsatz von Antibiotika bei einfachen Erkältungen“ ist ein gutes Beispiel. Jeder Arzt weiß, daß das in den allermeisten Fällen außer einer ramponierten Darmflora, jeder Menge Scheidenpilzen und vor allem mehr Resistenzen nichts bringt. Als Grund, warum sie’s trotzdem tun, geben Ärzte in der Regel an, sie würden von ihren Patienten unter Druck gesetzt (sic!) und fürchteten, sie zu verlieren, wenn sie nicht willfährig sind.

Klassischer Fall einer „self-fulfilling prophecy“ übrigens – wer Patienten mit dem Versprechen lockt, alles umfassend untersuchen und behandeln zu wollen, soll sich nicht wundern, wenn die eben das von ihm erwarten.

Daß es offenbar völlig in Ordnung geht, wenn Ärzte ihre Patienten um ihres Honorars willen wissentlich absolut überflüssigen gesundheitlichen Risiken aussetzen, scheint so recht niemanden zu stören. Das machen die Studien deutlich, die durchgeführt werden um den Ärzten beweisen, daß sie diese Befürchtung völlig zu Unrecht hegen (Robert-Koch-Institut: Antibiotika Resistenz Surveillance -ARS-ProjektEvastudie).

Die Folgen

„Argus7“ hat im „Ratgeber-News-Blog“ mitgeteilt, er wolle Ihnen den Bericht des Kommentators „Ludwig“ zukommen lassen. Darin geht es um einen Patienten, der es bei einem im frühen Stadium mit guten Heilungsaussichten diagnostizierten Melanom wider besseren Rat „erstmal mit Homöopathie versuchen“ will. Mit großer Wahrscheinlichkeit ist das sein Todesurteil.

Ich weigere mich zu glauben, daß er genauso handeln würde, wenn ihm nur klar wäre, daß „sein Weg“, für den er sich entschieden hat, einem Harakiri gleichkommt. Deswegen dürfte es – wenn es mit rechten Dingen zugeht – auch eigentlich keinen Homöopathen geben, der da mitmacht.

Man fragt sich, ob dieser Mensch nicht ein paar mal zu oft Sendungen wie die Ihre gesehen hat, und nun allen Ernstes glaubt, daß es für sein weiteres Schicksal keine Rolle spiele, für welchen Weg – „Homöopathie“ oder „Operation“, „sanft“ oder „aggressiv“ – er sich entscheidet, solange es nur „sein“ Weg ist.

Es ist ein Alptraum für mich, daß ich immer wieder sehenden Auges machtlos mitverfolgen muß, wie Patienten aus Unkenntnis die für sie – objektiv – falschen Entscheidungen treffen mit teils schweren Folgen. Da würde man sich oft wünschen, man wäre im Unrecht. Aber mit meinen Argumenten habe ich da meist keine Chance – nicht zuletzt, weil Sendungen wie Ihre hartnäckig etwas ganz anderes vermitteln. Und für viele Patienten hat leider das Fernsehen mehr Autorität als ihr Hausarzt.

Sie tun mit Ihren Aussagen in Ihrem Schreiben wie auch in Ihren Sendungen ja allen Ernstes so, als wären Homöopathie und Antroposophie, Meditieren und Heilsteine – oder was auch immer Sie in solchen Sendungen bringen – einerseits und Schulmedizin andererseits lediglich verschiedene, aber gleichwertige Wege, dasselbe Ziel – Heilung – zu erreichen bzw. „gegen eine Krebserkrankung vorzugehen“ und als sei es einfach nur eine Frage persönlicher Vorlieben, für welche man sich entscheidet.

Die Sorte „Entscheidungshilfe“, die Sie geben wollen, ist zynisch und menschenverachtend. Die Menschen brauchen das nicht. Sie brauchen alle nur erdenklichen verfügbaren richtigen Informationen darüber, was ihnen wirklich hilft, Beweise statt nicht überprüfbarer Behauptungen.

Die falschen Vorstellungen aus den Köpfen heraus zu bekommen, die Sie und Ihre Kollegen – nicht zuletzt mit dieser Sendung dort zwar vielleicht nicht eingepflanzt, aber auf jeden Fall nach Kräften genährt haben und weiter nähren – gelingt nur sehr selten.

Gegen Hart-aber-Fair und Co anargumentieren zu wollen ist eine Sysiphusaufgabe und meist erfolglos. Der Kranke fühlt sich unverstanden oder hält den Arzt gleich für inkompetent, der ihn – in seinem Interesse – rät, bei einem schwarzen Hautkrebs besser keine Experimente zu machen. Man läuft Gefahr, ihn trotz all der Mühe zu verlieren. Und dann erreicht man ihn gar nicht mehr. Es gibt da meist nur die Wahl zwischen Pest und Cholera.

Und so bin ich einer von den wenigen Ärzten, der wirklich wenig verdient. Aber anders als meine gut verdienenden Kollegen klage ich nicht. Ich habe mich entschieden, nichts tun zu wollen, was meinen Patienten – objektiv – schadet (Wir wollen, dass weniger Ärzte ihre Patienten töten, Süddeutsche Zeitung 16.10.2008), wohlwissend, welche Folgen das für mein Einkommen haben würde.

Aber die Tatsache, daß man für so etwas so schwere Nachteile in Kauf nehmen muß, ist gleichwohl ein Skandal. Es ist eine Schande für ein Gesundheitssystem wie für einen Journalismus, der mehr vernebelt als aufklärt ohne Rücksicht auf die Folgen – mancheiner würde sagen: der Menschen in den Tod treibt – kurz: der herzlich wenig davon verstanden hat, wo es in diesem Gesundheitssystem wirklich hakt, und so unsägliche Sendungen wie diese als Information und Aufklärung verkauft.

6 Gedanken zu “Brief an die Plasberg-Redaktion zur Sendung „Die Angst-Diagnose – was kann Krebs heilen?“

  1. Gerade habe ich von einer guten Freundin gehört, der von „alternativer“ Seite für ihre Erkrankung (Vorstufe zur Leukämie) zu einer Misteltherapie geraten wurde. In ihrer Hilflosigkeit nahm sie diesen Rat an, fühlte sich aber schon nach der ersten Behandlung hundeelend. Als ihr Facharzt davon erfuhr, war er entsetzt, da bei dieser speziellen Erkrankung Misteltherapie äußerst gefährlich ist. Die Mistelbehandlung wurde umgehend abgebrochen.

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  2. Hi,
    2 Anmerkungen hätte ich:
    Eine Sponsorenliste muss meiner Meinung nach nicht umbedingt viel mit Medizin-Know-How zu tun haben. Wenn eine Firma sich finanziell engagieren möchte finde ich das OK.
    Vielleicht hab ich da auch irgendwas falsch verstanden?

    Herr Axel Weber kommt mir auch (vorsichtig ausgedruckt) ominös vor.
    Mir ist Herr Weber gerade in Zusammenhang mit esoterischen Wässerchen untergekommen: http://www.quell-online.de/quell/wasser/QC19W07.php
    Gerade da scheint Herr Weber seiner Phantasie freien Lauf zu lassen.

    Über dieses Wasserenergetisierenvitalisieren ist man dann auch wieder bei Jürgen Fliege, Leonhardsquelle und Axel Weber:
    http://www.fliege.de/talkshow/index.php?q=axel+weber&sendedatum_von=&sendedatum_bis=&button=suchen#suche
    (ab Minute 15:00)…
    Referiert ständig über gefährliche freie Radikale, was längst überholt ist http://www.fr-online.de/wissenschaft/medizinkritiker-goldacre–die-patienten-sind-verwirrt-,1472788,3050448.html

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    • Der Esoterik-Gast Andrea Sixt:

      Leseprobe zu ihrem Buch: „Sieben Sicherungen für ein Leben nach dem Krebs“

      Viele der empfohlenen Links und Adressen am Ende der Leseprobe sind äußerst aufschlussreich.

      Mit einem Vorwort von Prof. Hademar Bankhofer, allein das würde bereits reichen. Bankhofer ist für seine Schleichwerbung im Bereich Gesundheit und alternative Heilmethoden bestens bekannt, die er im TV als Expertenwissen verkaufte. Letztendlich wurde er 2008 vom WDR dafür gefeuert, wie peinlich für Herrn Plasberg!

      Blogger stürzen ARD-Gesundheitsguru
      Der WDR feuert seinen Gesundheitsexperten Hademar Bankhofer. Blogger hatten enthüllt, dass er bei seinen Fernsehauftritten Schleichwerbung für einen Pharmakonzern betrieb.

      Wer würde diesem älteren Herren nicht vertrauen? Seit gut zehn Jahren plaudert Hademar Bankhofer im ARD-Morgenmagazin und auf regionalen Privatsendern charmant über Ernährung und Gesundheit. Joghurt gegen Sonnenbrand, Brokkoli gegen Leberschäden: Der 67-jährige Österreicher gibt Tipps, die niemandem weh tun.
      Doch auf die Ratschläge des vermeintlichen Experten muss das Fernsehpublikum künftig wohl verzichten. Der WDR hat die Zusammenarbeit mit Bankhofer wegen des Anscheins auf “Schleichwerbung für Produkte aus dem Gesundheitsbereich“ eingestellt, wie es in einer Erklärung heißt.

      Vergangenen Montag hatten Blogger der anonym betriebenen Seiten Boocompany und Stationäre Aufnahme einen Zusammenschnitt von Bankhofers Auftritten auf YouTube publiziert. Dort ist unter anderem zu sehen, wie der Kräuter-Guru die Vorzüge der Klostermelisse lobt. Eine solche Pflanze existiert jedoch nicht – der Name ist ein eingetragenes Produkt der Firma Klosterfrau, ebenso wie die von Bankhofer häufig genannte „Königs-Artischocke“. Donnerstag gab Bankhofer dem WDR gegenüber zu, von der Firma Klosterfrau für seine Dienste bezahlt zu werden. Einen Tag zuvor hatte er seinem Arbeitgeber noch schriftlich versichert, “mit keiner Firma, die mit dem Thema Gesundheit, Nahrungsergänzungen und Arzneimittel zu tun hat, einen Werbe- und PR-Vertrag“ zu besitzen. Die Firma Klosterfrau allerdings bestätigte die Beratertätigkeit, und Bankhofer zog nach.

      Der Fall erinnert an die Schleichwerbe-Affäre der Moderatorin Andrea Kiewel. Kiewel war 2007 von ihren Arbeitgebern ZDF und MDR entlassen worden, weil sie in einer Fernseh-Talkshow die Organisation “Weight Watchers“ mehrfach lobend erwähnt hatte. Wie sich herausstellte, erhielt sie von Weight Watchers dafür 30.000 Euro.

      Inzwischen werden weitere Zweifel an Bankhofer laut. Er erhielt seinen Professoren-Titel vom österreichischen Wissenschaftsministerium und studierte niemals Medizin. In der Süddeutschen Zeitung vom Freitag kritisiert der Wissenschaftler Gerd Antes vom Universitätsklinikum Freiburg einige Ratschläge des Medizingurus als “geradezu gefährlich“, zum Beispiel die Empfehlung, grünen Tee zur Krebs-Prophylaxe zu verwenden. Antes, Direktor des deutschen Cochrane-Zentrums, an dem Studien zur Wirksamkeit von Therapien erstellt werden, hatte sich bereits 2006 in einem Brief an die ARD über Bankhofers Auftritte beschwert.

      Der Betroffene selbst sieht sich einer Rufmord-Kampagne ausgesetzt. “Da will mich jemand abschießen“, erklärte er stern.de, “Die suchen ja wie nach einer Nadel im Heuhaufen, um mich fertig zu machen.“ Der Gesundheitspublizist erwägt nun, gegen die Betreiber der anonymen Blogs gerichtlich vorzugehen.

      Die Enthüllungen werden in der Blogosphäre mit Wohlwollen quittiert: Noch zu Beginn der Woche hatte der SPIEGEL die Wirkungslosigkeit deutscher Blogs bemängelt und damit heftige Diskussionen ausgelöst. “Das mit der Wirkungslosigkeit würde Bankhofer heute vermutlich nicht unterschreiben“, gibt A-Blogger Stefan Niggemeier merklich zufrieden zu Protokoll.

      Bei Fliege war Bankhofer natürlich auch ein gern gesehener Gast.

      Auf der eigenen Seite von Andrea Sixt steht: “ … Neben ihrer Tätigkeit als Drehbuchautorin und Schriftstellerin ist Andrea Sixt Mitbegründerin von „ Brustkrebs Deutschland e.V.“ und Botschafterin der „Gesellschaft für Biologische Krebsabwehr“

      Letztere Gesellschaft schreibt: „Zur Rückfallverhütung und zur Therapie fortschreitender Tumorerkrankungen gibt es weitere begleitende Behandlungen, die aus ganzheitlicher Sicht hilfreich sein können. Dies sind z.B. Homöopathie, TCM, Bachblüten, Geistiges Heilen und die Berücksichtigung von Herd- und Störfeldern. Daneben gibt es innovative Behandlungsansätze wie den thermoablativen Verfahren und den konventionellen Lokaltherapien, die in Einzelfällen anderen Behandlungen wie einer systemischen Chemotherapie überlegen sein können.“

      Auf der Hompage findet man uferlos Mist, zudem ist der anthroposophische Hintergrund unübersehbar.

      Veranstaltungskalender: http://www.biokrebs.de/aktuell/veranstaltungen

      Gesellschaft für Biologische Krebsabwehr e.V.
      Ärztlicher Direktor:
      Dr. med. György Irmey

      Und dann: „Im Vorfeld unseres Kongresses war Dr. Irmey zur Aufnahme einer Talkshow bei Jürgen Fliege eingeladen. Die Sendung auf Fliege TV „Den Krebs ganzheitlich behandeln” können Sie hier anschauen.

      Der Herr war auch bei Flieges „Wörishofener Herbst“ dabei:

      Samstag 29. Oktober 2011
      09:30 – 10:30 Uhr – Kursaal
      Jürgen Fliege, Adolf Holl, Dr. Ellis Huber, Dr. György Irmey
      „Jesus der Heiler – Die therapeutische Seite des Christentums“
      (Diskussion)

      Irmeys Buch: „Heilimpulse bei Krebs: Von der Hoffnung zum Vertrauen: Ihr Wegweiser für ein persönliches Therapiekonzept. Checklisten zur Entscheidungsfindung. … die Mut machen:“Das hat mir geholfen“

      Buchrückseite
      Manchmal ist die richtige Frage wichtiger als die fertige Antwort Nach dem ersten Schock der Krebsdiagnose beginnt die Suche nach Lösungsmöglichkeiten. Dabei ist es wichtig, offen zu sein für die unterschiedlichen medizinischen Richtungen, statt die eine oder andere Therapie prinzipiell abzulehnen. Finden Sie Ihr ganz individuelles Behandlungskonzept. Dieses Buch bietet Ihnen dabei eine wertvolle Orientierungshilfe. Die Diagnose Krebs annehmen heißt nicht, der Erkrankung resigniert zu begegnen … Aus seiner über zwanzigjährigen Praxis bietet der Autor wesentliche Informationen als Grundlage für Ihre persönliche Therapieentscheidung. Die emotionale Ebene der Begegnung mit der Krankheit ist ihm dabei besonders wichtig. Deshalb geht er auf seelische Aspekte der Erkrankung ebenso ein wie auf die konkret anstehenden therapeutischen Entscheidungen. … sie lässt dem Einzelnen die prinzipielle Freiheit, das Geschehen kämpferisch oder friedvoll anzugehen Dr. Irmey wendet sich an Patienten, die sich mit der Erkrankung aktiv auseinandersetzen. Er bewertet die wichtigsten Behandlungsmöglichkeiten der konventionellen Medizin sowie die biologisch-ganzheitlichen Verfahren. Als Basis für Ihre Arzt-Gespräche und für Ihre Überlegungen zu Therapie-Wahl und Krankheitsbewältigung hat er praktische Checklisten entwickelt. Außerdem hat er Krebspatienten interviewt, die ihren Weg gefunden haben. Deren Erfahrungsberichte zeigen, dass der sorgfältig gewählte Weg der Richtige ist. Nutzen Sie dieses Buch zu einem konstruktiven Umgang mit der Erkrankung. Lassen Sie sich davon ermutigen, neue Hoffnung zu schöpfen und Vertrauen zu finden. Dr. med. György Irmey ist Facharzt für Allgemeinmedizin und Naturheilverfahren. Er ist Ärztlicher Direktor der Gesellschaft für Biologische Krebsabwehr in Heidelberg.

      Leseprobe

      Vorwort: Dr. Carl Simonton

      Weiteres Buch von Irmey: „110 wirksame Behandlungsmöglichkeiten bei Krebs: Schulmedizin und sinnvolle Alternativen nutzen“

      Leseprobe

      Wo Plasberg seinen Titel und Radner seine Meinung (siehe Antwort auf Argus7) her hatten/haben, dürfte nun klar sein.

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