Placebo-Defekt


Laborjournal Blog:

Viel wird geschrieben über den “Placebo-Effekt”. Dabei ist doch inzwischen klar, dass Placebos keinen Effekt haben. Was allenfalls passiert, ist, dass ein bestimmtes Gesamtszenario, zu dem unter anderem an irgendeiner Stelle ein Zuckerkügelchen gehört, den Leuten das Gefühl vermittelt, etwas Positives sei mit ihnen geschehen. Oftmals ist aber objektiv nichts Positives geschehen — und schon gar nicht kausal wegen der Placebos.

Sehr schön, wenn auch beileibe nicht zum ersten Mal (siehe etwa hier), illustrierte dies kürzlich eine Studie im New England Journal of Medicine(vol. 365: 119-26) — mit dem Titel “Active Albuterol or Placebo, Sham Acupuncture, or No Intervention in Asthma”. Die Autoren von der Harvard Medical School randomisierten dazu Asthma-Patienten und ließen sie etwa eine Woche lang in mehreren Sitzungen:

  1. den tatsächlich effektiven “Bronchien-Erweiterer” Albuterol inhalieren;
  2. ein Placebo inhalieren;
  3. mit Akupunktur behandeln (“Sham Acupuncture”;
  4. überhaupt nicht behandeln (“No-Intervention Control”).

Aus der anschließenden Befragung der Patienten, ob und in wie weit nach deren eigenem Empfinden sich ihre Atemprobleme gebessert haben, erstellten die Autoren folgendes Balkendiagramm:

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