Glauben und Wissen – Konkurrenten um die Wahrheit?


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4 Gedanken zu “Glauben und Wissen – Konkurrenten um die Wahrheit?

  1. Dr. Schmidt-Salomon und Prof. Dr. Beda Stadler gemeinsam in einer Talk-Show zu sehen, ist ein ganz besonderes Ereignis. Obwohl das Video rund anderthalb Stunden läuft, habe ich es mir von Anfang bis zum Ende angesehen. Die Kontrahenten, der Chef der Benediktiner Mönche, Dr. Notker und die lutheranische Bischöfin Antje Jackelén, hatten gegen die beiden atheistischen Schwergewichte Schmidt-Salomon und Beda Stadler einen äußerst schweren Stand. So mußte dem Katholen Notker mehrfach vorgehalten werden, dass es nicht Sache von Atheisten sei, einen Beweis für die Nichtexistenz Gottes zu erbringen, sondern dass es Sache der Gottgläubigen sei, ihre Gottes-These zu beweisen. Schließlich ist es ja nicht möglich, die Nichtexistenz von etwas, das nicht existiert zu beweisen.

    Wer nach dem Betrachten dieses Videos immer noch an das Märchen vom lieben Gott glaubt, an dessen Verstand muß man ernsthaft zweifeln. Für mich immer wieder faszinierend, dass es Menschen gibt, denen es offenbar genügt, eine niemals bewiesene These für bare Münze zu nehmen. Das kennzeichnet eine Realitätsferne und Wahrnehmungsunfähigkeit, die doch sehr bedenklich ist. Bei einem solchen Menschen möchte ich nicht im Auto auf dem Beifahrersitz mitfahren. Er könnte ja bei seinem geistigen Zustand zu leicht das Bremspedal mit dem Gaspedal verwechseln !

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  2. das problem bei diskussionen ist meist, dass ziemlich bezuglos aneinander vorbei geredet wird, und das liegt häufig nicht nur an den diskutanten, sondern auch an den moderatoren, die das zulassen bzw. mitunter noch befördern.
    es wurde auch in dieser diskussion ziemlch viel aneinander vorbei geredet, leider.

    der religionsseite hätte mehr abverlangt werden müssen, vor allem den begriff des glaubens weitergehend zu explizieren, also was sie genau für wahr hält und was sie dazu bringt, genau das für wahr zu halten.
    und was aus diesen grundannahmen dann für konsequenzen gefolgert werden.

    wenn man das nicht macht, dann kommt es dann dazu, dass ein katholischer geistlcher sagen kann, er hätte mit dem vom papst theoretisch und praktisch beförderten exorzismus nichts zu tun, der gehöre nicht zu seinem glauben dazu und deshalb brauche er den auch nicht zu rechtfertigen,

    und wenn mal ein gläubiger eine konkrete aussage über seinen glauben macht, zb. er glaube an das ewige leben, dann wird kein raum gegeben für die frage, welche gesichtspunkte diese annahme stützen.
    wenn ein gläubiger sagt, dass er das annehme, aber das sei alles andere als ein hokus pokus, wird nicht gefragt, was hokuspokus sei und was seine annahme von genau diesem hokuspokus unterscheide.

    oder wenn der gläubige sagt, dass er betet, dann wird kein raum gegeben für die frage, was das genau sei und was er dabei alles voraussetzt und erwartet (ein gegenüber, das das mitbekommt/ ein gegenüber, das antwortet/ ein gegenüber, das durch das gebet gebeten wird, ins weltgeschehen einzugreifen etc./ein gegenüber, das wirklich eingreift, dabei naturgesetze aufhebt, zb. auch wunder dadurch vollbringt etc./konsequent nach gesichtspunkten gefragt wird, die diese annahme stützen können/ überhaupt nachfragt, ob diese behauptungen in eine form gebracht werden können, dass sie überprüfbar werden etc. ).

    alles in allem wurde die diskussion durch die diskussionsleitung der moderatoren sehr stark in der qualität reduziert.

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  3. @ Ahnungslose

    Dass bei solchen Diskussionen aneinander vorbeigeredet wird – so Deine Wertung -findet eine natürliche Erklärung darin, dass man mit Leuten, die sich der religiösen Selbsttäuschung verschrieben haben, im Grunde genommen gar nicht vernünftig diskutieren kann. Religiöse Verblendung beherrscht die Menschheit seit ihrem Bestehen. Dass man das an Göttern, Geistern und Dämonen orientierte Verhalten unserer steinzeitlichen Vorfahren noch irgendwie nachvollziehen kann, weil deren Wissens- und Erkenntnisstand noch weitgehend unterentwickelt war, fällt einem dieses Zugeständnis bei den Menschen der Gegenwart doch recht schwer. Da hat selbst das um Vieles weiterentwickelte technologische Wissen den religiotischen Stumpfsinn nicht verdrängen können. Eine erschreckende Erkenntnis, die darauf hinweist, dass sich große Teile der Menschheit zwar in technologischer Hinsicht weiterentwickelt haben, in philosophischer Hinsicht jedoch im Steinzalter steckengeblieben sind.

    Die Erklärung für diesen Widerspruch: Technologischen Fortschritt kann man sehen, anfassen und für sich nutzen. Philosophischer Fortschritt hingegen ist nicht sichtbar. Um ihn begreifbar zu machen, ist zur Weiterentwicklung eigenständiges, selbstkritisches Denken die Voraussetzung. Eine Fähigkeit über die dumpfgläubige Religioten leider nicht verfügen. Wie soll man daher mit solchen Leuten vernünftig diskutieren können ? Sie leben ja nicht in unserer, sondern einer längst vergangenen Zeit.

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