Die verschwiegene Profitgier der homöopathischen Industrie & Co


Das leidige Thema „Pharma-Bashing“ kennen wir ja aus der Alternativ-Heil- und Eso-Szene zur Genüge. Besonders amüsant ist dabei aber immer das gebetsmühlenartig vorgetragene Argument der überdimensionalen Profitgier der Pharmaindustrie, die über Leichen geht, nur um möglichst viel Geld zu erwirtschaften. Deswegen hier mal ein exzellenter Kommentar von Excanwahn dazu:

Betr.: Pharmaindustrie, Gewinnspanne, Ihr Irrtum

Glauben Sie ernsthaft, Unternehmen wie die DHU, Heel oder Weleda wären so eine Art gemeinnütziger Kooperativen der Druiden aus dem Karnutenwald, die, unter Absingen des hohen Liedes von der Menschenfreundlichkeit, in irgendeiner Hinterhofklitsche die Kügelchen mit magischer Wirkung versehen?

Mit Homöopathika und ihren Hybriden lässt sich nämlich eine Menge Kohle verdienen, sonst würde sie keiner produzieren. Beipielsweise gehört der nach eigenen Angaben größte Hersteller von Homöopathika, die badische Fa. Heel, ins Portfolio der Delton AG, deren alleiniger Aktionär der Sprößling der Quandtfamilie, Stefan Quandt ist. Quandt ist u.a BMW-Miteigentümer und zählt mit einem geschätzten Vermögen von etwa 5,7 Milliarden US.Dollar zu den reichsten Deutschen.

Europaweit wird derzeit rund 1 Milliarde Umsatz mit Homöopathika erzielt, annähernd die Hälfte davon in Deutschland. Rund 2/3 des Umsatzes gehen ohne ärztliche Verordnung oder vorhergehende Konsultationen über den Verkaufstresen der Apotheken.

Das ist ein durchaus interessanter Markt.

Dazu kommt, wie schon von Trixi angesprochen, eine enorme Rendite, die nicht nur den billigen Rohstoffen zu verdanken ist, sondern vor allem der Tatsache, dass den Herstellern von Globuli, Dank den skandalösen gesetzlichen Regelungen zu den “besonderen Therapierichtungen”, die enormen Kosten für die Medikamentenzulassung erspart bleiben.

Im Marktsegment “Alternative Pharamzie” anstatt massiver wirtschaftliche Interessen altruistische Beweggründe anzunehmen, gehört zu den üblichen Immunsierungsstrategien bzw. zum agressiven Verdummungsmarketing der Esoszene.
Die Zielsetzung ist eindeutig: Es geht um die Pflege des Feindbildes “Pharmaindustrie” unter Verleugnung der eigenen wirtschaftlichen Interessen.

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