Anthroposophische Lobbyarbeit in der Presse


Die Maske der Meinungsmacherin

Von Vorteil kann vieles sein. Zum Beispiel die Tatsache, daß man als freie Journalistin für die lokale Seite einer Regionalzeitung arbeitet. Dann nämlich, wenn man diesen Job geschickt zu verbinden weiß mit der federführenden Tätigkeit für die Öffentlichkeitsarbeit einer Waldorfschule. Der Vorteil liegt auf der Hand: Die Leser dieser Zeitung nehmen an, sachlich, objektiv und unvoreingenommen über das aktuelle Geschehen z. B. an jener „Freien Waldorfschule“  informiert zu werden. Das ist von Vorteil, von großem Vorteil sogar, allerdings nur für die Schule selbst: Die nämlich kommt jedesmal wieder so einseitig gut weg dabei, daß man gar nicht glauben möchte, daß soviel Gutes wahrhaftig existiert …

WEITER


11 Gedanken zu “Anthroposophische Lobbyarbeit in der Presse

  1. Als Meinungsmacher ist aber auch die Stuttgarter Stadtverwaltung überaus aktiv. Da wird nämlich dem Begründer der Waldorfschule unter dem Motto „Kosmos Rudolf Steiner“ vom 5.2. bis 22.5.2011 eine groß angekündigte Ausstellung gewidmet. In der Werbebroschüre wird Steiner als „einer der einflussreichsten und zugleich umstrittensten Reformer des 20. Jahrhunderts“ bezeichnet.

    In Zusammenarbeit mit dem Kunstmuseum Stuttgart und dem Vitra Design Museum Wolfsburg wird erstmals umfassend die kultur- und kunstgeschichtliche Bedeutung Steiners dargestellt. Sponsoren dieser Ausstellung sind: Kulturstiftung des Bundes, WALA, WELEDA, MAHLE Stiftung und iona stichting.

    Die Geschäftsführerin der Stiftung Kunstmuseum Stuttgart eGmbH ist Frau Dr. Ulrike Groos. Vorsitzende des Stiftungsrates ist die Bürgermeisterin der Stadt Stuttgart, Frau Dr. Susanne Eisenmann.

    Man fasst sich an den Kopf, wie die Stadt Stuttgart dazu kommt, dem doch sehr umstrittenen Rudolf Steiner eine solche Würdigung zuteil werden zu lassen.

    Gefällt mir

  2. „Rudolf Steiner im Kunstmuseum Wolfsburg und im Kunstmuseum Stuttgart

    Das Kunstmuseum Wolfsburg zeigt die Doppelausstellung: „Rudolf Steiner und die Kunst der Gegenwart“ und „Rudolf Steiner – Die Alchemie des Alltags“.

    Vom 5. Februar 2011 – 22. Mai 2011 werden beide Ausstellungen nochmals gemeinsam unter dem Titel „Kosmos Rudolf Steiner“ im Kunstmuseum Stuttgart präsentiert.

    Wie ist es möglich, dass der künstlerisch völlig untalentierte Rudolf Steiner, Begründer der esoterischen Heilslehre „Anthroposophie“, gleich in zwei renommierten deutschen Kunstmuseen gezeigt wird?

    Haben hier anthroposophische „Beziehungskünstler“ den größten PR-Coup in der Geschichte der Anthroposophie gelandet? Wurde dem Rassisten und selbsternannten Hellseher Rudolf Steiner in den Mantel der Seriosität geholfen? (…)“

    weiter: http://www.ruhrbarone.de/rudolf-steiner-im-kunstmuseum-wolfsburg-und-im-kunstmuseum-stuttgart/

    Gefällt mir

  3. DIE ZEIT lässt die Waldorfmutter Iris Radisch eine Lobesarie über Rudolf Steiner und seine Waldorfschule schreiben:

    http://www.zeit.de/2011/08/C-Waldorfschule-Steiner

    „Der letzte Prophet – Rudolf Steiner ist der einzige deutsche Idealist, der den Praxistest überlebt hat.“

    DIE ZEIT beweist, daß sie Gefälligkeits-Journalismus betreibt, indem sie ihrer Klientel deren bevorzugte Schulwahl bestätigt:

    Privatschule für Besserverdienende, sprich Waldorfschule …

    Gefällt mir

  4. SPIEGEL, „Heute in den Feuilletons“, 25.10.2011

    http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/0,1518,793793,00.html

    In der „Welt“ plädiert Peter Sloterdijk für Rudolf Steiner. Bei den Ruhrbaronen plädiert Rudolf Steiner gegen sich selbst (…)

    Andreas Lichte von den Ruhrbaronen ist nicht so einverstanden mit Peter Sloterdijks Rudolf-Steiner-Exhumierung. Zu Sloterdijks Behauptung, Steiner ermögliche eine Koexistenz der Menschen auf dem Planeten, stellt er Steiners Zitat über Menschen in Afrika: „Sehen wir uns zunächst die Schwarzen in Afrika an. Diese Schwarzen in Afrika haben die Eigentümlichkeit, dass sie alles Licht und alle Wärme vom Weltenraum aufsaugen. Sie nehmen das auf. Und dieses Licht und diese Wärme im Weltenraum, die kann nicht durch den ganzen Körper durchgehen, weil ja der Mensch immer ein Mensch ist, selbst wenn er ein Schwarzer ist… Im Neger wird da drinnen fortwährend richtig gekocht, und dasjenige, was dieses Feuer schürt, das ist das Hinterhirn.“ Und später dann: „Die weiße Rasse ist die zukünftige, ist die am Geiste schaffende Rasse.“

    zum vom SPIEGEL besprochenen Artikel der Ruhrbarone:

    http://www.ruhrbarone.de/baadische-zeitung-und-rudolf-steiner-bejubeln-ja-zitieren-nein/

    „Badische Zeitung und Rudolf Steiner: Bejubeln ja, Zitieren nein.“

    Gefällt mir

  5. Ein wenig lächerlich, wie hier versucht wird, gegen Rudolf Steiner zu wettern. Die Frage, wie viel von Steiner gelesen wurde und ob versucht wurde die Zitate in ihrem Kontext zu lesen und zu verstehen, erübrigt sich bei diesen Kommentaren …

    Gefällt mir

      • „Rudolf Steiners rassistischer Science-Fiction-Trash: ‘Aus der Akasha-Chronik’

        Rudolf Steiner (1861–1925) behauptete, Einblick in die „Akasha-Chronik“, ein geistiges Weltengedächtnis in der „Ätherwelt“, zu haben. Über diese „Chronik“, in der alle Ereignisse der Geschichte, alle Taten, Worte und Gedanken der Menschheit enthalten seien, schreibt Rudolf Steiner sein Buch …

        ‘Aus der Akasha-Chronik’(1). Ich versuche, einem Freund den Inhalt zu erklären:

        „Es ist die Geschichte der Menschheit, wie sie sich dem Eingeweihten zeigt. So eine Art ‘Evolutionsgeschichte’, nur dass der Eingeweihte auch in die Zukunft schauen kann. Die Menschheit entwickelt sich laut Steiner auf sieben Planeten. Von Planet zu Planet steigt das Menschengeschlecht höher in der Entwicklung. Dabei helfen ihm Führer, die selber schon auf einer höheren Entwicklungsstufe stehen. Es geht los auf dem Saturn, dann kommt die Sonne, der Mond und schließlich die Erde …”

        „Wieso Sonne und Mond – das sind doch keine Planeten?!”

        „Für den Esoteriker Steiner schon. Die Erde formt sich im nächsten Entwicklungsschritt in den Jupiter um, dann kommt die Venus und zuletzt der Vulkan. Sieben Planeten, und auf jedem Planeten durchleben die Menschen sieben mal sieben Entwicklungsstufen … Ja, ich weiß, das klingt nach Science Fiction … ich habe mich an die Perry Rhodan-Hefte erinnert, du weißt schon, diese Groschenromane.”

        „Mich erinnert das Ganze an ein Video-Game, wo man immer das nächsthöhere Level erreichen muss!”

        „Ja, stimmt, das ist großartig, das trifft’s genau! Weißt du, das ist so platt, dass mir gar nichts mehr dazu einfällt – aber richtig übel ist, wie die Entwicklung abläuft, das ist nur noch bösartig …” und wird deshalb hier im Original wiedergegeben:

        „Diese zweite Gruppe der Astralmenschen hat diese ihre höhere Fähigkeit aber nur dadurch erworben, dass sie einen Teil – die erste Gruppe – der astralischen Wesenheit von sich ausgeschieden und zu niedriger Arbeit verurteilt hat. Hätte sie die Kräfte in sich behalten, welche diese niedere Arbeit bewirken, so hätte sie selbst nicht höher steigen können. Man hat es hier also mit einem Vorgang zu tun, der darin besteht, dass sich etwas Höheres auf Kosten eines anderen entwickelt, das es aus sich ausscheidet.”

        Dieselbe „These” wiederholt Steiner mehrmals, bis er schließlich zusammenfasst: „Man sieht, der Mensch steigt in ein höheres Reich auf, indem er einen Teil seiner Genossen hinabstößt in ein niederes. Diesen Vorgang werden wir auf den folgenden Entwicklungsstufen sich noch oft wiederholen sehen. Er entspricht einem Grundgesetz der Entwicklung.”

        Schließlich stellt Steiner den Bezug zur Gegenwart her: „Man nennt sie in theosophischen Schriften die Lemurier. Nachdem diese durch verschiedene Entwicklungsstufen durchgegangen waren, kam der größte Teil in Verfall. Er wurde zu verkümmerten Menschen, deren Nachkommen heute noch als so genannte wilde Völker gewisse Teile der Erde bewohnen.“(2)

        (…)“

        weiter: https://ratgebernewsblog2.wordpress.com/2014/12/18/rudolf-steiners-rassistischer-science-fiction-trash-aus-der-akasha-chronik/

        Gefällt mir

  6. „Anthroposophische Lobbyarbeit“ in der „Wissenschaft“ – ein anthroposophischer Betrug:

    Christian Clements ‘kritische Ausgabe der Schriften Rudolf Steiners‘ (SKA)

    Des Steiners neue Kleider

    BERLIN. (hpd) Die Anthroposophie versucht seit Jahren, Rudolf Steiner ein neues, positives und neutrales Image zu geben: weg vom „verstörenden“ Esoteriker Steiner, hin zum bedeutenden Philosophen Steiner. Dass sich ein nach aussen hin renommierter Verlag, der „Frommann-Holzboog Verlag“, an dem anthroposophischen Betrug beteiligt, überrascht.

    (…)

    Wie weit Clement in seiner anthroposophischen Heiligsprechung Rudolf Steiners geht, mit welchen letzten Mitteln er versucht, Steiner als „eigenständig“ darzustellen, überrascht dann aber doch, Peter Staudenmaier:

    „Ein besonders bedauerliches Beispiel illustriert die Unzulänglichkeiten in Clements Herangehensweise. In seiner Diskussion von Steines Aneignung der fiktionalen Figur des ‘Hüters der Schwelle’ schreibt Clement, dass ‘Kritiker’ der Anthroposophie die ‘Anklage’ erhoben hätten, dass Steiner diese Figur aus einem Roman des neunzehnten Jahrhunderts von Edward Bulwer-Lytton übernommen habe. Aber dies hat nichts mit Kritik zu tun, noch viel weniger mit Anklagen; es ist eine einfache Angabe der Quelle Steiners. Es ist zugleich ein sinnvolles Beispiel für Anleihen des Okkultismus aus der fiktionalen Literatur.

    Clement leugnet rundweg all dies, indem er offensichtlich den historischen Kontext ignoriert. Das ist ein sehr seltsamer Standpunkt, da Steiner offen andere Elemente aus Bulwer-Lyttons fiktionaler Literatur auslieh, so wie den Begriff ‘Vril’, und da der fragliche Roman viele unverhohlen okkulte Bestandteile enthält und ein schönes Beispiel des Viktorianischen Revivals von Themen der Rosenkreuzer ist.“

    Bulwer-Lyttons “Vril” wird von Steiner als „Lebenskraft“ übernommen, wie auch die „in geringer Höhe über dem Boden schwebenden Fahrzeuge der Atlantier“ in Rudolf Steiners rassistischem Science-Fiction-Trash „Aus der Akasha-Chronik„.

    zum vollständigen Artikel bei hpd, „Humanistischer Pressedienst“: http://hpd.de/artikel/11618

    Gefällt mir

    • „Anthroposophische Lobbyarbeit“ – die Anthro-Uni mit dem Anthro-Prof.:

      „Prof. Jost Schieren, Alanus Hochschule für Kunst und Gesellschaft

      Der Waldorf-Werber

      BERLIN. (hpd) Jost Schieren ist Professor für Waldorfpädagogik an der anthroposophischen „Alanus Hochschule für Kunst und Gesellschaft“, Leiter des „Fachbereichs Bildungswissenschaft“, und verantwortlich für die (Waldorf-) Lehrerbildung.

      Dem „Waldorfblog“ gab Jost Schieren ein ausführliches Interview, in dem er immer wieder das buzzword „Freiheit“ verwendet – in einer einzigen Antwort erstaunliche 7 mal:

      • „Die Anthroposophie ist im Kern auf das Ideal des freien Menschen ausgerichtet.“
      • „Freiheitsentwicklung als Teil des Weltgeschehens“
      • „Freiheitsentfaltung unseres Menschseins“
      • „Position der Freiheit“
      • „Begriff der Freiheit“
      • „Entwicklungsraum der Freiheit“
      • „freien Persönlichkeitsentwicklung“

      Für Schieren macht einfach alles frei, was Anthroposophie ist. Wie die Waldorfpädagogik, die auf der Anthroposophie Rudolf Steiners (1861 – 1925) basiert.

      Über einen Vortrag Rudolf Steiners sagt Kurt Tucholsky: „Je größer der Begriff, desto kleiner bekanntlich sein Inhalt – und er hantierte mit Riesenbegriffen.“

      „Freiheit“: mit diesem Riesenbegriff macht Jost Schieren Werbung für die Waldorfpädagogik

      Reinkarnation macht frei

      Beim Werber Jost Schieren ist „Reinkarnation“ normal, wird zu einer weiteren „Sichtweise auf den Menschen“, die – Verkaufsargument! – von „Fremdbestimmung“ befreit:

      Der Gedanke der Reinkarnation erlaube es, so Jost Schieren, „den Menschen nicht als irgendwie allein fremdbestimmtes Wesen (Gene, Sozialisation, Gehirnprägungen usw.) zu denken.“ Das Kind sei nicht das alleinige Resultat von Vererbung und Umgebung, sondern trage in sich „eine eigene auf sich selbst begründete Persönlichkeit“, die nicht zufällig entstanden sei, da „der Mensch sein eigenes Wesen selbstverantwortlich durch eine Reihe von Verkörperungen selbst bildet.“

      Doch was bedeutet „Reinkarnation“ überhaupt? Und bei Rudolf Steiner?

      Weit verbreitet ist die Idee im asiatischen Kulturkreis, im Hinduismus und den verschiedenen Erscheinungsformen des Buddhismus. Gemeinsam ist ihnen, daß das Ziel ist, dem „endlosen Kreislauf der Wiedergeburten“ zu entkommen, sich von der Fessel des „Karma“ zu befreien.

      Helena Petrovna Blavatsky und in ihrer Nachfolge Rudolf Steiner kehren die Idee in ihr Gegenteil um: Der Mensch soll im Kreislauf der Wiedergeburten bleiben, so kann er sich – und damit die Menschheit – perfektionieren. Das bedeutet: Pflichterfüllung. Von „Freiheit“ keine Spur.

      Rudolf Steiner verspricht eine Form der (geistigen) Unsterblichkeit und befriedigt zugleich das Bedürfnis seiner – zur Zeit der Begründung der Anthroposophie – aristokratischen und großbürgerlichen Klientel nach „Elite“: „WIR bringen die Menschheit (-sentwicklung) voran!“

      Und natürlich kann die Menschheit auch nicht an einem Tag an Ihrem Bestimmungsort, dem Planeten „Vulkan“, ankommen – dann wäre Steiners Geschäftsmodell sofort erledigt.

      (…)“

      weiter bei „Humanistischer Pressedienst“: http://hpd.de/artikel/waldorf-werber-12931

      Gefällt mir

  7. Die Wochenzeitung „Die Zeit“ als Plattform für die Selbstdarstellung des „Bundes der freien Waldorfschulen“.

    Ohne eine einzige kritische Nachfrage der „Zeit“ kann Hennig Kullak-Ublick, Vorstandsmitglied des Bundes der Freien Waldorfschulen, seine Version des Scheitern der ersten „staatlichen Waldorfschule“ Deutschlands fabulieren:

    „‘Künstlerischer Unterricht ist kein beliebiges Add-on’

    Eine staatliche Schule, die ein bisschen Waldorf lehrt – zwei Jahre lang wurde das im armen Hamburger Stadtteil Wilhelmsburg versucht. Jetzt ist das Modell gescheitert

    (…)

    Kullak-Ublick: Es gab leider von Anfang an einen großen internen Widerstand. Auf der einen Seite wollte man sich gewisser Elemente bedienen, auf der anderen hat man sich von ihnen distanziert. Das ging schon bei der ersten Pressekonferenz los, als der Schulsenator Ties Rabe sich ohne Not von Rudolf Steiner abgrenzte. Diese Ambivalenz blieb stilbildend. Waldorf wurde sukzessive rausgetrieben, bis wir irgendwann sagen mussten: So, das können wir jetzt nicht mehr Waldorf nennen.

    (…)“

    Gefällt mir

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s