Christa Meves, Gabriele Kuby und Jürgen Liminski – fundamentalistische Christen wollen aufklären!


Zurück ins Mittelalter oder was?

Eva Herman:

„… In dem soeben erschienenen Buch Die missbrauchte Republik – Aufklärung über die Aufklärer erhält der Leser endlich Antworten auf die Fragen nach den Ursachen des zusammengebrochenen Wertesystems. Sorgfältig, gleichzeitig aufrüttelnd beleuchten renommierte Autoren wie die bekannte Kinder-und Jugendpsychiaterin Christa Meves, die Soziologin Gabriele Kuby oder der Journalist Jürgen Liminski die Gründe dieses erschütternden Phänomens. Sie stoßen dabei schnell auf eine kleine, aber erstaunlich einflussreiche Lobby, die über dreißig Jahre lang hartnäckig sexuelle Aktivitäten von Erwachsenen mit Kindern weitgehend straflos stellen wollte und will: die 68er …“

Und noch MEHR dazu.

Was man unter renommierten Autoren versteht, zeigt sich wie folgt:

Zu Christa Meves:

Rezeption und Kritik

1976 veröffentlichte Klaus Reblin, Hauptpastor an St. Katharinen in Hamburg und Generalsekretär des Deutschen Evangelischen Kirchentags, einen kritischen Artikel über Meves in der Wochenzeitung Die Zeit. Reblin fragte: „Für wen schreibt diese evangelische Frau? Wer liest die Hunderttausende von Büchern, die unter ihrem Namen im katholischen Herder-Verlag erscheinen? Nach allem, was ich von Meves gelesen habe, können es nur Menschen voller Ressentiments gegenüber der Moderne sein. Menschen, die eine Bestätigung ihrer Vorurteile gegenüber allem Neuen brauchen – schwarz auf weiß.“ 1978 veröffentlichte Christian Schultz-Gerstein im „Spiegel“ einen kritischen Artikel über Meves.  Der Erziehungswissenschaftler Micha Brumlik behauptet, Meves werde „von wissenschaftlichen Erziehungsberatern so wenig ernst genommen wie von der akademischen Psychologie“. In einem ihrer Bücher aus dem Jahr 2000 überschreite sie „die Grenzen einer engagierten, konservativen Lebensberatung in Richtung hetzerischer Weltanschauungstraktätchen“.

Einer der von ihren Kritikern meistzitierten Sätze stammt aus ihrem „Ehe-Alphabet“ (1973): „Die Frau hat von ihrer biologischen Aufgabe her ein natürliches Bedürfnis nach Unterwerfung, der Mann nach Eroberung und Beherrschung.“ Kritiker werfen ihr auch vor, dass sie 1977 in einem Interview mit der Zeitschrift „Mut“ bekannte, „dank Ableistungen für Führer, Volk und Vaterland“ habe sie „in den letzten Kriegsjahren mehr praktische Psychologie und Pädagogik gelernt als später an der Universität“. Meves wurde auch vorgehalten, rechtsextremen Kreisen nahe zu stehen. Der Politikwissenschaftler Wolfgang Gessenharter wies 1989 darauf hin, dass sie nicht nur „gern gesehener Gast“ des Studienzentrums Weikersheim sei, sondern auch eine Frau, „die sich nicht scheut, in Presseerzeugnissen des rechtsextremen Verlegers Gerhard Frey (DVU) mit einem Interview aufzutauchen und mittlerweile auch in Schönhubers Zeitschrift ‚Republikaner‘ zu schreiben“. Die Bundesregierung machte 1997 darauf aufmerksam, dass sie Kuratoriumsmitglied der „Ludwig-Frank Stiftung für ein freiheitliches Europa“ war.

Es wird außerdem kritisiert, dass Meves sexuelle Aufklärung als völlig überflüssig darstellt, wenn sie schreibt: „Das Ziel der geschlechtlichen Erziehung kann also unmöglich darin bestehen, Kenntnisse und Praktiken über sexuelle Vorgänge zu erwerben. … Sexualität ist, wie bei den Tieren, ein Triebgeschehen, zu dessen Funktionieren es absolut keiner Aufklärung bedarf.“ Der evangelische Pfarrer Helmut Schütz weist Meves’ Kritik an der von der Landeszentrale für Gesundheitsförderung in Rheinland-Pfalz herausgegebenen Aufklärungsbroschüre „Let’s Talk About Sex“ entschieden zurück. Meves sei „ideologisch verblendet“.

Der Schriftsteller Richard Wagner zählt Meves zu den „fundamentalistisch auftretenden Damen“, die 1982 die geistig-moralische Wende erwarteten, aber heute „in bemerkenswerter Weise machtlos“ seien. Meves’ Deutung von Harry Potter als „Zeichen unserer gottlosen Zeit“ blieb auch von katholischen Theologen nicht unwidersprochen.

Die katholische Schriftstellerin Luise Rinser empörte sich über einen Bericht von einem Treffen Homosexueller, in dem Meves schrieb: „Man wünscht sich wieder saubere, aufrechte junge Männer.“ Rinser kommentierte: „Also sind Homosexuelle keine sauberen, aufrechten Menschen? [Männer.] Also sind sie unsauber und geduckt und feige? Also entsprechen sie nicht dem Bild vom sauberen Deutschen, wie Hitler ihn haben wollte? Wie klein ist der Schritt zu der Forderung Hitlers nach SS-Idealgestalten?“ Hans-Georg Stümke und Rudi Finkler bezeichneten Meves in ihrem „Standardwerk“ „Rosa Winkel, rosa Listen“ (1981) als „Deutschlands führende Homophobe“, weil sie „seit Jahren einen ideologischen Kreuzzug gegen Homosexuelle“ führe.

Zu Gabriele Kuby: HIER und HIER

Und schließlich mehr zu Jürgen Liminski

Der fundamentalistische Christianismus lässt grüßen und nicht zu vergessen, dass dieser Dreck, offiziell und anerkannt vertreten durch das Familiennetzwerk von unserer adligen First-Lady Stephanie zu Guttenberg hofiert und unterstützt wird.

Wo soll uns das noch hinführen???

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Ein Gedanke zu “Christa Meves, Gabriele Kuby und Jürgen Liminski – fundamentalistische Christen wollen aufklären!

  1. Ich weiß nur, dass eine Frau nie einen Orgasmus erleben wird, wenn sie beim Geschlechtsverkehr gleichzeitig in der Bibel liest ! Zumindest soviel sexuelle Aufklärung müßte doch sein, oder etwa nicht !?

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