Bibel-Bullshit contra Esoterik-Bullshit – Eckart Haase


Gottes neue Welt versus Neues Zeitalter der Esoterik- und Newage Szene.

Wir erleben hautnah mit, wie sich hier ein Kampf abspielt. Es ist ein geistiger Kampf, der aber größte Auswirkungen auf unser irdisches Leben hat. In diesem Kampf beziehen auch wir Menschen Position. Es gibt hier keine neutrale Zone. Wem werden wir uns anschließen? Den verführerischen Mächten der Finsternis oder dem Retter, der in Macht und Herrlichkeit wiederkehren wird? Wir möchten mit dieser Präsenz wichtige Entscheidungshilfen liefern.

Diese Äußerung stammt von Eckart Haase, einem bibeltreuen Christen, der es sich als ehemaliger Esoteriker schon länger zur Aufgabe gemacht hat, die Eso-Szene zu „Evangelikalisieren“

Dazu betreibt er mehrere Webseiten, um auch noch den allerletzten Eso auf sich aufmerksam zu machen.  Seine „Aufklärungsarbeit“ lebt natürlich ausschließlich davon, Ängste zu schüren. Im Namen des Satans, des Teufels und der Dämonen ist da bei einem zum Glauben neigenden Menschen schon einiges zu erreichen. Das zeigt sich an den vielen Bekehrungsberichten, die er zu gerne veröffentlicht.

Seine Missionsstrategie scheint jedenfalls in einem bestimmten Rahmen zu funktionieren und weil das so ist, macht es schließlich  Sinn, noch massiver vorzugehen. Im Klartext bedeutet das für Herrn Haase, dass er neuerdings an die Existenzangst der Physis appelliert. Die Angst vor der Hölle nach dem körperlichen Ableben ist längst geschürt und nun geht es darum, dass die Endzeit naht und somit nicht mehr viel Zeit bleibt, um sich zu Jesus zu bekennen, damit man auch gerettet wird.

Für einen Atheisten wäre es eigentlich ganz wünschenswert, wenn alle Esoteriker in eine andere Dimension aufsteigen und Jesus seine Schäfchen zu sich holen würde. Dann wäre zumindest Ruhe vor einem Teil der Religioten.

Es wäre zu schön, um wahr zu sein, realistisch ist es deswegen aber noch lange nicht. Ergo, halten wir uns nicht mit Wunschdenken auf, sondern schauen uns mal an, welche Gruselgeschichten Häschen aufs Tablett bringt.

Erdbeben hat es zu allen Zeiten gegeben. Doch im 20. und 21. Jahrhundert stellen wir einen deutlichen Anstieg fest. Auch leben immer mehr Menschen auf der Erde. Erdbeben sind heute daher zwangsläufig verheerender als in früheren Jahrhunderten …

… Insgesamt gab es im 20. Jahrhundert etwa 140 schwere Erdbeben mit einer Gesamtopferzahl von 2,3 Millionen.

Ebenso sind Hungersnöte von nie gekanntem Ausmaß über die Menschheit gekommen, nicht zuletzt auch als Folge der Weltkriege.

Seuchen glaubte die Menschheit eigentlich gebannt zu haben. Doch dann kamen ganz neue Seuchen wie Aids, als Folge eines aus Gottes Sicht pervertierten Sexualverhaltens. Dazu kamen weitere Seuchen wie Vogelgrippe oder Schweinepest. Alles Zeichen, die auch den letzten Zweifler davon überzeugen sollten, dass die Endzeit längt begonnen hat. Es ist alles im Gange, die hier skizzierten Ereignisse betreffen nicht eine abstrakte, irgendwann in ferner Zukunft liegende Zeit. Nein, es hat längst begonnen und wir befinden uns mitten darin …

… Was Sturmfluten angeht, sei lediglich an die letzten aktuellen Ereignisse erinnert …

… All diese Zeichen sollten uns nicht unbeeindruckt lassen. Gottes Vorhersagen haben sich bisher alle präzise erfüllt. Falsch wäre es, teilnahmslos zu bleiben und die Zeichen der Zeit zu ignorieren. „Wie in den Tagen Noahs“ (Lukas 17,26) wird es sein, wenn Jesus Christus wiederkehrt. Auch damals haben die Menschen die Zeichen der Zeit nicht beachtet. Die Sintflut traf sie völlig unvorbereitet. Jetzt ist für jeden Menschen noch die Gelegenheit da, es diesmal nicht zu verpassen. Die Betonung liegt auf noch. Gottes Absicht ist es nicht, uns unvorbereitet anzutreffen. Er hat seinen Teil getan und in seinem Wort auf die kommenden Dinge hingewiesen. Jetzt ist es daran, dass Sie ihren Teil tun und ihre Konsequenzen daraus ziehen. Verhindern können Sie nicht, was da kommt. Aber Sie können vorher ihren Frieden mit Gott machen, indem Sie Jesus Christus ihr Leben anvertrauen. Dann kann da kommen was mag. Sie persönlich sind dann bestens vorbereitet und können der Zukunft mit Hoffnung entgegen sehen.

… Auch für die Endzeit berichtet uns Gottes Wort von einschneidenden politischen Ereignissen. Einige davon haben sich bereits erfüllt, einige sind im Gange und einige stehen  noch aus …

… Wir sollten also aufmerksam auf Israel blicken. Einst wird Israel sich als Nation zum Messias Jesus Christus bekennen. Dann ist Israel nicht nur politisch, sondern auch geistlich wiederhergestellt. Und um diese Wiederherstellung geht es auch bei uns ganz persönlich. Gottes Wunsch an uns ist die Umkehr, das Verlassen der alten Wege und der Glaube an Jesus Christus. Dazu gehört eine Entscheidung. Wie bei einer Eheschließung gehört dazu unumstößlich das JA-Wort. Nicht umsonst vergleicht Gott in seinem Wort die Beziehung zwischen den Menschen und ihm mit einer Ehe. Daher ist es wichtig, Gott rechtzeitig dieses JA-Wort zu geben. Und JA sagt, wer an Jesus Christus glaubt und ihm sein Leben anvertraut.

und vieles mehr.

Die Phantasie des Herrn kennt dabei keine Grenzen. Eigentlich wäre es ganz amüsant, wenn man nicht wüsste, dass nicht wenige an den Unfug glauben.

Trotzdem muss sich jeder Verstand extrem beleidigt fühlen, wenn das Märchen von der biblischen Sintflut und der Arche Noah als Tatsache verkauft werden. Ganz abgesehen davon, dass eine Arche in dieser benötigten Größe damals technisch nie hätte gebaut werden können, muss ich immer daran denken, wie man die Tiere hätte einfangen sollen, sie davon hätte abhalten sollen im Schiff zu randalieren und den Fressinstinkt der Raubtiere hätte eindämmen können. Laut Bibel öffnete Noah nach vierzig Tagen zum ersten Mal eine Luke. Allein der Gestank der Exkremente wäre schon tödlich gewesen und genügend Nahrung für 150 Tage hätte man sowieso nicht realisieren können, unabhängig davon, dass wilde Raubtiere eben einen Jagdtrieb besitzen und alles in der Arche aufgefressen hätten, was ihnen in der freien Natur auch als Beute dient.

Da muss man gar nicht weiter über sämtliche Einzelheiten nachdenken, und schon gar nicht über die Wahrscheinlichkeit, ob es eine globale Sintflut gegeben haben könnte.

Das stört jedoch unsere „Glaubulisten“ nicht im geringsten und deswegen hat Gerhard Schröder vollkommen recht als er sagte:

„Religiöse Fundamentalisten, die sich für ‘erleuchtet’ halten, sind für Argumente nicht mehr zugänglich.“

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14 Gedanken zu “Bibel-Bullshit contra Esoterik-Bullshit – Eckart Haase

  1. Kurz und knapp – „Sein Name ist Haase, er weiß von nix.“
    Ein klassischer Fall der Reinkarnation vom Lichtarbeitenden Esotypen zum evangelikalen Bibelputzer, und das im Kirchenaustrittsjahr (www.kirchenaustrittsjahr.de). Glauben ist alles, nichts wissen macht nix – „Religiot“. Schade um jeden, den Satan in den Himmel holt. Ich hör es schon, das Gezeter – Blasphemiiiieeee!!!

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    • Blasphemie?!? Kann man sehen, wie man möchte. Woher wissen Sie so viel? Leben Sie primär durch die Kategorisierung von scheinbaren Charaktereigenschaften und bekannten ideologischen Attributen einer Person? Zählt diese Person zu Ihren Vertrauten, die Sie relativ gut einschätzen könnten?!?
      Sie widerspiegeln Ihre Meinungsbildung über die genannten Punkte, die eine Konklusion diverser Faktoren ist. Die sarkastische (pejorative) und neologistische Diktion potenziert Ihren Widerwillen gegen die Thematik (das Christentum, eventuell die soziologischen Aspekte der Bevölkerung in Relation zur Landeskirche).

      Das Lateinische „relego“ => „re“ und „lego“ bedeuten „wieder“ und „erneut sammeln; etwas aus etwas schließen; entdecken/erneut erlangen; vermachen/überlassen“ (https://en.wiktionary.org/wiki/relego#Latin), führte zur Bildung des Deutschen Wortes „Religion“, das darin definiert wird, dass die Berücksichtigung (das immer wieder Schlussfolgernde) der vorliegenden Gesetze und Konventionen eines bestimmten Objekts (der Bibel) geachtet und befolgt werden sollen.
      > Religiot ist ein contradictio in adiecto – könnte jemand die Gesetze und Konventionen nicht verstehen (aufgrund der „Idiotie“), wäre er nicht religiös und könnte nicht beide Eigenschaften besitzen. Er wäre allein ein sogenannter „Idiot“.
      Es hat wegen der pejorativen Bedeutung keine neutrale Wertung, wie zu Beginn (griechisch: idiotes = Privatperson). Weiteres: https://de.wikipedia.org/wiki/Idiot
      Selbst im Aspekt der eigentlichen Bedeutung wäre der Neologismus „Religiot“ nichtig, da er einfach „religiöse Privatperson“ hieße.

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  2. Pingback: Tweets that mention Bibel-Bullshit contra Esoterik-Bullshit – Eckart Haase « Ratgeber-News-Blog -- Topsy.com

  3. Tja, ein typisch tragischer Fall von einer wirren Person, von der man sagen kann, das er tatsächlich „vom Regen in die Traufe“ gestolpert ist. Erst esoterischer Humbug und jetzt religiöser Mumpitz. Was geht eigentlich in so einem Kopf nur vor? – mir ist das jedenfalls schleierhaft. 😯

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  4. Eckart Haase legt nur die Offenbarung der Bibel in metaphorischer Weise, in eine esotherische Beziehung, die zwar den Erwartungshorizont überschreiten mag, jedoch die prospektive Sichtlage der diesseitigen Welt darstellt. Gegenfrage: Weshalb halten Sie Ihre Interpretationen für unantastbar und einzig korrekt? Sie folgen allein der Rationalität (dem Verstand der kausalen Logik „Effectuation“), indem Sie Ihre Assertion (die zustimmungsgesuchte Urteilsbildung; hier insbesondere durch Ignoranz, Skeptik und Ungewissheit/Unsicherheit) veröffentlichen. Sie scheinen in einer Welt der Polarität zu existieren, in welcher nur Schwarz und Weiss als Erkenntnis korrekt sind, damit eine dialogisch-subjunktive Denkweise offenlegen (der Verteiger muss seinen Standpunkt beweisen, ansonsten gilt er als falsch).
    Ob nun Eckart Haase (figurativ für Christen, die Bibel und das Christentum an sich) der neue Proponent anstelle Ihrer Position desselbigen innehaben könnte oder nicht, liegt im subjektiven Auge des Betrachters.
    Sie sind daraus schließend, kein Skeptiker, vielmehr ein vertreter Ihrer Ansichten, Ihres Wunschdenkens (emotional) und Ihrer Urteilsbildung (rational), obwohl Sie die emotionale Komponente durch die Selbstbetitelung überdecken möchten – Sie sind ein Junktor (außer der Konjunktion oder Disjunktion) Ihrer Selbst, der gerne zu Implikation und Diffamierung greift.
    Wären ein Skeptiker, würden Sie die Thematik seriös differenzieren, sie in Subpassus einordnen und Relevantes pointieren.

    Viele Grüße

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  5. Ich schmeiß mich weg. Eckhart Haase betreibt eine Seite mit der er die Esoteriker aufklären will, welchem Teufelswerk sie nachgehen und hat dabei nicht die geringste Ahnung. „O Herr schick Hirn vom Himmel“ sollte er mal beten oder um Erleuchtung bitten, vielleicht hilt’s. Da durchleuchtet ein christlicher Heilpraktiker verschiedene Heilverfahren aus christlicher Sicht, der vermutlich genauso wenig Ahnung hat wie Herr Haase selbst. Vielleicht hätte sich Herr Haase und der amüsante Heilpraktiker erstmal ausreichend über Homöopathie, Heilsteine und das Pendeln, etc. informieren sollen, bevor er solche Dinge ins Netz stellt. Und erst die schönen Zitate aus der Bibel…., sicher dass diese tatsächlich von Gott stammen ?? Vielleicht ist es ja ganau anderstrum. Keiner hinterfragt die Bibel. Warum gibt es dann Kriege wegen des Glaubens oder Menschen bringen andere Menschen im Namen der Religion um und denken dann kommen Sie in jedem Fall in den Himmel ?? Da läuft doch was schief. Also bevor Ihr dem Schwachsinn den Herr Haase verbreitet Glauben schenk, hinterfragt erst mal alles. Ich fand die Seite äüßerst amüsant…. und aus anderer Sicht sollte man die Seite wirklich nicht betrachten.

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  6. Tja, Elke und einige Kommentatoren, schnell fühlt man sich erhoben über den Dingen, wenn man die Esoteriker und Gläubigen von außen betrachtet. So kann man am besten lästern.
    Ich bitte euch darum, erst den Austausch mit Esoterikern, Eckardt Haase, der Bibel und Gott zu tun, bevor ihr darüber urteilt. Erst in der persönlichen Erfahrung kann man Dinge verstehen und auch bewerten.
    Man findet alles lächerlich, was man nicht kennt.

    Solltet ihr jedoch mal in einer Krise stecken, kann ich jedoch nicht die Esoterik empfehlen als heilsame Lösung, sondern die persönliche Beziehung zu Jesus Christus. Das weiß ich aus eigener Erfahrung. Redet mal mit Jesus, werft ihm eure Sorgen und Gedanken an den Kopf. Ich erlebe sein Wirken ständig in meinem Leben und bin froh darüber.

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    • Ach Herr Fuchs, ich war mal Insider in der Hardcore-Esoterik Szene und bin ausgestiegen. Vom Regen in die Traufe, also zu Jesus, wollte ich ganz bewusst und bestimmt nicht 😉 Ich komme ganz gut in der Realität ohne übersinnliche Mächte klar und ich kenne eben die andere Seite zur Genüge!

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  7. Zwischen Esoterik-Bullshit und Bibel-Bullshit sehe ich keine grundlegenden Unterschiede. Mist bleibt Mist. Und wer’s glaubt, ist selber schuld. Aber die Welt will nun mal betrogen werden, folglich wird sie auch betrogen.

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