E-Petition: Streichung der Homöopathie aus dem Leistungskatalog der Gesetzlichen Krankenversicherung


Wer sich dafür einsetzen möchte, dass die Gesetzlichen Krankenkassen in Zukunft keine homöopathischen Leistungen mehr finanzieren, der kann aktuell eine Petition online unterzeichnen, die auf der Petitionsausschuss-Seite des Deutschen Bundestages veröffentlicht ist.

Text der Petition

Der Deutsche Bundestag möge beschließen, dass die Homöopathie aus dem Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenkassen gestrichen wird.
Die Streichung soll so lange fortbestehen, bis eine Wirksamkeit dieser pseudowissenschaftlichen Methode nachgewiesen wird.

Begründung

Es gibt bisher keine nachgewiesene Wirkung von homöopathischen Medikamenten; es gibt keinen medizinischen Nutzen.
Durch eine bevorzugte Erstbehandlung mit homöopathischen Mitteln kommt es zu Krankheitsverläufen, die anschließend mit einem erhöhten Aufwand an wissenschaftlicher Medizinversorgung ausgeglichen werden müssen.
Die Kostenübernahme verursacht überflüssige Ausgaben, die gespart werden können.

Sämtliche Mitglieder der gesetzlichen Krankenkassen haben ein Anrecht, dass die gezahlten Beiträge effizient und wirkungsvoll eingesetzt werden. Die Kostenübernahme spiegelt dagegen eine von den Krankenkassen anerkannte medizinische Wirksamkeit vor, da sie diese auch bezahlen. Dies wurde bisher aber noch nie nachgewiesen.

Die Homöopathie ist in vielen Ländern – u.a. aufgrund aufgeführter Begründungen – aus dem Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenkassen gestrichen worden.

Petition mitzeichnen!

4 Gedanken zu “E-Petition: Streichung der Homöopathie aus dem Leistungskatalog der Gesetzlichen Krankenversicherung

  1. Die Wirksamkeit von schätzungsweise 70 % der Leistungen, die durch die Solidargemeinschaft der GKV bezahlt werden, ist nach heutigen Methodenstandards bisher ebenfalls nicht nachgewiesen. Sollen die auch alle gestrichen werden? Das Argument des erhöhten Aufwandes sog. „wissenschaftlicher Medizinversorgung“ hält den empirischen Erkenntnissen nicht stand. Vielfach haben Homöopathie-Patienten eine lange Behandlungskarriere im „normalen“ Medizinbetrieb hinter sich, die mehr oder weniger fruchtlos war. Homöopathie-Patienten sind in der Regel „gute Risiken“, weil deren Inanspruchnahme sonstiger Leistungen unterproportional ist. Würden die Homöopathie-Leistungen gestrichen, bliebe nur der Weg in die PKV. Dort werden sie erstattet. Dann hätte die Solidargemeinschaft mit Zitronen gehandelt.

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  2. Natürlich sollte man auch bisher bereits bezahlte Methoden, deren Wirksamkeit nicht belegt ist hinterfragen und ggf. streichen. Die Zahl von 70% halte ich übertrieben aber wenn sie stimmt wäre es umso besser – könnte man doch mit der enormen Summe dann sinnvolle Maßnahmen finanzieren wie u.a. auch längere Arztgespräche. Damit würde dann auch die „5-Minuten-Therapie“ deutlich reduziert.

    >>Vielfach haben Homöopathie-Patienten eine lange Behandlungskarriere im „normalen“ >>Medizinbetrieb hinter sich, die mehr oder weniger fruchtlos war.

    >>Homöopathie-Patienten sind in der Regel „gute Risiken“,
    >>weil deren Inanspruchnahme sonstiger Leistungen unterproportional ist

    Ein bisschen widersprechen sich diese beiden Aussagen und für die Behauptung dass Homöopathie-Patienten weniger sonstige Leistungen abrufen wage ich zu bezweifeln.
    Bei ernsthaften Erkrankungen (und das sind die teuren) gehen Homöopathieanhänger früher oder später auch zum Arzt (eher später, weil sie zuerst ihre Globuli ausprobieren – diese Verzögerung macht die Behandlung dann eher teurer als billiger), bei Operationen und Zahnarzt gibt es keine homöopathische Alternative, ein auf Insulin angewiesener Diabetiker wird auch nicht mit Globuli geheilt
    Und wenn es um Bagatellerkrankung wie einen Schnupfen geht, hängt es eher davon ab, ob jemand wegen so etwas überhaupt zum Arzt geht oder das einfach aussitzt. Und da scheinen mir eher Homöopathiefans gern ihre Globuli wollen als andere ihre Pille

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  3. Wahrheit
    „Als Pythagoras seinen bekannten Lehrsatz entdeckte, brachte er den Göttern hundert Ochsen dar. Seitdem zittern die Ochsen, so oft eine neue Wahrheit ans Licht kommt.“
    Ludwig Börne (1786-1837), dt. Schriftsteller u. Kritiker

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