Waldorfschule Essen – Masernausbruch


Artikel via Kinder.de:

Immer wieder Masern-Ausbrüche in Deutschland

Waldorfschule in Essen betroffen, Rechtzeitig Impfen schützt

Ein lokaler Masernausbruch an einer Waldorfschule in Essen hat letzte Woche das Gesundheitsamt beschäftigt. Personen, die die Masern bisher nicht durchgemacht hatten oder nicht durch eine Impfung geschützt sind, durften die Schule für 14 Tage nicht besuchen. Das Gesundheitsamt riet dazu, die Impfpässe zu überprüfen und die entsprechende Impfung nachzuholen. Für einen ausreichenden Impfschutz sind zwei Impfdosen mit einer Kombinationsimpfung (Masern, Mumps, Röteln und ggf. Windpocken) notwendig.

„Kinderkrankheiten“ sind kein Kinderspiel!

Schlapper Körper, verquollenes Gesicht, lichtempfindliche Augen – das sind die Vorboten. Dann folgen Fieberschübe, die Haut erblüht mit dunkelroten Flecken – die klassischen Symptome der Masern.

Komplikationen können schwere Lungenentzündungen und Entzündungen des Gehirns sein. Bei Schwangeren kann eine Maserninfektion zu Früh-, Fehl- oder Totgeburten führen. Die Masern sind längst keine reine Kinderkrankheit mehr. In den Jahren 2006 und 2007 war jeder fünfte Infizierte 20 Jahre oder älter. Impfmüdigkeit verhindert nicht nur das Ziel der Weltgesundheitsorganisation, die Masern bis 2010 ausgerottet zu haben, sondern sie gefährdet auch die Gesundheit der eigenen Kinder und des direkten Umfelds.

Verantwortlich handeln…

Säuglinge, die jünger als 11 Monate und damit noch zu jung für eine Impfung sind, sind besonders gefährdet: wenn sie von älteren Kindern mit Masern angesteckt werden, können sie an einer gefährlichen Komplikation der Masern, der so genannten SSPE (Subakute sklerosierende Pan-Enzephalitis) erkranken. Das ist eine über mehrere Jahre langsam fortschreitende Form einer Gehirnentzündung, gegen die es keine Therapie gibt. Je jünger das Kind ist, das an Masern erkrankt, desto höher ist später die Wahrscheinlichkeit der SSPE.(1) Säuglinge können nur vor Ansteckung geschützt werden, wenn möglichst viele Menschen in ihrem Umfeld geimpft sind (Herden-immunität). Ein ausreichender Impfschutz hilft also nicht nur unmittelbar dem geimpften Kind, sondern auch nicht geimpften Personen in der Umgebung. Dazu gehören neben Säuglingen, die selbst noch zu jung für eine Impfung sind, vor allem nicht-immune Schwangere und deren ungeborenes Kind. (2)

Frühzeitiger Schutz notwendig

Den einzig sicheren Schutz vor der Infektion mit Masernviren bietet die Impfung, die möglichst frühzeitig, am Ende des ersten Lebensjahres, erfolgen sollte. Mit einem kleinen Pieks erfolgt dabei i. d. R. die Vierfach-Impfung gegen Masern, Mumps, Röteln und Windpocken gleichzeitig. Die modernen Impfstoffe sind sehr gut verträglich. Die notwendige zweite Impfung für den vollständigen Impfschutz kann bereits vier Wochen später im zweiten Lebensjahr erfolgen, im Idealfall ab dem vollendeten 15. Lebensmonat. (2)

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8 Gedanken zu “Waldorfschule Essen – Masernausbruch

  1. Hier: http://feuerbringer.com/2010/02/28/steiner-behinderte-kinder-minderwertig/

    habe ich einen Schweizer Ex-Waldorfschüler gefragt: „Kannst du etwas dazu sagen: Anthroposophen sind Impfgegner, an Waldorfschulen brechen immer wieder Masern aus, werden von Waldorfschule zu Waldorfschule übertragen.“

    Seine Antwort:

    „(…) Ich selbst und die meisten Steinerschüler, welche ich kannte, hatten die Masern. Und auch Mumps und Röteln und andere “Kinderkrankheiten”…

    Meine ehemaligen Ärzte, welche Patienten mit besondern Krankheiten immer nur zu anderen Anthroposophen weiterleiteten, impften nur die “wirklich wichtigen Dinge” (Tetanus, Polio). Als ich mit Anzeichen einer Depression um Hilfe bat, empfahl er mir, Sanddornsäfte zu trinken, damit ich mehr Energie hätte. Das gab mir den Rest und seither bin ich nie mehr bei ihm gewesen.
    Als weiteres lustiges Element ist die Homöopathie zu nennen. Gestandene und Ausgebildete Naturwissenschaftler und Ärzte “lernen”, die wissenschaftlichen Methoden zugunsten Aberglauben und Placebo zu vergessen. Unglaublich.

    Und in meiner Kinderzeit von 3 – 5 Jahren litt ich monatlich an Mandelentzündung und schweren Anginas und Erkältungen. Die Homöopathen erzählten meinen Eltern den grössten Scheiss und erst, als ich kaum mehr leben konnte, gab man mir Antibiotika. Und danach wurden endlich die Mandeln entfernt (seither bin ich mehrheitlich gesund). Doch 3 Jahre leiden und fruchtsäfte und sonstigen Dreck.

    Hehe… und die Kinder der Anhroposophischen Ärzte und Lehrer waren damals (wie heute) die ersten, welche Drogen- und Alkoholexzesse feierten. Und die Eltern und Lehrer schwiegen. (…)“

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  2. Ich habe mir mal anlässlich einer Teilnahme an einer TV-Diskussion zur Waldorfschule im Bayrischen Rundfunk überlegt, ob man nicht am Beispiel der Impfgegnerschaft deutlich machen könnte, dass die Waldorfschulen eine echte PARALLELGESELLSCHAFT sind:

    Frage: “Wenn Sie nicht wissen, wo eine Waldorfschule ist, wie finden Sie sie?”

    Antwort: “Ich besorge mir vom Robert Koch Institut (RKI) eine Karte der Masern Epidemien – da finde ich jede Waldorfschule …”

    Das ist doch hübsch. Objektiv, reine Statistik. Ich musste auf diese Illustration verzichtet, es gab mal wieder keine Zeit auszureden.

    Hier auch noch meine Erfahrungen im “Seminar für Waldorfpädagogik Berlin” bei meiner Ausbildung zum Waldorflehrer. Parallelgesellschaft Hilfsausdruck. Steiner-Gehirnwäsche treffender:

    “Wundersame Waldorf-Pädagogik oder Atlantis als Bewusstseinszustand”

    http://www.novo-magazin.de/71/novo7138.htm

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  3. Von: Andreas Lichte
    Datum: 23. April 2010 10:32:55 MESZ
    An: „Siedler, Anette“, Robert Koch Institut
    Betreff: Masern in Mettmann: Waldorfschule

    Sehr geehrte Frau Siedler,

    Vielen Dank für Ihre E-mail und das wirklich interessante Gespräch gestern!

    .

    Gerade bekam ich einen Anruf von Regina Kohnert, stellvertretende Leiterin des Kreisgesundheitsamtes Mettmann.

    Sie bestätigte mir, dass alle 8 Masernfälle in Waldorfschulen aufgetreten sind. Die Schüler hätten Kontakt zur Waldorfschule in Essen gehabt, wo es auch die Masern gab …

    .

    Artikel zu Masern in Mettmann, ohne Angabe „Waldorfschule“: http://www.rp-online.de/duesseldorf/hilden/nachrichten/Acht-Kinder-an-Masern-erkrankt_aid_842790.html

    Artikel zu Masern in Essen, mit Angabe „Waldorfschule“: http://www.kinder.de/Artikel.815.0.html?&cHash=bf5c3ce9c8&tx_ttnews%5Btt_news%5D=2098

    .

    Viele Grüße

    Andreas Lichte

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  4. siehe auch Ratgeber-News-Blog, „Ein Vortrag von Andreas Lichte zum Thema „Waldorfschule“ auf Einladung des Ministeriums für Gesundheit und Soziales Sachsen-Anhalt“, Auszug aus dem Artikel:

    https://ratgebernewsblog2.wordpress.com/2010/05/21/ein-vortrag-von-andreas-lichte-zum-thema-waldorfschule-auf-einladung-des-ministeriums-fur-gesundheit-und-soziales-sachsen-anhalt/

    „Drei Gründe für die Waldorfschule

    (…) Warum untergraben Waldorfschulen das Ziel der Weltgesundheitsorganisation (WHO), die Masern bis 2010 in Europa auszurotten? Und warum werden Menschen dem Risiko einer Infektion mit einer schweren Krankheit ausgesetzt?

    (…) Anthroposophen – natürlich auch der anthroposophische Schularzt der Waldorfschulen – folgen Rudolf Steiner. Steiner begründet, warum die Masern eine Krankheit sind, die man durchmachen muss, so:

    Ein Mensch hat in seinem letzten Leben zu viel „gegrübelt“, was zu einer „Schwäche der Seele“ führt. Die Masern sind die „physisch-karmische Wirkung“ dieses Fehlverhaltens im letzten Leben. Die Masern macht man durch, „um organische Selbsterziehung zu üben“, „die Krankheit kann in einen geistigen Prozeß zurückverwandelt werden“ …

    Wer meint, dies sei aber eine völlig idiotische Zusammenfassung, der überzeuge sich selbst: Im „Anhang“ gibt es Steiners Karma-Masern-Quacksalberei im Original zu bestaunen (…)“

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  5. http://www.baden-online.de/news/artikel.phtml?page_id=67&db=news_lokales&table=artikel_ortenau&id=16256

    „Masern: Waldorfschule schließt

    (…) Masern-Alarm an der Offenburger Waldorfschule. 26 Kinder aus allen Klassenstufen haben sich mit der ansteckenden Krankheit infiziert. Grund genug für das Gesundheitsamt und die Schulleitung der Waldorfschule, die Notbremse zu ziehen und die Schule ab heute bis nach den Osterferien zu schließen.

    15.04.2011 – Seit Beginn dieser Woche verzeichnet das Offenburger Gesundheitsamt eine rasch ansteigende Zahl an Masernerkrankungen im Ortenaukreis. Insgesamt 34 Fälle wurden gemeldet – 26 davon betreffen die Offenburger Waldorfschule »Im Einvernehmen mit der Schulleitung haben wir den Unterricht bis zu den Osterferien ausgesetzt, um eine Weiterverbreitung einzuschränken«, so Thomas Wolf, Arzt beim Gesundheitsamt gestern. (…)

    Auf ihrer Internet-Seite (http://neu.waldorfschule-og.de) informiert die Offenburger Schule transparent über die Masern-Fälle und die Schulschließung. Dort heißt es: »Leider war es durch vorgelagerte Maßnahmen wie Elternbriefe und Impfbuchkontrollen nicht möglich, die Ausbreitung der Krankheit einzudämmen, sodass wir leider zu dieser Maßnahme in Abstimmung mit dem Gesundheitsamt greifen müssen.«

    Begonnen hat alles ganz harmlos. Nach den Fasnachtsferien hatte sich ein Kind infiziert. Es ist dann zu Hause geblieben, alle Eltern wurden mit Merkblättern über die Krankheit und eine Impfung informiert

    Die Waldorfschule hat dabei bewusst zu dem Merkblatt des Gesundheitsamtes auch ein Merkblatt der Gesellschaft anthroposophischer Ärzte beigefügt, die einer Masernimpfung eher skeptisch gegenübersteht (ebenfalls nachzulesen auf der Internetseite der Schule). Wolfgang Meyer-Buerdorf: »Wir haben es den Eltern freigestellt, ob sie ihre Kinder impfen lassen wollen oder nicht. Das kann nicht unsere Entscheidung sein. Wir als Schule verhalten uns neutral.«

    Kurt Fleig aus Lahr, dessen beide Kinder (15 und 17) die Offenburger Waldorfschule besuchen, befürwortet die neutrale Haltung der Schule: »Diese Entscheidung müssen die Eltern treffen.« Fleig selbst hat sich nach langer Überlegung und Beratung dafür entschieden, seine Kinder nur mit dem Notwendigsten zu impfen. Eine Masern-Impfung gehört nicht dazu. »Das haben wir mit den Kindern gemeinsam so entschieden«, so Fleig auf Anfrage der Mittelbadischen Presse. Der Familienvater wehrt sich dagegen, dass seine Haltung als »fahrlässig« bezeichnet wird: »Wir haben sehr bewusst und verantwortlich gehandelt.« Wäre die Waldorfschule nicht ab heute geschlossen, wären seine Kinder weiterhin in den Unterricht gegangen. (…)“

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  6. http://kinderdoc.wordpress.com/2011/04/15/masern-im-suddeutschen/

    „masern im süddeutschen

    15 APR 2011, by kinderdok

    um dann mal wirklich bei dem thema impfen zu bleiben – es beschäftigt einen kinderarzt schon sehr, denn wir machen uns ernsthaft sorgen um ungeimpfte kinder – passen dann auch die aktuellen meldungen aus dem süddeutschen über eine ablaufende masernwelle im großraum freiburg. und danke, ja, es ist eine waldorfschule.

    spannend finde ich, dass dort jetzt die schule bis zu den osterferien frühzeitig geschlossen wird, um die inkubationszeit auszusitzen und die welle damit einzudämmen. mag funktionieren, muß aber nicht: gibt es doch bei eltern, die ihre kinder nicht impfen lassen, auch immer noch die unsitten der masern- und windpockenparties, damit die kids „mal so richtig in der entwicklung vorankommen“. und außerdem bedeutet ein verfrühter ferienbeginn, dass die frisch inkubierten in den urlaub fahren, und die viren fröhlich weiter verteilen.

    rein epidemiologisch sind wir ärzte alle mal wieder gespannt, ob die quote der 1 enzephalitis auf 1000 masernerkrankte auch im ortenaukreis und umgebung erfüllt wird, wie wir das auch bei den letzten ausbrüchen z.b. in nrw erleben durften. aber das ist natürlich eine uninteressante quote im vergleich zu den häufigen impfschäden.“

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  7. „und danke, ja, es ist eine waldorfschule.“ [zitat aus: http://kinderdoc.wordpress.com/2011/04/15/masern-im-suddeutschen/ ]

    genau. Was auch sonst:

    http://waldorfblog.wordpress.com/2010/06/22/„masern-werden-von-waldorfschule-zu-waldorfschule-ubertragen%C2%A0…“/

    „(…) „Masern werden von Waldorfschule zu Waldorfschule übertragen …“, aber da sage ich Frau Kohnert wirklich nichts neues. J E D E R der mit Impfprävention zu tun hat, weiss das.

    So warnt Dr. Axel Iseke vom Gesundheitsamt Münster Ende April [2010]: „Es ist nicht ausgeschlossen, dass es über die Waldorfschule auch in Münster zu einem größeren Masernausbruch kommt.“ Denn in Essen sind die Masern ja schon, und Zitat Presseerklärung Münster: „Familien aus dem Umfeld von Waldorfschulen seien häufig überregional vernetzt.“ [4]

    Doch wer weiss genaueres über die Infektionskette Waldorfschule? Doch sicher das „Robert Koch Institut“ (RKI), „die zentrale Einrichtung der Bundesregierung auf dem Gebiet der Krankheitsüberwachung und -prävention“.[5] Dort müssen seit der Einführung der Masern-Meldepflicht im Jahr 2001 alle Fälle gemeldet werden. Ich spreche mit der Epidemiologin Dr. Anette Siedler. Doch sie überrascht mich, meint, dass das RKI nicht den Verursacher der Krankheit ermittetele, der weltanschauliche Hintergrund einer Schule nicht berücksichtigt werde. (…)“

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  8. “Experte kritisiert „missionarische Blindheit“: Waldorfschulen als Zentren von Masernausbrüchen

    (…) Waldorfschulen waren dabei in den letzten Jahren mehrfach Ausgangspunkt von Masern-Ausbrüchen (…)

    (…) Den Grund für die Ausbrüche sieht Professor Ernst in der niedrigen Impfrate der Kinder. Anhänger der von Rudolf Steiner begründeten anthroposophischen Medizin betrachten Kinderkrankheiten als wichtige Meilensteine in der Entwicklung einer Persönlichkeit. Professor Ernst: Sie glauben, dass die Kinder physische und mentale Stärke gewinnen, wenn sie sich mit Masern infizieren. Dies beuge späteren Krankheiten, inklusive Krebs vor. Diese Behauptung ist aus Sicht des Experten weder plausibel noch durch Studien schlüssig belegt.

    „Anthroposophen sind ähnlich wie andere Impfgegner häufig durch eine missionarische Blindheit gegenüber den Fakten gekennzeichnet“, wirft Professor Ernst den Eltern der Waldorfschüler vor. Die ablehnende Haltung zur Impfung müsse kritisch hinterfragt werden, da Masern zu sehr ernsten Komplikationen führen können. Außerdem könnte es zum Verlust der Herdenimmunität der Gesamtbevölkerung kommen. Damit meint Professor Ernst, dass Ausbrüche an Waldorfschulen auf ältere Menschen mit nicht ausreichendem Impfschutz übergreifen könnten. Den Ärzten rät der Experte, durch intensives Aufklären der Eltern Schäden zu vermeiden.

    Edzard Ernst wurde 1948 in Wiesbaden geboren. Nach Lehrtätigkeiten in Hannover und Wien, wurde er an das Peninsula College of Medicine and Dentistry in Exeter berufen, wo er ab 1993 den weltweit ersten Lehrstuhl für Komplementärmedizin innehatte.

    E. Ernst:
    Anthroposophische Medizin verursacht Masern-Ausbrüche.
    DMW Deutsche Medizinische Wochenschrift 2011; 136 (44):
    S. 2271-2272.
    DOI 10.1055/s-0031-129204″

    Quelle: http://www.thieme.de/SID-A6472491-C0644283/presseservice/38558.html

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