Evangelikale FAMILIE BEKOMMT ASYL IN DEN USA – Lehrerverband empört


Artikel via Hamburger Abendblatt:

[…] Dass eine deutsche Familie politisches Asyl in den USA bekommt, ist der vorläufige Höhepunkt in der Debatte um Heimunterricht. Konservative US-Medien feiern den Richterspruch als Sieg der Freiheit. Der Deutsche Lehrerverband reagiert dagegen empört: „Das ist ein Hammer“, sagt sein Präsident Josef Kraus. „Ich kann nicht nachvollziehen, dass ein demokratisches Land wie die USA demokratisch entstandene Gesetze in Deutschland als Verstoß gegen die Menschenrechte ansieht. Jeder demokratische Staat ist legitimiert, sein Schulsystem zu regeln.“

In den USA werden über eine Million Kinder von ihren Eltern zu Hause unterrichtet. Wer in Deutschland gegen die Schulpflicht verstößt, riskiert hohe Geldstrafen, Haft und sogar den Verlust des Sorgerechts. Das Bundesverfassungsgericht hat das Vorgehen der Behörden bestätigt.

Das schreckt viele Eltern dennoch nicht ab: 500 bis 1000 Kinder in Deutschland lernen Lesen, Schreiben und Rechnen von ihren Eltern, schätzen Experten. Einige Eltern melden ihre Kinder einfach in einer alternativen Privatschule an und schicken sie dann nicht hin. Andere gründen eigene Schulen und unterrichten dort so lange, bis das Schulamt sie schließt. Oder sie bauen darauf, dass die Behörden ein Auge zudrücken.

Zum einen sind es Religiöse wie die Romeikes, die ihre Kinder zur Keuschheit erziehen und dem staatlichen Sexualkunde-Unterricht fernhalten wollen. Andere stören sich am „Frontalunterricht“ und wollen lieber, dass ihre Kinder selbst bestimmen, was sie lernen. Wieder andere glauben, dass Schule ihre Kinder krank macht. Jörg Großelümern vom „Netzwerk Bildungsfreiheit“ begrüßt den US-Richterspruch: „Das wirft ein deutliches Licht auf die repressive Situation in Deutschland“, sagt er dem Abendblatt. „Wir wollen die Schulpflicht in eine Bildungspflicht umwandeln, sodass Eltern ihre Kinder zu Hause unterrichten können.“

In Großbritannien oder Frankreich dürfen Eltern ihre Kinder zu Hause selbst unterrichten. Die Kinder müssen aber die staatlichen Abschlussprüfungen machen. In Österreich schreiben Schüler, die nicht zur Schule gehen, jährlich staatliche Tests.

Seit der Weimarer Republik gibt es in Deutschland die Schulpflicht und mit ihr die staatlichen Lehrpläne, an die sich alle Schulen halten. Neun Jahre müssen Kinder eine Schule besuchen, mit dem 18. Lebensjahr endet die Schulpflicht. „Die Schulpflicht ist eine der größten sozialpolitischen Errungenschaften, die es gibt“, sagt Lehrerverbandschef Josef Kraus. „Die Schulpflicht macht Bildung unabhängig vom Geldbeutel der Eltern.“ Eltern seien außerdem nicht in der Lage, ihre Kinder so umfassend zu bilden wie Schulen. Kraus‘ Meinung über die Familie Romeike: „Die Eltern verbauen ihren Kindern große Teile ihrer Zukunft.“

The stupid, it burns. Na klar: Deutschland, Nazi-Land, wie sollte es auch anders sein, wenn der böse Staat Homeschooling verbietet:

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