Neue kritische Artikel zu Waldorf


Es kann zeitweise schon entmutigend sein, wenn man das Gefühl hat, dass die Kritik an der Waldorfpädagogik viel zu kurz kommt, bzw. ehemalige Waldorfeltern, die negative Erfahrungen gemacht haben, verweigern Kommentare zu veröffentlichen , um die Öffentlichkeit zu informieren.

Aktuell gibt es zumindest den Lichtblick, dass sich eine Schweizer Zeitung einen längst überfälligen kritischen Beitrag zu dem Thema erlaubt hat und dass die „Nachrichten aus der Welt der Anthroposophie“ nach längerer Abwesenheit sich erneut  dem Thema in einem hervorragenden Artikel widmeten.

Beide Texte sind sehr lesenswert:

16 Gedanken zu “Neue kritische Artikel zu Waldorf

  1. Artikel von „Psiram“ (vormals EsoWatch) zu Waldorfschule / Anthroposophie / Faschismus:

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    “Waldorflehrer werden! – am „Seminar für Waldorfpädagogik Berlin“

    Unser Gastautor Andreas Lichte war als Experte zur Waldorfschule beim Deutschlandradio Kultur zu Gast. In der Zeitreisen“-Sendung „Die bessere Schule oder esoterischer Irrglaube?“ am 23.02.2011 berichtete er auch von seinen Erfahrungen während seiner Ausbildung zum Waldorflehrer am „Seminar für Waldorfpädagogik Berlin“. Hier eine Extended Version (…)”

    Read more: http://blog.psiram.com/2011/03/waldorflehrer-werden-–-am-„seminar-fur-waldorfpadagogik-berlin“/

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    “Waldorfschule: Man kann nicht nur ein bisschen Waldorf sein

    Prof. Dr. Stefan T. Hopmann, Bildungswissenschaftler an der Universität Wien, über Waldorfschule, Rudolf Steiner und die Anthroposophie. Das Interview führte Andreas Lichte für die Ruhrbarone (…)”

    Read more: http://blog.psiram.com/2011/07/waldorfschule-„man-kann-nicht-nur-ein-»bisschen«-waldorf-sein“/

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    “Waldorfschule: Prof. Peter Loebell verkauft Rudolf Steiners Jahrsiebte

    Prof. Dr. Peter Loebell, Dozent an der anthroposophischen Freien Hochschule Stuttgart, behauptet, dass die für die Waldorfpädagogik zentrale „Jahrsiebte-Lehre“ Rudolf Steiners mit der empirischen Forschung vereinbar sei (…)”

    Read more: http://blog.psiram.com/2011/08/waldorfschule-prof-peter-loebell-verkauft-rudolf-steiners-jahrsiebte/

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    “Waldorfschule: Dr. Detlef Hardorp verkauft Rudolf Steiners Rassismus als Multikulti

    Dr. Detlef Hardorp, bildungspolitischer Sprecher der Waldorfschulen in Berlin-Brandenburg, behauptet, dass sich Rudolf Steiner für eine multikulturelle Gesellschaft engagiert habe (…)”

    Read more: http://blog.psiram.com/2011/09/waldorfschule-dr-detlef-hardorp-verkauft-rudolf-steiners-rassismus-als-multikulti/

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    “Badische Zeitung und Rudolf Steiner: Bejubeln ja, Zitieren nein.

    Die Badische Zeitung feiert Rudolf Steiner und löscht Rudolf Steiner O-Ton: „Die weiße Rasse ist die zukünftige, ist die am Geiste schaffende Rasse“ ist Werbung für die Religion Anthroposophie (…)”

    Read more: http://blog.psiram.com/2011/11/badische-zeitung-und-rudolf-steiner-bejubeln-ja-zitieren-nein/

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    “Brandenburg: Waldorfschule für alle? – Sekte für alle?

    Ein Rechtsgutachten sagt: „Dass einem privaten Schulträger in Zukunft eine Monopolstellung zukommen kann, wird grundgesetzlich nicht ausgeschlossen.“ Und: „Er erfüllt dann die Aufgabe einer öffentlichen Schule.“ Gibt es bald eine Monopolstellung privater Schulen? Die Waldorfschule für alle? (…)”

    Read more: http://blog.psiram.com/2011/12/brandenburg-waldorfschule-fur-alle-–-„sekte“-fur-alle/

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    “Religionsschule Waldorfschule: Ein Umkreisen Gottes“

    Bei den Ruhrbaronen streitet man darüber, ob es an öffentlichen Schulen bekenntnisorientierten Religionsunterricht geben sollte. An den Waldorfschulen gibt es ihn – als Ablenkungsmanöver von der alles durchdringenden religiösen Prägung durch die Anthroposophie. Von Andreas Lichte.

    Der Erziehungswissenschaftler Prof. Klaus Prange schreibt in seinem Standardwerk „Erziehung zur Anthroposophie – Darstellung und Kritik der Waldorfpädagogik”: „Die Anthroposophie braucht in der Tat nicht [in den Unterricht der Waldorfschule] hineingetragen zu werden, sie ist immer schon da.” (…)“

    http://blog.psiram.com/2012/05/religionsschule-waldorfschule-ein-„umkreisen-gottes/

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    “Hitler, Steiner, Mussolini – Anthroposophie und Faschismus, gestern und heute

    Waldorfschulen und Anthroposophie versuchten, mit den Nationalsozialisten zusammenzuarbeiten, wie es in einem Memorandum der Vereinigung der Waldorfschulen an Rudolf Hess offenbar wird:

    Man erklärte, dass Waldorfschulen „in kleinem Maßstab das verwirklichten, was die Volksgemeinschaft im nationalsozialistischem Staat im Großen anstrebt“(1).

    Wurde die Anthroposophie von den Machthabern in Deutschland letztlich als weltanschauliche Konkurrenz wahrgenommen, so war sie in Italien eine willkommene „spirituelle“ Ergänzung des Faschismus. Hier konnten Anthroposophen ihren Traum von der „überlegenen arischen Rasse“(2) ausleben und daran arbeiten, Rudolf Steiners programmatische Aussage „Die weiße Rasse ist die zukünftige, ist die am Geiste schaffende Rasse“(3) zu verwirklichen. Zur Anthroposophie im italienischen Faschismus und ihrer anthroposophischen Rezeption heute (…)”

    Read more: http://blog.psiram.com/2012/03/hitler-steiner-mussolini-anthroposophie-und-faschismus-gestern-und-heute/

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    • … zum im Artikel der „Weltwoche“ thematisierten Rassismus Rudolf Steiners noch diese ergänzende Information:

      „3 Jahre Rudolf Steiner ist „zum Rassenhass anreizend bzw. als Rassen diskriminierend anzusehen“

      Berlin, 6.9.2010 – Vor drei Jahren, am 6. September 2007, entschied die „Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien“ (BPjM), dass Bücher Rudolf Steiners rassistischen Inhalt haben. Die Bücher waren nur knapp der Indizierung durch die BPjM entgangen, weil der Verlag zusicherte, alsbald kommentierte Neuauflagen herauszubringen und bis dahin die Bücher nur mit einer Beilage auszuliefern. Doch nach drei Jahren ist noch immer nichts geschehen. Unser Gastautor Andreas Lichte erstellte für die BPjM ein Gutachten zur Praxisrelevanz von Steiners Rassismus, in dem er auch die Vermittlung von Rudolf Steiner im „Seminar für Waldorfpädagogik Berlin“ darstellte. Hier ein Auszug, Zitat: (…)“

      weiter: http://www.ruhrbarone.de/3-jahre-rudolf-steiner-ist-zum-rassenhass-anreizend-bzw-als-rassen-diskriminierend-anzusehen/

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      • … Helmut Zander, Historiker und Autor des Standardwerkes „Anthroposophie in Deutschland“, über Rudolf Steiners Rassismus und Antisemitismus:

        „Steiner ordnete die Rassen einer Fortschrittsgeschichte zu, in der beispielsweise heutige Indianer als »degenerierte Menschenrasse« im »Hinsterben« (GA 105,106.107 [1908]) oder schwarze Afrikaner als defiziente Spezies der Menschen- und Bewußtseinsentwicklung, als »degenerierte«, »zurückgebliebene« Rasse (ebd., 106) erschienen. Umgekehrt habe die weiße Rasse »das Persönlichkeitsgefühl am stärksten ausgebildet« (GA 107,288 [1909]). Dies sind nur Kernsätze einer Rassentheorie, die Steiner 1904 erstmals formulierte, um sie 1910 in einem komplexen System und in zunehmender Abgrenzung zu theosophischen Positionen auszufalten. Mit seinem Ausstieg aus der Theosophie hat er diese Vorstellungen keinesfalls über Bord geworfen, sondern sie 1923 nochmals in Vorträgen vor Arbeitern des Goetheanum in vergröberter, »popularisierter« Form wiederholt, aber ohne Revision im inhaltlichen Bestand. Die weiße war nun »die zukünftige, die am Geiste schaffende Rasse« (GA 349,67 [1923]).“ Fussnote 19

        „In der Konsequenz dieses Denkens lag auch Steiners Bestimmung des Judentums, das ebenfalls als evolutionshistorisch überholt galt (s. 8.3.2b), und in diesen Kontext gehören auch seine Völkerstereotypien, die gleichfalls hierarchisiert waren und die Deutschen als Avantgarde der Entwicklung sahen (s. 14.3.1a).“ Fussnote 20

        „Steiner formulierte mit seinem theosophischen Sozialdarwinismus eine Ethnologie, in der die Rede von »degenerierten«, »zurückgebliebenen« oder »zukünftigen« Rassen keine »Unfälle«, sondern das Ergebnis einer konsequent durchgedachten Evolutionslehre waren. Ich sehe im Gegensatz zu vielen Anthroposophen keine Möglichkeit, diese Konsequenz zu bestreiten.“ Fussnote 21

        Fussnote 19 Helmut Zander, „Anthroposophie in Deutschland – Theosophische Weltanschauung und gesellschaftliche Praxis 1884–1945“, Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen, 2007, Seite 631f.

        Fussnote 20 Ebd., Seite 632

        Fussnote 21 Ebd., Seite 636

        zitiert aus: „Hitler, Steiner, Mussolini – Anthroposophie und Faschismus, gestern und heute“, http://www.ruhrbarone.de/hitler-steiner-mussolini-anthroposophie-und-faschismus-gestern-und-heute/

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  2. Ja die Menschheit braucht neue Führer bzw. man exhumiert die alten Führer einfach wieder und lässt sie aufleben. Von irgendeinem völligen Stuss abhängig zu sein, ist ja auch allemal einfacher als sachkritisch nachzudenken und so wirklich sein eigener Herr/Frau im Hause zu sein.
    Ich jedenfalls kriege bei Steiner das große Kotzen und halte die Antroposophie und die damit einhergehende Waldorflüge für gemeingefährlich
    mit nicht abzusehenden schwerwiegenden Folgen für die Menschheit, auch wenn es sich hierbei wohl momentan um eine Randgruppe handelt, die sich aber zunehmender Beliebtheit erfreut. Setzt man sich mal genauer mit dem Thema auseinander, ist es wohl eines der einfachsten esotherisch- spirituellen Themen, deren Abstrusitäten und Perversionen eigentlich nun wirklich von einem halbwegs intelligenten Menschen erleuchtet werden können. Wenn ein mancher in der heutigen Gesellschaft mit bestimmten Aussagen wie die des Herrn Steiner herumlaufen und sie offen predigen würde, würde er wahrscheinlich in die geschlossene Anstalt eingeliefert werden. Mich wundert nur, das unser Staat es hinnimmt, das eine rassistisch geprägte Brutstätte nach der anderen entsteht, wobei wir doch alle unsere Geschichte kennen sollten. Schmiert jemand ein Hakenkreuz mit Graffiti an die Wand und wird dabei erwischt, droht ihm eine Gefängnisstrafe, während rassistisch denkende und propagierende Brutstätten noch vom Staat und Steuerzahler subventioniert werden. Das gilt selbstverständlich für alle anderen Vereinigungen die in dieser Art denken unnd lehren, ob unterschwellig oder offenkundig genauso. Der Slogan, in Erfurcht aufnehmen, in Liebe erziehen,in Freiheit entlassen könnte man auch so formulieren. In angstvoller Umgebung aufnehmen, Unter Druck und Zwang erziehen, In völliger Dummheit entlassen. Das passt nachdem was ich persönlich erlebt habe und mit meinem geistigen höheren Wissen in Einklang steht genaugenommen widerspruchsfrei zusammen. Esoterisch- okkulte Weltanschauungsanstalten klingt natürlich besser als das heute in negativer Verbindung gebrachte Wort Sekte!!! Nun warum man zu feige ist die Dinge wie sie sind frei beim Namen zu nennen und die Gesellschaft mit kritischen Hintergründen zu versorgen, die eigentlich sofort ein Alarmsignal bei einem gesunden Menschenverstand auslösen sollten, bleibt eine große offene Frage, die mit den dargestellten Artikeln nicht zu meiner Zufriedenheit beantwortet werden konnten. Auch wenn hier ein großer Lobbyismus herrscht, so kann dieses alleine meiner Meinung nach nicht der einzige Grund
    sein, die Öffentlichkeit mit klaren Aussagen weiterhin im dunkeln zu lassen. Im übrigen selbst erlebt, das ein Waldorfabschlusszeugnis manipuliert wurde, ( was nicht heisst das dieses nicht an anderen Schulen auch vorkommt) um den Besuch einer höheren Schule zu ermöglichen. Die Defizite werden dann von den meist wohlstandsverwöhnten Eltern aufwendig ausgeglichen. Geld spielt eben (k)eine Rolle. Aber selbst dann noch checken die meisten Eltern nichts und lassen ihrer anderen Kinder das gleiche durchleben. Die manchmal einfachsten Begriffe und Dinge aus dem täglichen Leben werden mit einem Alter von 17 Jahren und älter noch nicht einmal verstanden. Wie gesagt, ich kann nur aus dem selbst erlebten berichten. Man hält hier den Ball flach und lässt sie dann auf die Menschheit los. Das gleiche gilt bei sexueller Aufklärung, die dann stattfindet wenn die Pubertät schon fast überstanden ist. Auf der anderen Seite wird den Kindern alles ermöglicht was sie wollen, ein nein gibt es praktisch nicht. Ich meine das jetzt auf materielle Dinge und auf Freizeitvereine bezogen. Ich habe dabei feststellen können, das manchen ein völliges Maß und auch ein bestimmtes Wertegefühl abhanden gekommen sind. Hinzu kommt das die Eltern, meist die Mutter sich in völliger Selbstaufgabe mit ihren Kinder verausgaben und sich selbst soweit hintendranstellen bis Depressionen, Angstzustände an der Tagesordnung sind. Ein zusätzlicher Druck von der Schule und arbeiten für die Schule, bricht dann noch den letzten eigenen Willen und Gedanken um diese abstrusen Zusammenhänge. Dann kommt noch der Druck in der vermeintlich sozialen Gemeinschaft hinzu in denen man ja stets für seine Freunde in völliger Selbstlosigkeit da sein muss. Ich bin dieser Frage seinerzeit nachgegangen und bekam als Antwort. Da in unserer Gesellschaft das soziale Miteinander immer mehr in den Hintergrund gerät, gilt es wieder mehr sozialem Gedanken und ein Miteinander zu pflegen und gibt auch den entsprechenden Halt. Zum erstgesagten gibt es ja auch nichts entgegenzuwirken, wenn es sich nicht auf Abhängigkeiten zu einer Weltanschauung völligen Unsinns begibt. Wenn ich aber meinen Halt ausschließlich auf Freunde aufbaue, habe ich meines Erachtens ein Problem mit meinem eigenen Standpunkt, denn den würde ich verlieren, sobald sich ein Freund wie auch immer von mir abwendet, oder mal nicht mehr da ist.

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  3. @ Andreas Lichte

    Was mich noch absolut erschreckt, ist das ich erlebt habe wenn ich versuche mit wirklich überzeugenden Argumenten gegen esoterisch- spirituelle Ansichten aufzuklären, man mir anhand von Berichten oder vermeintlichen (Studien) aus diversen Boulevardblättchen entgegentritt oder auf Internetseiten verweist, die auf reine Verdummungartikel aus sind und sich mir jeder weiteren Diskussion entwürdigen. Selbst Aussagen anderer Mütter und Freaks haben, selbst wenn ein Satz beginnt mit ….Ich habe gehört das… und soweiter höheres Gewicht und werden sofort als wahre Tatsache interpretiert, entgegen jeglicher Wissenschaftsberichte ohne kritische Auseinandersetzung. Das alleine zeigt mir schon eine Verdummung einer ganzer Nation.

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    • @ Bernd

      Du schreibst: „Das alleine zeigt mir schon eine Verdummung einer ganzer Nation.“

      Ich hab’s anders formuliert, aber wohl ähnlich gemeint: „Nehmen Sie einem Durchschnittsmenschen die Lebenslüge, und Sie nehmen ihm zu gleicher Zeit das Glück“ – Henrik Ibsen – zitiert hier: http://www.ruhrbarone.de/hitler-steiner-mussolini-anthroposophie-und-faschismus-gestern-und-heute/

      Das bezog sich im Besonderen auf Anthroposophen, die DIE Lebenslüge schlechthin haben, aber es trifft auch ganz allgemein auf das „Bürgertum“ zu, meint Ibsen:

      http://de.wikipedia.org/wiki/Lebenslüge

      „Lebenslüge – (…) Der Begriff wurde von dem Dramatiker Henrik Ibsen Ende des 19. Jahrhunderts eingeführt.[2] Er prangerte damit scheinheilige Verlogenheit, Doppelmoral und krampfhaftes Festhalten am schönen Schein an, was in seiner Sicht typisch war für das Bürgertum seiner Zeit (…)“

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      • Kurt Tucholsky über die anthroposophische Lebenslüge:

        “Rudolf Steiner in Paris

        (…) Wenns mulmig wurde, rettete sich Steiner in diese unendlichen Kopula, über die schon Schopenhauer so wettern konnte: das Fühlen, das Denken, das Wollen – das »Seelisch-Geistige«, das Sein. Je größer der Begriff, desto kleiner bekanntlich sein Inhalt – und er hantierte mit Riesenbegriffen. Man sagt, Herr Steiner sei Autodidakt. Als man dem sehr witzigen Professor Bonhoeffer in Berlin das einmal von einem Kollegen berichtete, sagte er: »Dann hat er einen sehr schlechten Lehrer gehabt –!«

        (…) Immer, wenn übersetzt wurde, dachte ich über diesen Menschen nach. Was für eine Zeit –! Ein Kerl etwa wie ein armer Schauspieler, der sommerabends zu Warnemünde, wenns regnet, im Kurhaus eine »Réunion« gibt, alles aus zweiter Hand, ärmlich, schlecht stilisiert … und das hat Anhänger –! Wie groß muß die Sehnsucht in den Massen sein, die verlorengegangene Religion zu ersetzen! Welche Zeit –! (…)“

        zum vollständigen Text von Kurt Tucholsky: http://www.textlog.de/tucholsky-rudolf-steiner.html

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  4. @ Andreas Lichte

    Vielen Dank für die ganzen Hintergrundinformationen. Am liebsten würde ich meiner Ex die Artikel zuschicken, aber das wäre glaube ich reine Zeitverschwendung. Sie würde es nicht begreifen wollen, schon gar nicht manch komplexe Zusammenhänge. Ist ja für mich genauso Neuland mich in all den Verwirrungen der Esoterik und deren Auswirkung auf die Gesellschaft zurechtzufinden. Aber es ist ein spannendes Thema und es lohnt sich dagegen zu kämpfen und für eine gute Sache einzustehen.

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  5. Anthroposophie und Nationalsozialismus: ‘Die Waldorfschulen erziehen zur Volksgemeinschaft’

    (…) „Das Motto der Waldorfbewegung im »Dritten Reich« lautete: »Die Waldorfschulen erziehen zur Volksgemeinschaft.«1

    Ihrer Selbstdarstellung zufolge lieferte die anthroposophische Pädagogik einen wesentlichen Beitrag zum Aufbau des neuen Deutschlands durch »die Pflege des völkischen Gedankens und die Betonung des Wesens und der Aufgaben des deutschen Geistes« und stand damit »im Einklang mit der Grundgesinnung des nationalsozialistischen Staates«.2“3 (…)

    Kontinuität bis in die Gegenwart: Atlantis und die Rassen

    „Mit dem Aufkommen des Nationalsozialismus, schrieb Karutz 1934, »gewinnt man auch die positive Einstellung zur Rasse wieder, die unter dem wissenschaftlichen Materialismus verlorengegangen war«31: »Die nationalsozialistische Völker- und Rassenpolitik ist in der geistigen Wirklichkeit verankert.«32

    Um die Zusammengehörigkeit von anthroposophischer und nationalsozialistischer Rassenlehre zu dokumentieren, zitierte er Steiner und Hitler nebeneinander als Beweis, »dass sich hierin die auf Blut, Boden, Vererbung aufgebaute Weltanschauung des Dritten Deutschen Reiches und die Geisteswissenschaft nicht widersprechen«.33

    Karutz erklärte: »Der Nationalsozialismus ist, vielen unbewusst, tatsächlich eine geistige Bewegung, Rassenbildung und Rassenschichtung in Europa gehen tatsächlich bis in jene atlantischen Zeiten zurück, von denen Rudolf Steiner spricht.«34“35

    „Rassenbildung und Rassenschichtung in Europa gehen tatsächlich bis in jene atlantischen Zeiten zurück, von denen Rudolf Steiner spricht“ – und von denen auch noch in der Gegenwart „gesprochen“ wird, in Waldorfschulen, wenn „Atlantis“ und die darauf folgenden anthroposophischen „Kulturepochen“36 unterrichtet werden. Die Kultusministerien und Schulaufsichten scheinen sich nicht dafür zu interessieren, wenn damit in Waldorfschulen Rassismus in „kindgerechter Form“ vermittelt wird – und die Eltern?

    O-Ton aus dem 45-minütigen TV-Feature des SWR, „Betrifft: Wie gut sind Waldorfschulen?“:

    „Mutter: »Also ich bin noch nie über irgendwelche Inhalte gestolpert, die mich irritiert hätten, ist mir nicht passiert.«

    SWR: »Aber uns. Als wir in Julias alten Epochenheften graben, finden wir ein Geschichtsheft, das doch tatsächlich mit der Beschreibung von Atlantis beginnt …«“ (…)“

    zum Artikel, einer Darstellung der Geschichte der Anthroposophie im Verhältnis zum Nationalsozialismus: http://www.ruhrbarone.de/anthroposophie-und-nationalsozialismus-die-waldorfschulen-erziehen-zur-volksgemeinschaft/

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  6. „Die Waldorfschule und Andreas Molau, Aussteiger aus der rechtsextremen Szene

    Andreas Molau, ehemaliger NPD-Spitzenfunktionär und zuletzt für „pro NRW“ tätig, ist aus der rechten Szene ausgestiegen. Offen bleibt die Frage, ob die „Freie Waldorfschule Braunschweig“, an der Molau von 1996 – 2004 Deutsch, Geschichte und Politik (sic !) unterrichtete, nichts von Molaus damaliger politischer Orientierung wissen konnte. Von Andreas Lichte.

    Michael Mentzel schreibt am 2. August 2012 auf seiner anthroposophischen Website „Themen der Zeit“ über Andreas Molau:

    „Ein bis zu seiner Entlassung im Jahre 2004 als Waldorflehrer tätiger Rechtsextremer, der nach Aussagen der damaligen Kollegen, Eltern und SchülerInnnen als guter Kumpel, aber nie als Rechtsextremer in Erscheinung getreten und infolgedessen auch nicht aufgefallen war.“

    Ist es wirklich so einfach? Molau sagt in meinem 2009 bei „Publikative“ (damals noch „NPD-Blog.Info“) veröffentlichten Interview:

    „(…) Lichte: Bis zu Ihrer Enttarnung arbeiteten Sie 8 Jahre lang an der Freien Waldorfschule Braunschweig?

    Molau: Welche ‘Enttarnung’? Ich habe mich nie versteckt. Als Lehrer habe ich dasselbe gesagt und getan, wie vorher auch (…)“

    In den Zusammenhang Waldorfschule und Andreas Molau gehört auch das gemeinsame Buchprojekt „Falsche Propheten“ von Andreas Molau und Lorenzo Ravagli, Mitarbeiter der „erziehungsKUNST“, „Bund der freien Waldorfschulen“. Der „Stern“ berichtete: „Waldorf-Pädagogik – Auf Tuchfühlung mit dem rechten Rand“, ohne aus dem Buchprojekt zu zitieren. Korrekte Zitate brachte hingegen Andreas Molau im Interview, wogegen Lorenzo Ravagli mit juristischen Mitteln vorging. Was durfte die Öffentlichkeit nicht erfahren? Was sagt Ravagli bei den im Interview mit „XXX“ zensierten Text-Stellen? Das Interview: (…)

    weiter: http://www.ruhrbarone.de/die-waldorfschule-und-andreas-molau-aussteiger-aus-der-rechtsextremen-szene/

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  7. „Waldorfschule in staatlicher Trägerschaft – offener Brief an Senator Ties Rabe, Hamburg

    von Andreas Lichte, Berlin, 3. September 2012 (…)

    Sehr geehrter Herr Senator Rabe,

    (…) P.S.: Da es sich um eine „Interkulturelle Waldorfschule“ handelt, könnte auch verstärkt Rudolf Steiners Rassenlehre unterrichtet werden. Folgende Erkenntnisse Rudolf Steiners könnten insbesondere bei schwarzen Schülern zu einem neuen Selbstverständnis führen, Zitat Rudolf Steiner:

    „(…) So daß also ein Schwarzer in Afrika ein Mensch ist, der möglichst viel Wärme und Licht vom Weltenraum aufsaugt und in sich verarbeitet. Dadurch, daß er das tut, wirken über den ganzen Menschen hin die Kräfte des Weltenalls so. (Es wird gezeichnet.) Überall nimmt er Licht und Wärme auf, überall. Das verarbeitet er in sich selber. Da muß etwas da sein, was ihm hilft bei diesem Verarbeiten. Nun, sehen Sie, das, was ihm da hilft beim Verarbeiten, das ist namentlich sein Hinterhirn. Beim Neger ist daher das Hinterhirn besonders ausgebildet. Das geht durch das Rückenmark. Und das kann alles das, was da im Menschen ist an Licht und Wärme, verarbeiten. Daher ist beim Neger namentlich alles das, was mit dem Körper und mit dem Stoffwechsel zusammen hängt, lebhaft ausgebildet. Er hat, wie man sagt, ein starkes Triebleben, Instinktleben. Der Neger hat also ein starkes Triebleben. Und weil er eigentlich das Sonnige, Licht und Wärme, da an der Körperoberfläche in seiner Haut hat, geht sein ganzer Stoffwechsel so vor sich, wie wenn in seinem Innern von der Sonne selber gekocht würde. Daher kommt sein Triebleben. Im Neger wird da drinnen fortwährend richtig gekocht, und dasjenige, was dieses Feuer schürt, das ist das Hinterhirn. (…)

    Die weiße Rasse ist die zukünftige, ist die am Geiste schaffende Rasse. (…)“

    Rudolf Steiner, „Vom Leben des Menschen und der Erde – Über das Wesen des Christentums“, GA 349, Dritter Vortrag, Dornach, 3. März 1923

    zum vollständigen offenen Brief an Senator Ties Rabe: http://www.ruhrbarone.de/waldorfschule-in-staatlicher-traegerschaft-offener-brief-an-senator-ties-rabe-hamburg/

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  8. Esoterik an Waldorfschulen – Bildung dank „Bildekräften“: Lest Rudolf Steiner!

    Die aktuelle Debatte um die Gründung einer „staatlichen Waldorfschule“ in Hamburg wirft die Fragen auf: Soll Anthroposophie zum staatlichen Schulprogramm zählen? Wie esoterisch ist die Waldorfschule? Von unserer Gastautorin Jana Husmann (…)

    (…) Wer nur einen Bruchteil der über 6000 Vorträge Steiners zu diesen Themen geschafft hat, weiß sicherlich, was der Steiner-Kritiker Peter Bierl mit der Aussage meint: „Wer Steiner liest, verdient Schmerzensgeld.“ Die Steiner-Lektüre ist nicht zuletzt jenen Senatoren zuzumuten, die die Zusammenlegung von staatlicher Schule und Waldorfschule in Hamburg-Wilhelmsburg befürwortet haben (…)“

    zum vollständigen Artikel von Dr. Jana Husmann beim Blog „Ruhrbarone“: http://www.ruhrbarone.de/esoterik-an-waldorfschulen-bildung-dank-bildekraeften-lest-rudolf-steiner/

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  9. „Waldorfschulen Bullshit-Bingo – Waldorfsprech für Hamburgs Bildungssenator Ties Rabe

    In Hamburg soll die erste „staatliche Waldorfschule“ Deutschlands entstehen. Für die Zeit der langwierigen Kooperationsverhandlungen zwischen Hamburger Senat und Waldorfschule bieten die Ruhrbarone Senator Ties Rabe ein unterhaltsames Lernspiel. Von unserem Gastautor Lukas Böhnlein (…)“

    zum Waldorfschulen Bullshit BINGO! beim Blog „Ruhrbarone“: http://www.ruhrbarone.de/waldorfschulen-bullshit-bingo-waldorfsprech-fuer-bildungssenator-ties-rabe/

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