Finanzkrise- Was muss anders werden?


Wie wir mittlerweile alle wissen, sind weltweit staatliche Rettungspakete ins Leben gerufen worden, um bei Banken für Liquidität zu sorgen, um Spareinlagen von Bürgern zu garantieren und um den Geldfluss wieder ins Rollen zu bringen.

Experten sind sich zwar in der Regel einig, dass dieser Schritt unumgänglich war, dass es aber damit noch lange nicht getan ist, weil es zu viele Fehlerquellen gibt, die dringend bereinigt werden müssen.

  • Unumgänglich wären internationale Regelwerke, die es den Banken verbieten mit höchst spekulativen Derivaten zu handeln und Einkünfte außerhalb der Bilanz  zu erwirtschaften. Spanien hat dies bereits vorgemacht, es würde jedoch nur bei weltweiter Umsetzung erfolgsversprechend sein.
  • Ferner dürfte es keine Steuerparadiese mehr geben wie die Kanalinseln, Liechtenstein, Monaco, usw. um zu gewährleisten, dass Regeln konsequent Anwendung finden, bzw. nicht mehr umgangen werden können.
  • Um eine soziale Marktwirtschaft zukünftig zu garantieren müssten alle Interessensverflechtungen zwischen Politik und Wirtschaft zwingend aufgelöst werden, denn diese waren zum großen Teil mitverantwortlich für die Krise.

Schaut man sich den letzten Punkt etwas näher an, wird man gut und gerne dazu übergehen, Banker und Broker nicht mehr allein schuldig zu sprechen. Wenn man plötzlich realisiert, wie sehr Politiker zur Krise beigetragen haben, leuchtet es auch ein, warum es so viel staatliches Engagement zur Rettung der Banken und der Großwirtschaft gibt.

Dazu schauen wir uns einige Interessenverstrickungen mal konkret an.

Der US- Finanzminister Henry Paulson legte die Summe von 700 Milliarden Dollar für das staatliche Rettungspaket Amerikas fest. Zudem forderte er seine alleinige Zuständigkeit, um das Geld an Banken verteilen zu können, ohne jede rechtliche und ohne jede administrative Kontrolle. Dazu muss man natürlich wissen, dass Herr Paulson vor seinem Regierungsamt die Investmentbank Goldman Sachs leitete, bei der er insgesamt 32 Jahre beschäftigt war. Er wurde noch ein halbes Jahr lang nach Amtsantritt als Finanzminister weiter von Goldman Sachs entlohnt und zwar mit schlappen 18,7 Millionen Dollar. Außerdem besaß er während seines Regierungsamtes immer noch enorme Anteile an dem Bankhaus, wovon er mittlerweile zwar einiges veräußert hat, jedoch können wir von dem Restwert, den er immer noch hält, wahrscheinlich alle nur träumen. Somit erscheint es nicht ungewöhnlich, dass Schätzungen der Bank of America ergaben, dass Goldman Sachs einer der Hauptprofiteure des 700 Milliarden Dollar Fonds sein wird. Des Weiteren hat sich Paulson vehement für die Rettung des größten amerikanischen Versicherungsunternehmens AIG eingesetzt. Seine Entscheidung führte letztendlich dazu, dass Goldman Sachs kein Geld verlor, denn die AIG stand bei der Investmentbank mit 20 Milliarden Dollar in der Kreide. Henry Paulson ist jedoch nicht der einzige, der von einer Führungsposition bei Goldman Sachs in ein hohes politisches Amt wechselte.

Wer sich für alle Einzelheiten zu meinen Ausführungen über Henry Paulson interessiert, der sollte hier weiterlesen:


Wenn Sie außerdem noch wissen möchten, von welchen deutschen Politikern man annimmt, unter ähnlichen Problemen wie Herr Paulson zu leiden
, dann lesen Sie die folgenden Links:

(Dies sind nur ein paar Beispiele, die ich gefunden habe. Man sollte davon ausgehen, dass sich die Liste  erweitern lässt)


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